Nelumbo – Lotosblume: pflanzen und pflegen
Inhaltsverzeichnis
Nelumbo kurz erklärt
- Hornklee sind aquatische Pflanzen mit spektakulären Blüten, die je nach Art oder Sorte weiß, rosa oder gelb sein können
- Die Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera) ist eine heilige Blume, die oft mit Reinheit, Erleuchtung und Wiedergeburt verbunden wird.
- Die Kultur der Lotosblume ist zwar in einem Scharfen Hahnenfuß möglich, gedeiht aber in einem tiefen Teich bei reichlich Sonne am besten.
- Lotosblumen spielen eine wichtige Rolle im aquatischen Ökosystem. Sie bieten Tieren Nahrung und Schutz und helfen, das Wasser zu reinigen.

Nelumbo nucifera, botanische Tafel.
Wort unseres Experten
Botanik und Beschreibung
Steckbrief
Die botanische Gattung Nelumbo, oft als Lotos bezeichnet, gehört zur Familie der Nelumbonaceae. Sie umfasst mehrjährige Wasserpflanzen, die in Mythen und Kulturen weltweit eine wichtige Rolle spielen. Meist symbolisieren sie Reinheit und spirituelles Erwachen, da sie unbefleckt aus schlammigem Wasser emporwachsen können. Die beiden Arten der Gattung Nelumbo werden gemeinhin Lotos genannt, obwohl sich der Begriff „Lotos“ auch auf andere Wasserpflanzen aus verschiedenen Familien beziehen kann, etwa auf den Blauen Lotos (Nymphaea caerulea), der für Tim und Struppi so wichtig ist, und den Ägyptischen Lotos (Nymphaea lotus). Die Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera) und der Amerikanische Lotos (Nelumbo lutea) gehören zu den geläufigsten Bezeichnungen der beiden „echten“ Lotosarten der Gattung Nelumbo.
- Nelumbo nucifera, bekannt als Indische Lotosblume, Indischer oder Östlicher Lotos, ist die verbreitetste und bekannteste Art. Sie wird seit über 3.000 Jahren kultiviert und spielt in den religiösen und kulturellen Traditionen Asiens eine bedeutende Rolle. Sie gedeiht in ruhigen, flachen Gewässern von Teichen, Seen und Sümpfen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht durch Süd- und Südostasien von Indien und Nepal bis nach China und Japan sowie bis in den Norden Australiens.
- Nelumbo lutea, der Amerikanische oder Gelbe Lotos, stammt aus Nordamerika und dem Norden Südamerikas. Diese Art ist an gemäßigtere Klimate angepasst und zeichnet sich durch leuchtend gelbe Blüten aus. Sie wächst in ähnlichen Wasserlebensräumen, ist jedoch an die klimatischen Bedingungen der gemäßigten Regionen Nord- und Südamerikas angepasst. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Osten der USA bis in südamerikanische Länder wie Kolumbien und Venezuela.

Nymphea lotus (oben links), Nelumbo lutea (unten links) und Nelumbo nucifera (rechts).
Lotos zeichnen sich durch ihr rhizomatöses Wurzelsystem aus, das im schlammigen Grund von Gewässern verankert ist, sowie durch kräftige Stängel, die über die Wasseroberfläche ragen. Je nach Wassertiefe und Wachstumsbedingungen können diese Pflanzen eine beträchtliche Höhe erreichen, manchmal bis zu 1,50 m über dem Wasserspiegel. Blätter und Blüten stehen deutlich über der Wasseroberfläche. Mittlerweile gibt es auch Zwergsorten der Indischen Lotosblume, deren Blütenstängel nicht höher als 50 cm werden. Sie sind ideal für sehr kleine Teiche.
Die Blüte der Nelumbos von Juni bis Oktober ist ein atemberaubendes Schauspiel: Große, leuchtende Einzelblüten öffnen sich früh morgens und schließen sich am späten Nachmittag. Je nach Art und Sorte können die Blüten reinweiß, rosa oder gelb sein. Sie halten drei Tage, bevor sie zu welken beginnen. Danach bildet sich eine charakteristische, gießkannenähnliche Frucht mit zahlreichen Samen. Insekten, vor allem Bienen und Schmetterlinge, werden von den leuchtenden Farben und dem Duft der Lotosblüten angezogen. Beim Sammeln des Nektars tragen sie zur Bestäubung der Pflanze bei.

