Krankheiten und Parasiten bei Zimmerfarnen
Vorbeugen, erkennen und behandeln
Inhaltsverzeichnis
Die Zimmerfarne bezaubern mit üppigem Blattwerk. Gelbe oder trockene Blätter, Flecken und Insekten verraten Probleme. Unser Ratgeber hilft beim Erkennen, Vorbeugen und Behandeln!
Gesundheit von Farnen: Das Wichtigste
- Zimmerfarne werden bei Ungleichgewicht (Wasser, Luftfeuchte, Licht) anfällig für Krankheiten und Parasiten
- Die häufigsten Krankheiten entstehen durch zu viel Wasser oder Pilze
- Zu den häufigen Parasiten zählen Schmierläuse, Rote Spinnen, Blattläuse und Thripse
- Regelmäßige Kontrolle ermöglicht schnelles und wirksames Handeln
- Gute Kulturbedingungen bleiben die beste Vorbeugung
Wer ihre natürlichen Bedürfnisse berücksichtigt, hält Farne das ganze Jahr über gesund und vital.
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Wie Zimmerpflanzen gießen?Häufige Krankheiten von Zimmer-Farnen
Wurzelfäule
Wurzelfäule ist ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen, besonders bei feuchtigkeitsliebenden Pflanzen wie Farnen. Sie entsteht oft durch falsches Gießen oder ein schlecht drainiertes Substrat und kann unbehandelt schnell zum Absterben der Pflanze führen.
Symptome:
- Die Blätter vergilben, werden weich und hängen herab
- Das Wachstum verlangsamt sich oder kommt zum Stillstand
- Die Wurzeln werden schwarz, weich oder schleimig
Lösungen:
- Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und untersuchen Sie ihre Wurzeln
- Schneiden Sie alle beschädigten Stellen ab
- Topfen Sie die Pflanze in frisches, leichtes und gut drainierendes Substrat um
- Gießen Sie seltener und vermeiden Sie stehendes Wasser im Untersetzer.
Tipp:
Prüfen Sie vor dem Gießen immer die Oberfläche der Blumenerde. Ist sie noch feucht, warten Sie etwas.

Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten umfassen mehrere Infektionen, die durch mikroskopisch kleine Pilze verursacht werden. Sie treten oft auf, wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und die Luft um die Pflanze schlecht zirkuliert.
Symptome:
- Braune, schwarze oder unregelmäßige Flecken auf den Wedeln
- Die Blätter welken oder verformen sich.
Behandlung:
- Entfernen Sie befallene Pflanzenteile sofort.
- Stellen Sie die Pflanzen weiter auseinander, damit die Luft besser zirkuliert.
- Vermeiden Sie es, beim Gießen die Blätter zu benetzen.
- Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Standort ohne direkte Sonne.
- Sprühen Sie einen Ackerschachtelhalmaufguss oder eine Natronlösung auf.
Chlorose (Mangelerscheinung)
Chlorose ist ein Nährstoffungleichgewicht, das die Pflanze an der ordnungsgemäßen Bildung von Chlorophyll hindert. Langfristig schwächt sie den Farn.
Ursache:
Nährstoffmangel, insbesondere an Eisen oder Stickstoff, oder die Verwendung von zu kalkhaltigem Wasser.
Symptome:
- Die Blätter werden blass oder gelb, die Blattadern bleiben jedoch grün.
- Das Wachstum verlangsamt sich.
Lösung:
- Geben Sie im Frühjahr und Sommer Dünger für Grünpflanzen
- Vermeiden Sie kalkhaltiges Gießwasser und verwenden Sie stattdessen Regenwasser oder gefiltertes Wasser
- Topfen Sie die Pflanze alle ein bis zwei Jahre um, um das Substrat zu erneuern.
Häufige Parasiten an Zimmerfarnen
Rote Spinnmilben
Rote Spinnmilben sind in Wirklichkeit winzige, mit bloßem Auge kaum sichtbare Milben. Sie treten vor allem bei zu trockener Luft auf, insbesondere in beheizten Innenräumen.
Symptome:
- Das Laub wird matt oder blass
- Feine Gespinste zwischen den Blättern
- Die Blätter vertrocknen schließlich und fallen ab
Lösung:
- Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (Besprühen, Luftbefeuchter, Wasserschale)
- Duschen Sie die Pflanze regelmäßig ab
- Isolieren Sie die Pflanze bei starkem Befall
- Behandeln Sie sie mit einem Knoblauchsud oder ätherischem Rosmarinöl
Für weitere Informationen lesen Sie unseren Ratgeber „Rote Spinnmilben: Erkennen und bekämpfen“.

