Segge: Pflanzen, Teilen und Pflegen

Segge: Pflanzen, Teilen und Pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 26. November 2025  durch Alexandra 14 min.

Seggen in Kürze

  • Seggen bieten ein feines, immergrünes Laub, das im Winter unverzichtbar ist, um den Garten zu schmücken
  • Sie sind in einer breiten Farbpalette erhältlich: Gelb, Blau, Grün, Bronze, fast Rot …
  • Sie verleihen den Rändern von Beeten und Pflanzgefäßen sofort Struktur und Leichtigkeit
  • Seggen eignen sich für schattige Standorte, und die meisten kommen sehr gut mit Trockenheit zurecht
  • Da sie kaum Pflege benötigen, sind sie sehr leicht zu kultivierende, robuste und nahezu unverwüstliche Gräser!
  • Sie eignen sich gut für die Pflanzung im Topf oder als Beeteinfassung, und manche wachsen sehr gut an den Ufern von Teichen
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Seggen sind mehrjährige Gräser, die man für ihr feines und farbenfrohes Laub schätzt. Je nach Sorte sind die Farbtöne sehr vielfältig: Seggen können grün, kupferbronze, graublau, gelb … und sogar panaschiert sein! Die Blüte der Seggen in Ähren ist dagegen eher unauffällig. Besonders beliebt sind das feine, orangefarbene Laub von Carex testacea, die oft leuchtenden und panaschierten Blätter von Carex oshimensis, die kleinen Horste mit feinen Blättern von Carex comans oder auch Carex pendula, der hohe, überhängende Horste bildet … Unter den Tausenden von Arten und Sorten werden Sie problemlos eine finden, die Ihnen gefällt!

Seggen benötigen nahezu keine Pflege! Sie sind sehr pflegeleichte und robuste Pflanzen, die weder von Krankheiten noch von Schädlingen beeinträchtigt werden. Sie bevorzugen einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten. Seggen zeichnen sich dadurch aus, dass sie für eher feuchte, zumindest frische Böden geeignet sind. Sie gedeihen gut in normalen Böden, die im Sommer jedoch nicht zu stark austrocknen. Sie werden im Frühjahr durch Teilung der Horste vermehrt. Seggen sind im Allgemeinen gut winterhart, doch einige Arten, insbesondere aus Neuseeland, leiden, wenn die Temperaturen unter – 7 °C sinken.

Seggen fügen sich gut in Staudenbeete ein, können aber auch als Bodendecker, am Beetrand, in Töpfen oder Pflanzgefäßen verwendet werden und eignen sich außerdem hervorragend für die Ufer von Teichen.

Botanisch

Steckbrief

  • Lateinischer Name Carex sp.
  • Gebräuchlicher Name Segge, Laîche
  • Blüte im Sommer, häufig zwischen Juni und September
  • Height gewöhnlich zwischen 20 und 60 cm, manchmal jedoch über einen Meter!
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens gewöhnlich, frisch, im Sommer nicht austrocknend
  • Winterhärte häufig etwa – 20 °C, bei den Neuseeländischen Seggen jedoch nur - 7 °C.

Die Segge, auch Laîche genannt, ist eine krautige Staude, die einem Gras ähnelt. Sie wird wegen ihres dekorativen Laubs geschätzt, das verschiedene Farbtöne annehmen kann. Die Seggen bilden eine große Gruppe, denn sie umfassen mehr als 2.000 Arten! Sie sind weit verbreitet, wobei die meisten aus gemäßigten oder kalten Regionen stammen (manchmal sogar aus arktischen Gebieten). Man findet sie vor allem auf feuchten, wasserreichen Böden: sumpfigen Böden, an Gewässerrändern, Teichen, in feuchtem Unterholz, auf Heiden … Allein in der Natur Frankreichs gibt es bereits etwa 120 Arten, darunter einige, die auch in Gärten zu finden sind: Carex elata, Carex pendula, Carex flacca, Carex atrata … Da sie hauptsächlich aus Regionen mit kaltem oder gemäßigtem Klima stammen, sind die meisten Seggen sehr winterhart. Einige aus Neuseeland stammende Arten sind jedoch deutlich weniger winterhart als die übrigen.

