10 außergewöhnliche Sträucher, die auffallen!

10 außergewöhnliche Sträucher, die auffallen!

Kurios, prächtig und außergewöhnlich

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. August 2025  durch Olivier 8 min.

Unglaublich! Fantastisch! Sie suchen originelle Bäume und Sträucher? Hier finden Sie eine kurze Auswahl besonderer Gehölze, die nicht an jeder Ecke wachsen.

Schwierigkeit

Garrya elliptica: Spalier-Becherkätzchen, der Eiskerzen-Strauch

Garrya elliptica ist ein prächtiger, aus Nordamerika stammender Strauch. Er besitzt ein charmantes, oben dunkelgrünes, unten jedoch graues und filziges immergrünes Laub. Doch vor allem mitten im Winter (Februar–März) wird er spektakulär, wenn lange, weißliche Kätzchen den Strauch wie unzählige Eiszapfen (Let it go … Lass los …) an den männlichen Pflanzen erleuchten. Garrya ist eine diözische Pflanze: Männliche und weibliche Blüten befinden sich nicht auf derselben Pflanze. Weibliche Pflanzen tragen kürzere, aufrechte Zapfen. Ist er gut vor kalten Winden geschützt, ist er bis -12 °C winterhart. Seien Sie daher vorsichtig, wenn in Ihrer Region strenger Frost angekündigt ist. Garrya elliptica eignet sich besonders für Gärten in der Bretagne oder im Südwesten Frankreichs, da er Meeresluft hervorragend verträgt. Lassen Sie diesen schönen, drei Meter hohen Strauch in einer freiwachsenden Hecke oder als Solitär nach Belieben wachsen – so kommt er am besten zur Geltung. Garrya elliptica muss an einen sonnigen, gut vor kalten Winden geschützten Standort in einen nährstoffreichen, leichten und frisch bleibenden Boden gepflanzt werden.

Garrya elliptica

Dreilappige Papau: halb Mango, halb Banane, winterhart!

Die Dreilappige Papau oder „Paw-Paw“ ist ein aus Nordamerika stammender Obstbaum, der große Früchte mit einem erstaunlichen Geschmack zwischen Banane und Mango trägt! Dieser kleine Baum wirkt tropisch, ist aber vollkommen winterhart (-25 °C). Die Blütenknospen öffnen sich etwa im April, kurz bevor die neuen Blätter erscheinen. Es sind purpurfarbene, glockenförmige Blüten mit 5 cm Durchmesser. Die Papau kann eine Höhe von zehn Metern erreichen und hat eine pyramidenförmige Wuchsform, wächst in jungen Jahren jedoch sehr langsam. Ihr Laub ist sommergrün und nimmt im Herbst eine hübsche gelbe Färbung an. Die Papau bevorzugt tiefgründige, mäßig nährstoffreiche, gut drainierte Böden mit neutralem oder leicht saurem pH-Wert, die gut gelockert sind. Pflanzen Sie sie in der Sonne oder bei sehr heißen Sommern eventuell im Halbschatten. Dieser Baum ist weder für Krankheiten noch für Schädlinge anfällig; seine Blätter besitzen sogar insektizide Eigenschaften.

→ Auch lesenswert: „Dreilappige Papau, Paw-Paw: Pflanzen, Anbauen, Ernten“

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Kakadu-Ruhmesblume: Sie werden sie lieben

Der Clianthus puniceus, auch „Kakadu-Ruhmesblume“ oder „Ruhmesblume“ genannt, ist ein prächtiger immergrüner Strauch aus der Familie der Fabaceae. Die aus Neuseeland stammende Pflanze begeistert mit einer ungewöhnlichen, exotischen und zugleich sehr dekorativen Frühlingsblüte. Besonders empfehle ich Ihnen die Sorte ‘Flamingo’. Ihre Blüten bestehen aus auffälligen korallenrosafarbenen Blütenblättern in Form eines Papageienschnabels, die übereinander wie Scheren von Krebstieren wirken – daher die beiden volkstümlichen Namen. Das Laub ist fein in Fiederblättchen geteilt, deren Unterseiten seidig behaart sind. Die Pflanze kann nur in mildem Klima kultiviert werden (Winterhärte: -6 °C). Der Clianthus wird an einem sonnigen Standort in kalkhaltigen, fruchtbaren und durchlässigen, im Sommer jedoch frischen Boden gepflanzt. Stickstoffarme Böden machen ihm nichts aus, denn als Vertreter der Familie der Fabaceae kann dieser Strauch Luftstickstoff zu seinem Vorteil binden. Eine Kultur im Topf ist möglich; im Winter sollte er in einem frostfreien Raum überwintert werden.

