Azaleen: Pflanzung, Pflege, Rückschnitt

Azaleen: Pflanzung, Pflege, Rückschnitt

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Virginie D. 16 min.

Azaleen in Kürze

  • Von April bis Mai zeigt sich ihre üppige, leuchtende Blüte in vielfältigen Farben.
  • Japanische Azaleen sind immergrün, sommergrüne Azaleen tragen im Herbst attraktives, farbenfrohes Laub.
  • Der köstliche Duft der Blüten sommergrüner Azaleen bleibt unvergessen.
  • Sie bevorzugen Halbschatten und sauren Boden sowie regelmäßige Bewässerung oder von Natur aus feuchte Böden.
  • Die kompakten bis mittelgroßen Sträucher passen in jeden Garten, vom kleinsten bis zum größten, und gedeihen auch im Topf auf Balkon und Terrasse.
Schwierigkeit

Das Wort unseres Experten

Azaleen sind kleine bis mittelgroße Moorbeetpflanzen, die halbschattige Bereiche im Garten, auf Balkon oder Terrasse farbenfroh beleben.

Man unterscheidet zwischen Freiland- und Zimmerazaleen. Azalea japonica, die Japanische Azalee, ist ein rundlich-kompakter, immergrüner Gartenstrauch. Azalea mollis, die Sommergrüne Azalee, ist sommergrün und sehr frosthart. Sie bildet einen aufrechten Strauch mit meist duftenden Blüten. Die Zimmerazalee, die häufig beim Floristen erhältlich ist, ähnelt der Japanischen Azalee, verträgt jedoch keinen Frost. Im Winter kultiviert man sie in einem kühlen Raum bei 5 bis 15 °C. Meist wird sie für eine Winterblüte vorgetrieben, da sie normalerweise im April und Mai blüht.

Ihre üppige, attraktive Frühjahrsblüte ist teils duftend. Azaleen blühen weiß, rosa, rot, bläulich, orange oder gelb. Das Blütenzentrum trägt am oberen Blütenblatt oft einen gelben, orangefarbenen oder braunen Fleck. Manche Azaleenblüten wirken gefüllt, weil ihr Kelch die Farbe der Blütenkrone hat. So erscheinen zwei ineinandergeschachtelte Blütenkronen. Die Engländer nennen sie Hose-in-hose.

Azaleen sind mit Alpenrosen verwandt, aber dank ihrer geringen Größe leichter im Garten zu kultivieren und zu platzieren. Sie gedeihen im Halbschatten in saurem, kalkfreiem und gut durchlässigem Boden. Japanische Azaleen stehen am besten im Vordergrund eines Beets, in einer Rabatte oder im Kübel. Sommergrüne Azaleen schmücken mit ihrem eleganten, aufrechten Wuchs den hinteren Beetbereich. Achten Sie auf einen stets leicht feuchten Boden. Ein Rückschnitt ist optional und kann nach der Blüte erfolgen.

Beschreibung und Botanik

[fiche_pflanze lateinische_namen=”Lateinische Namen: Azalea japonica oder mollis (für Gärtner und Züchter), Rhododendron (für Botaniker)” familie=”Familie: Heidekrautgewächse” deutsche_namen=”Deutscher Name: Azalee” blüte=”Blütezeit: meist zwischen März und Mai” höhe=”Höhe: 0,5 bis 2 Meter” standort=”Standort: Halbschatten bis Schatten” boden=”Boden: sauer wie Moorbeeterde, drainierend und frisch” winterhärte=”Winterhärte: etwa -10 bis -25 °C” bgcolor=”#f2aee1″ alignement=”left” /]

Azaleen gehören zur großen Familie der Heidekrautgewächse, ebenso wie Heide, Heidelbeere, Japanische Lavendelheide, Westlicher Erdbeerbaum und natürlich Alpenrose. Es gibt mehr als 50 wild wachsende Azaleen-Arten, darunter Rhododendron luteum, R. canescens sowie weltweit fast 8.000 vom Menschen gezüchtete und kultivierte Sorten.

Botaniker ordnen Azaleen konsequent der Gattung Rhododendron zu, da ihre genetische Herkunft und ihre Organe sehr ähnlich sind. Baumschulen und Gärtner sind pragmatischer und nennen sie lieber Azalea. Azaleen sind kleiner, anders geformt, haben teils sommergrünes Laub und duftende Blüten. Im Vergleich zu Rhododendren haben Azaleen meist lanzettliche, zugespitzte Blätter. Ihre Blüten besitzen gewöhnlich 5 bis 7 Staubblätter, Rhododendren dagegen 10. Außerdem werden sie im Garten unterschiedlich verwendet.

