Leicht und üppig zugleich schaffen Farne für Zimmer eine exotische Atmosphäre – weit entfernt von dem altmodischen Image, das sie vor einigen Jahrzehnten hatten. Nephrolepis, Asplenium und andere Frauenhaarfarn-Arten schmücken eine Wohnung elegant, vom Wohnzimmer bis zum Badezimmer. Da diese Farne im Laufe der Jahre größer werden, sollten Sie sie regelmäßig umtopfen, damit sie gesund und kräftig bleiben.
Entdecken Sie die notwendigen Schritte zum Umtopfen Ihrer Zimmerfarne anhand unseres Beispiels mit einem Nephrolepis.

Wann und wie oft sollten Sie einen Zimmerfarn umtopfen?
Topfen Sie ihn im Frühjahr zwischen März und Mai um. So unterstützen Sie den Farn in seinem jährlichen Wachstumszyklus.
Mehrere Anzeichen weisen darauf hin, dass eine Pflanze – in diesem Fall ein Farn – einen größeren Topf benötigt: Das Wachstum stagniert seit einiger Zeit, die Blätter wirken weniger leuchtend, das Gießwasser dringt nicht mehr gut in das trockene Substrat ein oder die Wurzeln wachsen aus dem Abzugsloch, weil der Farn zu wenig Platz hat.
Im Durchschnitt sollten Sie alle 1 bis 2 Jahre umtopfen. Der genaue Abstand hängt von der Farnart und vom Zustand des Substrats ab. Entwickelt sich das Laub weiterhin gut und wächst der Farn kräftig, müssen Sie noch nicht umtopfen.
Hinweis: Gelbe oder braune Wedel sind häufig schlicht ein Anzeichen für zu reichliches Gießen und/oder eine zu trockene Luft. Kontrollieren Sie die Häufigkeit des Gießens und Besprühens und passen Sie sie entsprechend an.
Wo sollten Sie einen Zimmerfarn umtopfen?
Stellen Sie junge, kompakte Farne in der Küche auf die Arbeitsplatte. Dort können Sie bequem arbeiten. Wenn Sie eine Terrasse oder einen Balkon haben, topfen Sie größere Farne dort um. Auch Farne mit stark überhängenden Wedeln lassen sich auf einem erhöhten Tisch leichter handhaben.
Der neue Topf sollte etwas größer sein, aber nicht übermäßig groß (siehe „Material“ weiter unten).

Wie topfen Sie einen Zimmerfarn um?
Farne haben je nach Art unterschiedliche Ansprüche an Substrat und Nährstoffversorgung. Einige benötigen einen saureren Boden und damit etwas Moorbeeterde oder Lauberde. Andere brauchen eine besser drainierte oder nährstoffreichere Mischung. Orientieren Sie sich an der Beschreibung des jeweiligen Farns, um die richtige Substratmischung im passenden Verhältnis herzustellen.
Das benötigte Material
- Substrat aus Gartenerde oder Blumenerde für Zimmerpflanzen, gemischt mit Sphagnum oder Torf zur besseren Feuchtigkeitsspeicherung sowie Perlite oder Vermiculite für die Drainage;
- Blähton (oder Kies) für die Drainage;
- Ein neuer Topf, der etwas größer ist (2 bis 5 cm mehr Durchmesser), mit Abzugslöchern. Farne mögen Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Hinweise zur Wahl des Materials finden Sie am Ende der Anleitung;
- Ein Messer mit abgerundeter Spitze, eine saubere und desinfizierte Gartenschere sowie Handschuhe (optional).
Das Umtopfen
- Gießen Sie den Farn 1 bis 2 Stunden vor dem Umtopfen. So lassen sich die Wurzeln leichter herausnehmen, und der Stress für die Pflanze verringert sich;
- Nehmen Sie den Farn aus dem Topf: Drehen Sie den Topf vorsichtig um und klopfen Sie gegen die Seiten, damit sich der Wurzelballen löst. Wenn die Pflanze festsitzt, führen Sie ein Messer an den Innenwänden des Topfes entlang;

- Entfernen Sie die verbrauchte Erde. Sie ist trocken und/oder staubig. Lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig. Kontrollieren Sie die Wurzeln und schneiden Sie nur vertrocknete Wurzeln mit der Gartenschere ab. Gehen Sie dabei behutsam vor, da sie recht fein sind;

- Reinigen Sie das Laub, indem Sie trockene, braune Wedel abschneiden;
- Schaffen Sie eine Drainageschicht: Geben Sie Blähtonkugeln oder Kies auf den Topfboden;
- Füllen Sie eine Schicht Blumenerde oder Substratmischung ein;
- Setzen Sie den Farn in die Mitte des neuen Topfes. Achten Sie darauf, dass der Hals, also die Basis des Stängels, auf derselben Höhe wie zuvor liegt;
- Füllen Sie den Topf rund um den Wurzelballen mit dem vorbereiteten Substrat auf und drücken Sie es leicht an. Lassen Sie zwischen der Substratoberfläche und dem Topfrand 1 bis 2 cm frei, damit Sie gießen können;

- Gießen Sie den Farn reichlich mit Regenwasser auf Zimmertemperatur;

- Stellen Sie den Farn auf einen Untersetzer, der mit einer Schicht feuchter Blähtonkugeln gefüllt ist. Bei den meisten Farnen hilft dies, die Luftfeuchtigkeit in ihrer Umgebung zu erhöhen.
- Nehmen Sie die übliche Düngung erst nach drei bis vier Wochen wieder auf. Verwenden Sie einen Flüssigdünger für Grünpflanzen und verdünnen Sie ihn auf die Hälfte der angegebenen Konzentration.
* Tipps zur Wahl des Topfes
Dann können Sie gleich einen Topf wählen, der zu den Bedürfnissen Ihres Zimmerfarns passt! Die meisten Zimmerfarne, die Feuchtigkeit mögen, bevorzugen einen Kunststofftopf mit guter Drainage (Abzugslöcher und eine Schicht Blähtonkugeln am Boden), da dieses Material die Feuchtigkeit besser hält.
Wenn Sie eher zu reichlich gießen, empfehle ich Ihnen einen Terrakottatopf. Darin trocknet das Substrat schneller. Mit einem Untersetzer und feuchten Blähtonkugeln können Sie die Luftfeuchtigkeit besser regulieren.

Olivier erläutert die verschiedenen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Topfarten in Kunststofftopf, biologisch abbaubarer Topf oder Terrakottatopf: Vor- und Nachteile.
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