Gemüsegarten leichter machen: unsere Tipps
Weniger Arbeit im Gemüsebeet
Inhaltsverzeichnis
Gemüsegarten trotz Faulheit: Mit einfachen Tricks säen, pflanzen, gießen und bald reichlich Gemüse ernten – ohne viel Aufwand.
Bodenvorbereitung und -pflege erleichtern
Zu den anstrengendsten und ermüdendsten Arbeiten im Gemüsegarten gehören zweifellos die Vorbereitung und Pflege des Bodens. Dabei wissen Sie, dass ein guter Boden für gute Ernten sorgt und seine Bearbeitung eine der Voraussetzungen für den Erfolg Ihres Gemüsegartens ist. Doch schon der Gedanke an Umgraben, Hacken und Jäten ermüdet Sie …
Es gibt andere, einfachere Möglichkeiten, die weniger Zeit beanspruchen und vor allem weniger anstrengend sind.
Die richtigen Werkzeuge wählen
Natürlich könnte ich Ihnen erklären, welche Werkzeuge jeder gute Gärtner braucht. Aber Virginie T. hat das bereits getan. Ich empfehle Ihnen daher ihren Artikel über 8 unverzichtbare Werkzeuge für den Gemüsegarten.
Ich möchte Ihnen vielmehr Werkzeuge vorstellen, die uns die Arbeit im Gemüsegarten erleichtern. An erster Stelle steht die Grelinette, die berühmte Bio-Bodenlockerungsgabel, die Herr Grelin in den 1960er-Jahren erfunden hat. Sie eignet sich ideal für ökologische Gärten, denn sie wendet die obere Bodenschicht, lockert und belüftet den Boden und entfernt Unkraut, ohne Mikroorganismen und Bodenfauna zu beeinträchtigen. Dieses Werkzeug mit zwei bis sieben Zinken ersetzt somit tiefes Umgraben, reduziert den Kraftaufwand und schont vor allem den Rücken. Zugegeben, es kostet etwas, doch es ist eine Investition in Ihr Wohlbefinden und das Ihres Bodens.
Auch die Handhacke gehört zu den Werkzeugen, die Ihnen die Gartenarbeit erleichtern, denn sie ist äußerst vielseitig. Sie eignet sich zum Hacken, Unkrautjäten und Auslichten, zum Ziehen von Furchen, Anhäufeln und Auflockern des Bodens. Ein handliches und relativ leichtes Werkzeug. Olivier erklärt Ihnen alles über die Verwendung der Handhacke.
Für eine leichtere Aussaat sind kleine Sägeräte unverzichtbar. Sie erleichtern das spätere Vereinzeln der Keimlinge. Und schließlich ist auch die Schubkarre unverzichtbar, denn mit ihr lassen sich schwere Lasten wie Säcke mit Blumenerde, Kompost, Mist oder Töpfe transportieren.
Als etwas vergessliche Gärtnerin mag ich persönlich auch eine Gartenschürze mit vielen Taschen oder den Werkzeuggürtel, die zahlreiche Wege zum Gartenhäuschen ersparen.
Großzügig mulchen
Man kann es nicht oft genug sagen: Der Gemüsegarten profitiert von einer Mulchschicht. Und auch Sie profitieren davon, denn die Vorteile sind zahlreich:
- weniger Verdunstung = weniger Gießen
- weniger Bodenerosion = weniger Hacken
- weniger Unkraut = weniger Jäten
- Nährstoffzufuhr = weniger Kompost oder Mist zum Ausbringen
Für den Gemüsegarten empfehlen wir einen handelsüblichen organischen Mulch (Holzhäcksel, Kakaoschalen und -rinde/Buchweizenspelzen/Leinflocken, Chinaschilf oder Hanf) oder selbst hergestellten Mulch (getrockneter Rasenschnitt mit etwas Stroh/mehr oder weniger reifem Kompost/einer dicken Heuschicht/gehäckselten Zweigen von Bäumen oder Sträuchern …). Im Laufe des Jahres muss die Mulchschicht eventuell erneuert werden.

