Die Lampionblume, kennen Sie sie? Diese mehrjährige Pflanze, die oft als Lampionblume bezeichnet wird, bildet im Herbst hübsche Früchte: Beeren, die von einem orangefarbenen Kelch umschlossen sind und an kleine chinesische Laternen erinnern. Weniger bekannt ist, dass sich die Früchte der Lampionblume für Teeaufgüsse verwenden lassen. In der Phytotherapie und Kräuterkunde hat man ihre zahlreichen Eigenschaften entdeckt. Dafür werden die Früchte aus dieser orangefarbenen Hülle aufgegossen.
Möchten Sie einmal einen Tee direkt aus dem Ziergarten probieren? Hier finden Sie unsere Tipps für einen originellen Herbsttee.

Welche Lampionblume und welcher Pflanzenteil eignen sich?
Wie bei allen Nachtschattengewächsen, zu denen auch die Tomate gehört, sind die Blätter, Stängel und Kelche der Lampionblume giftig. Verwenden Sie für den Tee und zum Verzieren von Backwaren ausschließlich die frischen Früchte. Sie können die Früchte auch zu Kompott oder Gelee verarbeiten. Dann schmecken sie etwas weniger säuerlich. Die Früchte befinden sich im Kelch, der sich ab dem Sommer verändert. Sie ähneln einer großen, gelb bis orangefarbenen Kirsche.
Es gibt mehrere Arten der Gattung Physalis, die sich in Geschmack und Anbau unterscheiden: Physalis alkekengi und Physalis franchetii bilden sehr saure Früchte und sind vollständig winterhart. Physalis alkekengi findet man am häufigsten in unseren Gärten. Auch Physalis peruviana, die Andenkirsche, ist essbar. Ihre Früchte sind deutlich süßer. Diese Art ist jedoch weniger winterhart als die beiden zuvor genannten Arten und fruchtet im Norden des Landes etwas weniger. Physalis pruinosa ist dagegen frühreifer und sehr ertragreich. Für den Verzehr und unseren Tee können Sie schließlich auch Tomatillos verwenden. Auch sie gehören zur Gattung Physalis (P. ixocarpa oder P. philadelphica). Ihre Früchte sind deutlich größer.

Die Eigenschaften der Lampionblume
Die Früchte der Gattung Physalis sollen den Blutzuckerspiegel regulieren können. In der Phytotherapie werden sie wegen ihrer harntreibenden und abführenden Eigenschaften verwendet. Seit Langem kommen sie auch bei Gicht zum Einsatz, da sie dazu beitragen, den Harnsäurespiegel zu senken. Die Früchte der Lampionblume sind reich an den Vitaminen A, B und C.
Seien Sie bei der Verwendung eigener Pflanzen jedoch stets vorsichtig. Fragen Sie bei regelmäßigem Verzehr oder einer Kur immer eine medizinische Fachkraft um Rat.
Wann ernten Sie die Lampionblumenfrüchte?
Ernten Sie die Beeren je nach Region im September oder Oktober, keinesfalls früher. Physalis pruinosa ist bereits ab Juli erntereif. Unreife Früchte sind giftig. Sie sind ohnehin ungenießbar. Die Kelche müssen sich deutlich verfärben und trocknen. Sie können auch Früchte aufsammeln, die zu Boden gefallen und bereits reif sind. Ein geöffneter oder spitzenartig durchscheinender Kelch ist ebenfalls ein gutes Zeichen für den Reifegrad der kleinen Früchte im Inneren.
Das Rezept für selbst gemachten Lampionblumentee
Verwenden Sie frische Beeren, denn getrocknete Früchte der Lampionblume verlieren viel von ihrem Geschmack.
- Geben Sie 4 reife Beeren der Lampionblume in eine große Tasse oder in den Filter einer Teekanne.
- Erhitzen Sie Wasser bis zum Siedepunkt.
- Lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen. So können die Beeren ihr Aroma gut an das Wasser abgeben. Drücken Sie die Früchte mit einem Teelöffel leicht aus, um den Geschmack zu verstärken.

Varianten
Sie können diesem Tee weitere getrocknete Früchte hinzufügen, zum Beispiel Feigen oder Datteln. Auch eine Zitronenscheibe oder ein Stück frischer oder getrockneter Ingwer passen gut dazu.
Mehr erfahren
In unserem ausführlichen Ratgeber Lampionblume: Aussaat, Anbau und Ernte
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