12 imposante Stauden giants
Majestätische Präsenz im Garten
Inhaltsverzeichnis
Kleine Pflanzen sind nichts für Sie! Sie lieben üppiges Grün, riesige Blätter und übergroße Blüten. XXL-Stauden fallen auf, geben Struktur, Volumen und Charakter.
Weißer Federmohn: riesig, 250 × 100 cm
Macleaya cordata oder Weißer Federmohn (auch „Plume Poppy“, was „Federmohn“ bedeutet) ist eine riesige rhizomatöse Staude aus Asien und gehört zur Familie der Mohngewächse (wie Mohn und Klatsch-Mohn). Ihr Laub besteht aus großen, schön blaugrünen, gelappten Blättern. Die Blüte erscheint im Juli und August in imposanten, fedrigen Rispen mit kleinen, hängenden Blüten, deren Farbe von Cremeweiß bis zu leicht rosigem Weiß reicht, bevor sie im Herbst in einem schönen Rostton verblühen. Pflanzen Sie sie einzeln oder in die Mitte eines Beetes, aber vergessen Sie nicht, dass sie viel Platz benötigt. Sie liebt volle Sonne und gedeiht in jedem gewöhnlichen Boden, wenn dieser möglichst etwas frisch ist. Schützen Sie sie jedoch vor starkem Wind, der ihr Laub und ihren Blütenstiel beschädigen kann.
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10 dekorative Stauden und Zwiebeln für modernen GartenOnopordium nervosum: genügsame Riesendistel
Onopordum nervosum (oder O. acanthium), die Eselsdistel, ist eine europäische Distel aus der Familie der Korbblütler. Sie beeindruckt mit riesigen Blütenkörbchen, die aus der Ferne an die Blüten riesiger Flockenblumen erinnern. Obwohl Onopordum eher zweijährig als mehrjährig ist, sät es sich an passenden Standorten reichlich selbst aus. Im ersten Jahr bildet es nur eine große, immergrüne Rosette aus langen, schön grauweißen, breiten und dornigen Blättern. Im zweiten Jahr wächst aus ihrer Mitte ein riesiger, verzweigter Blütenstängel mit ebenfalls breiten, grauweißen Dornenblättern. Jeder Stängel endet in einem Blütenstand aus einem grünen Blütenboden, über dem purpurfarbene, bürstenartig angeordnete Blüten sitzen (ähnlich wie bei Artischocken). Onopordon gedeiht in trockenen, sogar kargen oder unbewirtschafteten Böden und in voller Sonne, seinem natürlichen Lebensraum, wächst aber auch in nährstoffreicheren, feuchteren Böden sehr gut.
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Cephalaria gigantea: Großes Grindkraut (200 cm hoch, 60 cm breit)
Cephalaria gigantea oder Großer Schuppenkopf trägt seinen Artnamen zu Recht: Er blüht zwar wie ein Grindkraut, aber… zwei Meter über dem Boden. Diese aus dem Kaukasus stammende Staude gehört zur Familie der Kardengewächse (Grindkraut, Knautie und Echtes Herzgespann) und besitzt dunkelgrünes Laub, aus dem von Juni bis August zahlreiche Blütenstiele mit sehr hellen, cremegelben Blütenkörbchen sprießen, die bei Bienen beliebt sind. Geben Sie ihr ausreichend Platz, mindestens einen Quadratmeter, und möglichst einen windgeschützten Standort, obwohl ihre Blütenstiele sehr robust sind. Kultivieren Sie Ihren Großen Schuppenkopf in voller Sonne auf neutralen, lehmigen, tiefgründigen und lockeren Böden, möglichst frisch bis gut feucht.
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10 schnell wachsende Stauden für SofortwirkungGunnera manicata: Wenn man aus diesem Riesenrhabarber doch nur Marmelade machen könnte … (mind. 250 cm hoch und breit)
Wer sich an winterharte Großstauden wagt, sollte Gunnera manicata, das Mammutblatt, keinesfalls vergessen. Im Laufe der Jahre bildet diese Pflanze einen riesigen Horst aus großen Blättern, der unter optimalen Bedingungen in alle Richtungen fast vier Meter erreicht. Trotz ihrer Herkunft aus Brasilien und Kolumbien ist sie durchaus in der Lage, Fröste bis -15 °C zu überstehen, wenn der Wurzelstock geschützt wird. Ihr Wachstum ist extrem schnell: Das Mammutblatt bildet seine riesigen, exotisch wirkenden Blätter, die an unseren Rhabarber erinnern, innerhalb einer einzigen Saison vollständig neu. Es ist sommergrün und treibt jeden Frühling aus dem Wurzelstock neu aus – als riesige Knospe, die aus dem Boden hervorbricht. Die Pflanze bevorzugt Halbschatten und braucht einen stets feuchten, sehr nährstoffreichen Boden, etwa am Rand eines Teichs oder Wasserbeckens. Sie lässt sich auch in einem sehr großen Topf kultivieren, bleibt dann jedoch kleiner und weniger langlebig.
Königsfarn: ein imposanter Farn (200 cm hoch, 150 cm breit)
Osmunda regalis oder Gewöhnlicher Rispenfarn ist ein sommergrüner Farn aus der Familie der Königsfarngewächse, der in den meisten gemäßigten und subtropischen Regionen vorkommt. Sein kräftiges Rhizom bildet robuste, kompakte Horste aus breiten, lanzettlichen, doppelt gefiederten, sterilen Wedeln, die bis zu 1,50 m lang werden. Im Frühjahr sind sie violett, später kupfergrün mit purpurroten Blattadern und Blattstielen. Im Sommer treiben rasch große, bis zu 2 m lange, teilweise fertile Wedel aus, die in grünen Ähren enden und bei Reife ockerbraun werden. Die Sorte ‘Purpurascens’ besitzt im Frühjahr elegante violette Wedel, die im Herbst wunderschöne goldene Farbtöne annehmen. Dieser Farn kann eine Gunnera (siehe oben) begleiten, wenn Sie nahe einem Teich oder Tümpel ausreichend Platz haben, denn er eignet sich ideal für feuchte, halbschattige Bereiche im Garten.