Botanisch gesehen ist die Segge kein Gras, sondern eine Cyperaceae; sie gehört zur selben Familie wie die Papyrusstaude (Cyperus papyrus)! Es handelt sich um eine sehr große Familie mit mehr als 5.500 Arten, von denen der größte Teil Seggen sind, zu der aber auch Scirpus und Eriophorum gehören. Die Sauergrasgewächse sind Monokotyledonen, die den Binsen recht nahestehen und häufig Stängel mit dreieckigem Querschnitt besitzen. Sie ähneln großen Gräsern wie den Süßgräsern. Viele Pflanzen dieser Familie bevorzugen feuchte Böden: Papyrusstauden, Wollgräser, Scirpus

Die Segge verdankt ihren Namen dem griechischen kairô, was ich schneide bedeutet – eine Anspielung auf die scharfen Ränder ihrer Blattspreite, die kleine Zähne trägt. Im Französischen wird die Segge häufig „laîche“ genannt, ein Name, der vom lateinischen lisca stammen soll, das Schilfrohr bezeichnet. Auf Englisch heißt sie Sedge.

Seggen sind größtenteils horstbildende Pflanzen, die in Büscheln wachsen, die sich mit der Zeit verbreitern, wie Carex pendula oder testacea. Dadurch lassen sie sich recht einfach durch Teilung vermehren! Andere Seggen besitzen Rhizome, die manchmal recht kurz sind, wodurch die Pflanze Ausläufer bildet. Sie breiten sich in die Breite aus, werden aber selten invasiv. Die Wurzeln der Seggen vertragen feuchte, ja sogar sauerstoffarme Böden besonders gut.

grasartige Segge

Das Laub der Seggen kann verschiedene Farbtöne annehmen!

Die Seggen bilden recht runde und dichte Büschel aus zahlreichen linearen Blättern. Die Feinheit der Blätter verleiht den Seggen zugleich ein recht leichtes Erscheinungsbild. Seggen sind gewöhnlich kleine Pflanzen und nicht besonders hoch. In den meisten Fällen werden sie zwischen 20 und 60 cm hoch. Carex firma wird jedoch kaum höher als 10 cm, während Carex pendula eine Höhe von 1,50 m erreichen kann! Die Verwendung im Garten ist daher unterschiedlich: Kleine Seggen eignen sich gut für eine Pflanzung am Beetrand oder im Topf, bei Carex firma sogar im Steingarten … während größere Arten eher im Beet oder bei Carex pendula sogar als Solitärpflanze ihren Platz finden!

Seggen haben häufig eine schöne runde und buschige Wuchsform. Manchmal wachsen sie deutlich aufrechter, sie können aber auch überhängend oder bogenförmig sein, wie bei Carex pendula.

Die Blätter der Seggen haben den Vorteil, immergrün oder halbimmergrün zu sein und gewöhnlich im Winter an der Pflanze zu bleiben, obwohl es auch einige sommergrüne Arten gibt. Dies ist beispielsweise bei Carex elata ‘Aurea’ der Fall.

Seggen bieten eine außergewöhnliche Vielfalt an Laubfärbungen! Die Farbpalette ist größer als bei den meisten Gräsern. Die Blätter können wunderschöne Reflexe und Nuancen zeigen. Die Blätter sind manchmal sehr hell, gelbgrün und fast golden, wie bei Carex elata ‘Aurea’. Manchmal sind sie bronze- bis fast rötlich, wie bei Carex comans ‘Bronze Form’, Carex flagellifera oder Carex buchananii. Sie können auch blau- bis graugrün sein (Carex flacca). Die Wirkung im Garten ist dann völlig anders! Bronzefarbene Seggen sorgen für eine warme Note, gelb- oder goldlaubige sind ideal, um eine schattige Ecke aufzuhellen, während blaulaubige eine harmonische und beruhigende Atmosphäre schaffen. Carex testacea ‘Prairie Fire’ besitzt eine herrlich leuchtende Färbung mit kupferfarbenen Reflexen!

Einige Seggen haben panaschierte Blätter! Dies ist bei Carex oshimensis ‘Everest’ oder ‘Evergold’ der Fall. Sie wirken ungewöhnlicher als andere Sorten und bringen viel Helligkeit in den Garten!

Seggen können auch wechselnde Farbtöne zeigen, wie Carex testacea, dessen Laub je nach Sonneneinstrahlung und Jahreszeit seine Farbe von Hellgrün zu Kupferorange verändert.

