5 aquatische Pflanzen für mildes Klima

5 aquatische Pflanzen für mildes Klima

Unsere Auswahl für den Teich

Inhaltsverzeichnis

Teiche in milden Regionen bieten exotischen Wasserpflanzen ganzjährig ideale Bedingungen. Tipps zu Auswahl, Kultur und Pflege.

Schwierigkeit

Seerose Neuseelandspinat

Nymphaea tetragona, auch als Zwerg-Seerose bekannt, eignet sich dank ihrer geringen Größe ideal für kleine Teiche und Gefäße auf der Terrasse. Ihre halbgefüllten weißen Blüten mit orangegelben Staubblättern erreichen einen Durchmesser von 5 bis 8 cm. Die dunkel olivgrünen, purpur-braun gefleckten Blätter machen ihren besonderen Reiz aus. Diese Pflanze ist ein wahres Schmuckstück, das aus der Nähe bewundert werden kann.

Die aus der nördlichen Hemisphäre stammende Zwerg-Seerose kommt in Europa, Asien und Nordamerika vor. Sie gedeiht in ruhigem, flachem Wasser. Diese mehrjährige Wasserpflanze besitzt ein aufrechtes Rhizom und ovale bis elliptische Schwimmblätter. Ihre einzelnen, manchmal duftenden Blüten können einen Durchmesser von 8 cm erreichen. Nach der Blüte bildet sie unter Wasser Früchte, die Samen freisetzen, welche im Schlamm keimen.

Seerosen tragen zur Sauerstoffversorgung des Wassers bei und bieten Fischen Schatten und Schutz. Nymphaea tetragona ist bis etwa -10 °C winterhart. Die Rhizome werden in 20 bis 40 cm Tiefe in gute, nährstoffreiche und steinfreie Gartenerde gepflanzt. Geben Sie ihnen den sonnigsten Platz im Teich.

wenig winterharte Teichpflanzen

Orontium aquaticum

Orontium aquaticum, einzige Art der Gattung Orontium, ist auch als Goldkeule oder Kerzenpflanze bekannt. Diese aquatische Staude aus der Familie der Aronstabgewächse besticht durch ihre exotische Erscheinung. Sie besitzt große, spatelförmige Blätter, die untergetaucht, schwimmend oder über dem Wasser wachsen können. Ihre sommerliche Blüte zeigt sich in leuchtend gelben Spadices, die an Kerzen erinnern und als Solitärpflanze besonders originell wirken.

Die aus dem Osten der USA stammende Orontium aquaticum wächst in Teichen, Sümpfen und flachen Gewässern. Die Pflanze bildet eine Rosette und erreicht zur Blütezeit eine Höhe von 40 cm bei einer Breite von 60 cm. Sie wächst langsam und benötigt oft mehrere Jahre bis zu einer üppigen Blüte. Ihre ledrigen, wachsartigen, zunächst säuregrünen, später metallisch blaugrünen Blätter werden bis zu 25 cm lang. Die leuchtend gelben Blütenähren von 15 cm Länge erscheinen im Sommer an langen Stielen, während die dicken, rötlichen Rhizome tief im Schlamm wachsen.

Zur Überwinterung muss die Goldkeule mindestens 15 cm, jedoch höchstens 45 cm tief in nährstoffreichem Lehmboden untergetaucht sein. Pflanzen Sie sie am besten im Frühjahr nach den letzten Frösten. Die Pflanze bevorzugt volle Sonne oder Morgenschatten und ist nicht invasiv. Die Kerzenpflanze eignet sich ideal für einen großen, frostgeschützten Pflanzkübel im Wasser. Sie benötigt einen freien Standort ohne Konkurrenz durch andere Wasserpflanzen und passt hervorragend an Kaskaden, in Wasserbecken sowie an schlammige Ufer von Teichen und Gartenteichen.

Orontium aquaticum

Thalia dealbata

Thalia dealbata, auch Weiße Thalie oder Thalie genannt, ist eine aquatische oder semiaquatische Staude, die oft immergrün ist und sich durch ihre Größe sowie ihre Rispen aus malvenfarbenen Blüten im Sommer auszeichnet. Sie eignet sich ideal für Teiche und setzt vertikale, exotische Akzente im Garten. In nährstoffreichem Boden und bei mildem Klima kann sie stattliche Ausmaße erreichen, ist jedoch nur bedingt winterhart.

Die zur Familie der Marantengewächse gehörende Thalia dealbata stammt aus dem Süden der USA, wo sie in Sümpfen und sonnigen Feuchtgebieten wächst. Die Pflanze entwickelt sich aus kräftigen unterirdischen Rhizomen. Im Sommer bildet sie hohe Blütenstiele mit wachsartigen Blüten, deren Farbtöne von Weiß bis Malve reichen. Die nektarreichen Blüten ziehen Bienen an und werden von purpurfarbenen Samen gefolgt. Ihre großen, ovalen Blätter mit blaugrüner Färbung und weißlichem Flaum erscheinen im Frühjahr. Obwohl sie in ihrem natürlichen Lebensraum immergrün ist, wird Thalia dealbata in kälteren Regionen sommergrün.

