Rote Bete: Aussaat, Pflanzung, Anbau und Ernte

Rote Bete: Aussaat, Pflanzung, Anbau und Ernte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Aurélien 12 min.

Rote Bete in wenigen Worten

  • Rote Bete ist ein winterhartes Gemüse, das einen frischen, nährstoffreichen Boden und einen Standort in voller Sonne bevorzugt.
  • Man unterscheidet drei große Kategorien: Rote Bete, Zuckerrüben und Futterrüben.
  • Dieses Gemüse ist leicht zu kultivieren, die Aussaat erfordert jedoch ein Vereinzeln
  • Rote Bete kann ab Mai bis zum Jahresende in milden Klimazonen geerntet werden, auch die jungen Triebe sind essbar.
  • Ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften sind anerkannt, insbesondere verfügt sie über eine sehr hohe antioxidative Wirkung.
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Rote BeteBeta vulgaris – ist ein zweijähriges, winterhartes Wurzelgemüse, das bereits im ersten Anbaujahr geerntet wird. Ihre fleischige Wurzel wird gekocht oder roh verzehrt, ist reich an langsam verwertbaren Kohlenhydraten und bekannt für ihren hohen Gehalt an Vitaminen, Antioxidantien und Mineralsalzen. Außerdem erweist sie sich als besonders kalorienarmes Lebensmittel. Die jungen grünen Triebe eignen sich hervorragend zur Verfeinerung von Schnittsalaten.

Man unterscheidet drei große Gruppen von Rüben: Gemüse-, Zucker- und Futterrüben. In diesem Artikel beschäftigen wir uns vor allem mit den Gemüserüben, die sich je nach Sorte durch ihre Formen unterscheiden: zylindrisch wie die berühmte ‘Crapaudine’, kugelförmig oder abgeflacht wie die ‘Noire d’Égypte’ , aber auch durch ihre Farben (nicht alle Rüben sind rot, sie können auch weiß, goldgelb wie die ‘Burpee’s Golden’, orange oder sogar rosa sein) und natürlich durch ihren Geschmack und ihren Kohlenhydratgehalt. Während die meisten Rüben bei voller Reife geerntet werden, können manche bereits im Jugendstadium verzehrt werden, wie die Sorte ‘Bonel’, die ideal als „Baby-Gemüse“ verzehrt wird.

Im Gemüsegarten mag die Rote Bete den Kopf in der Sonne, aber die Füße in einem frischen Boden; für eine gute Entwicklung benötigt sie ausreichend Feuchtigkeit. Der Boden sollte außerdem nährstoffreich sein, insbesondere an Kalium, das die gute Entwicklung der Wurzeln fördert. Die frühe oder saisonale Aussaat erfolgt in Anzuchtschalen oder direkt an Ort und Stelle im Freiland. Anschließend müssen die Pflanzen vereinzelt werden, da aus jedem ausgesäten Samenknäuel mehrere Rote-Bete-Pflanzen hervorgehen. Die vereinzelt entnommenen Pflanzen können verpflanzt werden. Im weiteren Anbau sind die üblichen Arbeiten wie Unkrautjäten, Hacken und Gießen sowie der Schutz des Bodens durch eine organische Mulchschicht erforderlich.

Rote Bete

 

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Beta vulgaris
  • Familie Chenopodiaceae
  • Gebräuchlicher Name Rote Bete
  • Blüte zweijährig, als einjährig kultiviert
  • Height 6 Jahre
  • Exposition Sonne
  • Art des Bodens frisch und nährstoffreich
  • Winterhärte winterhart bis sehr winterhart

Die ersten Selektionen von Roter Bete durch den Menschen gehen auf die Antike zurück; schriftliche Belege aus Griechenland stammen bereits aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Ihr geografisches Ursprungsgebiet soll jedoch Mesopotamien sein. Danach musste man bis zum Mittelalter warten, um wieder Beschreibungen der damaligen Sorten zu finden. Die Futterrübe entwickelte sich im 16. Jahrhundert in Deutschland, anschließend wurden im 18. Jahrhundert in Polen die ersten Zuckerrüben selektiert.

Botanisch eng mit dem Mangold (auch Grüner Mangold genannt) verwandt, wurde die Rote Bete früher Bete-Rübe geschrieben, um ihre fleischige Rübe vom Stiel des Mangolds zu unterscheiden. Der Gattungsname Beta stammt vom lateinischen bēta (Mangold, Birne), während der Artname aus dem Lateinischen kommt: vulgaris (gewöhnlich, gemein).