Die Blätter sind häufig lang und schmal, linear oder fadenförmig und ähneln stark denen der Gräser! Gerade ihr besonders feines Laub verleiht ihnen dieses leichte und dekorative Erscheinungsbild! Die Blätter erinnern an Haarsträhnen, die sich im Wind bewegen und Leben in den Garten bringen! Manchmal sind sie an der Spitze eingerollt. Die Blätter können auch recht breit sein, wie bei Carex plantaginea, und an die Blätter des Wegerichs erinnern. Bei Carex ciliatomarginata ‘Shima Nishiki’ ähneln sie dem Laub von Bambus!

Wie bei den Gräsern verlaufen die Blattrippen der Seggen parallel. Die Mittelrippe ist stark ausgeprägt. Der Rand der Blattspreite trägt kleine Zähne, wodurch er leicht schneidend ist. Die Blattbasis ist scheidig und umschließt den Stängel.

Die langen Blätter der Segge hängen häufig hübsch über, wie bei der Sorte ‘Feather Falls’. Sie können dem Seggenbüschel ein sehr breites und ausgebreitetes Erscheinungsbild verleihen. In Töpfen oder Blumenampeln sorgen Seggen mit überhängendem Laub für einen wirklich interessanten Effekt!

Carex buchananii oder Buchanans Segge im Winter

Viele Seggen sind immergrün und bleiben auch im Winter dekorativ! Hier Carex buchananii

Die Stängel der Segge sind nicht rund wie bei den Gräsern, sondern haben einen dreieckigen Querschnitt. Dies ist eine der Besonderheiten der botanischen Familie der Sauergrasgewächse!

Die Blüte der Seggen findet gewöhnlich im Sommer statt, zwischen Juni und September. Einige Arten blühen jedoch bereits am Ende des Frühlings.

Seggen werden vor allem wegen ihres Laubs geschätzt: Ihre Blüte in Ähren erinnert ein wenig an die der Gräser, ist jedoch deutlich unscheinbarer und weniger spektakulär. Bei Carex pendula sind die Ähren dennoch recht dekorativ. Sie sind lang und überhängend und erinnern ein wenig an die Kätzchen des Haselstrauchs.

Die Blüten sind sehr klein und besitzen weder Blütenblätter noch Kelchblätter. Sie sind in schmalen und länglichen Ähren versammelt, die ihrerseits am Ende der Stängel gruppiert sind. Jeder Stängel trägt also mehrere Ähren, wobei die unteren häufig vollständig weiblich sind (die Blüten besitzen Stempel), während die oberen Ähren vollständig männlich sind (die Blüten tragen Staubblätter, die Pollen freisetzen). Die meisten Seggen sind monözisch, mit männlichen und weiblichen Blüten an derselben Pflanze. Die Ähren sitzen am Ende aufrechten, unverzweigten Blütenstängel.

Die Blüten der Seggen oder Laîchen in Ähren

Seggen tragen Blütenstände aus männlichen und weiblichen Ähren. Carex elata (Foto Hans Hillewaert), Carex atrata, Carex halleriana (Foto Luis Nunes Alberto) und Carex pendula (Foto Franz Xaver)

Nach der Blüte bilden die Seggen Achänen, die häufig dreikantig und braun, grün oder sogar gelb sein können. Manchmal besitzen sie einen sehr spitzen, länglichen Schnabel. Besonders bei Carex pendula empfiehlt es sich, die Ähren vor der Fruchtbildung abzuschneiden, damit die Pflanze ihre Samen nicht im Garten verbreitet. Die Fruchtstände können recht dekorativ und ungewöhnlich sein, wie bei Carex grayi!

Die wichtigsten Seggen-Sorten

Die beliebtesten Sorten
Unsere Lieblingssorten
Weitere Sorten zum Entdecken
Carex elata Aurea - Steife Segge

Carex elata Aurea - Steife Segge

Diese Segge trägt ein wunderschönes, sehr helles und leuchtendes Laub in einem knalligen Grün bis Gelb. Unverzichtbar, um Ihren Beeten Dynamik zu verleihen! Sie wurde von der Royal Horticultural Society (RHS) mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 70 cm
Carex oshimensis Everest - Oshima-Segge