Blüte von Nelumbo nucifera
Die Bestäubungsmethode des Nelumbo ist einzigartig. Während der ersten beiden Blühtage erzeugen die Blüten Wärme, wodurch sie durch die erhöhte Flüchtigkeit der Blütendüfte Bestäuber anlocken. Vor allem Käfer spielen bei der Bestäubung eine wichtige Rolle.
Die Samen des Lotos befinden sich in einzigartigen Kapseln, die in der Mitte verblühter Blüten erscheinen und an kleine umgekehrte Duschen erinnern. Sie sind für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit bekannt: Manche Samen bleiben Hunderte Jahre keimfähig. Lotos-Samen werden auch wegen ihrer Nähr- und Heilwirkung geschätzt. Sie dienen außerdem bestimmten Vögeln und Säugetieren als wichtige Nahrungsquelle.

Lotosfrucht
Die Blätter des Lotos sind fast ebenso bemerkenswert wie seine Blüten. Sie sind rund und können einen Durchmesser von bis zu 60 cm erreichen. An steifen Stängeln stehen sie hoch über der Wasseroberfläche. Ihre Oberfläche ist hydrophob, also wasserabweisend. Dadurch bleiben die Blätter auch nach Regen trocken – der sogenannte „Lotoseffekt“. Dieser Lotoseffekt bezeichnet die Fähigkeit der Lotosblätter (Nelumbo), trotz ihrer aquatischen, schlammigen Umgebung sauber und trocken zu bleiben. Ursache ist die einzigartige mikroskopische und nanoskopische Struktur der Blattoberfläche, die eine extreme Wasserabweisung bewirkt und Wasser sowie Schmutzpartikel abperlen lässt. Fällt ein Wassertropfen auf ein Lotosblatt, breitet er sich nicht aus, sondern bildet eine Perle, die leicht über die Oberfläche rollt und Staub- und Schmutzpartikel mitnimmt. Dieses Phänomen wird oft als Selbstreinigung bezeichnet. Der natürliche Selbstreinigungsmechanismus hat zahlreiche Anwendungen in der Nanotechnologie und bei intelligenten Materialien inspiriert. So wurden Farben, Beschichtungen und Textilien mit selbstreinigenden Eigenschaften entwickelt, die den Lotoseffekt nachahmen.
!!! Achtung: Der Kontakt von Lotosblättern mit der Haut kann eine Allergie auslösen !!!

Lotosblatt: wasserfest!
Neben dem Lotoseffekt ihrer Blätter haben Lotospflanzen Anpassungen an das Leben im Wasser entwickelt, darunter luftführendes Gewebe (Aerenchym) in den Stängeln, das den Transport von Sauerstoff zu den untergetauchten Wurzeln ermöglicht. Blätter und Stängel bieten zahlreichen Wassertieren wie Fischen, Fröschen und Insekten Schutz und Nahrung.
Nelumbos verschönern Gewässer nicht nur, sondern spielen eine wichtige ökologische Rolle, indem sie das Wasser mit Sauerstoff anreichern und verschiedenen Wasserlebewesen Lebensraum bieten. Obwohl Lotos weit verbreitet kultiviert werden, ist ihr natürlicher Lebensraum durch Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und den Klimawandel bedroht. Der Schutz dieser Arten und ihrer natürlichen Umgebung ist für ihr langfristiges Überleben entscheidend.
Wussten Sie schon? In natürlichen Lotoslebensräumen reinigen bestimmte Fische, etwa Panzerwelse der Gattung Corydoras, die Lotoswurzeln von Parasiten und Algen und tragen so zur Gesundheit der Pflanze bei.
Der Anbau des Lotos reicht Jahrtausende zurück, insbesondere in Asien. Dort werden die Pflanzen wegen ihrer Schönheit sowie für kulinarische und medizinische Zwecke kultiviert. Tatsächlich sind alle Teile von Nelumbo nucifera essbar und werden in verschiedenen asiatischen Küchen verwendet. Außerdem kommt der Lotos in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung zahlreicher Krankheiten zum Einsatz, da er antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
Nelumbo nucifera ist in mehreren religiösen Traditionen, etwa im Buddhismus und Hinduismus, heilig. Dies hat entscheidend zur Verbreitung und zum Erhalt dieser Pflanzen beigetragen.
Gut zu wissen: Lotos kann zur Reinigung des Wassers beitragen, indem er Schadstoffe aufnimmt und die Umgebung mit Sauerstoff anreichert. Die Lotoswurzeln können außerdem Ufer stabilisieren und Erosion verhindern.