Wir unterscheiden drei Unterarten:

  • Die Rote Bete, allgemein auch „Rote Bete“ genannt – Beta vulgaris var. esculenta – wird für den menschlichen Verzehr angebaut.
  • Die Futterrübe – Beta vulgaris var. rapa – wird vor allem im Winter zur Fütterung von Tieren verwendet.
  • Die Zuckerrübe – Beta vulgaris var. altissima – wird zur Gewinnung von Zucker und zur Herstellung von Bioethanol verwendet!

Die Rote Bete gehört nach der klassischen Klassifikation zur Familie der Gänsefußgewächse oder nach der phylogenetischen Klassifikation zur Familie der Amarantgewächse. Die Rote Bete ist eine krautige zweijährige Pflanze (die als einjährige kultiviert wird). Im ersten Kulturjahr entwickelt sie ihr vegetatives System: Zu Beginn des Wachstums wachsen vor allem die Blätter, die in einer Rosette angeordnet sind und aus dem Hals austreiben. Sie sind hellgrün, oft rot von Blattadern durchzogen und werden bis zu 30 cm lang. Die Wurzel entwickelt sich auf Höhe des Bodens und nicht unter der Erde. Ihr Wachstum setzt bereits zu Beginn der Wachstumsphase allmählich ein, doch vor allem in den letzten Kulturmonaten legt die Rote Bete ihre Reserven an, wodurch die Wurzel rasch dicker wird. Im zweiten Jahr, sofern sie nicht geerntet wurde, bildet die Rote Bete einen Blütenstängel, der bis zu 1,5 m hoch werden kann. Die grünen Blüten sind zwittrig und in Wirteln angeordnet. Nach der Befruchtung sind die Samen zu Knäueln zusammengefasst. Jedes Knäuel enthält bis zu vier miteinander verwachsene und nur schwer voneinander zu trennende Samen.

Grüne, rot geaderte und in einer Rosette angeordnete Blätter – Die Blätter treiben aus dem Hals aus – Aufgeschnittene Wurzel der Sorte Crapaudine

Sorten der Roten Bete: rote Bete und andere Farben

Die Sorten der Roten Bete unterscheiden sich durch ihre Farben, Formen und Aromen und werden hier nach Farben geordnet.

Sorten der Roten Bete
Sorten in anderen Farben
Rote Bete Bonel

Rote Bete Bonel

Die Rote Bete Bonel ist eine niederländische Sorte mit runder Wurzel und dunkelroter Haut und dunkelrotem Fruchtfleisch. Sie wird am besten jung als Babygemüse geerntet, da ihr mildes, süßes Aroma in diesem Stadium besonders ausgeprägt ist.
  • Blütezeit Mai für Juli
  • Höhe bei Reife 30 cm
Rote Bete Covent Garden Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Rote Bete Covent Garden Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Die Rote Bete Covent Garden ist eine alte Sorte mit langen, eiförmigen, violett-roten Wurzeln und festem, saftigem, süßem Fruchtfleisch mit gutem Geschmack.
  • Blütezeit Mai für Juli
  • Höhe bei Reife 40 cm
Rote Bete De Detroit Améliorée 2 race Bolivar Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Rote Bete De Detroit Améliorée 2 race Bolivar Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Die Rote Bete Detroit Améliorée 2 Typ Bolivar ist eine Sorte mit runden Wurzeln, rotem Fruchtfleisch und glatter, angenehm süßer Haut. Sie ist früh und schossfest und lässt sich außerdem sehr gut lagern.
  • Blütezeit Mai für Juli
  • Höhe bei Reife 40 cm
Rote Bete Moneta

Rote Bete Moneta

Die Rote Bete Moneta ist eine Sorte, die runde Wurzeln mit süßem Geschmack hervorbringt. Ihre Besonderheit liegt in ihrem monokeimigen Samen: Das bedeutet, dass aus einem Samen eine Jungpflanze entsteht, im Gegensatz zu gewöhnlichen Sorten, bei denen aus einem Knäuel mehrere Jungpflanzen hervorgehen.
  • Blütezeit Mai für Juli
  • Höhe bei Reife 40 cm
Rote Bete noire plate d'Egypte Bio

