Nachhaltig gärtnern: Bio- und Naturprodukte

Nachhaltig gärtnern: Bio- und Naturprodukte

Werkzeugkasten für nachhaltiges Gärtnern

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 8. Dezember 2025  durch Olivier 5 min.

Ökologisch gärtnern: Mit Kompost, Mulch und natürlichen Düngern arbeiten. Nützliche Bio-Produkte für Garten, Gemüsebeet und Obstgarten im Überblick.

Schwierigkeit

Mulchen

Um die Natur nachzuahmen, sollte man niemals nackten Boden zurücklassen. Oder zumindest so wenig wie möglich. Um dies zu vermeiden, pflanzt man Bodendecker unter Bäumen und in Beeten oder sät Gründüngung auf ungenutzten Gemüsebeeten aus. Allerdings ist es nicht immer möglich, etwas zu pflanzen oder wachsen zu lassen, insbesondere im Gemüsegarten oder rund um neue Pflanzungen. Dann kommt das Mulchen ins Spiel.

Man unterscheidet zwischen organischem Mulch (Rinde, Häckselgut, Holzspäne, Hanf, Leinspelzen …) und mineralischem Mulch (Kies). In diesem Fall geht es um organischen Mulch, der beim Zersetzen die Bodenstruktur und das Bodenleben verbessert. Mulchen hilft, Unkraut einzudämmen, die Feuchtigkeit am Fuß der Pflanzen zu halten, die Bodenerosion zu verringern, die Temperatur rund um die Pflanzen zu regulieren und den Boden durch die Zersetzung zu verbessern. Die Tipps von Michael zum Mulchen verraten Ihnen alles Wissenswerte.

Am besten bringt man möglichst nichts in den Garten und entfernt auch nichts daraus. „Nichts geht verloren, nichts wird geschaffen, alles wird umgewandelt“, soll Lavoisier gesagt haben. Das gilt auch im Garten. Getrocknetes Gras, Stroh, Häckselgut vom Rückschnitt … alles kann verwendet werden. Es ist kostenlos und wirksam.

Wenn Sie jedoch nicht verwenden können, was im Garten oder in der Umgebung anfällt, bieten sich Mulchlösungen aus dem Handel an. → Entdecken Sie in unserer Online-Gärtnerei organischen Mulch aus ökologischem Landbau, der auch für die Permakultur geeignet ist.

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Stroh, Mulch oder Holzhäcksel, Herbstlaub: wertvolles Material zum Mulchen von Beeten

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Mulchen: Warum? Wie?

Kompost

Reifer Kompost ist ein hochwertiger Dünger mit ausgewogenem Stickstoffgehalt und reich an Mikroorganismen. Er fördert das Bodenleben. Kompost ist für die Humusbildung unverzichtbar – Humus ist das Ziel für einen möglichst fruchtbaren Boden. Einen guten Kompost herzustellen, ist jedoch nicht so einfach: Ingrid erklärt Ihnen die 5 entscheidenden Punkte für erfolgreichen Kompost.

Mit natürlichen Kompostbeschleunigern lässt sich der Komposthaufen jedoch etwas „boostern“. Sie beschleunigen den Abbau organischer Stoffe: Brennnessel, Beinwell, Klette und sogar Adlerfarn. Kompostbeschleuniger sind auch im Handel erhältlich. Sie sind gebrauchsfertig und für den ökologischen Gartenbau geeignet. Kompostbeschleuniger werden als Granulat angeboten, das mit dem Kompost vermischt wird.

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Selbst hergestellter Kompost ist, wenn die Möglichkeit dazu besteht, einer der besten natürlichen Bodenverbesserer

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Natürliche Dünger und Bodenverbesserer

Chemische und künstliche Dünger lassen wir konsequent beiseite und setzen stattdessen auf gesunde, natürliche und dennoch wirksame Lösungen.

Zu den natürlichen Düngern zählen zum Beispiel Blutmehl und Hornmehl. Beide sind stickstoffreich, wirken jedoch unterschiedlich: Blutmehl gibt Pflanzen einen Wachstumsschub, Hornmehl sorgt für eine nachhaltige Düngung.