Carex oshimensis Everest - Oshima-Segge

Diese Sorte besticht durch ihr weiß panaschiertes Laub! Sie wirkt ausgesprochen dekorativ und modern und eignet sich sehr gut für die Pflanzung in einem Topf, beispielsweise zur Verschönerung einer Terrasse.
  • Blütezeit Oktober, November
  • Höhe bei Reife 25 cm
Carex oshimensis Evergold - Oshima-Segge

Carex oshimensis Evergold - Oshima-Segge

Diese Segge bietet ein wunderschönes, zartgelb panaschiertes Laub. Die Blätter sind in der Mitte gelb und am äußeren Rand der Blattspreite grün gezeichnet. Sie eignet sich ideal für die Pflanzung in einem Topf oder am Beetrand im Halbschatten.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 30 cm

 

Carex testacea Lime Shine - Orange Segge

Carex testacea Lime Shine - Orange Segge

Diese Sorte besitzt sehr feine, zartgrüne, manchmal fast gelbe Blätter, die im Laufe des Sommers wunderschöne Orangetöne annehmen. Sie verträgt Trockenheit recht gut.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 50 cm
Carex comans Bronze Form - Neuseeländische Segge

Carex comans Bronze Form - Neuseeländische Segge

Diese Segge trägt ein wunderschönes, feines und geschmeidiges Laub in einem leicht kupfrigen Braunton. Sie bildet breite Horste mit weit ausgebreiteten, überhängenden Blättern.
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 40 cm
Carex oshimensis Everillo - Oshima-Segge

Carex oshimensis Everillo - Oshima-Segge

Diese Segge besitzt ein sehr leuchtendes Laub zwischen Grün und Gelb. Die Blätter sind hübsch überhängend und bogig. Eine unverzichtbare Sorte, um Ihren Beeten Vitalität zu verleihen!
  • Blütezeit Oktober, November
  • Höhe bei Reife 30 cm

 

Carex pendula - Hänge-Segge

Carex pendula - Hänge-Segge

Die Hänge-Segge ist eine der größten Arten und kann bis zu 1,50 m hoch werden. Sie entwickelt eine wunderschöne, zunächst aufrechte und später bogige Wuchsform mit dekorativen, langen und überhängenden Ähren. Ideal am Teichrand!
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Carex siderosticha Variegata

Carex siderosticha Variegata

Diese Segge zeichnet sich durch ihre ziemlich breiten, weiß panaschierten Blätter aus. Sie wirkt ausgesprochen exotisch, erinnert mit ihrem Laub ein wenig an Bambus und fügt sich leicht in einen Garten im asiatischen Stil ein.
  • Blütezeit Mai, Juni
  • Höhe bei Reife 40 cm
Carex morrowii Ice Dance - Japan-Segge

Carex morrowii Ice Dance - Japan-Segge

Diese Sorte bietet ein grün-weiß panaschiertes Laub. Sie findet ihren Platz in einem modernen, dekorativen Garten und eignet sich perfekt für ein großes Hochbeet, das Sie beispielsweise auf einer Terrasse oder in einem Innenhof aufstellen können.
  • Blütezeit Juli, August
  • Höhe bei Reife 30 cm

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Pflanzung von Seggen

Wo pflanzt man Seggen?

Seggen gedeihen an einem sonnigen oder halbschattigen Standort. Carex oshimensis eignet sich sehr gut für trockene Schattenlagen. Generell sollten Sie pralle Sonne, aber auch zu dichten Schatten vermeiden.

Pflanzen Sie sie vorzugsweise in einen Boden, der frisch bleibt (im Sommer nicht zu trocken, im Winter nicht zu feucht). Einige Arten wie Carex pendula und Carex riparia benötigen feuchte Böden und fühlen sich am Teichrand wohl. Seggen können außerdem dazu beitragen, Ufer zu befestigen, und besitzen phytoreinigende Eigenschaften.

Seggen eignen sich recht gut für die Pflanzung in Töpfe oder Pflanzgefäße. Sie bilden kleine, robuste Horste, die zwischen blühenden Pflanzen für Volumen und Leichtigkeit in Pflanzungen sorgen.

Sie können Seggen verwenden, um durch eine dichte Pflanzung einen Bodendecker zu bilden. Wählen Sie zum Beispiel eine Sorte wie Carex siderosticha ‘Variegata’.

Wenn Sie in einer kalten Region leben und wenig winterharte Seggen kultivieren, besteht eine gute Lösung darin, sie in Töpfe zu pflanzen und sie im Winter an einen geschützten Ort zu stellen.

