Terrassengarten anlegen
Garten am Hang mit Terrassen gestalten
Inhaltsverzeichnis
Restanques heißen im Süden auch Faissa, Bancaous oder Oullières. Die Trockenmauern machten steile, steinige Hänge urbar. Tipps für Terrassengärten.
Was ist ein Terrassengarten?
Ein Garten mit Terrassenmauern setzt zwei Dinge voraus: ein Gefälle und Steine. Ursprünglich sammelten Bauern die auf dem Grundstück liegenden Steine und Felsbrocken ein, um den Boden bearbeiten zu können, und schichteten sie zu niedrigen Mauern auf, die das freigelegte Grundstück abgrenzten. Gleichzeitig wurde der von Steinen befreite Boden eingeebnet, um eine flache Terrasse zu formen; die Steine dienten dazu, die Erde zurückzuhalten. An zahlreichen Hängen und Hügeln Südfrankreichs finden sich noch heute Überreste dieser Terrassengärten, die inzwischen teilweise eingestürzt sind. Die so entstandenen Parzellen ermöglichten damals den Anbau kleiner Nutzgärten sowie von Weinreben und Ölbäumen. Heute ermöglichen Gärten mit Terrassenmauern, auch Stufen- oder Terrassengärten genannt, eine attraktive Gartengestaltung, die Stein und Pflanzen miteinander verbindet.
Wenn Ihr Garten ein natürliches Gefälle aufweist, können Sie einen solchen Garten anlegen. Ist das Grundstück dagegen eben und wünschen Sie sich dennoch Terrassenmauern, müssen Sie umfangreiche Arbeiten einplanen, insbesondere das Einbringen von Mutterboden und Steinen für die Stützmauern. Dafür kann der Einsatz von Fachleuten erforderlich sein, da sowohl Erdbewegungsmaschinen als auch Kenntnisse im Landschaftsmauerbau benötigt werden.

Ein Gefälle und Steine: die Voraussetzungen für eine wunderschöne Terrassengarten-Atmosphäre
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Bei Höhenunterschieden: Hänge begrünen oder Terrassen anlegen. Das kostet, erfordert Wasserführung und sichere Wege, erleichtert Gartenbau und wertet Garten auf.
Die Gestaltung
Gartenplanung: Fläche vermessen, Plan zeichnen, Stein- und Erdmengen berechnen. Beachten Sie Wasserlauf, Wege, Bäume, Brunnen, Bewässerung, Beet, Gartenhaus, Pool.
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Steine sind das Grundmaterial für Terrassengärten: Fehlen vor Ort genügend Steine, informieren Sie sich über regionale Gesteine, ihre Bearbeitung und Alterung. Je nach Vorlieben, Budget und lokalen Ressourcen können Sie behauene oder unbearbeitete Steine wählen. Gabionen sind ebenfalls eine Alternative: Die Stahlkörbe werden leer gekauft und „nur“ vor Ort mit Steinen gefüllt. Die Wahl der Steine und die Größe der Terrassenmauern prägen den Charakter des Gartens. Die einzelnen Ebenen sollten harmonische Höhen und Breiten haben. Die Breite muss zum Bepflanzen ausreichen, die Höhe gefährliche Stürze verhindern. Außerdem muss Wasser durch eine Drainage und dafür vorgesehene Abflusslöcher ablaufen können.
→ Eine Anleitung zum Bau der Mauern finden Sie hier: Wie baut man eine Trockenmauer?

Die Materialwahl prägt den Stil der Terrassen: Gabionen, behauene oder unbearbeitete Steine
Treppen und Wege
Treppen und Wege sind unverzichtbar, um von einer Terrasse zur nächsten zu gelangen. Je steiler die Stufen, desto schneller führen sie von einem Punkt zum anderen … aber ist ein Garten nicht vor allem ein Ort der Erholung? Wo es nicht anders geht, wählen Sie lieber niedrige, breite Stufen, die zum gemütlichen Schlendern einladen. In feuchten oder kalten Regionen müssen Treppen rutschfest und rau sein, damit man bei Regen oder Frost nicht ausgleitet. Außerdem darf sich dort kein Wasser sammeln.
Für Treppen und Wege zwischen den Terrassen eignen sich verschiedene Materialien: Stein, Holz, Stahl, Kies, Trittsteine … Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und verwenden Sie möglichst Materialien, die vor Ort vorhanden sind.
Vergessen Sie außerdem nicht, dass es sehr schwierig ist, eine Schubkarre über Stufen zu schieben! Auch der Rasenmäher tut sich mit Höhenunterschieden schwer … Und wenn Sie Bewässerungsschläuche zwischen den verschiedenen Ebenen verlegen müssen, um Ihre Blumen und den von Trockenheit geplagten Gemüsegarten zu gießen, ist das deutlich mühsamer als auf ebenem oder abschüssigem Gelände. Denken Sie daher an die spätere Pflege! Sanfte Wege erleichtern die Gartenpflege, und Wasseranschlüsse an verschiedenen Stellen sind für eine mögliche automatische Bewässerung eine wertvolle Hilfe.

Verschiedene Materialien ermöglichen den Bau von Treppen
Pflanzenauswahl
Der Boden Ihrer Terrassen wird mit seinen vielen Steinen wahrscheinlich von Natur aus gut drainiert sein. Andernfalls sollten Sie bei der Pflanzung für eine Drainage sorgen. Falls Sie Mutterboden aufbringen müssen, achten Sie auf eine gute Qualität und verbessern Sie ihn gegebenenfalls. Das Sortiment mediterraner Pflanzen eignet sich bestens für die Bepflanzung von Terrassen – mit genügsamen Pflanzen, die harmonisch zum Stil des angelegten Gartens passen:
- pflanzen Sie Bäume wie Ölbäume, Stein-Eichen oder Westliche Erdbeerbäume
- pflanzen Sie Sträucher wie Lorbeerschneeball, Brandkraut und Mastixsträucher oder Lampenputzersträucher
- pflanzen Sie Stauden und Sträucher wie Lavendel, Strohblume, Zistrose oder Rosmarin
- auch Kletterpflanzen können die Mauern begrünen und die mineralische Wirkung abmildern
Nun müssen Sie nur noch Ihre schönen Terrassen genießen und hier und da einen Sitzplatz unter einem Sonnenschirm oder eine Bank im Wedel eines Ölbaums einrichten!

Das Sortiment mediterraner Pflanzen eignet sich bestens für die Bepflanzung von Terrassen
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