Der Lotos wird häufig mit dem Buddhismus verbunden
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Lotus pflanzen
Wo pflanzen?
Nelumbo nucifera gedeiht in ruhigen Gewässern wie Teichen, Gartenteichen oder großen Trögen. Das Wasser sollte flach sein, idealerweise 30 bis 60 cm tief, damit die Stängel Blätter und Blüten über die Wasseroberfläche tragen können.
Diese aquatische Pflanze benötigt einen vollsonnigen Standort, um sich gut zu entwickeln. Achten Sie darauf, dass der gewählte Platz mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag erhält.
Ein nährstoffreicher, schlammiger Boden am Grund des Teichs ist ideal. Sie können spezielle Blumenerde für Wasserpflanzen verwenden oder Lehm und organischen Kompost hinzufügen, um das Substrat anzureichern.
Hinweis: Wählen Sie einen geschützten Standort oder verwenden Sie natürliche beziehungsweise künstliche Barrieren, um die Windexposition zu verringern.
Wann pflanzen?
Der ideale Zeitpunkt, um Nelumbo nucifera zu pflanzen, ist das Frühjahr, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. So hat die Pflanze die gesamte warme Jahreszeit, um sich zu etablieren, zu wachsen und möglicherweise zu blühen. In Regionen mit kalten Wintern, warten Sie mit dem Pflanzen, bis die Wassertemperatur mindestens 10 °C erreicht; dies ist meist im späten Frühjahr der Fall. Die Indische Lotosblume entwickelt sich am besten bei einer Wassertemperatur zwischen 21 °C und 30 °C. Eine zu frühe Pflanzung in noch kaltem Wasser kann das Wachstum verlangsamen oder die Pflanze schädigen.
Winterhärtezone
Winterhärtezone: Nelumbo nucifera ist in der Regel in den USDA-Zonen 4 bis 10 winterhart. Das bedeutet, dass die Pflanze kalte Winter übersteht, in den kältesten Zonen jedoch Schutzmaßnahmen benötigt.
- In den Zonen 4 bis 6 muss unbedingt verhindert werden, dass die Rhizome durchfrieren. Die Pflanzen sollten ausreichend tief im Wasser stehen oder im Winter an einen frostfreien Ort gebracht werden. Um die Rhizome vor Frost zu schützen, empfiehlt sich je nach Strenge des Klimas eine Wassertiefe von mindestens 30 bis 40 cm.
- In den Zonen 7 und höher kann Nelumbo nucifera den Winter über an Ort und Stelle bleiben, solange die Rhizome unter Wasser und vor Frost geschützt sind. In Regionen, in denen das Wasser bis zum Grund gefrieren kann, sind zusätzliche Maßnahmen nötig, um die Pflanzen zu isolieren oder an einen wärmeren Ort zu bringen.
- Winterschutz: In Regionen mit strengen Wintern empfiehlt es sich, das Gewässer mit einer isolierenden Schicht, etwa einer Plane oder einem schwimmenden Isoliermaterial, abzudecken, um die Auswirkungen des Frosts zu mindern. Eine weitere Möglichkeit ist, die Rhizome vor dem ersten Frost aus dem Wasser zu nehmen und kühl sowie feucht zu lagern, etwa in einem Keller oder einer Garage, wo sie nicht durchfrieren.