Einige Seggen wie Carex firma und C. conica können auch einen Platz im Steingarten finden.

Seggen passen sich an unterschiedliche Standorte an

Seggen können am Ufer eines Teiches (Carex aquatilis – Foto: Matt Lavin), in Töpfen (Carex oshimensis ‘Everillo’) oder im Freiland in einem Beet (Carex morrowii ‘Variegata’) gepflanzt werden.

 

Wann pflanzen?

Sie können Seggen im Herbst (September–Oktober) oder im Frühjahr (April–Mai) pflanzen. Warten Sie bei den frostempfindlichsten Arten bis zum Frühjahr, etwa bei den aus Neuseeland stammenden Arten (Carex comans, C. testacea, C. buchananii)

Wie pflanzen?

Der Pflanzabstand variiert je nach kultivierter Art sehr stark (zwischen 30 und 50 cm, abhängig von der Größe der Pflanze). Sie können Seggen in größeren Gruppen pflanzen, um eine flächendeckende, teppichartige Wirkung zu erzielen.

  1. Stellen Sie den Wurzelballen in eine mit Wasser gefüllte Schüssel.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Wenn Ihr Boden zu stark drainierend und im Sommer trocken ist, können Sie etwas organisches Material einarbeiten, damit er mehr Feuchtigkeit speichert.
  3. Nehmen Sie die Pflanze aus ihrem Topf und setzen Sie sie in das Pflanzloch, wobei sich die Oberseite des Wurzelballens auf gleicher Höhe mit der Bodenoberfläche befinden sollte. Füllen Sie das Loch rundherum mit Erde auf.
  4. Gießen Sie reichlich.

Setzen Sie die Bewässerung in den Monaten nach der Pflanzung fort. Seien Sie im ersten Jahr besonders aufmerksam, vor allem im Sommer, damit die Segge nicht unter Trockenheit leidet.

Pflege und Rückschnitt

Seggen sind pflegeleichte Pflanzen, die fast keine Pflege benötigen: In der Regel kommen sie ohne Bewässerung aus, brauchen weder Dünger noch einen Rückschnitt. Außerdem sind die meisten Sorten gut winterhart.

Bei sommerlicher Trockenheit kann es jedoch sinnvoll sein, einige Male zu gießen, damit der Boden relativ frisch bleibt. Seien Sie vorsichtiger, wenn Sie sie in einem Topf oder Pflanzgefäß kultivieren, da das Substrat schneller austrocknet. Im Freiland sollten Sie ruhig eine Mulchschicht ausbringen, um die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.

Sie können die Ähren abschneiden, wenn sie verblüht sind. Die Ähren der Hänge-Segge sollten Sie am besten vor der Fruchtbildung schneiden, damit sie sich nicht aussät.

Bei Gräsern wird manchmal empfohlen, die Horste im Winter bodennah zurückzuschneiden. Das gilt nicht für Seggen! Sie sollten die Pflanzen unberührt lassen und nicht schneiden. Gegebenenfalls können Sie die Horste im Winter vorsichtig auskämmen, um abgestorbene Blätter zu entfernen.

Vorsicht bei den aus Neuseeland stammenden Arten (Carex comans, C. testacea, C. buchananii), die weniger winterhart sind als andere. Wenn Sie sie im Topf kultivieren, sollten Sie erwägen, sie an einen geschützten Ort zu bringen. Andernfalls bringen Sie eine dicke Mulchschicht um den Wurzelstock aus, um ihn zu schützen.

Wir empfehlen, die Horste nach einigen Jahren zu teilen, um sie zu verjüngen und ihnen wieder mehr Platz zu geben.

Robuste und pflegeleichte Pflanzen, werden Seggen nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen! Gelegentlich können sie von Blattläusen befallen werden.

→ Erfahren Sie mehr in unserem Ratgeber: Krankheiten und Schädlinge von Ziergräsern.

Wie vermehrt man Seggen?

Wie bei Gräsern ist die Teilung die beste Methode, um Seggen zu vermehren, da sie schneller und einfacher ist als die Aussaat. Sie neigen manchmal dazu, sich spontan auszusäen … So können Sie die sich entwickelnden jungen Horste entnehmen und an einem anderen Standort einpflanzen, allerdings sind sie möglicherweise nicht mit der ursprünglichen Sorte identisch.

