7 Stauden und Zweijährige für den Pfarrgarten
Unverzichtbare, pflegeleichte Pflanzen
Inhaltsverzeichnis
Pfarrgärten vereinen Gemüse, Obst, Kräuter und Blütenstauden. Entdecken Sie 7 typische Stauden und zweijährige Pflanzen für eine stille, zauberhafte Gartenatmosphäre.
Alchemilla mollis oder Frauenmantel
‘Alchemilla mollis, Gemeiner Frauenmantel oder auch Frauenmantel, ist eine winterharte, pflegeleichte Staude, die aus Bauerngärten und englischen Gärten nicht wegzudenken ist.
Er ist ein hervorragender Bodendecker, der sich schnell einbürgert. Doch auch zur Einfassung von Beeten oder als Begleiter am Fuß von Rosen lässt er sich verwenden. Seine gefalteten, silbrig schimmernden Blätter sind bezaubernd und zudem halbimmergrün. Mit großer Eleganz fangen sie den Morgentau auf. Von Juni bis August erfreut uns der Frauenmantel mit einer zarten Blüte aus chartreusegrünen Blütenstielen, die oft für Trockensträuße verwendet werden.
Der Frauenmantel ist eine sehr unkomplizierte, anspruchslose Staude, die sich sowohl ins Beet als auch in den Steingarten pflanzen lässt. Am liebsten wächst er in schweren, lehmigen Böden, passt sich aber fast allen Bedingungen an, vorzugsweise im lichten Halbschatten.

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Pfarrgarten gestalten: GrundprinzipienFingerhut geschniegelt?
Digitalis purpurea, auch Roter Fingerhut oder Fingerhut genannt, ist eine Wildstaude unserer feuchten Unterwälder und aus schattigen alten Pfarrgärten nicht wegzudenken. Die Pflanze ist von Natur aus meist zweijährig, kann aber als Staude kultiviert werden, wenn Sie die Blütenstände vor der Samenbildung abschneiden. In jedem Fall sät sie sich so gut aus, dass Sie viele Jahre Freude an Ihrem Fingerhut haben werden.
So setzt er im Garten an beliebiger Stelle hohe Blütenstände, die von Juni bis August erscheinen und mehr oder weniger rosa, purpurfarben oder manchmal fast weiß blühen. Fingerhut lässt sich leicht mit anderen sommerblühenden Stauden und Einjährigen kombinieren und verleiht Pfarrgärten eine poetische Note.
Fingerhut bevorzugt gut drainierte, humusreiche Böden. Roter Fingerhut blüht im Halbschatten oder in nicht zu heißer Sonne gut. Er ist winterhart und benötigt nur bei starker Trockenheit einige Wassergaben. Bei sehr windigem Standort kann eine Stütze erforderlich sein.

Lamprocapnos spectabilis oder Herzblume
Lamprocapnos spectabilis (früher Dicentra spectabilis) oder Herzblume ist eine hübsche Staude mit herzförmigen weißen und rosafarbenen Blüten, die von April bis Juni erscheinen. Auch das üppige, fein zerteilte Laub in Hellgrün oder Blaugrau ist wunderschön.
Diese sympathische Staude hat Generationen von Gärtnern überdauert, ohne aus der Mode zu kommen. Sie gehört zweifellos in jeden Pfarrgarten und englischen Garten.
Winterhart und pflegeleicht, wächst die Herzblume an feuchten, schattigen Standorten, verträgt mit einer guten Mulchschicht im Sommer aber auch einen sonnigen Standort. Versetzen Sie sie nicht, denn das mag sie gar nicht! Sie lässt sich außerdem problemlos im Topf für eine schattige Terrasse kultivieren.

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10 sehr einfach zu säende Stauden:VEVENTEinjähriges Silberblatt oder Silberblatt
Lunaria annua oder Silberblatt beziehungsweise Silberling ist ein Klassiker in Pfarrgärten. Diese zweijährige Pflanze wird wegen ihrer perlmuttweißen Samenkapseln, aber auch wegen ihrer üppigen rosavioletten Blüte von Mai bis Juli kultiviert. Da sie zweijährig ist (und nicht einjährig, wie ihr Name vermuten lassen könnte), bildet sie im ersten Jahr nur eine grundständige Blattrosette. Erst im zweiten Jahr entfaltet sich ihre Blüte.
Auf die Blüte folgt ein üppiger Fruchtansatz mit flachen, runden Schoten. Diese dekorativen Früchte bestehen aus drei durchscheinenden Membranen, zwischen denen einige große braune Samen sichtbar sind. Sobald die Samen verstreut sind, bilden die verblühten Blütenstände wunderschöne Trockensträuße.
Das Silberblatt ist einfach zu kultivieren und wächst im Halbschatten. Es bevorzugt nährstoffreiche, frische und tiefgründige Böden. Lassen Sie es sich im Garten aussäen oder verteilen Sie Samen in Ihren Beeten – so bleibt es von Jahr zu Jahr erhalten!

