Gesundes, kräftiges Haar mit Gartenpflanzen

Gesundes, kräftiges Haar mit Gartenpflanzen

100 % natürliche Detox-Kuren für Ihr Haar

Inhaltsverzeichnis

Fettige Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz? Entdecken Sie Pflanzen wie Brennnessel und Heilerde sowie Hausrezepte für gesundes, kräftiges Haar.

Schwierigkeit

Große Brennnessel: Hilfe bei fettigem Haar

Bei fettiger Kopfhaut ist die Brennnessel unschlagbar: Sie gilt als DIE klärende und talgregulierende Pflanze. Dank ihres hohen Mineralstoffgehalts reguliert sie die Kopfhaut; besonders reich ist sie an Eisen, Kieselsäure, Magnesium und Kalzium. Außerdem enthält sie viele Vitamine A, C und K. Diese Nährstoffe regen insbesondere das Haarwachstum an und stärken die Haarfollikel. Die kräftigenden und adstringierenden Eigenschaften der Brennnessel sind tatsächlich seit der Antike bekannt. Schon die Griechen und Römer nutzten sie wegen ihrer heilenden Eigenschaften, auch zur Haarpflege.

Wenn sie im eigenen Garten wächst (sie ist eine Bioindikatorpflanze für Böden, die reich an organischer Substanz und Stickstoff sind), ist das ein großes Glück! Neben ihrer Verwendung zur Kräftigung der Gartenpflanzen durch Brennnesseljauche lohnt es sich, sie als klärende Pflanze in einer Haarlotion einzusetzen.

Hinweis: Wie wir in diesem Beitrag sehen werden, sind Lotionen die beste Pflege für durch Umweltverschmutzung, Salz oder Sonne geschädigtes Haar sowie für fettige Kopfhaut. Sie müssen nicht ausgespült werden. Zusammen mit der Brennnessel kann auch Brennnesselpulver verwendet werden. Es ist etwas länger haltbar und kann in wässrige Auszüge eingearbeitet werden, die später auf das Haar aufgetragen werden.

Hausrezept: Brennnessellotion

  • Eine Handvoll getrocknete Brennnesselblätter 20 Minuten in 500 ml kochendem Wasser ziehen lassen.
  • Abseihen und abkühlen lassen.
  • Die Lotion nach dem Shampoonieren auf die Kopfhaut auftragen und sanft einmassieren (für eine einfachere Anwendung in einer Sprühflasche aufbewahren).
  • 10 Minuten einwirken lassen und anschließend die Haare frisieren.

→ Lesen Sie auch: Brennnessel: eine Pflanze mit zahlreichen Vorzügen.

klärende und reinigende Pflanzen für das Haar

Pfefferminze und Wasserminze: erfrischend, ausgleichend

Eine weitere unverzichtbare Pflanze zur Reinigung der Haare ist die Minze. Es gibt etwa zwanzig Arten und zahlreiche Sorten. Für die Haarpflege bevorzugt man jedoch zwei Arten: Mentha x piperita oder Pfefferminze (eine Kreuzung aus Ähren-Minze und Wasser-Minze) sowie Wasser-Minze (Mentha aquatica). Diese beiden Arten enthalten besonders viel Menthol, einen Wirkstoff mit kühlendem Effekt, der für die Haare geschätzt wird. Minze eignet sich besonders für Haare, die täglich durch die städtische Umweltverschmutzung geschädigt werden, sowie für Menschen mit fettigem Haar.

Warum? Weil Minze antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, die dabei helfen, die Kopfhaut zu reinigen und Reizungen zu lindern. Außerdem regt sie die Durchblutung an und fördert dadurch den Haarwuchs. Auch gegen Schuppen ist sie wirksam.

Wie die Brennnessel findet sich Minze in zahlreichen modernen Kosmetikprodukten. Doch schon seit Jahrhunderten wird sie in der traditionellen Medizin wegen ihrer vielfältigen gesundheitlichen Wirkungen eingesetzt. Die Ägypter verwendeten sie bereits zusammen mit Arganöl und Henna wegen ihrer kühlenden und reinigenden Eigenschaften. Man kann ätherisches Öl mit einem Shampoo mischen oder eine Lotion beziehungsweise Maske zubereiten.