Schildläuse
Schildläuse sind saugende Insekten, die sich unauffällig auf Pflanzen ansiedeln. Sie können sich schnell vermehren und den Farn schwächen, wenn nichts unternommen wird. Sie sehen wie kleine, watteartige weiße Knäuel oder braune, an Stängeln und Blättern haftende Platten aus.
Folgen:
- Die Pflanze wird zunehmend schwächer
- Die Blätter werden durch Honigtau klebrig
- Rußtau kann sich entwickeln. Dieser Pilz sieht wie Ruß auf den Blättern aus und beeinträchtigt die Photosynthese.
Behandlung:
- Entfernen Sie die Schildläuse von Hand mit einem mit 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen
- Sprühen Sie eine Lösung gegen Schildläuse auf das Laub: Lösen Sie dazu in einem Liter Wasser je einen Teelöffel Schmierseife, Brennspiritus und Pflanzenöl auf
- Wiederholen Sie die Behandlung bei Bedarf jede Woche.
Lesen Sie unseren Ratgeber „Schildläuse: Erkennen und behandeln“.
Blattläuse
Blattläuse sind kleine grüne oder schwarze Insekten, die sich vom Pflanzensaft junger Triebe ernähren. Sie vermehren sich schnell und schwächen die Pflanze.
Symptome:
- Die Blätter verformen sich oder rollen sich ein
- Sie können durch den von Blattläusen erzeugten Honigtau klebrig werden
- Rußtau kann auftreten
Behandlung:
- Sprühen Sie die befallenen Pflanzenteile mit einer Schmierseifenlösung ein (15 bis 30 g Schmierseife auf 1 Liter Wasser)
- Wenn das nicht ausreicht, verwenden Sie Neemöl oder ein natürliches Pyrethrum-Insektizid
- Kontrollieren Sie die neuen Triebe.
Lesen Sie unseren Ratgeber „Blattläuse: Erkennen und behandeln“.

Thripse
Thripse sind kleine Insekten, die das Blattgewebe befallen und sichtbare Schäden am Laub verursachen. Sie sind unauffällig und zu Beginn des Befalls oft schwer zu entdecken.
Symptome:
- Die Wedel weisen kleine silbrige oder blasse Flecken auf
- Die Blätter sind verformt oder beschädigt
- Das Wachstum ist beeinträchtigt
Lösungen:
- Isolieren Sie die Pflanze umgehend, um eine Ausbreitung zu verhindern
- Thripse mögen keine Feuchtigkeit: Besprühen Sie das Laub regelmäßig mit Wasser
- Verwenden Sie eine natürliche Behandlung (Neemöl, Knoblauchsud, Pyrethrum)
- Wiederholen Sie die Anwendungen über mehrere Wochen.
Unser Ratgeber „Thripse: Erkennen und natürlich bekämpfen“.
Lesen Sie auch
Zimmerpflanzen besprühenVorsorge statt Nachsorge
Eine gut gepflegte Farnpflanze wird selten krank. Vorbeugung ist daher Ihr bester Verbündeter!
Die richtige Pflege
- Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit und besprühen Sie das Blattwerk regelmäßig
- Verwenden Sie ein leichtes, luftiges und gut drainierendes Substrat
- Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Standort ohne direkte Sonne
- Vermeiden Sie Zugluft und starke Temperaturschwankungen
- Gießen Sie regelmäßig, aber nicht zu viel, möglichst mit kalkarmem Wasser
- Reinigen Sie die Blätter regelmäßig und entfernen Sie beschädigte Teile sofort

Regelmäßig kontrollieren
Gewöhnen Sie sich an, Ihren Farn mindestens einmal pro Woche zu kontrollieren:
- Sehen Sie sich die Blattunterseiten an
- Kontrollieren Sie Stängel und neue Triebe
- Prüfen Sie den Zustand des Substrats
Eine frühe Erkennung ermöglicht schnelles Handeln und vermeidet aufwendige Behandlungen.
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