Ich habe in meinem Garten in der Basse-Normandie etwa zwanzig Himbeersorten getestet, und meine Familie und ich haben uns anschließend dem Genuss geopfert. ^^ Wir haben probiert, gebacken, erneut probiert, verglichen und natürlich Notizen gemacht. Entdecken Sie unsere 5 Lieblingshimbeeren, die wir nach mehreren Kriterien ausgewählt haben, sowie eine Sorte, die uns etwas enttäuscht hat.

Unsere Auswahlkriterien
1 – Der Geschmack
Natürlich ist das ein wichtiges Kriterium! Himbeeren können mehr oder weniger säuerlich oder süß sein und ihr Aroma kann unterschiedlich intensiv ausfallen, manchmal mit Brombeeraromen wie bei 'Black Jewel'. Rote Himbeeren duften oft am intensivsten, während gelbe Himbeeren milder und süßer schmecken.
2 – Anbau und Pflege
Einige Sorten bilden lange Ruten, die Sie in den Griff bekommen müssen. Es gibt jedoch auch kleinere oder sogar zwergwüchsige Sorten wie 'Rustica' und 'Ruby Beauty'. Sie benötigen kein Spalier und lassen sich problemlos im Topf auf der Terrasse oder dem Balkon kultivieren. Andere Sorten sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten oder Parasiten wie den Himbeerkäfer. Außerdem ermöglichen dornenlose Sorten wie 'Glen Ample', 'Autumn Amber' und 'Versailles' eine leichtere Ernte.
Wenn Sie mehr über das Anbinden erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel: Wie binden Sie Himbeeren richtig an?
3 – Verwendung der Früchte
Je nach Festigkeit der Himbeeren eignen sie sich für unterschiedliche Verwendungen. Festere Früchte schmecken frisch am besten und eignen sich besser zum Backen. Die anderen Sorten können Sie zu Marmelade, Gelee oder Sirup verarbeiten.
4 – Remontierende und nicht remontierende Sorten
Remontierende Sorten tragen zweimal im Jahr: zunächst am Ende des Sommers und dann im Juni oder Juli des folgenden Jahres. Nicht remontierende Sorten liefern dagegen nur eine einzige, reichliche Ernte im Frühsommer. Sie können beide Gruppen kombinieren und dadurch die Erntezeit verlängern.
5 – Ertrag
Einige Sorten sind ertragreicher als andere. Allerdings müssen Sie drei Jahre nach der Pflanzung abwarten, bis die ersehnten reichen Ernten einsetzen.
Sie können mehrere Sorten miteinander kombinieren, um den Ertrag zu steigern.
Unsere Top 5
Himbeere 'Marastar': die größten Früchte – 19/20
Diese Himbeere brachte bei uns die größten Früchte hervor! Uns gefielen sowohl ihr Geschmack als auch ihre angenehme Festigkeit. Sie ist zweifellos die beste Himbeere – sowohl zum Backen als auch zum Frischverzehr.

Taybeere 'Buckingham Tayberry': ein köstliches Brombeeraroma – 17/20
Diese Sorte liegt geschmacklich zwischen Brombeere und Himbeere und bildet große, längliche Früchte mit einem feinen Aroma. Sie wächst kletternd und ist ertragreich. Von allen getesteten Sorten ist sie eindeutig die ungewöhnlichste.

Himbeere 'Black Jewel': erstaunliche schwarze Früchte – 16/20
Diese Himbeere hat uns alle mit der Farbe ihrer Früchte überrascht. Sie besitzen ein intensives Brombeeraroma. Dank ihrer festen Textur eignen sich die Früchte auch hervorragend zum Backen. Außerdem bildet die Sorte nur wenige Ausläufer.

Himbeere 'Fall Gold': der Kinderliebling – 14/20
Ihre gelben Himbeeren sind nicht säuerlich und begeistern alle Naschkatzen. Niemand kann in den Garten gehen, ohne unterwegs von den Früchten zu naschen. Die Sorte hat uns mit ihrer Wuchskraft und ihrem Ertrag beeindruckt. Allerdings bildet sie sehr viele Ausläufer und benötigt eine große Anbaufläche.

Himbeere 'Autumn First': perfekt für Marmelade – 14/20
Diese Sorte ist am ertragreichsten, remontiert zuverlässig und ist frühreif. Sie bildet sehr aromatische Früchte. Für uns eignet sie sich am besten für Marmelade, Gelee oder Himbeersirup.

Der Verlierer
Himbeere 'Groovy': dekorativ – 9/20
Diese Sorte hat uns mit ihrem dekorativen Charakter gefallen. Ihr goldenes Laub ist außergewöhnlich und fügt sich sehr gut in ein Beet ein. Die Pflanze wächst aufrecht und benötigt kein Spalier. Allerdings bildet sie für unseren Geschmack zu wenige Früchte – schade!
Pflege der Himbeeren
Für die Pflege meiner Himbeeren bringe ich jeden Herbst eine gute Schicht selbst hergestellten Kompost aus. Im Frühjahr ergänze ich die Düngung mit einem Spezialdünger für Beerenobst. Anschließend bedecke ich den Boden mit einer Mulchschicht, etwa aus Häckselgut, getrocknetem Rasenschnitt oder im Herbst aus Laub. So bleibt die Feuchtigkeit im Boden erhalten.
Mit einem Paar Handschuhe und einer sauberen und scharfen Gartenschere entferne ich stets trockene, schwache oder kranke Ruten. Anschließend steche ich die Wurzelschösslinge mit einem Spaten ab.
Beim Rückschnitt ist es ganz einfach:
- Nicht remontierende Himbeeren: Ich schneide sie nach der Ernte zurück. Das ist aber auch im Winter möglich. Ich entferne alle Ruten, die Früchte getragen haben, sowie die schwächsten Wurzelschösslinge, die keinen Ertrag bringen würden. Pro Pflanze lasse ich 8 bis 10 Triebe stehen.
- Remontierende Himbeeren: Im August entferne ich alle Ruten, die zweimal Früchte getragen haben, vollständig. Im Winter kürze ich die Ruten, die im vorherigen Herbst Früchte getragen haben, um etwa ein Drittel. So sichern Sie sich die nächste Sommerernte.
Wenn Sie mehr über die Pflege erfahren möchten, lesen Sie unsere ausführliche Übersicht über Himbeeren. Auch Ingrids Tipps zum Rückschnitt von Himbeeren werden Ihnen anschließend vertraut sein.

Liste der getesteten Himbeeren
- 'Autumn Amber'
- 'Black Jewel'
- 'Blissy' oder 'Autumn Bliss'
- 'Bohème'
- 'Buckingham Tayberry'
- 'Délice de framboise'
- 'Fall Gold'
- 'Glen Ample'
- 'Golden Everest'
- 'Groovy'
- 'Heritage'
- 'Magnific Delbard'
- 'Malling Happy'
- 'Malling Promise'
- 'Marastar'
- 'Meeker'
- 'Little Sweet Sister'
- 'Ruby Beauty'
- 'Paris'
- 'Rustica'
- 'Versailles'
- 'Willamette'
- 'Zeva'
Die Auswahl war wirklich schwierig, denn auch andere Sorten waren ausgezeichnet, zum Beispiel 'Malling Promise', 'Heritage' oder 'Versailles'.
Und welche Sorten sind Ihre Favoriten? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.
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