Hausrezept: Minzmaske

  • Mischen Sie eine Handvoll fein geschnittene frische Minzblätter mit einem Esslöffel Kokosöl und einem Löffel Naturjoghurt.
  • Tragen Sie die Mischung auf Kopfhaut und Haare auf.
  • Lassen Sie sie 30 Minuten einwirken und spülen Sie sie anschließend leicht aus.

plante herbe traitement cheveux gras

Muskateller-Salbei (Salvia sclarea): Top-Luftreiniger

Neben Brennnessel und Minze ist der Muskat-Salbei die dritte Pferderettichbaum-Pflanze zur Pflege und Reinigung der Haare. In der Aromatherapie und Kosmetik wird er deshalb häufig mit einem dieser Kräuter kombiniert. Als äußerst dekorative Pflanze für Trockengärten, Garrigue-Gärten und Landgärten, wo er im Hintergrund des Beets steht (er kann bis zu 1,50 m hoch werden), punktet er zudem als bienenfreundliche Pflanze mit mauvefarbenen Blüten, die einen großen Teil des Sommers erscheinen.

Muskat-Salbei ist ein sehr guter Sebumregulator. Daher eignet er sich zur Reinigung, ohne die Kopfhaut auszutrocknen!
Seine stärkenden und reinigenden Eigenschaften werden schon seit Langem genutzt. Bereits im Mittelalter wurde er für Lotionen und Elixiere verwendet: Sein zugleich zitroniger und pfeffriger Duft ließ kaum Zweifel an seiner adstringierenden Wirkung. Seine Wirkung bei übermäßiger Talgproduktion ist bis heute anerkannt. Er eignet sich zur Behandlung von Schuppen und kann auch Juckreiz lindern. Meist wird er als ätherisches Öl angeboten, das aus seinen Blättern und Blütenrispen gewonnen wird.

Zu Hause können Sie ganz einfach ein hausgemachtes Salbeiwasser zubereiten: Dazu einen halben Liter destilliertes Wasser aufkochen und eine große Handvoll frisch gepflückten Muskat-Salbeis zugedeckt 1 Stunde ziehen lassen. Verwenden Sie es für eine Kopfhautmassage oder als Spülung. Wie bei allen selbst gemachten Lotionen sollten Sie die Flüssigkeit vor dem Abfüllen in eine Glasflasche gut filtern und innerhalb von zwei Wochen aufbrauchen.

Hinweis: Schwangere, Kinder und Frauen mit hormonabhängigen Krebserkrankungen sollten Salbei keinesfalls für ihre Schönheitspflege verwenden.

Welche Pflanze hilft bei Problemen mit fettigem, strapaziertem Haar?

Echte Aloe: regenerierend

Als dekorative Sukkulente wird die Echte Aloe (Aloe vera, auch Aloe barbadensis) in Wohnungen und milden Gärten immer beliebter. Auch in Kosmetik findet sie dank ihrer beruhigenden Wirkung zunehmend Verwendung. Die Echte Aloe ist für ihre feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften, insbesondere dank der Polysaccharide, und ihre hautregenerierende Wirkung bekannt. Sie beruhigt gereizte Kopfhaut, mindert Schuppen und fördert dank ihrer Enzyme und Vitamine das Haarwachstum. Seit mehr als 6.000 Jahren sind die zahlreichen Vorzüge der Echten Aloe bekannt. Schon die alten Kulturen wussten um die botanische Kraft und die therapeutischen Wirkungen dieser Pflanze.

Verwendet wird das Gel aus den fleischigen Blättern: Es besteht zu 98 % aus Wasser. Es hilft gegen Schuppen und bildet einen Schutzfilm auf der Haarfaser. Am besten wird es auf die Spitzen aufgetragen, aber auch sparsam und mit einer sanften Massage auf der Kopfhaut, um Juckreiz zu lindern. Auch Aloe-Wasser kann verwendet werden: Es wirkt adstringierend, klärend und beruhigend.