Rote Bete noire plate d'Egypte Bio

Die flache Schwarze Bete aus Ägypten ist eine aus Ägypten stammende Sorte, die besonders hitzebeständig ist. Ihre Wurzel ist rund und abgeflacht, ihre Haut glatt und ihr Fruchtfleisch dunkelrot und von sehr gutem Geschmack.
  • Höhe bei Reife 30 cm
Rote Bete Glatter Silber Albina Vereduna Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Rote Bete Glatter Silber Albina Vereduna Bio - La Ferme de Sainte-Marthe

Die Weiße Bete Albina Vereduna ist eine Sorte mit runden Wurzeln und weißer, dicker Epidermis. Ihr ebenfalls weißes Fruchtfleisch ist zart und bietet einen süßen Geschmack, der an Zier-Süßkartoffel erinnert! Diese halbfrühe Sorte schmeckt jung geerntet am besten.
  • Höhe bei Reife 25 cm
Rote Bete Burpee's Golden Bio

Rote Bete Burpee's Golden Bio

Die Rote Bete Burpee's Golden ist eine schöne alte Sorte mit runder Form, orangefarbener Haut und goldgelbem Fruchtfleisch, das seine Farbe auch beim Kochen behält. Ihr mildes, süßes Aroma wird Ihren Gaumen erfreuen. Vergessen Sie nicht, vor der Ernte ein paar Burpees zu machen!
  • Höhe bei Reife 25 cm
Rote Bete Chioggia Bio- Ferme de Sainte Marthe

Rote Bete Chioggia Bio- Ferme de Sainte Marthe

Die Rote Bete Chioggia ist eine außergewöhnliche Sorte mit rosafarbenem, weiß gestreiftem Fruchtfleisch. Sie ist nicht nur dekorativ, sondern schmeckt auch sehr gut, süß und roh besonders köstlich. Diese Sorte ist sehr früh.
  • Blütezeit Mai für Juli
  • Höhe bei Reife 40 cm
Rote Bete Crapaudine

Rote Bete Crapaudine

Die Rote Bete Crapaudine ist eine sehr alte Sorte mit einer zylindrischen, länglichen Wurzel und schwarzer, runzeliger und rissiger Epidermis. Ihr Fruchtfleisch ist violett-rot und rosa geringelt, von sehr gutem Geschmack sowie fein und süß im Aroma.
  • Höhe bei Reife 40 cm

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Die Aussaat der Roten Bete und ihr Umpflanzen

Wo und wann säen Sie Rote Bete aus?

Rote Bete wird in der Regel direkt ins Freiland gesät, für einen frühen Anbau ist es jedoch durchaus möglich, sie in Saatschalen auszusäen:

  • Für den frühen Anbau säen Sie von Ende Februar bis April in Saatschalen. Das Auspflanzen erfolgt in der Regel zu dem Zeitpunkt, an dem auch die ersten Aussaaten direkt ins Beet stattfinden, also im Laufe des Aprils. Mit dieser Methode ist eine Ernte von Mai bis Juli möglich.
  • Für den Anbau in der Saison säen Sie von Mitte April bis Juli direkt ins Freiland für eine Ernte von Juli bis Oktober.

Wie sät man Rote Bete aus?

Genau genommen sollte man von Knäueln und nicht von Samen sprechen. Denn mit Ausnahme der sogenannten „monogermen“ Sorten wie der Roten Bete ‘Magenta’ bringt jedes Knäuel mehrere Jungpflanzen hervor.

Aussaat in Saatschalen:

  1. Füllen Sie die Saatschale zu zwei Dritteln mit Blumenerde und drücken Sie diese mit einem Brett leicht an.
  2. Legen Sie die Knäuel mit einem Abstand von mindestens 3 cm zueinander aus.
  3. Bedecken Sie sie mit einer Schicht Aussaaterde in der Stärke der Samen. Verwenden Sie dazu ein Sieb und drücken Sie die Erde mit einem Brett leicht an.
  4. Gießen Sie mit einer Sprühflasche.
  5. Wenn die Keimlinge eine Höhe von 10 cm und/oder fünf Blätter erreicht haben, setzen Sie sie ins Freiland. Wählen Sie die kräftigsten aus und halten Sie einen Abstand von 20 cm ein.

Aussaat ins Freiland:

Rote Bete bevorzugt einen angenehm feuchten und lockeren Boden. Lockern Sie zunächst die Erde mit einer Grabegabel und ebnen Sie sie mit einer Gartenkralle. Geben Sie bei Bedarf etwas Asche hinzu, denn Rote Bete liebt Kali. (Lesen Sie dazu auch: „Holzasche: Wie verwendet man sie im Garten?“). Geben Sie anschließend bei Bedarf gut verrotteten Mist oder reifen Kompost in die Furchen.