Die Wahl der richtigen Werkzeuge und Mulchen erleichtern jedem Gärtner die Arbeit
Den Boden im Herbst abdecken
Wenn die Sommerernte beendet ist, leert sich der Gemüsegarten unaufhaltsam. Auf einem unbedeckten Boden breitet sich Unkraut jedoch schnell aus, sogar im Winter. Und im Frühjahr ist die Bodenvorbereitung dann umso aufwendiger.
Deshalb sollten Sie im Winter rohe, unbedruckte und leicht angefeuchtete Pappe auf den Boden legen, um Erosion durch den Aufprall von Regen und Schnee zu vermeiden und das Unkrautwachstum einzudämmen. Sie können die Pappe mit Laub oder Rasenschnitt bedecken. Alles wird sich innerhalb von etwa drei Monaten zersetzen, und Ihr Gemüsegarten ist im Frühjahr „sauber“.
Lesen Sie auch
8 unverzichtbare Gartengeräte fürs GemüsebeetSäen und Pflanzen ohne Aufwand
Sobald der Boden vorbereitet ist, ist es Zeit zu säen oder zu pflanzen. Auch dabei können Sie sich mit einigen Tricks Arbeit sparen und weniger Zeit mit den Händen in der Erde verbringen.
Sand als wertvolle Hilfe
Wer schon einmal Samen ausgesät hat, weiß, wie schwierig eine gleichmäßige Aussaat ist. Um weniger dicht zu säen und sich dadurch das Vereinzeln zu sparen, empfiehlt es sich, den Samen mit Sand zu mischen. Das ist besonders bei winzigem Samen wie dem von Rettich, Möhren oder Rüben sehr effektiv. Dieser Trick hilft allen, die beim Säen gerne zu großzügig sind.
Auf bewährte Gemüse setzen
Um Ihnen die Arbeit im Gemüsegarten zu erleichtern, bauen Sie am besten Gemüse an, das als zuverlässig gilt: Es wächst (fast) von selbst, schnell und ist wenig krankheitsanfällig. Rettich und Salat stehen an erster Stelle, dicht gefolgt von Kartoffeln, Erbsen und grünen Bohnen, Spinat und Grünem Mangold, Lauch-Porree, Kürbissen und Kürbissen, ganz zu schweigen von Tomaten und Zucchini. Mit diesem Gemüse können Sie bereits viel Freude haben.
(Fast) ewiges Gemüse
Zu dieser Liste kommen auch mehrjährige Gemüse hinzu, die von Jahr zu Jahr ohne Ihr Zutun wieder austreiben oder sich selbst aussäen. Diese mehrjährigen Gemüsepflanzen bleiben 4 oder 5 Jahre am selben Platz, vertragen Kälte und Hitze und sind kaum anfällig für Krankheiten oder Parasiten. Kurz gesagt: Pflanzen Sie unbedingt diese mehrjährigen Gemüse an, darunter Knoblauchartiger Lauch und Etagenzwiebel, mehrjähriger Lauch, Guter Heinrich, Kardone und viele weitere, die Ingrid in ihrem Artikel vorstellt: 10 mehrjährige Gemüse für einen nachhaltigen und unabhängigen Gemüsegarten.

Mangold, Spinat, Kürbisse und Kürbisgewächse gehören zu den leicht zu kultivierenden Gemüsen, Kardone und Knoblauchartiger Lauch sind mehrjährige Gemüse
Gute Begleitpflanzen
Schließlich ist es eine wirksame Methode, den Anbau zu vereinfachen, wenn Sie Gemüse nach seinen guten Nachbarschaften pflanzen oder aussäen. Denn durch die Kombination bestimmter Gemüsearten lässt sich mehr Platz nutzen, die Pflanzen können sich gegenseitig vor Krankheiten, Schädlingen und übermäßiger Hitze schützen und außerdem höhere Erträge liefern. So können Sie zum Beispiel Rettich und Möhren gemeinsam aussäen, da sie zeitlich versetzt wachsen, Salat zwischen Kohl pflanzen, Möhren und Zwiebeln kombinieren, um ihre jeweiligen Möhren- und Zwiebelfliegen fernzuhalten, oder Tomaten und Zucchini auf dem Beet anbauen, auf dem zuvor Erbsen standen. Die Knöllchen an ihren Wurzeln binden den in der Luft vorhandenen Stickstoff und geben ihn in kleinen Mengen an den Boden ab. Alles dazu erkläre ich in meinem Artikel über den Einsatz von Hülsenfrüchten zur Verbesserung des Bodens im Gemüsegarten.
