Kichererbsen anbauen?
Kichererbsen säen, pflegen und ernten: unsere Tipps
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Falafel & Co.: Die Kichererbse liefert Protein, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Auch im Garten anbaubar: Sonne, durchlässiger Boden. Tipps zum Säen.
Kichererbse: Was ist das eigentlich?
Die Kichererbse (Cicer arietinum) gehört zur Familie der Fabaceae und ist wie Erbse und Ackerbohne eine Hülsenfrucht. Dennoch gehören sie nicht derselben botanischen Gattung an. Um 5000 v. Chr. kultiviert, eroberte sie dank ihrer Vorliebe für warme Klimate den gesamten Mittelmeerraum.
Als einjährige krautige Pflanze erreicht die Kichererbse 50 bis 60 cm Höhe. Sie hat eine buschige Wuchsform, dunkelgrünes Laub und ein sehr gut entwickeltes, tief reichendes Wurzelsystem, das bis zu zwei Meter tief in den Boden vordringt. Dadurch ist sie sehr widerstandsfähig gegen sommerliche Trockenheit. Mehr noch: Sie schätzt diese klimatischen Bedingungen! Ihre Blüte ist weiß und schmetterlingsblütig. Anschließend bilden sich behaarte, aufgeblähte Schoten mit nur zwei runzligen Körnern.

Die Kichererbse von der Blüte bis zur Schote
Die Pflanze kann außerdem Luftstickstoff in ihren Knöllchen binden, kleinen Knollen, die sich an ihren Wurzeln bilden, und ihn wieder abgeben. Deshalb wird sie in Südfrankreich häufig angebaut, um sandige Böden aufzuwerten und Folgekulturen zu fördern.
Es gibt im Wesentlichen drei Kichererbsen-Typen: den in Frankreich am häufigsten angebauten Kabuli-Typ mit hellen Körnern, den Desi-Typ mit kleineren, runzligen und etwas dunkleren Samen sowie den selteneren Gulabi-Typ. Es gibt mehrere Sorten, doch am leichtesten erhältlich ist die sizilianische Pascia.
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Kichererbse: sonniger Standort, lockerer, tiefgründiger, gut drainierter Boden. Trockenheit tut ihr gut, Nässe, Kälte und Lehm nicht.
Wann Kichererbse säen?
Kichererbse im Frühjahr pflanzen: im Süden ab Ende Februar, sonst April bis Ende Mai. Der Boden muss warm sein. Im Norden auch unter Tunnel säen, später entfernen.
Kichererbsen säen
Für eine leichtere Keimung können Sie Kichererbsensamen über Nacht in Wasser einweichen.
Anschließend ist es Zeit für die Aussaat:
- Lockern Sie den Boden mit der Kralle und dem Rechen.
- Ziehen Sie etwa 4 cm tiefe Furchen im Abstand von 40 cm. Diese Furchentiefe erleichtert später das Anhäufeln und Jäten.
- Säen Sie entweder 3 Samen pro Saatstelle im Abstand von 20 cm oder je einen Samen alle 10 cm.
- Bedecken Sie die Samen mit 3 cm Erde und drücken Sie sie mit der Rückseite des Rechens leicht an.
- Gießen Sie mit der Brause.
Schützen Sie Ihre Aussaat mit einem Netz oder stellen Sie eine Vogelscheuche auf, denn Tauben lieben Kichererbsensamen.
Acht Tage nach der Pflanzung beginnen die Kichererbsenpflanzen aufzulaufen.
Welche Pflege brauchen Kichererbsen danach?
Kichererbsen-Keimlinge nur anfangs gießen, später nicht. Hacken bis zur nötigen Größe. Ab 20 cm anhäufeln, ggf. wiederholen; Ausdünnen unnötig.
Wann und wie ernten?
Die Ernte erfolgt meist Ende August, wenn die Schoten gut getrocknet und braun sind. Ernten Sie alles auf einmal bei trockenem Wetter, indem Sie die Pflanzen ausreißen. Gehen Sie vorsichtig vor, damit die Schoten nicht aufplatzen.
Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten:
- Sie lösen die Körner von Hand aus den Schoten,
- oder Sie hängen die Pflanzen kopfüber in einem luftigen Raum auf. Dort trocknen sie vollständig und können anschließend ausgelöst werden. Da das Auslösen von Hand etwas mühsam ist, können Sie die Pflanzen auch in einen Jutesack geben und ausdreschen.

Da Kichererbsen anfällig für den Kichererbsenkäfer sind, der seine Eier in die Schoten legt, frieren Sie die Kichererbsen 48 Stunden lang ein. So beseitigen Sie alle Schädlinge. Anschließend lassen sich die Kichererbsen in einem luftdicht verschlossenen Glas lichtgeschützt aufbewahren.
Einige gefürchtete Schädlinge
Kichererbse schützt sich dank Apfelsäure meist selbst vor Schädlingen. Gefährlich sind nur Bruchkäfer und Anthraknose: Symptome, Bekämpfung und Fruchtfolge.
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