Die Aussaat erfolgt direkt in Reihen:

  1. Ziehen Sie Furchen mit einer Tiefe von 1 bis 2 cm und einem Abstand von 25 bis 30 cm,
  2. Säen Sie alle 5 cm ein Knäuel aus,
  3. Bedecken Sie die Samen mit feiner Erde und drücken Sie sie anschließend mit der Rückseite des Rechens an,
  4. Gießen Sie vorsichtig und halten Sie den Boden feucht, bis die Keimlinge erscheinen!

Sobald die Keimlinge eine Höhe von 10 cm und/oder fünf Blätter erreicht haben, werden sie vereinzelt. Wählen Sie dabei die kräftigsten aus und achten Sie auf einen Abstand von 20 cm.

Rote Bete vereinzeln

Ab dem Stadium mit fünf Blättern, also bei einer Höhe von etwa 10 cm, muss Rote Bete vereinzelt werden, da aus jedem Knäuel mehrere Jungpflanzen hervorgegangen sind. Gießen Sie die Erde vor dem Vereinzeln, um die Arbeit zu erleichtern, und lassen Sie nur eine Jungpflanze alle 20 cm stehen.

Die entnommenen Jungpflanzen können weiter entfernt in ein anderes Beet verpflanzt werden, die schwächsten werden jedoch kompostiert.

Gwenaëlle erklärt Ihnen im Tutorial Wie sät man Rote Bete aus? noch mehr dazu.

Aussaat und Pikieren von Roter Bete

Die in Aussaatschalen ausgesäten oder als Jungpflanzen gekauften Roten Beten werden im Garten in vorbereiteten Boden ausgepflanzt, sobald sie mindestens 5 Blätter haben.

Das Auspflanzen von Roter Bete mit nackten Wurzeln

  1. Stutzen Sie” die Jungpflanzen, indem Sie ein Drittel des Blattwerks und der Wurzel abschneiden
  2. Heben Sie mit einem Setzholz ein Pflanzloch aus
  3. Setzen Sie Ihre Jungpflanze hinein und füllen Sie das Loch mit Erde auf,
  4. Gießen Sie sofort und schattieren Sie die Pflanzen, falls nötig, da Rote Bete das Umpflanzen nur schlecht verträgt. Am besten pflanzen Sie abends oder bei bedecktem Himmel. Achten Sie in den folgenden Tagen darauf, dass die Rote Bete gut anwächst. Gießen Sie dafür regelmäßig; besonders gut verträgt sie eine regelmäßige Befeuchtung des Blattwerks.

Rote Bete in Miniballen pflanzen

Rote Bete kann auch aus Jungpflanzen in Miniballen gezogen werden. Diese Miniballen, die an ihrer Basis mindestens 2 cm breit sind, haben gegenüber dem Umpflanzen mit nackten Wurzeln den Vorteil, dass sie den Pflanzstress verringern. Dadurch ist die Anwachsrate oft höher.

So gehen Sie beim Pflanzen vor:

  1. Eine Viertelstunde vor dem Pflanzen stellen Sie die Miniballen in eine mit möglichst nicht zu kaltem Wasser gefüllte Untertasse, damit sie sich vollsaugen. Dieser Schritt ist für ein gutes Anwachsen der Jungpflanzen unerlässlich! Als kleinen Zusatz können Sie etwas Beinwelljauche in die Untertasse geben. Ein Fünftel des Wasservolumens ist ein gutes Mischungsverhältnis.
  2. Ziehen Sie auf dem vorbereiteten Beet Reihen im Abstand von 25 bis 30 cm.
  3. Pflanzen Sie alle 20 cm einen Miniballen ein. Jeder Wurzelballen wird bis zu seiner Oberkante in die Erde gesetzt; tieferes Einpflanzen ist nicht nötig.
  4. Gießen Sie sofort vorsichtig mit dem Ausguss der Gießkanne oder mit einem sanften Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch.
  5. Achten Sie in den folgenden Tagen darauf, dass die Jungpflanzen gut anwachsen: Die Wurzelballen müssen feucht bleiben, bis die Wurzeln in den Boden eingewachsen sind. Bei sonnigem und warmem Wetter ist ein vorübergehender Schatten durch umgedrehte Obstkisten oder ein Schattiernetz durchaus sinnvoll!