Blüten, Früchte und Blätter der Lotosblume
Wie pflanzen?
- Wahl des Gefäßes: Wählen Sie ein breites, tiefes Gefäß mit mindestens 40 Litern Fassungsvermögen und Drainagelöchern. Füllen Sie es zu drei Vierteln mit spezieller Blumenerde für Wasserpflanzen. Lotosblumen benötigen Platz für ihre Rhizome. Wählen Sie daher ein Gefäß mit mindestens 40 bis 60 cm Durchmesser und Tiefe.
- Vorbereitung des Substrats: Verwenden Sie eine nährstoffreiche Mischung aus lehmiger Erde. Sie können etwas organischen Kompost untermischen, sollten jedoch chemische Dünger vermeiden, da sie das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen können.
- Pflanzen des Rhizoms: Legen Sie das Rhizom der Lotosblume auf die Oberfläche der Blumenerde, ohne es einzugraben. Richten Sie die Knospen nach oben. Geben Sie Kies oder kleine Steine hinzu, um das Rhizom zu fixieren und nebenbei Fische davon abzuhalten, im Substrat zu wühlen. Füllen Sie anschließend Wasser in den Topf.
- Wasser einfüllen: Füllen Sie das Gefäß langsam mit Wasser, damit das gepflanzte Rhizom nicht gestört wird. Das Wasser sollte den Boden etwa 5 bis 10 cm bedecken. Tauchen Sie die Knospen nicht vollständig unter, da sie für ihre Entwicklung Luft benötigen.
- Platzierung: Stellen Sie das Gefäß an einen Ort, der mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag erhält. Die Wärme der Sonne ist für Wachstum und Blüte der Lotosblume entscheidend.
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Wasserstand
Halten Sie den Wasserstand konstant. Hornklee bevorzugt, wenn Wurzeln und Pflanzenbasis unter Wasser stehen, mit etwa 20 bis 30 cm Wasser über dem Boden. Füllen Sie regelmäßig Wasser nach, um die Verdunstung auszugleichen.
Düngung
Verwenden Sie einen speziellen Dünger für Wasserpflanzen, um Ihren Hornklee zu versorgen. Düngen Sie sparsam nach Herstellerangaben, meist einmal monatlich während der Wachstumszeit. Vermeiden Sie eine Überdüngung, da sie übermäßiges Blattwachstum zulasten der Blüten fördern kann.
Rückschnitt
Entfernen Sie regelmäßig vergilbte oder beschädigte Blätter sowie verblühte Blüten, um das Wachstum neuer Triebe anzuregen und das dekorative Erscheinungsbild der Pflanze zu erhalten. Dies hilft zudem, Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen.
Winterschutz
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihren Hornklee in den kalten Monaten zu schützen:
- Wassertiefe erhöhen: In Regionen, in denen Teiche nicht bis zum Grund zufrieren, sollte der Topf mit dem Hornklee so tief stehen, dass die Rhizome unterhalb der Frostgrenze bleiben. Oft wird eine Mindesttiefe von 40 bis 60 cm unter der Wasseroberfläche empfohlen.
- Gewächshaus nutzen: Wenn Sie ein kleines Gewächshaus haben, können Sie den Behälter mit dem Hornklee dorthin bringen und vor Frost schützen. Sorgen Sie für eine gute Isolierung und Temperaturen über dem Gefrierpunkt.
- Hornklee ins Haus holen: In Gefäßen gepflanzte Exemplare können alternativ an einen frostfreien Ort wie eine Garage oder einen Keller gebracht und dort überwintert werden. Lassen Sie etwas Wasser im Gefäß, damit das Rhizom nicht vollständig austrocknet, reduzieren Sie die Wassergaben jedoch so, dass es nur leicht feucht bleibt.
- Rhizome ausgraben und lagern: Eine aufwendigere Methode ist, die Rhizome vor dem ersten Frost aus dem Boden oder Gefäß zu nehmen, vorsichtig zu reinigen und über den Winter kühl und feucht zu lagern. Wickeln Sie sie in feuchtes Zeitungspapier oder legen Sie sie in feuchten Sand, damit sie nicht austrocknen.
→ Weiterlesen: Hornklee, Lotosblume: vor Kälte schützen und überwintern?
Krankheiten und Parasiten
Blattflecken
Mehrere Pilzarten können Blattflecken am Hornklee verursachen, die als braune oder schwarze Male erscheinen. Diese Pilzinfektionen werden durch hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt – bei einer Teichpflanze naheliegend –, vor allem aber durch schlechte Luftzirkulation.
Schwarze Blattläuse
Diese kleinen Insekten saugen Pflanzensaft aus den Blättern. Dadurch verformen sich die Blätter und das Wachstum wird verlangsamt.
→ Mehr über die Bekämpfung von Blattläusen erfahren Sie in diesem Merkblatt.
Vermehrung
Rhizomteilung
Die Teilung erfolgt in der Regel im Frühjahr, bevor die Pflanze ihr aktives Wachstum beginnt. Heben Sie das Rhizom vorsichtig aus der Mutterpflanze. Teilen Sie das Rhizom mit einem sauberen, scharfen Messer in Abschnitte. Achten Sie darauf, dass jeder Abschnitt mindestens eine gesunde Wachstumsknospe (ein Auge) besitzt. Pflanzen Sie die Rhizomabschnitte sofort in einen nährstoffreichen, schlammigen Boden am Grund eines mit Wasser gefüllten Gefäßes. Die Knospen müssen dabei nach oben zeigen. Stellen Sie die Gefäße an einen sonnigen Standort.
Aussaat
Die Samen können am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs ausgesät werden, wenn die Temperaturen allmählich steigen. Lotus-Samen haben eine harte Schale, die eine Skarifizierung erfordert (leichtes Anritzen der Schale), damit Wasser eindringen kann. Reiben Sie den Samen vorsichtig an Schleifpapier oder ritzen Sie ihn mit einer Nagelfeile leicht an.
Legen Sie die Samen in ein Gefäß mit lauwarmem Wasser. Wechseln Sie das Wasser täglich, bis die Keimung einsetzt, meist nach 7 bis 14 Tagen. Samen, die nach einigen Tagen noch schwimmen, sind nicht keimfähig und können entfernt werden. Sobald die Samen gekeimt sind und sich die ersten Blätter zeigen, pflanzen Sie sie in Töpfe mit Schlamm und wenig Wasser um. Achten Sie darauf, die jungen Keimlinge nicht zu überschwemmen.

