Kalanchoe im Haus: Pflegetipps 恒一

Kalanchoe im Haus: Pflegetipps 恒一

Kalanchoe pflegen: Gießen, Standort und Düngen

Inhaltsverzeichnis

Das Kalanchoe ist eine aus Afrika und Madagaskar stammende Sukkulente, bekannt für seine üppige, lang anhaltende Blüte, leuchtende Farben und fleischiges Laub. Als bedeutendes Mitglied der Familie der Dickblattgewächse ist das Kalanchoe an trockene Lebensräume angepasst. Eine Kultur im Topf und Zimmer ist daher ideal. Es ist pflegeleicht und perfekt für Anfänger, bietet aber auch Pflanzenliebhabern viel Interessantes.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie ein Kalanchoe optimal pflegen: vom richtigen Standort und Gießen über das Umtopfen und die erneute Blüte bis hin zu Krankheiten …

Schwierigkeit

Kalanchoe: Standort für schöne Blüte

Kalanchoe ist eine echte Lichtpflanze. Für ein gesundes Wachstum und vor allem für die Blüte braucht sie viel Helligkeit. Besonders das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana), die häufigste Art im Gartencenter, bildet unterschiedlich gefärbte Blütenstände in Rispen oder Trugdolden. Doch auch Kalanchoe thyrsiflora erfreut uns mit hohen Blütenständen aus gelblichen, urnenförmigen Blüten.

Wo sollte sie stehen?

Eine Kalanchoe braucht optimale Lichtverhältnisse. Daher sollte sie an einem hellen Fenster stehen, idealerweise an einem Süd- oder Westfenster. Sie verträgt direkte Sonne, besonders im Winter, wenn die Strahlen weniger intensiv sind. Im Sommer genügt bei starker Sonne ein leichter Vorhang oder etwas Abstand zum Fenster, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Das gilt besonders für Kalanchoe mit samtig behaartem Laub, etwa das Katzenohr (Kalanchoe tomentosa). Auch in einem lichtdurchfluteten Wintergarten kann sie gut gedeihen.

Nahaufnahme des samtig behaarten Laubs einer Kalanchoe tomentosa

Kalanchoe braucht viel Licht, aber keine direkte Sonne (hier ein Kalanchoe tomentosa).

Für eine gesunde Kalanchoe und eine mögliche Blüte sollten dunkle Standorte unbedingt vermieden werden. Ohne Licht wächst sie vergeilt, wird also lang und verliert ihre kompakte Form. Außerdem blüht sie nicht.

Kalanchoe mäßig gießen

Die Kalanchoe ist eine Sukkulente und speichert daher Wasser in ihren fleischigen Blättern, da sie in ihrer natürlichen Umgebung schwierigen Bedingungen ausgesetzt ist. Außerdem besitzt sie ein flaches Wurzelsystem, das an nährstoffarme, drainierende Böden angepasst ist. Im Haus verträgt die Kalanchoe vergessene Wassergaben sehr gut, überschüssiges Wasser jedoch deutlich schlechter!

Wie oft und wie viel gießen?

  • Während des Wachstums im Frühjahr und Sommer sollten Sie etwa alle 10 bis 15 Tage gießen. Warten Sie mit dem Gießen immer, bis die Blumenerde auch in der Tiefe gut trocken ist. Prüfen Sie dies einfach mit dem Finger. Ist die Erde trocken, ist es Zeit zu gießen.
  • Im Herbst und Winter werden die Abstände größer: Gießen Sie nur alle 3 bis 4 Wochen oder noch seltener, wenn die Raumluft kühl ist.

    Blattwerk einer jungen Kalanchoe thyrsiflora

    Eine Kalanchoe darf niemals über die fleischigen Blätter gegossen werden (auf unserem Foto Kalanchoe thyrsiflora)

Wichtig ist vor allem: Die Kalanchoe verträgt keine nassen Wurzeln, da dies Wurzelfäule verursachen kann. Lassen Sie daher niemals Restwasser im Untersetzer oder Übertopf stehen.

Am besten gießen Sie immer mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser. Gießen Sie außerdem stets direkt an der Basis der Pflanze und niemals über das fleischige Blattwerk.

Regelmäßig Kalanchoe umtopfen: gesunde Wurzeln!

Das Kalanchoe muss nicht häufig umgetopft werden. Alle 2 bis 3 Jahre reicht völlig aus. Trotzdem ist das Umtopfen wichtig, um das Substrat zu erneuern, das schnell nährstoffarm wird. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr, kurz vor dem Beginn des neuen Wachstums.

Wie topft man um? 

Das Kalanchoe wird in ein leichtes, sehr gut drainierendes Substrat gepflanzt oder umgetopft. Spezielle Blumenerde für Sukkulenten ist dafür ideal. Sie können die Mischung aber auch selbst herstellen: aus 2/3 hochwertiger Universalerde und 1/3 Sand oder Perlite, um den Wasserabzug zu verbessern.