Rote Bete im Gemüsegarten kombinieren

Rote Bete gedeiht in der Nähe von Kopfsalat, Möhre, Pastinake, Schnitt- und Knollensellerie, Wirsing und Rucola.

Dagegen sollten Sie sie besser nicht mit Spinat, Grünem Mangold und Gartenmelde kombinieren, da es sich um Gemüse derselben Familie handelt, ebenso wenig mit Spargel, Lauch-Porree und Tomate.

Rote Bete und Kopfsalat harmonieren im Gemüsegarten

Anbau und Pflege

Pflege während des Anbaus

Während des Anbaus benötigen Rote Beten keine besondere Pflege, abgesehen von regelmäßigem Hacken und Jäten. Gießen Sie bei heißem und trockenem Wetter, damit die Wurzel nicht lignifiziert und hart wird. Da Rote Beten einen frischen Boden bevorzugen, sollten Sie außerdem so bald wie möglich mulchen. Achten Sie auch auf das Auftreten von Flecken auf den Blättern (siehe unten: Krankheiten).

Eine Rote-Bete-Pflanze

Krankheiten und Schädlinge der Rübe

Im Familiengemüsegarten sind Rote Beten nur selten von Krankheiten oder Parasiten befallen. Die beiden wichtigsten Probleme, auf die Sie dennoch stoßen könnten, sind die Cercospora-Blattfleckenkrankheit und die Rübenfliege.

Die Cercospora-Blattfleckenkrankheit der Roten Bete

Die Cercospora-Blattfleckenkrankheit ist eine Pilzkrankheit, deren Erreger Cercospora beticola ist. Diese recht häufige Krankheit zeigt sich durch kleine, runde Flecken auf der Oberseite der Blätter. Sie sind braun bis grau gefärbt und von einem roten Rand umgeben. Stark befallene Blätter vertrocknen und sterben ab.

Die Schäden können erheblich sein, wenn die Krankheit früh auftritt, da sich die Wurzeln dann weniger gut entwickeln. Tritt die Krankheit jedoch gegen Ende der Kultur auf, ist sie harmlos. Wir empfehlen Ihnen trotzdem, die kranken Blätter abzuschneiden und zu entsorgen, um das Risiko einer Ausbreitung und Infektion zu verringern. Gießen Sie Ihre Rote Bete vorbeugend direkt am Wurzelbereich aus der Gießkanne und vermeiden Sie, die Blätter zu beregnen.

Diese Krankheit kann mit der Ramularia-Blattfleckenkrankheit (Ramularia beticola) verwechselt werden, deren Symptome ähnlich sind und deren Schäden ebenso stark oder sogar geringer ausfallen. Bei der Ramularia-Blattfleckenkrankheit ist der Rand der nekrotischen Flecken dunkelbraun und nicht rot.

Die Rübenfliege

Die Rübenfliege, auch Pegomye oder Rübenminierfliege genannt, Pegomya betae, ist ein Schädling der Roten Bete, dessen Larven Fraßgänge in die Blätter bohren. Vor allem die erste Larvengeneration, die mit dem Beginn der Kultur auftritt, kann die größten Schäden verursachen und das Überleben der jungen Rübenpflanzen gefährden. Dieser Schädling kommt in Hausgärten jedoch seltener vor als im Erwerbsanbau. Halten Sie einfach die Augen offen und entfernen und entsorgen Sie Blätter, die Fraßgänge aufweisen.

→ Erfahren Sie mehr über die Krankheiten und Schädlinge der Roten Bete in unserem Ratgeber

Rote Bete ernten und lagern

Der Frühanbau ermöglicht die Ernte von Roter Bete ab Mai bis Juli. Beim Anbau zur Saison erfolgt die Ernte von Juli bis Oktober, in Regionen mit mildem Klima sogar noch später.

Einige Gärtner ernten die jungen Blätter, um sie als Schnittsalat zu verzehren. Achten Sie dabei darauf, die Pflanzen nicht zu sehr zu schwächen, damit sie trotzdem ihre Wurzeln ausbilden.

Um Rote Bete den ganzen Winter über aufzubewahren, empfiehlt es sich, sie an einem kühlen und dunklen Ort wie einem Keller oder Vorratsraum zu lagern. Um die Haltbarkeit zu optimieren und die geschmacklichen Eigenschaften bestmöglich zu bewahren, können Sie sie unter einer Schicht gut trockenen Sandes vergraben. In mildem Klima kann Rote Bete auch im Freiland aufbewahrt werden, indem sie einfach mit einer Mulchschicht geschützt wird.

