Aquatische Pflanzen mit immergrünem Laub verschönern Teiche zu jeder Jahreszeit
Die besten immergrünen Pflanzen für Teich und Ufer entdecken
Inhaltsverzeichnis
Aquatische Pflanzen gestalten Teich, Tümpel und See – für Sonne und Schatten, mit üppiger Blüte oder immergrünem Laub.
Kalmus
Die eher halb-aquatischen Kalmus wachsen bis zu 20 cm tief im Wasser und ähneln stark den Seggen (Carex sp.): Sie haben schmale, lineare, bandförmige und aufrechte Blätter, die sie zu perfekten Begleitern für Teiche und Wasserbecken in modernen Gärten machen. Ihre große Stärke ist neben dem ganzjährig immergrünen Laub ihre gute Winterhärte, die ihren Einsatz in vielen Regionen ermöglicht. Sie halten tatsächlich Temperaturen zwischen -10 °C und -20 °C stand. Da Kalmus häufig in 10–15 cm tiefem Wasser wächst, eignet er sich zur Bepflanzung von Teich- und Beckenrändern, wird aber auch gern in Pflanzgefäßen kultiviert.
Häufig verwendet wird Acorus gramineus, auch Japanischer Gras-Kalmus genannt (ebenso seine hübsche cremefarben panaschierte Sorte Acorus gramineus ‘Variegatus’), sowie Acorus calamus mit länglichen, gelbgrünen Blütenständen in Form eines Spadix (er wird mit etwa 80 cm deutlich höher). Beide Arten bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, jedoch keine starke Hitze.

Acorus gramineus ‘Ogon’ und Acorus calamus
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Aquatische Pflanzen für Teich oder Weiher choisirDie Kap-Wasserähre
Auch Kap-Weißdorn oder Wasser-Weißdorn genannt (er stammt aus Südafrika), ist Aponogeton distachyos eine bemerkenswerte Wasserstaude. Das immergrüne, dunkelgrüne bis rötliche Laub besteht aus langen, elliptischen Blättern, die auf dem Wasser schwimmen und große Flächen bedecken. Die Pflanze zeigt eine erstaunlich lange Blüte von Juni bis in den Winter hinein, je nach Region – eine Seltenheit bei Wasserpflanzen. Die Blume erinnert an eine Orchidee und duftet zudem, weshalb sie häufig Wasser-Vanille genannt wird. Die Blüten erscheinen an bis zu 10 cm langen Stielen knapp über der Wasseroberfläche. Sie sind weiß und mit Hochblättern geschmückt, die ein ungewöhnliches Y bilden. Außerdem sind sie nektarreich.
Aponogeton distachyos benötigt Wärme. Der Wurzelstock wird tief eingepflanzt (30 bis 60 cm unter Wasser), damit die Pflanze Frost bis -10 °C übersteht. Ein halbschattiger bis schattiger Standort ist für eine reiche Blüte ideal. Wir empfehlen sie besonders für Gärten im Süden Frankreichs. Sie eignet sich perfekt für große Teiche, passt sich aber auch kleineren Wasserflächen an.

Aponogeton distachyos
Die Blumenbinse
Ohne Zweifel ist die Doldige Schwanenblume das Schmuckstück dieser Auswahl. Warum? Weil die Doldige Schwanenblume (Butomus umbellatus) im Hochsommer (Juni bis August) eine besonders anmutige Blüte zeigt und mit ihren weißen bis rosafarbenen Dolden auf kahlen Stängeln bezaubert.
Butomus umbellatus ist eine ideale Staude für alle Wasserbereiche, ob Sumpf oder flaches Becken: Sie kann bis zu 30 cm tief ins Wasser gesetzt werden. Diese Staude wird ebenso wie Kalmus häufig in Pflanzenkläranlagen verwendet. Zur Blüte erreicht sie 80 cm bis 1,20 m Höhe und bildet hellgrüne Horste mit linearen, aufrechten Blättern. Mit einer guten Winterhärte (-17 °C) ist die Doldige Schwanenblume eine besonders dekorative Wahl für vollsonnige Standorte.