Teilung von Horsten

Seggen lassen sich relativ leicht teilen, wenn sie 4–5 Jahre kultiviert wurden! Dadurch können Sie die Horste verjüngen und ihnen gleichzeitig mehr Platz bieten. Sie können dies im Frühjahr ab April oder Mai bis in den Juli hinein tun.

  1. Wählen Sie einen Horst aus, der seit mehreren Jahren am selben Standort wächst.
  2. Graben Sie ihn vorsichtig aus. Entfernen Sie bei Bedarf überschüssige Erde, um den Wurzelstock und die Wurzeln freizulegen.
  3. Teilen Sie ihn mithilfe eines Messers oder eines Spatens in drei oder vier Teile.
  4. Pflanzen Sie die Horste sofort wieder ein, in einen Topf oder ins Freiland.
  5. Gießen Sie großzügig.

Beobachten Sie Ihre Jungpflanzen und gießen Sie sie in den ersten Monaten regelmäßig, damit sie ausreichend Zeit haben, kräftige Wurzeln zu entwickeln. Wenn Sie sie in Töpfe gepflanzt haben, können Sie sie im folgenden Frühjahr ins Freiland setzen.

Seggen im Garten kombinieren

Nutzen Sie das Laub der Seggen, um mit Farben zu spielen! Sie können einen großartigen Effekt erzielen, indem Sie beispielsweise Seggen mit bronze- bis kupferfarbenen Blättern mit orangefarbenen Blüten (Goldlack, Eschscholzia, Montbretien, Taglilien …) kombinieren. Oder pflanzen Sie grün-gelbe Seggen neben Pflanzen mit leuchtend bunten Blüten. Mit Pflanzen wie Hakonechloa macra, Knöterichen oder Ophiopogon planiscapus ‘Nigrescens’ lassen sich ganz einfach harmonische Farbkombinationen gestalten. Nutzen Sie auch Purpurglöckchen, deren Laub in einer wunderschönen Farbpalette erhältlich ist! Mit ihnen können Sie eine großartige Pflanzung im trockenen Schatten gestalten.

Inspirationen für die Kombination von Seggen im Garten

Carex buchananii harmoniert gut mit anderem dekorativem Laub und schafft eine Pflanzung in sanften, warmen Farbtönen. Carex buchananii und Persicaria virginiana ‘Painters Palette’ / Carex buchananii, Euphorbia ‘Fens Ruby’ und Ruta graveolens ‘Jackmans Blue’ / Carex buchananii, Purpurglöckchen und Berberis thunbergii. (Fotos: Virginie Douce)

Mit ihrem sehr feinen, länglichen Laub eignen sich Seggen ideal, um eine ausgesprochen dekorative Pflanzung zu gestalten. Sie bringen viel Leichtigkeit und Volumen in den Garten! Pflanzen Sie sie mit anderem dekorativem Laub: dem der Farne, Ziergräser, Fächer-Ahorne, Funkien und Schlangenbärte … Diese Kombinationen eignen sich ideal für einen Stadtgarten, zum Beispiel in einem Innenhof, auf einer Terrasse oder einem Patio. Ergänzen Sie einige Blüten, etwa von Gaura lindheimeri, Verbena bonariensis oder Allium.

Seggen sind eine ausgezeichnete Lösung, um ein zu flach wirkendes Beet aufzulockern, das aus niedrigem, breitem Laub besteht. Sie können sie daher zwischen Bergenien, Funkien und Purpurglöckchen pflanzen. So entsteht ein schöner Kontrast der Formen!

Für einen sehr naturnahen Garten, zum Beispiel in einem lichten Unterholz, empfehlen wir, Seggen mit Hainsimsen, Funkien und Großblättrigem Kaukasusvergissmeinnicht zu pflanzen … Nutzen Sie auch das dekorative Laub der Farne wie Cyrtomium fortunei, Polypodium vulgare oder Dryopteris … Ergänzen Sie einige Salomonssiegel und Bischofskappen; ihre zarten weißen Blüten erhellen den Garten! Mit den eleganten Blüten von Fingerhüten können Sie ebenfalls einige Farbtupfer setzen!