Eine schöne Rote-Bete-Ernte!

Verwendung und Nährwerte der Roten Bete

Die Rote-Bete-Knolle wird meist gekocht verzehrt, ist aber auch roh essbar. Dabei ist zu beachten, dass sie gekocht die meisten Antioxidantien liefert. An Rezeptideen mangelt es nicht, und sie wird sogar häufig in Gourmetgerichten in Szene gesetzt. Sie kann einfach gekocht und in Stücke geschnitten, mit frischem Ziegenkäse püriert oder als Suppe im russischen Borschtsch zubereitet werden. Geraspelt sorgt sie in Salaten für Farbe … Auch die jungen Blätter schmecken im Schnittsalat hervorragend.

Rote Bete ist ein Gemüse, das hauptsächlich langsam verdauliche Kohlenhydrate sowie Ballaststoffe und Eiweiße enthält. Sie ist reich an verschiedenen Vitaminen, insbesondere an B9, das die Zellerneuerung und die gesunde Entwicklung des Fötus bei Schwangeren unterstützt. Die antioxidative Wirkung der Roten Bete ist sehr hoch. Antioxidantien wie Lutein, Zeaxanthin, Betalaine und Flavonoide schützen den Körper vor Alterungsprozessen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beugen dem Krebsrisiko vor. Wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass Betalain (Betain), ein Pigment, bei Tieren das Risiko von Haut-, Leber- und Lungenkrebs senkt. Dasselbe Molekül färbt den Urin rot. Auch die Blätter der Roten Bete sind reich an Flavonoiden (Antioxidantien), daher sind junge Triebe im Salat sehr willkommen!

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten der Roten Bete

Rübensamen selbst gewinnen

Das erste Anbaujahr ist mit dem Anbau für den Verzehr identisch, aber eine zu frühe Aussaat ist nicht nötig, die Aussaat im Sommer ist für die Samengewinnung am besten. Im Herbst werden die Wurzeln in Regionen mit sehr kalten Wintern ausgegraben und eingelagert, bevor sie im März wieder ausgepflanzt werden. In milderem Klima bleiben sie in der Erde und werden mit Blättern bedeckt, um den Winter zu überstehen. Die Rüben werden nach den Merkmalen der Art ausgewählt. Kranke und von Insekten befallene Wurzeln werden aussortiert.

Da die Bestäubung durch den Wind erfolgt, wird dringend empfohlen, pro Jahr nur von einer einzigen Sorte Samen zu gewinnen, denn bereits bei zwei Sorten wäre eine Kreuzung unvermeidlich. Achten Sie auch darauf, im selben Jahr keinen Grünen Mangold in Samen gehen zu lassen, da er sich ebenfalls mit der Rübe kreuzen kann. Im Frühjahr des zweiten Jahres erscheinen die Blütenstängel. Es empfiehlt sich, die Pflanzen aufzubinden, damit sie nicht umknicken. Im August werden die Knäuel reif, und die Blütenstängel werden geerntet, sobald sie gut trocken sind. Anschließend müssen die Knäuel von den Stängeln getrennt und zur Erleichterung des Vorgangs durch ein grobmaschiges Sieb gegeben werden.

Nützliche Ressourcen

Finden Sie unser Sortiment an Roter Bete: als Samen und in Mini-Wurzelballen.

Unsere Ratgeber: Rote Bete: die besten Sorten und Rote Bete auswählen

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Ratgeber: Futterpflanzen: 5 Gemüsesorten für Tiere

Häufig gestellte Fragen

  • Meine Rote Bete wächst nicht, warum?

    Rote Bete, die zwar keimen, aber nicht dicker werden, können mehrere Ursachen haben, manchmal auch mehrere gleichzeitig: - Wurden sie ausgedünnt? Wie bei Möhren wachsen Rote Bete nicht weiter, wenn sie zu dicht beieinander stehen. - Werden sie ausreichend gegossen? Rote Bete mögen Wasser und einen feuchten Boden. Denken Sie im Sommer auch ans Mulchen, um die Feuchtigkeit im Boden zu bewahren. - Eine weitere mögliche Ursache ist die Fruchtbarkeit des Bodens. Wenn alle umliegenden Gemüse kümmerlich wachsen, fehlt Ihrem Boden möglicherweise organische Substanz. Bringen Sie Kompost aus und gießen Sie Ihr Gemüse mit auf ein Fünftel verdünnter Brennnesseljauche.

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