Butomus umbellatus
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5 aquatische Pflanzen für mildes KlimaDie Krebsschere (Stratiotes aloides)
Hier ist eine Aloe, die anders als andere wächst: mit den Füßen im Wasser. Stratiotes aloides, auch Krebsschere genannt! Die ganze Pflanze überwintert erstaunlicherweise am Grund des Wassers, was sie sehr winterhart macht, und steigt im zeitigen Frühjahr wieder an die Oberfläche. Dort bildet sie kleine, auf dem Wasser schwimmende Büschel. Diese hübsche Pflanze ist wegen ihres steifen, gezähnten Laubs, das an Land-Aloen erinnert, und ihrer sauerstoffspendenden Eigenschaften interessant. Die kleinen, weißen Schalenblüten (3 cm Durchmesser) erscheinen zwischen Mai und Juni. Diese Wasserstaude ist sehr ausbreitungsfreudig und besiedelt Gewässer dicht. Sie wird vor allem in stehenden Gewässern verwendet. An einem sonnigen Standort pflanzen.

Stratiotes aloides
Der Wassersalat Stratiotes
Der Wassersalat, botanisch Pistia stratiotes, ist eine der häufigsten immergrünen Pflanzen für Teiche in warmen, frostfreien Regionen, denn Frost verträgt sie nicht (sie stammt aus den Tropen). Als Mitglied derselben Familie wie die Aronstäbe bildet sie dicke, rosettenförmig angeordnete Blätter und sieht tatsächlich (und viel hübscher!) wie ein Salatkopf aus, den man auf dem Wasser abgelegt hat. Sie schwimmt dank ihrer Wurzeln (die nicht im Boden verankert sind) und besitzt keinen sichtbaren Stängel (sie ist eine stängellose Staude, also ohne Stängel). Interessant ist vor allem ihr immergrünes Laub, das zudem leicht bläulich gefärbt ist und dekorative Blattadern aufweist sowie hübsch gewellt ist. Die sommerliche Blüte bleibt unscheinbar und erscheint in Form eines Spadix, der an den der Aronstäbe erinnert, allerdings in winziger Größe. Die aus dem Wasser ragenden Blätter werden höchstens 10 cm hoch und ebenso breit.
Pistia stratiotes ist eine sauerstoffspendende und reinigende Pflanze: Idealerweise können Sie sie in einen kleinen Teich mit Fischen setzen, die dort Nahrung und in ihren Wurzeln Schutz finden. Der Wassersalat verträgt alle Standorte, bevorzugt jedoch Halbschatten.
Wegen seines sehr schnellen Wachstums und seiner geringen Winterhärte behandeln Sie ihn als einjährige Pflanze in einem Miniteich oder einem großen Gefäß, das sich beispielsweise auf einer Terrasse rasch erwärmt. Ab September oder Oktober muss er in einem unbeheizten Wintergarten oder einem hellen Raum überwintert werden (bei etwa 12 °C); im Laufe des Mai kann er wieder ins Freie.

Pistia stratiotes
Aber auch ...
Nicht zu vergessen sind:
- emers wachsende Pflanzen mit dekorativem Laub, die als halb-aquatische Uferpflanzen gelten, wie Binsen (Juncus sp.), zum Beispiel Juncus effusus ‘Spiralis’, in mildem Klima immergrün, Juncus effusus oder Juncus inflexus, allesamt sehr winterhart; Schachtelhalme (Equisetum sp.) wegen ihrer dekorativen Wirkung, Simsen wie die elegante Schoenoplectus lacustris sowie Rohre (Phragmites).
- frostempfindliche exotische Pflanzen für mediterrane Regionen und Gebiete mit milden Wintern, wo sie immergrün bleiben, etwa Zypergräser oder Cyperus, insbesondere Cyperus longus und Cyperus papyrus.

Juncus effusus ‘Spiralis’ (© David J. Stang-Wikimedia Commons), Scirpus lacustris und Cyperus papyrus
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