Gemüsegarten anlegen: Kosten für ein gelungenes Projekt
Welche Investition ist für einen rentablen, kostengünstigen Gemüsegarten nötig?
Inhaltsverzeichnis
Gemüsegarten anlegen: Welche Kosten entstehen für Bodenarbeit und Ausstattung? Erfahren Sie, wie Sie das Budget für Ihr Gartenprojekt schätzen.
Kosten für den Boden im neuen Gemüsegarten
Für diesen ersten Ausgabenposten rund um Ihren zukünftigen Gemüsegarten sind genaue Schätzungen kaum möglich. Vielmehr geht es darum, die verschiedenen Ausgaben aufzulisten, die für die Anlage Ihres kleinen, ertragreichen Gemüsegartens anfallen. Denn alles hängt vom Grundstück ab.
Wenn Ihr Haus gerade erst gebaut wurde, sind zwei Fälle möglich. Hat der Bauträger, der für den Hausbau zuständig war, den Mutterboden bei den Erdarbeiten sorgfältig abgetragen und zwischengelagert, erspart Ihnen das eine hohe Investition. Wurde dies nicht getan, besteht Ihr Grundstück wahrscheinlich aus Auffüllboden und Sie müssen eine große Menge Mutterboden anliefern lassen. Seine Zusammensetzung ist inzwischen durch die Norm AFNOR NF U 44-551 festgelegt. Sie können Mutterboden bei Fachbetrieben erwerben, nachdem Sie Angebote eingeholt haben. Der Preis pro m³ hängt von der Qualität und Menge des Mutterbodens, den Lieferkosten, der Region und weiteren Faktoren ab. Mit etwas Glück finden Sie über Kleinanzeigen oder Mundpropaganda kostenlos angebotenen Mutterboden von Privatpersonen. Doch auch hier sollten Sie unbedingt die Qualität prüfen!

Die Lieferung von Mutterboden kann bei der Anlage Ihres Gemüsegartens einen erheblichen Kostenfaktor darstellen
Wenn Sie ein Haus mit einem verwilderten Grundstück oder einer Rasenfläche gekauft haben, brauchen Sie vor allem Muskelkraft, um Ihren Gemüsegarten anzulegen. Dazu kommen einige grundlegende Gartengeräte (Spaten, Grabegabel, Broadfork …), über die wir im nächsten Abschnitt sprechen. Wenn Ihnen die Bodenarbeit zu viel ist oder Sie diese körperlich nicht bewältigen können, benötigen Sie motorisierte Geräte, insbesondere eine Motorhacke. Natürlich können Sie eine kaufen, sollten dafür aber ein beträchtliches Budget einplanen. Um die Kosten zu senken, können Sie sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen oder ein Gerät mieten. Oder Sie klopfen einfach bei Ihren neuen Nachbarn an und leihen sich deren Motorhacke. Das ist zugleich eine gute Gelegenheit, Bekanntschaft zu schließen und Ihren guten Willen zu zeigen, aus dem Brachland einen hübschen kleinen Garten zu machen. Denken Sie daran, dass Sie eine Motorhacke nur einmal im Jahr benötigen.
Sobald Ihr Boden gepflügt, umgegraben oder einfach gelockert ist, sollten Sie auch an zwei unverzichtbare Elemente im Gemüsegarten denken: Regentonne und Komposter, mit denen Sie langfristig viel Geld sparen. Für die Nutzung von völlig kostenlosem und für Gemüse deutlich besserem Regenwasser gibt es zahlreiche mehr oder weniger ansprechende Modelle von Regentonnen. Die Preise beginnen bei etwa 120 Euro. Einen Kompostbehälter können Sie kostengünstiger aus Holzbrettern, etwa von Paletten, selbst bauen. Fragen Sie auch bei Ihrer Gemeinde oder Ihrem Gemeindeverband nach. Seit dem 1. Januar 2024 und der Pflicht zur getrennten Sammlung organischer Abfälle stellen viele Kommunen kostenlose Komposter bereit.
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10 Tipps für preiswertes GärtnernInvestitionen in Gartengeräte für den Gemüsegarten
Gartengeräte sind beim Anlegen eines Gemüsegartens meist der größte Kostenfaktor – es sei denn, Sie erben die Werkzeuge Ihres Lieblingsgroßvaters oder Ihres Vaters. Dann pflegen Sie diese symbolträchtigen Geräte besonders gut: Bei guter Pflege halten sie noch viele Jahre. Haben Sie weder die Gartenleidenschaft noch die komplette Gärtnerausrüstung geerbt, müssen Sie den Geldbeutel öffnen! Das kann schnell teuer werden, vor allem, wenn Sie auf Qualität und damit auf Langlebigkeit setzen.