Azaleen werden innerhalb der Rhododendren in Untergattungen zusammengefasst. Immergrüne Azaleen stammen vor allem aus der Untergattung Tsutsusi, sommergrüne aus der Untergattung Pentanthera.

  1. Die sommergrüne Azalee oder Azalea mollis: Sie sind sommergrün, schmücken sich mit warmen Herbstfarben und verströmen oft einen köstlichen Duft. Ihre Blütenfarben reichen von Weiß über verschiedene Gelb-, Rot- und leuchtende Orangetöne. Sie sind kräftig wachsend und sehr frosthart. Alle stammen von Arten aus Nordamerika ab, mit Ausnahme von Rhododendron luteum, der Pontischen Azalee, die im Kaukasus zwischen der Türkei und Osteuropa vorkommt. Die modernen Sorten gehen größtenteils auf Rhododendron luteum, japonicum, molle, viscosum, occidentale, atlanticum, calendulaceum, flammeum, periclymenoides und arborescens zurück.
  2. Die Japanische Azalee oder Azalea japonica: Sie sind immergrün und bilden kleine, runde und kompakte Sträucher. Es gibt rosa, rote, weiße, mauve- bis purpurfarbene Azaleen, jedoch keine gelben. Die ursprünglichen Arten stammen ausschließlich aus Asien, vor allem aus Japan. Die Eltern der kultivierten Gartenazaleen sind meist Rhododendron kiusianum, kaempferi oder yedoense. Zimmer- und Floristenazaleen stammen dagegen von den subtropischen Arten Rhododendron simsii, indicum und mucronatum ab.
Azalee

Azalee: Knospen und Blüten

Wichtige Gartenazaleen-Arten und -Sorten

Unsere liebsten Japanischen Azaleen

[produkt sku=”84800″ blog_description=”Eine prächtige Sorte mit großen, reinweißen Blüten, die im Frühling die ganze Pflanze bedecken.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”7833″ blog_description=”Sie bildet eine kompakte Kugel, die mit kleinen rosa-lila Blüten bedeckt ist. Eine sehr winterharte Sorte.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”84801″ blog_description=”Winterhart und pflegeleicht: Diese Pflanze wurde für ihre üppige, rosa Blüte mit bläulichen Reflexen ausgezeichnet.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”84803″ blog_description=”Ein hübscher Strauch, der ab März unzählige kleine, satinrosa Blüten mit dunklerer Mitte zeigt.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”7832″ blog_description=”Diese sehr elegante, spätblühende Sorte bietet im späten Frühjahr eine üppige weiße Blüte.” template=”listing1″ /]

Bewährte Sorten unter den Sommergrünen Azaleen

[produkt sku=”84819″ blog_description=”Die duftendste Wildart. Ihr Laub färbt sich im Herbst wunderschön orangerot.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”80449″ blog_description=”Eine ausgezeichnete, kompakte Sorte mit großen, duftenden Blüten.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”82635″ blog_description=”Eine Azalee mit besonders warmen, duftenden Blütenfarben.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”781688″ blog_description=”Eine kompakte Sorte mit aufrechter Wuchsform und duftender Blüte in Rosa mit orangefarbenen Akzenten.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”84815″ blog_description=”Eine für ihre üppige, leuchtende und duftende Blüte ausgezeichnete Sorte.” template=”listing1″ /]

Besondere und originelle Azaleen zum Entdecken

[produkt sku=” 80473″ blog_description=”Eine außergewöhnliche Azalee mit ziselierten Blüten in einem seltenen Lavendelton.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”83532″ blog_description=”Eine einfach bezaubernde Sorte mit zweifarbigen Blüten! Dank ihrer kompakten Wuchsform eignet sie sich für Kübel oder den Beetvordergrund.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”781685″ blog_description=”Ein Kultivar mit erstaunlicher gefüllter Blüte aus ineinandergreifenden Blütenkronen in Weiß, Gelb und Rosa.” template=”listing1″ /]

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Azalee pflanzen

Wann Azaleen pflanzen?