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Gießen, ja – aber so einfach wie möglich
Das Gießen gilt im Gemüsegarten oft als lästige Pflicht, besonders wenn Sie eine Gießkanne verwenden. Haben Sie Ihre Beete gemulcht, wird die Arbeit natürlich erleichtert. Doch in immer heißeren Sommern ist zusätzliches Wässern notwendig.
Am praktischsten und vor allem am günstigsten ist eine Zisterne oder Regentonne, in der Regenwasser gesammelt wird. Um sich die Arbeit zu erleichtern, sollten Sie sie möglichst nah am Gemüsegarten aufstellen, damit die Wege mit den schweren Gießkannen kürzer werden. Zur Erinnerung: Am besten gießen Sie am späten Abend oder früh morgens und achten darauf, die Blätter nicht zu benetzen. So beugen Sie der Entwicklung von Pilzkrankheiten vor.

Die Kombination aus Regenwassersammler und Tropfschlauch erleichtert das Gießen
Wenn Sie etwas länger auf Ihrer Liege oder in Ihrer Hängematte entspannen möchten, schließen Sie an den Wasserhahn Ihres Regenwassersammlers einen Tropfschlauch an. Er bewässert die Pflanzen regelmäßig und gezielt direkt am Fuß. Dieser Schlauch lässt sich über lange Strecken problemlos überall verlegen. An eine Regentonne angeschlossen, steht er nicht unter hohem Druck und gibt das Wasser tröpfchenweise ab. Wichtig ist nur, die Regentonne beispielsweise auf Betonsteinen erhöht aufzustellen, sodass sie über dem Niveau des Gemüsegartens steht.
Lesen Sie auch
Boden im Gemüsegarten mit Leguminosen verbessern?Ernten ohne Bücken
„Wie tief unten die Erde liegt!“ Wer beim Ernten von Bohnen oder Erdbeeren hat sich das nicht schon einmal gedacht? Auch Ihr Rücken wird Ihnen zustimmen!
Um sich die Arbeit im Gemüsegarten zu erleichtern, können Sie vertikal gärtnern. Zwar lassen sich nicht alle Gemüse an einem Gitter, einer Wand oder einer speziellen Konstruktion anbauen, doch manche eignen sich perfekt für diese Anbauweise.
Lassen Sie an Tipis, Pfählen, Bambusstäben oder sogar Rankgittern Stangenbohnen oder Feuerbohnen, Erbsen, manche Zucchini, Melonen oder Kürbisse sowie Gurken emporranken. Ohne direkten Kontakt zur feuchten Erde gedeihen diese Gemüse umso besser. Und Sie auch!

Klettergemüse, Dachrinnen und Paletten ermöglichen vertikales Gärtnern
Für einen vertikalen Gemüsegarten gibt es weitere Möglichkeiten, etwa an einer unansehnlichen Hauswand, der Fassade des Gartenhauses oder einem ausreichend stabilen Zaun:
- die Palette, in der Sie mit Geotextilvlies Fächer anlegen
- perforierte Dachrinnen, die Sie mit Erde füllen, um Salat, Rettich oder Erdbeerpflanzen anzubauen
- hängende Pflanztaschen, ähnlich wie vertikale Gärten, für einige Erdbeer-, Salat- oder Kräuterpflanzen.
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