Hausrezept: Aloe-vera-Gel

  • Entnehmen Sie das Gel aus einem Blatt der Echten Aloe und mischen Sie es mit einem Esslöffel Honig, einem Löffel Brennnesselpulver oder grüner Tonerde.
  • Tragen Sie die Mischung auf Kopfhaut und Haar auf.
  • Lassen Sie sie 20 Minuten einwirken.
  • Mit lauwarmem Wasser ausspülen.

→ Lesen Sie auch: Schönheit, Küche: Aloe vera ernten und verwenden

Pflanze gegen fettiges Haar

Weidenröschen: beruhigend

Das zur Familie der Nachtkerzengewächse gehörende Weidenröschen ist bei Bewohnern höherer Lagen bekannt, da es in den Bergen beheimatet ist. Diese alpine Wildpflanze ist für ihre antibakteriellen und talgregulierenden Eigenschaften bekannt. Ihre Wirkungen wurden im 19. Jahrhundert eindeutig erkannt, obwohl die amerikanischen Ureinwohner ihre Heilkraft schon vorher kannten. Reich an Flavonoiden, Vitaminen, Gerbstoffen und Polyphenolen hilft sie, Kopfhautreizungen zu lindern, Unreinheiten zu entfernen und geschädigtes Haar zu reparieren. Zudem wirkt sie entzündungshemmend und kann die natürliche Talgproduktion ausgleichen.

Hausrezept: Weidenröschen-Lotion

  • Eine Handvoll Weidenröschen-Blüten 20 Minuten in 500 ml kochendem Wasser ziehen lassen.
  • Abseihen und abkühlen lassen.
  • Die Lotion nach dem Shampoo auf die Kopfhaut auftragen und sanft einmassieren.
  • 10 Minuten einwirken lassen.

Pflanze zur Haarreinigung

Rosmarin: reinigend und belebend

Neben seiner Verwendung in der Küche wegen seines intensiven Dufts gehört Rosmarin zu den aromatischen Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler, die die Talgdrüsensekretion regulieren. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er von der dermatologischen und kosmetischen Industrie als Haarlotion eingesetzt.

Rosmarin regt außerdem die Durchblutung der Kopfhaut an und besitzt antiseptische Eigenschaften, die die Kopfhaut reinigen und klären. Er wird insbesondere bei Juckreiz und Reizungen angewendet.

Hausrezept: Rosmarinlotion

  • 250 ml Wasser aufkochen und eine Handvoll frischer oder getrockneter Rosmarinblätter hinzufügen.
  • 15 Minuten ziehen lassen, anschließend abseihen.
  • 5 Tropfen ätherisches Rosmarinöl zum abgekühlten Aufguss geben.
  • Die Lotion nach dem Haarewaschen auf die Kopfhaut auftragen und sanft einmassieren.
  • 10 Minuten einwirken lassen.

Natürliches Hausmittel zur Reinigung der Haare

Große Kapuzinerkresse: reinigend und klärend

Die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) wird in der Haarpflege wegen ihrer schuppenhemmenden Eigenschaften verwendet. Sie ist reich an Vitamin C und Antioxidantien und verleiht dem Haar Glanz und Vitalität. Außerdem wirkt sie antiseptisch und talgregulierend, wodurch sie die Kopfhaut reinigt. Adstringierende Gerbstoffe in ihren Blüten sowie ein hoher Schwefel- und Zinkgehalt verleihen ihr zudem eine Wirkung gegen Haarausfall. Die Vorzüge der Großen Kapuzinerkresse sind seit Langem, bereits seit dem 16. Jahrhundert, bekannt.

Hausmittel: Aufguss aus Großer Kapuzinerkresse

  • Eine Handvoll Blüten der Großen Kapuzinerkresse 15 Minuten in 500 ml siedendem Wasser ziehen lassen.
  • Abseihen und abkühlen lassen.
  • Den Aufguss nach jeder Haarwäsche als letzte Spülung verwenden.