Lotus-Samen mit harter Samenschale müssen skarifiziert werden
Stecklingsvermehrung durch Stängelstecklinge
Die Stecklingsvermehrung durch Stängelstecklinge ist beim Nelumbo nucifera zwar weniger verbreitet als die Teilung oder Aussaat, aber möglich. Dazu werden Stängelabschnitte mit einem Knoten geschnitten und in ein feuchtes Substrat gesteckt, bis sich neue Wurzeln bilden.
Hornklee kombinieren?
Achten Sie darauf, dass die Pflanzen neben Ihrem Lotus ähnliche Ansprüche an Sonnenlicht und Wasserqualität haben. Der Lotus liebt sonnige Standorte, daher sollten auch alle Begleitpflanzen in voller Sonne gut gedeihen. Für ein harmonisches Bild wählen Sie Wasserpflanzen, deren Farben das Rosa der Lotusblüten ansprechend ergänzen oder kontrastieren. Gelbe Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) mit ihren leuchtend gelben Blüten bilden beispielsweise einen reizvollen Kontrast, während dunkelgrüne Blätter die Schönheit der Lotusblüten betonen. Auch Uferpflanzen sollten nicht fehlen: Sie rahmen den Teich ein und schaffen einen schönen Hintergrund für den Lotus. Seggen (Carex sp.) oder Binsen (Juncus sp.) bringen Struktur und Farbe ins Beet und stabilisieren zugleich das Ufer.
Im Teich können Sie eine klassische, aber dennoch sehr schöne rosa Indische Lotosblume wählen. Dazu passt eine Seerose ‘Fire Opal’, deren Blüte denselben Farbton aufgreift. Einige Gelbe Sumpf-Schwertlilien weichen deutlich von der klassischen Art mit leuchtend gelben Blüten ab – etwa Iris laevigata ‘Rose Queen’ oder die Japanische Schwertlilie ‘Darling’ mit Blüten in zwei Rosatönen.
Auch unter der Wasseroberfläche ist die Bepflanzung wichtig. Das Ährenblütige Tausendblatt eignet sich hervorragend zur Begrünung und Sauerstoffversorgung des Teichs. Das Rauhe Hornblatt hat denselben positiven Effekt.
Vergessen wir schließlich nicht den Teichrand: Juncus effusus ‘Spiralis’ sorgt mit seinen gedrehten Halmen für einen originellen vertikalen Akzent, während die großen Blätter einiger Hosta ‘Jurassic Park’ für einen eindrucksvollen „Willkommen im Dschungel“-Effekt sorgen.

Seerose ‘Fire Opal’, Nelumbo nucifera ‘Pink’, Juncus effusus, Riesen-Funkie, Rauhes Hornblatt und Iris laevigata ‘Rose Queen’
Anekdoten
Fast 1.300 Jahre alte Samen der Nelumbo nucifera keimten in China. Der Lotuseffekt inspiriert selbstreinigende Farben, Fenster und Stoffe.
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- Gwenaëlle spricht über die Indische Lotosblume in Heilige Pflanzen und Bäume auf der ganzen Welt.
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