Ein im Container kultivierter Strauch kann fast das ganze Jahr über gepflanzt werden, außer bei Frost oder großer Hitze. Dennoch pflanzt man Azaleen am besten im Frühjahr, etwa im April, oder im Frühherbst, im September und Oktober. Die Pflanzung während der Blüte ermöglicht es außerdem, Farbkombinationen im Garten vor der endgültigen Gestaltung auszuprobieren.

Wo pflanzen?

Für eine erfolgreiche Kultur der Azalee sollten Sie einen hellen, aber nicht zu heißen Standort wählen und in kalkfreiem Boden pflanzen.

Azaleen fühlen sich an halbschattigen, windgeschützten Standorten wohl, geschützt vor der heißen Mittagssonne. Japanische Azaleen vertragen in Regionen mit gemäßigten Sommern mehr Sonne. In Töpfen auf der Terrasse gedeihen sie am besten im Schatten; bei regelmäßiger Bewässerung vertragen sie auch einen sonnigeren Standort.

Ein nach Norden oder Westen ausgerichteter Standort ist meist die beste Wahl. Ideal ist ein Platz unter dem lichten Schatten großer Bäume.

Vermeiden Sie jedoch zu dichten Schatten, da eine gute Helligkeit die Blüte fördert. Setzen Sie eine Japanische Azalee außerdem nicht an einen Oststandort: Nach einem plötzlichen Tauwetter kann die Morgensonne im Winter Blatt und Blütenknospen verbrennen.

Ist Ihr Boden sehr kalkhaltig und wohnen Sie in einer Region mit heißen, sehr trockenen Sommern, wählen Sie besser andere, geeignete Pflanzen. Andernfalls wären Sie ständig mit dem Gießen beschäftigt, mit eher enttäuschendem Ergebnis. Azaleen gedeihen am besten im ozeanischen Klima, im gemäßigten Kontinentalklima oder in mittleren Höhenlagen.

azalea, rhododendron

Wie pflanzt man eine Azalee richtig?

Azaleen lassen sich am einfachsten in saurer bis neutraler, ausreichend durchlässiger und lockerer Erde pflanzen. Ist Ihr Boden sehr schwer und lehmig, befolgen Sie die folgenden Hinweise.

  1. Heben Sie ein etwa 40 bis 60 cm tiefes Pflanzloch aus, das dreimal so breit wie der Wurzelballen ist.
  2. Mischen Sie zu gleichen Teilen kalkfreie Erde, Blumenerde und sogenannte Heideerde (auf saurem Torf basierend und mit hoher Wasserspeicherung). Geben Sie Bims in die Mischung und verteilen Sie ihn auch auf dem Boden des Pflanzlochs, damit das Wasser gut abfließen kann. Azaleen benötigen einen leicht sauren Boden, um sattgrüne Blätter zu bilden und gesund zu bleiben. Der Säuregrad wird über den pH-Wert gemessen; für die Gattung Azalea liegt der ideale Wert zwischen 5 und 6. Kalk vertragen sie ebenfalls schlecht, magnesiumhaltigen Kalk wie Dolomit jedoch deutlich besser. Eine gute Drainage ist wichtig, besonders im Winter, damit die Wurzeln gesund bleiben und die Pflanzen kräftig gedeihen. In schwerem, lehmigem und schlecht drainiertem Boden empfiehlt es sich, das Beet auf einem kleinen Hügel anzulegen. Er wird aus der oben beschriebenen Mischung geformt, damit das Wasser leicht abfließen kann.
  3. Um die Wurzelbildung zu fördern, sollten Sie das dichte Geflecht aus kleinen Wurzeln (Feinwurzeln) rund um die Pflanze vorsichtig lösen. Besprühen Sie dazu den Rand des Wurzelballens mit einem Wasserstrahl und bürsten Sie die Feinwurzeln anschließend leicht aus, sodass das regelmäßige, zylindrische Ballenprofil aufgelockert wird.
  4. Stellen Sie den Wurzelballen anschließend 10–15 Minuten in Wasser und lassen Sie ihn danach abtropfen.
  5. Pflanzen Sie die Azalee vorzugsweise auf ein leicht erhöhtes Beet, damit das Wasser gut abfließen kann.
  6. Bedecken Sie den Wurzelballen knapp mit der vorbereiteten Erdmischung und drücken Sie sie gut an.
  7. Formen Sie mit der Erde eine flache Gießmulde um die Pflanze, damit Sie sie reichlich gießen können, ohne dass Wasser abläuft.
  8. Gießen Sie etwa 10–15 Liter Wasser in zwei Portionen, um die Erde vollständig anzuschlämmen und Lufteinschlüsse zu beseitigen. Wurzelballen und Erde müssen unbedingt lückenlos miteinander verbunden sein. Die Mulde wird anschließend mit Mulch bedeckt.