Auch Ihr Urin (ja, richtig gelesen) kann als natürlicher Dünger dienen, wenn Sie ihn vorher verdünnen. Mehr dazu lesen Sie hier: Urin im Garten: eine wirklich gute Idee?

Auch einige natürliche Bodenverbesserer können sich als wirksam erweisen. Dazu zählen getrocknete Meeresalgen oder Lithothamnium. Sie korrigieren den Säuregehalt des Bodens, verbessern seine Struktur und fördern das Bodenleben.

→ In unserer Online-Gärtnerei finden Sie alle Dünger natürlichen Ursprungs für den ökologischen Landbau.

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Jauchen und Auszüge

Pflanzenjauchen und fermentierte Auszüge entstehen durch das Einweichen von Pflanzen (Brennnessel, Schachtelhalm, Beinwell …) über mehrere Tage oder Wochen. So werden diese Jauchen zu Konzentraten mit Wirkstoffen, die oft fungizid oder insektizid wirken. Abkochungen (Knoblauch, Balsamkraut, Weißblühender Beifuß …) werden anders zubereitet: Einige Gramm Pflanze werden einen Tag lang in einem Liter Wasser eingeweicht, anschließend wird das Wasser einige Minuten lang gekocht. Danach wird alles gefiltert. Abkochungen wirken meist als Repellent gegen Insekten und Schnecken. Daneben gibt es Aufgüsse, etwa aus Kamille, die im Garten letztlich eher selten verwendet werden.

Pflanzenjauchen und Abkochungen lassen sich zwar relativ einfach zubereiten. Doch nicht immer ist es leicht, im eigenen Garten die passende Pflanze zu finden. Brennnesseln fehlen beispielsweise meist in Gärten auf nährstoffarmem Boden, und Ackerschachtelhalm wächst nicht auf kalkhaltigem Boden.

Glücklicherweise sind Pflanzenjauchen inzwischen im Handel praktisch gebrauchsfertig erhältlich (trotzdem mit Wasser verdünnen!). So finden Sie Schachtelhalmjauche gegen Pilzkrankheiten an Obstgehölzen und im Gemüsegarten. Außerdem gibt es Brennnesseljauche, die sich ideal eignet, um Pflanzen vor bestimmten Krankheiten zu schützen, die biologische Aktivität des Bodens zu fördern und das Wachstum von Aussaaten und Jungpflanzen anzuregen.

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Brennnessel- und Balsamkrautjauche

Biologische Bekämpfung

Wenn Ihr Garten bereits ein gutes natürliches Gleichgewicht aufweist, sollten natürliche Fressfeinde die Populationen möglicher Schädlinge reduzieren. Leider ist dies nur selten vollständig der Fall, vor allem im Gemüse- oder Obstgarten.

Hier kommt die „biologische Bekämpfung“ ins Spiel. Sie dient dazu, Schädlinge zu regulieren, indem natürliche Fressfeinde (Nützlinge wie Marienkäfer- oder Florfliegenlarven), Parasitoide (Nematoden) oder ein Pathogen des jeweiligen Schädlings eingesetzt werden. Diese Maßnahmen richten sich nur gegen das betreffende Insekt, die Larve oder den Schneckenschädling und schädigen die übrige Tierwelt nicht. Alle Methoden der biologischen Bekämpfung sind im ökologischen Landbau einsetzbar.

Zur biologischen Bekämpfung zählen auch Fangmethoden, insbesondere Pheromonfallen. Diese Fallen locken mithilfe von Pheromonen die männlichen Tiere einer bestimmten Art (Drahtwurm, Thrips, Tomatenminierer, Apfelwickler …), die sich dann nicht mehr fortpflanzen können und andere Tiere verschonen. Anders als „mechanische“ Fallen wie Leimringe oder Farbtafeln, die viele nützliche Garteninsekten fangen.

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Pheromonfalle

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Wie man biologisch und natürlich gärtnert