Ideen für Kombinationen mit Seggen, Farnen und Funkien im Garten

Seggen harmonieren perfekt mit dem Laub der Farne und schaffen eine sehr naturnahe Pflanzung! Carex ‘Everest’, Polypodium vulgare ‘Bifido-Multifidum’ und Cyrtomium fortunei / Polygonatum multiflorum (Foto Radio Tonreg) / Hosta ‘Allan P. McConnell’ (Foto David J. Stang) / Polypodium vulgare (Foto Lamiot)

Da sie frische bis feuchte Böden bevorzugen, können Seggen am Teichrand gepflanzt werden. Wir empfehlen die besonders geeigneten Arten Carex acuta und Carex riparia, die zudem dabei helfen, die Ufer zu befestigen. Dort gedeihen sie gut in Gesellschaft von Binsen, Iris pseudacorus, Kopfigen Schlüsselblumen, Menyanthes trifoliata, Schilf und Papyrusstauden (wählen Sie wegen ihrer Winterhärte Cyperus alternifolius) … So entsteht eine wunderschöne, eher wilde und naturnahe Pflanzung, die zum Erholen einlädt!

Da sie kleine, manchmal recht kompakte Horste bilden, können Seggen zusammen mit Muehlenbeckia, Purpurglöckchen und einigen Blüten wie Glockenblumen, Zweizahn oder Lobelien in Töpfe gepflanzt werden … Stellen Sie sie anschließend auf eine Fensterbank, einen Balkon oder eine Terrasse!

Einige Seggen-Sorten haben den Vorteil, dem Garten ein exotisches Aussehen zu verleihen! Sorten mit bronzefarbenem oder kupferfarbenem Laub können in ein Beet mit australischen Pflanzen integriert werden, zusammen mit Neuseelandflachs, Liebesblumen, Keulenlilien … Ergänzen Sie einige Agaven, Fackellilien und Montbretien. Carex ciliatomarginata ‘Shima Nishiki’, dessen Laub an Bambus erinnert, findet seinen Platz in einem Garten im asiatischen Stil, zusammen mit echtem Bambus, Farnen (zum Beispiel Athyrium niponicum), Acer palmatum, Hakonechloa macra und Azaleen.

→ Entdecken Sie in der Beratung von Jean-Christophe 5 schöne Ideen für Kombinationen mit Seggen!

Wussten Sie schon?

  • Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten!

Dank ihrer langen, zugleich feinen und robusten Blätter werden Seggen in Japan zur Herstellung von Bauernhüten verwendet. Sie eignen sich auch zum Erneuern der Sitzflächen von Stühlen sowie für Flechtarbeiten. Da sie an feuchte Standorte gut angepasst sind, werden Seggen außerdem zur Uferbefestigung und in Pflanzenkläranlagen eingesetzt. Sie können in Projekten zur ökologischen Wiederherstellung von Landschaften und natürlichen Lebensräumen verwendet werden.

Nützliche Ressourcen

  • Entdecken Sie unsere große Auswahl an Seggen!
  • Unsere Ratgeber:
    • Wie Sie Seggen im Topf kultivieren und pflegen,
    • 5 Seggen für die Kultur im Topf,
    • 6 Seggen mit panaschiertem Laub,
    • 6 Seggen für den Schatten
  • Wie vermehren Sie Seggen? Hier geben wir Ihnen all unsere Tipps.
  • Lesen Sie auch unseren Artikel: Seggen – eine gute Lösung für Ufer und feuchte Böden.
  • Ein Artikel von Michael in unserem Blog – Carex testacea ‘Lime Shine’: eine besonders leuchtende Segge, die Sie entdecken sollten!
  • Unsere Video-Tipps – Ein Ziergras teilen
  • Unser Ratgeber – Ziergräser: Welche Sorte wählen?
  • Ein Artikel von Michael – Ziergräser: die man zurückschneidet, die man kämmt
  • Damit Sie alles erfahren und die richtige Wahl treffen, lesen Sie unseren Ratgeber zu Seggen
  • Erfahren Sie mehr über Ziergräser für einen nach Norden ausgerichteten Garten

Häufig gestellte Fragen

  • Soll ich Seggen am Ende des Winters zurückschneiden?

    Nein, im Gegensatz zu sommergrünen Gräsern, die man im Winter bodennah zurückschneiden sollte, lässt man Seggen unverändert! Sie können die Horste einfach auskämmen, um die abgestorbenen Blätter zu entfernen.

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