Ein Gemüsegarten erfordert unverzichtbare Grundausstattung
Für einen Gemüsegarten benötigen Sie daher eine Grundausstattung, mit der Sie das ganze Jahr über Ihren Boden bearbeiten. Wenn Sie Permakultur bevorzugen, ist eine Grabegabel mit 3 oder 5 Zinken, auch Grelinette genannt, unverzichtbar. Sie lockert den Boden, ohne seine Struktur zu zerstören. Für traditionelles Gärtnern ist dagegen die Grabegabel unerlässlich. Auch ein klassischer Spaten ist für Pflanzlöcher im Ziergarten sehr nützlich. Zur Grundausstattung gehört außerdem die vielseitige Doppelhacke: Sie hackt, jätet und zieht Furchen. Auch auf einen Rechen werden Sie kaum verzichten können. Für diese Grundausstattung sollten Sie neu mit 150 bis 300 Euro rechnen. In Sozialkaufhäusern, auf Flohmärkten und in Gebrauchtwarenläden finden Sie auch gebrauchte Geräte.
Zur Ausstattung eines perfekten Gärtners gehören außerdem eine Pflanzkelle, eine Gartenschere, zwei Gießkannen (Sie haben schließlich zwei Hände!) und ein gutes Paar Handschuhe. Auch eine Sämaschine ist sehr praktisch, da sie Samen spart und vor allem das mühsame Vereinzeln erleichtert.
Bei größeren motorisierten Geräten ist im Gemüsegarten nichts wirklich unverzichtbar. Nur ein Häcksler kann sehr nützlich sein, wenn Sie regelmäßig frei wachsende Hecken schneiden. Das gehäckselte Schnittgut ergibt BRF (zerkleinertes Zweigholz), einen hervorragenden Mulch, den Sie nicht kaufen müssen. Haben Sie einen Rasen, ist auch der Rasenmäher unverzichtbar. Denken Sie daran, den Rasenschnitt zum Mulchen Ihres Gemüsegartens zu verwenden. Das ist kostenlos und sehr effektiv. Solche Geräte können Nachbarn problemlos gemeinsam nutzen, um Kosten zu sparen.
Kosten der verschiedenen Kulturen
Wir kommen zum letzten Ausgabenposten im Gemüsegarten: Gemüse und Beerenobst. Das ist sicherlich der günstigste Bereich im Garten. Und der lohnendste.
Wenn Sie Tomaten-, Paprika-, Auberginen-, Gurken-, Kohl- und Salatpflanzen... im Anzuchttopf oder als Mini-Wurzelballen kaufen, liegen die Kosten natürlich höher, die Anschaffung lohnt sich aber immer noch. Um deutlich zu sparen, säen Sie Ihre Samen am besten geschützt und warm oder direkt ins Freiland. Vielleicht misslingen Ihnen einige Aussaaten, doch eine Samentüte ist deutlich günstiger und vor allem viel ergiebiger. Um die Kosten weiter zu senken, können Sie auch auf den Samentausch oder Pflanzenbörsen zurückgreifen.

Die eigene Aussaat ist günstiger, als Gemüse im Anzuchttopf oder als Mini-Wurzelballen zu kaufen
Denken Sie auch an mehrjähriges Gemüse, das jedes Jahr ohne Aufwand und weitere Kosten wieder austreibt und Erträge liefert.
Bei Beerenobst wie Erdbeeren oder Himbeeren ist das Vermehren durch Stecklinge einfach. Ihr Nachbar hat vielleicht einige ertragreiche Arten, die er Ihnen als Wurzelschösslinge oder Ausläufer überlassen kann.
Entdecken Sie die 10 Tipps von Ingrid für günstiges Gärtnern.
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