Ruhmesblume

Ungewöhnliche Blüte des Clianthus puniceus

Silberbaum salignum: wie ein Baum voller Margeriten

Der Silberbaum salignum ist ein immergrüner Strauch aus Südafrika und gehört zur Familie der Proteaceae. Aufgrund seiner afrikanischen Herkunft ist er recht frostempfindlich (-5 °C) und nicht ganz einfach zu kultivieren. Die Sorte ‘Sundance’ ist ein sehr beliebter Hybrid mit exotischer Ausstrahlung, roten Trieben und prächtigen Blüten-Hochblättern, die sich von Purpurrot zu Hellgelb verfärben. Zahlreiche Triebe tragen immergrüne, ovale bis elliptische Blätter, die mit seidigen Haaren bedeckt sind. Zunächst hellgrün, verdunkeln sie sich und zeigen eine Spitze sowie rötlichere Ränder. Die Blütezeit reicht bei uns von März bis Mai. Die kleinen, leuchtend gelben Blüten sind von zahlreichen sternförmig angeordneten Hochblättern umgeben, deren Farbe sich im Laufe der Zeit von zartem Grün zu Hellgelb mit orangem Hauch verändert. In Regionen mit milden Temperaturen sollte dieser kräftige Strauch in voller Sonne in leichtem, gut drainiertem, durchlässigem, stickstoffarmem und eher saurem Boden kultiviert werden. In weniger milden Regionen kann er auch in einem großen Kübel kultiviert und frostfrei überwintert werden.

Schefflera taiwaniana: Zimmerpflanze auf Abwegen

Wenn Sie diese Pflanze erkennen, würden Sie wohl sagen: „Bei promesse de fleurs sind sie verrückt geworden, das ist doch eine Zimmerpflanze!“ Tatsächlich findet man die Gattung Schefflera häufiger in unseren überheizten Innenräumen als in unseren Gärten. Doch Schefflera taiwaniana ist bis -12 °C, ja sogar -15 °C winterhart, sofern der Frost nicht zu lange anhält! Der immergrüne Strauch stammt aus den Höhenwäldern Chinas und Vietnams und gehört zur Familie der Araliengewächse (wie die Fatsie und … der Gewöhnliche Efeu). Mit seinen großen, handförmig gelappten Blättern mit glänzenden, schmalen Fiederblättchen und seiner schirmförmigen Wuchsform bringt er einen exotischen Akzent in schattige Bereiche. Die Blüten erscheinen im Sommer und halten mehrere Wochen. Sie sind sehr klein, grünlich bis braun und in Dolden angeordnet. Geben Sie ihm ausreichend Platz: Wenn er sich wohlfühlt, kann er fast vier Meter hoch werden. Dieser Strauch gedeiht in jedem lockeren, frisch bleibenden Boden an einem schattigen, windgeschützten Standort.

Schefflera taiwaniana

Handförmiges Laub von Schefflera taiwaniana für einen exotischen Akzent

→ Lesen Sie auch: „10 exotische und winterharte Pflanzen für den Dschungelgarten“

Rhamnus frangula 'Asplenifolia': Wer erkennt darin einen Faulbaum?

Der Rhamnus frangula ‘Asplenifolia’, auch lacinierter Faulbaum genannt, ist ein schöner, in unseren Regionen heimischer Strauch mit ungewöhnlich schmalen Blättern. Seine sehr feinen, dicht gebündelt angeordneten Blätter verleihen diesem Strauch mit rundlicher Wuchsform und einer Größe von über zwei Metern in alle Richtungen eine schöne Leichtigkeit. Im Herbst nehmen sie eine wunderschöne goldene Färbung an. Eine stark gegliederte Silhouette mit schöner fernöstlicher Wirkung, die sich – anders als ihre asiatischen Verwandten – an jeden Boden anpasst. Dieser Strauch ist nämlich sehr kalkverträglich (in seiner natürlichen Umgebung wächst er übrigens genau auf solchen Böden). Sie können ihn im Halbschatten unter Bäumen oder auch in voller Sonne pflanzen. An einem sonnigen Standort sollten Sie bei jungen Pflanzen im Sommer besonders auf ausreichendes Gießen achten. Die im Herbst erscheinenden schwarzen Beeren sind bei Vögeln sehr beliebt.

bourdaine

Feines Laub von Rhamnus frangula ‘Fine Line’ mit zartem, leichtem Laub, hervorgegangen aus einer Kreuzung von R. ‘Asplenifolia’

→ Lesen Sie auch: Rhamnus, Kreuzdorn, Faulbaum: pflanzen, zurückschneiden und pflegen