Pflanze zur Behandlung von fettigem Haar

Weitere Pflanzen und Empfehlungen

Es gibt noch weitere ebenso interessante Pflanzen zur Reinigung der Haare, die sich als Abkochung* miteinander kombinieren lassen, um ihre wohltuende Wirkung zu nutzen:

  • Der Echte Lavendel mit seinen vielfältigen Eigenschaften: Er wirkt beruhigend und klärend und ist ideal für empfindliche Kopfhaut.
  • Die Gemeine Schafgarbe wirkt antiseptisch und wundheilend und hilft, die Kopfhaut zu reinigen.
  • Der Ackerschachtelhalm: Reich an Kieselsäure und Magnesium, reguliert er die Talgproduktion, stärkt strapaziertes Haar und verleiht ihm mehr Volumen.
  • Die Zitronen-Melisse hilft ebenfalls bei Irritationen und fettigem Haar, das sie dank ihrer adstringierenden Wirkung und Gerbstoffe klärt.
  • Der Frauenmantel: Adstringierend und klärend ist er ideal für fettige Kopfhaut.
  • Der Beinwell: Er wirkt regenerierend und beruhigend und eignet sich eher für strapaziertes Haar.
  • Der Echte Lorbeerstrauch: Besonders anregend und klärend soll er auch das Haarwachstum fördern.
  • Die Zitrone: Eine Frucht, gewiss, aber was für eine! Zitrone wirkt äußerst effektiv bei der Reinigung: Sie wirkt adstringierend und hilft, die Talgdrüsensekretion zu normalisieren.

* Eine Handvoll jeder Pflanze auf 1 Liter kochendes Wasser oder zwei Teelöffel auf 2 Tassen Wasser (zum Beispiel zwei Kräuter gemischt). 20 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Verwenden Sie diesen Kräuteraufguss als letzte Spülung nach dem Haarewaschen.

ACHTUNG: Alle Pflanzen sind mit Vorsicht anzuwenden, da einige bei Krankheiten, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei laufenden Behandlungen kontraindiziert sind. Bevor Sie etwas ausprobieren, auch bei scheinbar harmlosen Pflanzen und äußerlicher Anwendung, holen Sie Rat bei einer medizinischen Fachkraft ein (Apotheker, Hausarzt, Aromatherapeut, Dermatologe oder Heilpraktiker).

Verwenden Sie selbstverständlich nur unbehandelte Pflanzen und testen Sie das Mittel immer zuerst auf Ihrer Haut.

Achten Sie auch auf die richtigen Gewohnheiten beim Haarewaschen. Haarpflegeprofis empfehlen diese Maßnahmen:

  • Bevorzugen Sie Lotionen gegenüber oft zu reichhaltigen und fettigen Produkten wie Haarmasken oder Shampoo mit anschließender Spülung, die bereits strapaziertes Haar beschweren.
  • Spülen Sie mit Essigwasser: Apfelessig eignet sich besonders gut.
  • Verlängern Sie die Abstände zwischen den Haarwäschen, idealerweise auf drei Tage (höchstens zweimal pro Woche), denn je öfter Sie Ihr Haar waschen, desto stärker kurbeln Sie die Talgproduktion an.
  • Vermeiden Sie starkes Reiben der Kopfhaut: Massieren Sie sie sanft mit leichtem Druck, um den gesamten Kopf zu behandeln (und zugleich die Durchblutung anzuregen).
  • Verwenden Sie lauwarmes Wasser, nicht zu heiß, da Hitze die Talgproduktion anregt. Die Spülung sollten Sie nicht vernachlässigen: Das Haar sollte quietschen. Lassen Sie zum Schluss immer kälteres Wasser darüber laufen.
  • Lassen Sie Ihr Haar möglichst an der Luft trocknen, denn die warme Luft eines Haartrockners regt ebenfalls die Talgdrüsen an.
  • Vermeiden Sie es schließlich, mit den Händen durch Ihr Haar zu fahren, da dies die Talgproduktion anregt.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Natürliche Detox-Pflege für Ihre Haare