Die Pflanze eignet sich perfekt für große Zierteiche und wird direkt in den Schlamm oder in einen versenkten Korb gepflanzt. Sie verleiht dem Garten einen einzigartigen exotischen Charme. Ihre teppichartige Wuchsform ermöglicht auch die Verwendung als Bodendecker, selbst im feuchten Steingarten, sofern ihr genügend Platz geboten wird. Für eine üppige Entwicklung benötigt sie volle Sonne. Thalia dealbata kann auch in einem großen Kübel auf der Terrasse kultiviert werden, wobei die Füße im Wasser stehen. Im Winter muss sie vor Frost geschützt werden.

Die Rhizome werden 0 bis 50 cm unterhalb der Wasseroberfläche eingepflanzt. Die Pflanztiefe kann an die niedrigsten Wintertemperaturen angepasst werden. Die Rhizome sind durch die Wasserhöhe geschützt und halten Temperaturen bis -17 °C stand. Im Gegenzug führt die Kühle in der Tiefe im Frühjahr zu einem späteren Austrieb.

Thalia dealbata

Kap-Wasserähre

Aponogeton distachyos, eine exotische aquatische Pflanze, zeichnet sich durch ihre Schwimmblätter und großen weißen Hochblätter aus, die am Abend einen Vanilleduft verströmen. Sie blüht hauptsächlich im Spätwinter. Ihre Blüte erinnert an Orchideen und leuchtet während der kurzen Tage. Damit verleiht sie jedem Teich eine besondere Schönheit – auch schattigen Becken, in denen Seerosen nicht gedeihen.

Ursprünglich aus Südafrika stammend und im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt, hat sich die Zweiährige Wasserähre in Australien, Frankreich und England eingebürgert. Die Pflanze bildet 80 cm breite Horste und blüht vom Frühjahr bis zum Herbst, manchmal auch im Winter. Ihre duftenden Blütenähren locken Bienen an. Die zunächst weißen Blüten werden mit zunehmendem Alter grün. Im Sommer geht die Pflanze in Dormanz, kann in einem milden Winter jedoch weiterblühen. Ihre 6 bis 25 cm langen Blätter sind zunächst untergetaucht und schwimmen später auf der Wasseroberfläche.

Die Zweiährige Wasserähre bevorzugt Sonne, verträgt aber auch Schatten. Sie mag weiches Wasser und ist frostempfindlich, übersteht jedoch Temperaturen bis -10 °C. Im Winter sollten die Rhizome vor Frost geschützt werden. Im Schatten gepflanzt, blüht sie von April bis zum Frost. Achtung: Koi-Karpfen fressen diese Pflanze gern, daher kann ein Schutz erforderlich sein.

Die Zweiährige Wasserähre ist eine hervorragende Alternative zu Seerosen an wenig sonnigen Standorten. Sie eignet sich ideal für mittelgroße bis große Teiche, sollte aber nicht zu nah an Seerosen gepflanzt werden, damit diese nicht überwuchert werden. Zusammen mit Thalia lässt sich eine attraktive Pflanzendecke gestalten. Die Pflanze folgt dem natürlichen Zyklus ihrer Heimat und blüht entgegengesetzt zu anderen Pflanzen.

frostempfindliche Teichpflanzen

Zypergras papyrus

Der Cyperus papyrus, bekannt als Papyrus der alten Ägypter, ist eine historische Pflanze, die zur Papierherstellung verwendet wurde. Auch Papier-Zypergras genannt, zeichnet er sich durch lange, über 2 Meter hohe Stängel aus, die von riesigen Büscheln aus Hochblättern gekrönt werden und einen fedrigen Schirm bilden. Diese spektakuläre Staude, die majestätischste aquatische Pflanze in mildem Klima, ist frostempfindlich und überlebt keine Temperaturen unter -3 °C. Sie gedeiht in einem eingetauchten Topf und benötigt einen sonnigen Standort sowie einen Winterschutz.

Der am Nilufer beheimatete Cyperus papyrus bildete einst dichte Dickichte entlang des Flusses. Heute ist er in seinem natürlichen Lebensraum selten, wird in gemäßigten Regionen jedoch wegen seines Zierwerts im Garten, Gewächshaus oder Wintergarten kultiviert.

Diese üppige Pflanze entwickelt zahlreiche blattlose Stängel, die in unserem Klima etwa 1,50 m hoch werden. Sie breitet sich seitlich unbegrenzt aus. Im Frühjahr bildet jeder Stängel einen fedrigen Blütenstand aus kleinen cremefarbenen Blüten, die im Sommer braun werden. Diese Blüten bilden Samen, die vom Wind verbreitet werden. Cyperus papyrus vermehrt sich durch Samen und Rhizome, lässt sich aber nicht im Wasser durch Stecklinge vermehren.

Ideal für Ufer in mildem Klima, eignet sich Papyrus auch für die Terrasse, sofern er in ständig feuchtem Boden bleibt. Er verschönert den Rand eines auf der Terrasse aufgestellten Beckens.

Cyperus papyrus

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