Was unter einer Walnuss pflanzen?
Trotz Juglon ist der Anbau von Pflanzen unter einer Walnuss problemlos möglich – mit der richtigen Auswahl!
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Walnuss im Garten: Juglon hemmt das Wachstum. Entdecken Sie Sträucher, Stauden und Zwiebeln, die unter dem Kronendach gedeihen – vielleicht sogar Gemüse.
Warum ist die Walnuss kein guter Nachbar?
Unter einem Walnussbaum zu pflanzen, kann problematisch sein – und zwar aus mehreren Gründen. Erstens ist sein wechselständiges, eher ovales, glänzend grünes Laub mit 5 bis 9 Fiederblättchen besonders dicht. Der Schatten unter seinem Wedel ist daher besonders tief. Außerdem bildet der Walnussbaum ein weitreichendes Wurzelsystem: Seine Hauptwurzel wächst senkrecht und tief, die Seitenwurzeln dagegen schräg. Sie können sich bis zu 15 bis 18 m vom äußersten Punkt des Baumes ausbreiten.
Vor allem aber ist Juglon, eine chemische Verbindung, dafür verantwortlich. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass Juglon die Keimung und Atmung vieler Pflanzen hemmen kann, die in seiner Nähe nicht wachsen. Dies zeigt sich durch vergilbendes und welkendes Laub, das den Absterbeprozess der Pflanze ankündigt. Walnussbäume scheiden diese giftige Verbindung aus, um die Konkurrenz anderer Pflanzen abzuwehren und zu beseitigen. Das ist gewissermaßen ein Überlebensinstinkt, der den Baum dazu bringt, Wasser und Nährstoffe im Boden für sich zu behalten.

Unter einem Walnussbaum zu pflanzen, ist anspruchsvoll, aber möglich
Diese allelopathische Verbindung ist in allen Organen des Walnussbaums enthalten: im Laub, in den Wurzeln, Knospen sowie in den Schalen der Nüsse. Je nach Walnuss-Art ist Juglon in unterschiedlicher Konzentration vorhanden. Die Schwarznuss (Juglans nigra) und die Graue Walnuss (Juglans cinerea) enthalten viel davon, die Walnuss (Juglans regia) und die Pekannuss (Carya illinoinensis) etwas weniger. Diese giftige Substanz bleibt bis zu einem Jahr nach dem Fällen eines Walnussbaums im Boden.
Damit Pflanzen unter einem Walnussbaum wachsen können, müssen sie daher seinen drei Einflussfaktoren standhalten. Dadurch sind die Möglichkeiten allerdings begrenzt. Azaleen und Alpenrosen, Zwergmispel, Silber-Ahorn (Acer saccharinum), Berglorbeer, Päonie, Fingerkraut, Rhabarber sowie Tomate, Aubergine und Paprika können Sie von vornherein ausschließen.
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Während manche Sträucher empfindlich auf Juglon reagieren, vertragen andere den Stoff problemlos. Sie müssen jedoch auch Halbschatten oder Schatten tolerieren. Hier eine Liste der Sträucher, die unter einem Walnussbaum gepflanzt werden können:
- Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra)
- Das Heideröschen (Daphne)
- Der Pfeifenstrauch (Philadelphus)
- Der Schneeball (Viburnum)
- Die Besenheide (Calluna)
- Die Felsenbirne (Amelanchier)
- Der Kanadische Judasbaum (Cercis canadensis)
- Die Kanadische Hemlocktanne (Tsuga canadensis)
- Der Weißdorn (Crataegus)
- Die Forsythie
- Die Berberitze (Berberis)
- Die Zaubernuss
- Die ‘Hortensie (Hydrangea)
- Das Hartheu (Hypericum)

Einige Sträucher, die unter einem Walnussbaum gedeihen
Denken Sie auch an Kletterpflanzen, die unempfindlich gegen Juglon sind und etwas Schatten vertragen: die Waldrebe, die Sternhortensie oder der Gewöhnliche Efeu.
Juglonenverträgliche Stauden und Blumenzwiebeln
Stellen Sie sich ein schönes Beet mit blühenden Stauden unter Ihrem Walnussbaum vor. Sie denken, das sei unmöglich? Weit gefehlt: Zahlreiche Stauden gedeihen unter dem Kronendach eines Walnussbaums prächtig. Sie sind nicht nur unempfindlich gegen Juglon, sondern blühen auch im Halbschatten oder sogar im Schatten. Dazu gehören unter anderem:
- Der Kriechende Günsel (Ajuga reptans)
- Die Taglilie (Hemerocallis)
- Die Lilientraube (Liriope muscari)
- Die Astilbe
- Das Anemonen
- Die Lobelie (Lobelia)
- Die Primel (Primula)
- Der Waldmeister (Gallium odoratum)
- Das Große Lungenkraut (Pulmonaria)
- Die Wiesenraute (Thalictrum)
- Die Elfenblume (Epimedium)
- Die Margerite (Leucathemum)
- Die Aster
- Die Glockenblume (Campanula)

Einige Stauden für die Kultur unter einem Walnussbaum
Um die farbenfrohen Blüten, die den Schatten unter Ihrem Walnussbaum beleben, zu ergänzen, können Sie auch Pflanzen wählen, die durch ihr Laub wirken: Farne, Purpurglöckchen und Funkien sind unverzichtbar.
Für Blüten unter dem Walnussbaum schon ab dem Frühjahr sind Zwiebelpflanzen ideal. Nur wenige fürchten Juglon. Pflanzen Sie daher nach Herzenslust Narzissen, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen, Blausterne, Schneeglanz, Alpenveilchen und Krokusse, die unter dem Walnussbaum problemlos gedeihen.
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Wenn es wirklich keine andere Lösung gibt, können Sie in der Nähe eines Walnussbaums einen Gemüsegarten anlegen. Bedenken Sie jedoch, dass dort wegen des Lichtmangels niemals bestimmte Gemüsearten angebaut werden können. Dazu gehören zunächst die wärmeliebenden Gemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika und Chilis. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen ist ein kleiner Gemüsegarten dennoch möglich. Die beste Lösung ist der Anbau ohne Bodenkontakt in Hochbeeten oder Gemüsebeeten, die durch ein Geotextil vom Boden isoliert werden. Außerdem sollten Sie im Herbst aufmerksam sein und das herabgefallene Laub sowie die Walnüsse entfernen.

Für den Gemüseanbau unter einem Walnussbaum empfiehlt sich ein Gemüsebeet
Sobald dieser Gemüsegarten angelegt ist, können Sie dort Rote Bete, verschiedene Kürbisse, Möhren und Pastinaken, Bohnen, Zwiebeln und Mais anbauen. Auch Minze aus dem Kräuterbeet ist möglich.
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