Azalee im Topf kultivieren

Japanische Azaleen eignen sich gut für die Kübelkultur auf Balkonen und Terrassen.

Meine Tipps:

  • Wählen Sie einen an den heißesten Tagesstunden schattigen Standort, um Erwärmung und Wasserverdunstung zu begrenzen.
  • Legen Sie eine Drainageschicht auf den Topfboden und eine Mulchschicht auf der Oberfläche an. Am Fuß gepflanzte Englische Heiden können denselben Zweck erfüllen und zugleich über viele Wintermonate blühen. Besprühen Sie das Laub bei trockenem Wetter, um Spinnmilben vorzubeugen.

Achtung: Zimmer- oder Floristenazaleen sind andere Sorten. Sie müssen im Winter in einen wenig beheizten Raum mit 5 bis 15 °C gestellt werden.

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Azalee im Topf

Azaleenpflege

Die Pflege einer Azalee ist recht einfach, wenn sie richtig gepflanzt wurde und an einem passenden Standort steht.

Eine gute Mulchschicht!

Um den Pflegeaufwand Ihrer Azaleen zu begrenzen, ist es wichtig, den Boden mit einer dicken Schicht organischer Streu zu bedecken. Dieser Mulch besteht idealerweise aus Kiefernrinde, Kiefernnadeln oder Farnwedeln. Da er sich regelmäßig zersetzt, bringen Sie zu Herbstbeginn nach Bedarf neuen Mulch aus. Ideal ist eine Schicht von etwa 8 bis 15 cm, bei Laub 15 bis 20 cm. In den ersten Jahren darf die Mulchschicht dünn sein, damit Ihre Azaleen tief wurzeln.

Ist der Boden arm und kümmern die Pflanzen, ist es am nachhaltigsten und sinnvollsten, ein Drittel verrotteten Mist, Kompost oder Lauberde unter den Mulch zu mischen. Alternativ kann ein Dünger für Moorbeetpflanzen das Wachstum anregen. Er fördert jedoch weder die Bodenlebewesen noch die Bodenfruchtbarkeit.

→ Lesen Sie dazu auch: „Mulchen – warum und wie?“

Das Gießen

Azaleen brauchen an den Wurzeln gleichmäßig frische Feuchtigkeit. Gießen Sie sie daher bei trockenem Wetter regelmäßig. Im Frühjahr, während des Austriebs, ist ihr Wasserbedarf höher. Lassen Sie die Bodenoberfläche zwischen zwei Wassergaben am besten abtrocknen, damit Ihre Azalee tiefere Wurzeln bildet.

Verwenden Sie vorzugsweise kalkfreies Regenwasser. Kalkhaltiges Wasser kann mit der Zeit eine Gelbfärbung der Blätter und damit eine Chlorose verursachen.

Gießen Sie im Sommer bei Bedarf abends und besprühen Sie auch das Laub, um die Umgebung abzukühlen und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Ein guter Tipp: Verlängern Sie im August und September die Abstände zwischen den Wassergaben. Das fördert die Bildung von Blütenknospen für das kommende Frühjahr.

Kontrollieren Sie im Winter, ob Ihre Japanischen Azaleen Wasser brauchen, besonders nach dem Tauwetter. Ihr immergrünes Laub benötigt ganzjährig Wasser und verdunstet Feuchtigkeit, wenn es von der tief stehenden Wintersonne erwärmt wird.

Azaleen schneiden

Der Rückschnitt von Azaleen kann nach der Blüte erfolgen.

Japanische Azaleen können kugelig oder kissenförmig geschnitten oder natürlich belassen werden. Kürzen Sie die grünen Triebe mit der Schere, ohne bis ins unbelaubte Holz zu schneiden.

Sommergrüne Azaleen werden nur geschnitten, um ältere Pflanzen zu verjüngen oder ihre Verzweigung zu fördern. Kürzen Sie einige zu lange Zweige oberhalb einer Verzweigung. Entfernen Sie einige alte Zweige an der Basis, wenn jüngere Triebe sie ersetzen können.

Azalee, Rhododendron

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Ihre Azaleen werden bei guten Kulturbedingungen nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen.