Broussonetia papyrifera: erstaunlicher asiatischer Papier-Maulbeerbaum

Broussonetia papyrifera, der Papier-Maulbeerbaum, ist ein bis -10 °C winterharter Strauch aus Südostasien und gehört wie die Maulbeeren zur Familie der Moraceae. Die Sorte ‘Golden Shadow’ ist besonders leuchtend und trägt wunderschön geschlitztes, exotisch wirkendes Laub: im Frühjahr goldgelb, im Sommer grün nuanciert. Dieser kleine sommergrüne Baum kann bis zu 8 m hoch werden, verträgt aber zum Glück den Rückschnitt sehr gut und lässt sich dadurch kleiner halten. Er blüht im Spätfrühling und bildet eigentümliche, kugelige hellrote Blütenstände in Pomponform. Der Strauch ist diözisch. Der weibliche Kultivar ‘Golden Shadow’ trägt nur Früchte, wenn sich ein männlicher Broussonetia papyrifera in der Nähe befindet. Broussonetia ist sehr trockenheitsverträglich und gedeiht in Sonne oder Halbschatten auf normalem, auch kalkhaltigem Boden. Er kann auch in einem großen Topf kultiviert werden.

Papier-Maulbeerbaum

Wunderschön geschlitztes Laub des typischen Broussonetia papyrifera

Cornus florida 'Urbiniana': seltsamer Blumen-Hartriegel

Ich höre Sie schon fragen: „Was soll an einem gewöhnlichen Cornus florida schon besonders sein?“ Weit gefehlt: die aus Ostmexiko stammende Unterart ‘Urbiniana’ ist mit ihren in der Mitte zu kuriosen Lampionblumen gruppierten Hochblättern äußerst ungewöhnlich. Dieser außergewöhnliche Großstrauch oder Kleinbaum (bis zu sechs Meter) ist in freier Natur wie auch in Kultur äußerst selten. Seine aus kleinen, unauffälligen grünen Blütenkugeln bestehende Frühlingsblüte, die von weißen Hochblättern umgeben ist, ist ebenso spektakulär wie sein Herbstlaub in wunderschönen Bordeauxroten Tönen, das zudem länger haften bleibt als bei der Art. Cornus florida subsp. urbiniana liebt sonnige bis halbschattige, windgeschützte Standorte. Wärme fördert seine Blüte, doch Spätfröste im Frühjahr bereiten ihm Probleme, noch mehr als einem „gewöhnlichen“ Cornus florida. Dieser Strauch wird in jeden normalen, leicht sauren, frischen, aber gut durchlässigen Boden gepflanzt.

Blumen-Hartriegel

Cornus florida subsp. urbiniana

→ Auch lesenswert: Blumen-Hartriegel: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

Wollemikiefer: der Wiederentdeckte!

Wollemia nobilis oder Wollemikiefer ist ein großer, uralter Nadelbaum aus Australien, den man für ausgestorben hielt, bis man ihn 1994 in einer abgelegenen Schlucht wiederentdeckte. Dieser Baum zählt zu den seltensten der Welt, wurde glücklicherweise inzwischen aber großzügig vermehrt, um die Art zu retten. Dieser schöne Nadelbaum aus der Familie der Araukarien bildet mehrere Stämme und besitzt eine außergewöhnliche Verzweigung, die den Eindruck eines Doppelkranzes erzeugt: Ein kegelförmiger Endkranz sitzt auf einem schmaleren, pyramidenförmigen Kranz. Die Zweige sind mit großen, weichen, abgeflachten Nadeln in schönem Hellgrün besetzt, die horizontal angeordnet sind und an Farnwedel erinnern. Diese Pflanze bevorzugt humusreiche, saure und frische Böden und fürchtet starke Fröste; vermutlich ist sie nur bis -5 °C winterhart (bei dieser noch wenig bekannten Pflanze fehlen entsprechende Langzeiterfahrungen). Da dieser bis zu 20 Meter hohe Nadelbaum einen Rückschnitt gut verträgt, lässt er sich im Garten auf eine angemessene Größe begrenzen oder sogar im Topf kultivieren.

Wollemikiefer

Wollemia nobilis mit feinen, weichen Nadeln

Gewöhnliche Zenobie: Baum mit Maiglöckchenblüten

Zenobia pulverulenta ‘Blue Sky’ ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Heidekrautgewächse (wie die Englische Heide), der während seiner Blüte nicht zu übersehen ist. Von Juni bis Juli schmückt er sich mit gewölbten, weißen und duftenden Glöckchenblüten, die an Maiglöckchen erinnern. Seine immergrünen, ledrigen Blätter sind auf der Oberseite hellgrün und auf der Unterseite blassblau. Der kleine Strauch wird kaum höher als 1,50 m und findet so in jedem Garten Platz. Wie alle Vertreter der Heidekrautgewächse wird Zenobia in sauren, nährstoffreichen, frischen und humusreichen Boden im Schatten oder Halbschatten gepflanzt. Sie können ihn auch in einen Topf pflanzen und schattig aufstellen.

zenobia

Wunderschöne Glöckchen von Zenobia pulverulenta ‘Blue Sky’

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