Ein Kalanchoe marmorata

Ein Kalanchoe (hier die Art marmorata) sollte alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden

Natürlich sollten Sie einen Topf mit Abzugsloch wählen, dessen Durchmesser etwas größer ist als der des bisherigen. Ein Tontopf ist besonders geeignet, da er porös ist. Das Wasser verdunstet schneller, wodurch das Risiko von Wurzelfäule sinkt. Eine Schicht Blähton am Topfboden verbessert den Wasserabzug zusätzlich.

Kalanchoe düngen ohne Übermaß

Obwohl Kalanchoe wenig Nährstoffe benötigt, fördert gelegentliches Düngen dennoch das Wachstum. Eine im Topf kultivierte Kalanchoe entzieht dem Substrat Nährstoffe. Durch das Gießen wird das Substrat mit der Zeit stark ausgelaugt. Düngen regt daher das Wachstum an, fördert eine üppige Blüte und stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze. Übertreiben Sie es jedoch nicht, um die Wurzeln zu schonen. Wie beim Gießen gilt: lieber zu wenig als zu viel düngen.

Kalanchoe beharensis

Kalanchoe (hier Kalanchoe beharensis) benötigt wenig Nährstoffe, kann aber leicht gedüngt werden

Wie und wann düngen?

Gedüngt wird vom Frühjahr bis zum Spätsommer, also von März bis September. Eine Düngergabe alle 4 bis 6 Wochen reicht völlig aus. Im Herbst und Winter wird das Düngen eingestellt, damit die Pflanze in die Winterruhe gehen kann.

Zum Düngen wird Flüssigdünger verwendet, der beim Gießen verdünnt wird. Sie können einen Spezialdünger für Blühpflanzen oder einen Spezialdünger für Sukkulenten und Kakteen wählen. Halten Sie unbedingt die angegebene Dosierung ein oder reduzieren Sie sie leicht. Eine frisch umgetopfte Pflanze muss selbstverständlich nicht gedüngt werden. Warten Sie mindestens sechs Wochen.

Kalanchoe-Rückschnitt: optional, aber nützlich

Regelmäßiger Rückschnitt hält Kalanchoe kompakt und vital. Nach der Blüte Triebe über einem Blattpaar kürzen und junge Triebe für mehr Verzweigung pinzieren.

Krankheiten und Parasiten der Kalanchoe

Das Kalanchoe ist recht robust, kann aber von typischen Schädlingen und Krankheiten im Haus befallen werden. Zu den Schädlingen zählen Schmierläuse, die sich oft auf der Blattunterseite ansiedeln und sich vom Pflanzensaft ernähren. Dabei hinterlassen sie eine weiße, watteartige Schicht und schwächen die Pflanze. Seltener treten Blattläuse auf, die sich an jungen Trieben und Blütenknospen sammeln. Eine natürliche Behandlung mit in Wasser verdünnter Schmierseife kann genügen. Hartnäckige Schmierläuse lassen sich auch mit einem in 70 °C heißem Alkohol getränkten Wattestäbchen entfernen.

Zu viel Wasser und Feuchtigkeit verursachen meist die Krankheiten, die beim Kalanchoe auftreten können. Weiche, an der Basis schwarze Blätter oder Wurzelfäule sind die wichtigsten Symptome. In diesem Fall nicht mehr gießen, das Wurzelsystem prüfen und die Pflanze umtopfen.

Stets neue Blüte

Das Kalanchoe von Bloosfeld ist für seine Trauben kleiner, roter, oranger, rosa, gelber oder weißer Blüten bekanntEs blüht von Natur aus im Winter oder frühen Frühjahr, doch mit ein paar Tricks lässt sich auch bei blühfauleren Kalanchoen eine Blüte auslösen.

Ab Mitte Oktober benötigt das Kalanchoe kurze Tage, um die Blüte einzuleiten. Es handelt sich um eine Kurztagspflanze. Eine erneute Blüte lässt sich „erzwingen“, indem Sie die Pflanze etwa 6 Wochen lang täglich 14 bis 16 Stunden völliger Dunkelheit aussetzen – unter einem Karton oder in einem Schrank. Die restliche Zeit braucht sie helles Licht. Diese Behandlung ahmt den Beginn des tropischen Winters nach. Nach diesen 6 Wochen beginnt die Pflanze, ihre kleinen Blütenknospen zu bilden.

Pflege des Kalanchoe von Bloosfeld

Das Kalanchoe von Bloosfeld lässt sich leicht zu einer üppigen Blüte anregen

Sobald die ersten Blütenknospen erscheinen, muss das Kalanchoe wieder einen normalen Hell-Dunkel-Rhythmus erhalten. Jetzt ist auch der ideale Zeitpunkt für eine leichte Düngung mit etwas Flüssigdünger für Blühpflanzen, wobei Sie die Dosierung halbieren. Anschließend genügt während der Blüte eine Düngergabe alle 15 Tage.

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ein Kalanchoe mit rosafarbenen Blüten im Topf