Lichtnelke oder Vexiernelke
Die Lychnis coronaria , auch Kranz-Lichtnelke oder Vexiernelke genannt, wächst und entwickelt sich spontan auf armen, trockenen Böden. Diese kurzlebige, wild wirkende, buschige Staude siedelt sich daher problemlos in den unwirtlichsten Winkeln des Gartens an. Die Pflanze sät sich tatsächlich reichlich selbst aus. Die Kranz-Lichtnelke ist außerdem typisch für Pfarrgärten.
Die Sorte ‘Atrosanguinea’ besitzt attraktives, graues, flaumiges Laub mit weißen Reflexen sowie kleine, außergewöhnlich karminrote Sommerblüten.
An steinige Böden und schwierige Bedingungen gewöhnt, ist die Kranz-Lichtnelke bis -30 °C winterhart und bewundernswert trockenheitsverträglich. Lychnis coronaria gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten in trockenem bis frischem, aber gut durchlässigem, neutralem bis leicht kalkhaltigem Boden.

Gewöhnliche Stockrose oder Rapunzel-Glockenblume
Alcea rosea, früher Althaea genannt, auch Gewöhnliche Stockrose oder Rapunzel-Glockenblume, sind kurzlebige, bis 2,50 m hohe Stauden mit Blütenstielen, die den ganzen Sommer blühen. Oft zweijährig kultiviert, erscheinen die etwa 10 cm großen Blüten in vielfältigen Farben als Schalen oder Pompons. Diese Klassiker ländlicher Gärten bringen Höhe in den Hintergrund von Beeten, an Mauern und in Rabatten. Stockrosen säen sich an passenden Stellen selbst aus.
Alcea rosea ‘Simplex’ ist eine Sorte der Stockrose mit einfachen Blüten, die sich ganz natürlich in etwas wild anmutenden Gärten ausbreitet. Die Blüte zeigt vielfältige Farben: Weiß, Rosa, Rot … Diese klassische Sorte ist zeitlos und ideal für den Beet-Hintergrund.
Stockrosen sind pflegeleicht und bevorzugen nährstoffreiche, gut durchlässige Böden an einem sonnigen, vor allem windgeschützten Standort, da der Wind die Blütenstiele umlegen kann. Diese Stauden kommen jedoch auch mit gewöhnlichem, selbst lehmigem, kalkhaltigem, armem oder steinigem Boden zurecht. Alcea rosea ist trockenheitsverträglich und sehr winterhart.

Alcea rosea ‘Simplex’
Dianthus carthusianorum oder Karthäuser-Nelke
Die Dianthus carthusianorum oder Karthäuser-Nelke ist eine buschige Staude mit linearem, immergrünem, grünem Laub und sommerlicher, kräftig rosafarbener Blüte mit schwarzem Kelch. Sie ist typisch für trockene Bauerngärten, da sie dort angebaut wurde, um ihre Blüten für den Altarschmuck zu schneiden.
Diese Staude besitzt eine kompakte Wuchsform und einen Horst aus immergrünen, grasähnlichen Blättern. Die Blüte erscheint im Juli in runden Büscheln aufrechter, gezähnter, dunkelrosafarbener Blüten.
Die Karthäuser-Nelke eignet sich sehr gut für einen Steingarten, ein Schnittblumenbeet oder eine sonnige Beeteinfassung und passt auch wunderbar in einen etwas wild wirkenden Garten.
Winterhart bis -15 °C, wird Dianthus carthusianorum in durchlässigen, trockenen, mageren und steinigen Boden an einem vollsonnigen Standort gepflanzt. In nährstoffreicherem Boden neigt die Pflanze dazu, ihre kompakte Wuchsform zu verlieren. Diese Staude ist besonders trockenheitsverträglich. Die Nelke verträgt weder zu feuchte Böden, vor allem im Winter, noch stark saure Böden.

Dianthus carthusianorum (Foto: D.Short)
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Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass die typischen Blumen im Pfarrgarten oft alte Namen mit christlichem Bezug tragen. Das ist nicht weiter verwunderlich: Diese Pflanzen wurden von Geistlichen so benannt, die sie ursprünglich in ihrem Garten innerhalb einer Abtei oder am Pfarrhaus kultivierten. Wir hätten daher auch Strauchiges Brandkraut (Phlomis fructicosa), den Salomonssiegel (Polygonatum sp.), die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum), das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium), die Berg-Aster (Aster amellus) oder den Geißbart (Aruncus dioïcus) in die Liste aufnehmen können … Die Liste ist lang.
Lassen Sie sich von diesen Begriffen nicht einschüchtern, zumal sie oft veraltet und kaum noch gebräuchlich sind. Denken Sie einfach daran, dass ein Pfarrgarten ein gemütlicher Garten sein sollte, in dem man sich wohlfühlt und die anspruchslosesten Pflanzen gedeihen.

Verbascum nigrum oder Schwarze Königskerze, Epilobium angustifolia oder Schmalblättriges Weidenröschen, Aruncus dioïcus oder Geißbart
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