  • Wenn die Blätter Ihrer Azalee rund um die Rippen gelb werden, leidet sie an Chlorose. Dieser Eisenmangel wird durch kalkhaltigen Boden oder kalkhaltiges Gießwasser verursacht. Gießen Sie die Pflanze dann mit einer Verdünnung eines handelsüblichen Anti-Chlorose-Mittels. Alternativ bereiten Sie selbst eine 10%ige Brennnesseljauche oder 20%ige Schachtelhalmjauche zu.
  • Rote Spinnmilben können die Blätter Ihrer Azaleen stechen, wenn diese an einem trockenen, warmen Standort stehen. Besprühen Sie zur Vorbeugung das Laub der Azalea regelmäßig mit Wasser. Bei Befall können Sie als Abwehrmittel einen Knoblauchsud auf das Laub sprühen.
  • Blattläuse können an den Trieben Ihrer Azaleen auftreten. Sprühen Sie dann eine 10%ige Verdünnung von flüssiger Schmierseife.
  • Dickmaulrüssler sind Käfer, die den Blattrand auf charakteristische Weise anknabbern. Laufkäfer im Garten helfen, ihre Population zu regulieren. Die Schäden sind eher unästhetisch als gefährlich. Eine biologische Behandlung mit Nematoden (Heterorhabditis) ist jedoch möglich. Auf den Boden gegossen, greifen sie die im Boden verborgenen Larven an. Die Behandlung muss bis zur vollständigen Beseitigung wiederholt werden, bei Bedarf mehrere Jahre lang.
  • Die Raupen des Azaleenfalters fressen mitunter die Triebe. Behandeln Sie nur bei starkem Befall mit dem biologischen Insektizid Bacillus thuringiensis (BT). Die männlichen Falter lassen sich auch mit einer Pheromonfalle fangen.
  • Die beiden wichtigsten Pilze, die Gartenazaleen abtöten können, sind der Honiggelbe Hallimasch und Phytophthora. Sie treten auf, wenn die Wurzeln durch zu viel Wasser im Winter ersticken und der Boden stark verdichtet ist. Roden und verbrennen Sie befallene Pflanzen. Eine gute Drainage ist daher unerlässlich: Bei schwerem Boden empfiehlt sich eine Schicht aus Puzzolan am Grund des Pflanzlochs. Ebenso wichtig ist ein poröser, gut durchlüfteter Boden.
  • Echter Mehltau überzieht die Blätter von Azaleen manchmal mit einem weißen Belag. Zunächst erscheinen weiße Punkte, später kann der Pilz das gesamte Blatt bedecken. Pflanzen Sie zur Vorbeugung mit ausreichend Abstand, damit die Luft zirkulieren kann, und überdüngen Sie den Boden nicht mit Mist oder stickstoffhaltigem Dünger. Gießen Sie am Fuß der Pflanze statt über das Laub. Sie können Schachtelhalm- oder Brennnesseljauche auf die Blätter sprühen.

Vermehrung: Absenken, Steckling

Die Vermehrung von Azaleen ist nicht ganz einfach, kann aber von Wagemutigen oder mit Gewächshaus bzw. Frühbeet versucht werden.

  • Das Absenken ist mit Abstand die einfachste, wenn auch recht langwierige Methode. Nutzen Sie einen niedrigen Zweig, um ihn im Juni/Juli einzugraben und bewurzeln zu lassen. Entfernen Sie die Blätter am einzugrabenden Teil, lassen Sie die belaubte Spitze jedoch stehen. Schneiden Sie an der Unterseite des Triebs einen schmalen Streifen Rinde ab. Ziehen Sie eine etwa 7 cm tiefe Furche und legen Sie den Zweig hinein. Fixieren Sie den eingeschnittenen unteren Teil mit einer gebogenen Drahtklammer in Bodenkontakt. Bedecken Sie ihn mit Erde, lassen Sie die belaubte Spitze aber deutlich über der Bodenoberfläche stehen. Es dauert 1,5 bis 2 Jahre, bis Sie den Absenker von der Mutterpflanze trennen können. Pflanzen Sie ihn im April/Mai oder September/Oktober um.
  • Stecklinge können im August/September geschnitten werden, idealerweise unter Abdeckung bei hoher Luftfeuchtigkeit. Schneiden Sie frühmorgens 9 bis 12 cm lange, dünne Seitentriebe aus den unteren Pflanzenteilen. Lassen Sie die oberen 4 Blätter stehen. Schneiden Sie einen schmalen, senkrechten Streifen Rinde ab und verwenden Sie Bewurzelungshormon oder Weidenwasser (Auszug aus Weidenzweigen). Stecken Sie die Stecklinge 5 cm tief und dicht in mit etwas Sand vermischten Torf. Ideal wäre die Kultur unter einer Nebelanlage oder unter Plastik unter gespannter Luft. Lüften Sie regelmäßig und vorsichtig – eine anspruchsvolle Technik. Die Bewurzelung kann etwa 4 Monate dauern. Pflanzen Sie die Stecklinge im folgenden Frühjahr in Töpfe um. Entfernen Sie zuvor die Endknospe, um die Bewurzelung und Verzweigung zu fördern.

Verwendung und Kombination im Garten

Japanische Azaleen können am Terrassenrand, im Vordergrund eines Beets oder in einem Kübel platziert werden. Zu Kugeln oder Polstern geschnitten, fügen sie sich in die sanften Formen entlang der Wege japanischer Gärten ein. Als montane Pflanzen fühlen sie sich auch in einem kühlen, beispielsweise nach Norden ausgerichteten Steingarten wohl, begleitet von Nadelgehölzen und anderen Steingartenpflanzen.

azalea japonica

Japanische Azaleen im orientalischen Garten von Maulévrier (49)

Sommergrüne Azaleen sind größer und aufrecht wachsend und werden im Hintergrund eines Beets platziert.

Einige Ideen für Kombinationen

Moorbeeterde-Pflanzen sind ideale Partner für Azaleen. Pflanzen Sie daher gemeinsam mit ihnen Japanische Lavendelheide, Prachtglocke, Fächer-Ahorn, Magnolie, Beales Mahonie, Aukube, Kamelie, Berglorbeer oder Kalmia, Schleimbeere usw. Warum nicht auch Englische Heide und Besenheide zu ihren Füßen pflanzen? Das verringert zugleich den Pflegeaufwand und hält den Boden länger frisch.

Für einen natürlichen Eindruck sind Farne besonders interessant. Lesen Sie Alexandras Artikel: 9 einfach umsetzbare Ideen für gelungene Kombinationen mit Farnen. Ziergräser und ähnliche Pflanzen erfüllen dieselbe Funktion. Denken Sie an Seggen, Japangras, Hainsimse und Schlangenbart.

Mehrjährige Pflanzen runden das Bild perfekt ab. Zum Beispiel Günsel, Akelei, Anemone, Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht, Herzblume, Beinwell, Lerchensporn, Funkie, Griffiths Wolfsmilch ‘Dixter’, mehrfarbig oder amygdaloides ‘Purpurea’, Purpurglöckchen oder Schaumblüte, Christrose, Lungenkraut, Höckerblume oder Lis-Orchidée.

Unter den Zwiebelpflanzen können Sie bedenkenlos folgende pflanzen: Camassie, Spanisches Hasenglöckchen, Duft-Narzisse und Schachblume.

Und schließlich einige einjährige Pflanzen zum Säen, wie Vergissmeinnicht.

Vorstellbar wäre beispielsweise ein Rhododendron luteum und eine Japanische Azalee ‘Schneewittchen’, umgeben von einem Teppich aus Spanischen Hasenglöckchen!

associer l'azalée

Ein Beispiel für eine Kombination: Rhododendron luteum, Azalea ‘Schneewittchen’ und Hyacinthoides hispanica

Wussten Sie schon?

Azalee oder Rhododendron? Botanikstreit seit der Antike: Erst der Oleander hieß Rhododendron, später wurden Azaleen wieder eingegliedert.

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Häufig gestellte Fragen

  • Die Blätter meiner Azalee werden immer gelber. Was tun?

    Chlorose: grüne Blattrippen durch Kalk in Boden oder Gießwasser. Regen- oder angesäuertes Wasser, Eisendünger. Gelbe Azaleenblätter: Stickstoffmangel; 6 cm Kompost oder Mist auftragen.

  • Meine Azalee steht zu nah an meiner Roten Glanzmispel. Kann ich sie umpflanzen?

    Azaleen leicht umpflanzen: am besten im Oktober oder Spätwinter. Stechen Sie den Wurzelballen etwas außerhalb der Zweige ab, um die Wurzeln zu schonen.

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