Österreichische Königskerzen: elegante Wildpflanzen (180 cm hoch, 60 cm breit)
Königskerzen, insbesondere Verbascum olympicum oder Österreichische Königskerze, sind Stauden aus der Familie der Braunwurzgewächse, die sich perfekt eignen, um naturnahe Beete aufzuhellen und ihnen Höhe zu verleihen. Diese Königskerze trägt stolz in fast zwei Metern Höhe große, mit gelben Blüten besetzte Blütenkerzen, die sich von Juli bis September öffnen. Selbst trocken und braun bleiben die Überreste der Blüte den ganzen Winter über dekorativ und bieten körnerfressenden Vögeln Nahrung. Diese Blütenstände überragen beblätterte Stängel, die mit einem hübschen hellgrauen Samt überzogen sind. Obwohl sie relativ kurzlebig ist, erhält sie sich dennoch durch zahlreiche Aussaaten. Königskerzen bevorzugen volle Sonne sowie nährstoffreiche, gut durchlässige und kalkhaltige Böden. In magerem, trockenem Boden gedeihen sie ebenfalls sehr gut, bleiben jedoch kleiner.
Lesen Sie auch: Verbascum, Königskerze: Tipps zu Pflanzung, Anbau und Pflege.
Kitaibelie vitifolia: robust, unverwüstlich, unerschütterlich – und doch charmant (250 cm hoch, 75 cm breit)
Kitaibelia vitifolia ist eine völlig unbekannte Staude aus der Familie der Malvengewächse. Und das ist völlig ungerecht! Aus einem dicken Wurzelstock wächst eine üppige Gruppe aufrechter, mit großen dunkelgrünen Weinblättern bekleideter Stängel. Die reinweißen Blüten, die denen der Malve ähneln, öffnen sich zwischen Juni und Oktober in den Blattachseln. Sie gedeiht in jedem Boden, sofern er tiefgründig genug ist, und kommt mit jedem Standort sowie mit feuchtem oder trockenem Boden zurecht. Eine anspruchslose Pflanze, die Sie in der wildesten Ecke des Gartens vergessen können und die sich sogar hier und da selbst aussät. Übrigens scheinen Hummeln ihre Blüten geradezu zu verehren …
Funkie 'Empress Wu': Selbst Schnecken wagen sich nicht an sie! (150 cm hoch, 150 cm breit)
Hostas oder Funkien sind Stauden aus der Familie der Spargelgewächse, die im Laufe der Jahre meist recht stattlich werden und sich gerne einen guten Quadratmeter Platz erobern, indem sie ihre Nachbarn rücksichtslos verdrängen. Doch ‘Empress Wu’ ist noch viel größer: Sie wird in alle Richtungen 1,50 m breit und besitzt ein riesiges, dickes, blaugrünes Laub mit stark ausgeprägten Blattadern. Das Laub ist übrigens so dick, dass kein gefräßiger Nacktschnecken-Gourmet sich hemmungslos daran sattfressen kann. Die Blüte in hellem Lavendel fällt eher unauffällig aus und erscheint zwischen Juni und Juli. Diese Funkie bevorzugt einen tiefgründigen, nährstoffreichen, gut durchlässigen, aber stets frischen, neutralen bis sauren Boden. Pflanzen Sie sie in den Halbschatten an einen vor starken Winden geschützten Standort, die ihr Laub zerreißen könnten.
→Lesen Sie auch: Funkie: Tipps zu Pflanzung, Kultur und Pflege im Garten.
Wiesenraute 'Elin': riesig, luftig, nie wuchtig – 250 cm hoch, 40 cm breit
Das Thalictrum Elin ist aus einer Hybridisierung von Thalictrum flavum var. glaucum und Thalictrum rochebrunianum hervorgegangen und vereint deren kräftiges Wachstum mit einer eleganten Blüte. Diese Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse besitzt einen robusten Wurzelstock mit dekorativem, blaugrünem, stark zerteiltem Laub, das dem der Akelei ähnelt. Am spektakulärsten sind jedoch die Blütenstände, die an kräftigen Stängeln bis zu 2,50 m hoch aufragen. Die Rispen mit lilafarbenen Blüten öffnen sich zwischen Juni und Juli. Thalictrum bevorzugt halbschattige Standorte und humusreichen, auch im Sommer frischen, neutralen bis sauren Boden.
→Lesen Sie auch: Thalictrum oder Akeleiblättrige Wiesenraute: Pflanzen, Kultivieren und Kombinieren im Garten
Chinaschilf giganteus: auffälliges Ziergras (300 cm hoch, 100 cm breit)
Riesig? Allerdings … Und das ist noch untertrieben! Miscanthus giganteus oder Chinaschilf ist ein hohes, mehrjähriges Ziergras aus der Familie der Süßgräser und stammt aus Asien. Es bildet rasch einen üppigen, aufrechten Horst von bis zu drei Metern Höhe. Seine aufrechten Halme tragen bandförmige, hellgrüne, leicht bläuliche Blätter mit einer silbrigen Mittelrippe. Im Herbst nimmt das Laub blonde bis braune Farbtöne an und bleibt bis zum Winteranfang äußerst dekorativ. Bei ausreichend warmem Sommer kann der Riesen-Chinaschilf im Herbst lange silbrige Ähren bilden. Das Amur-Silbergras, wie es auch genannt wird, bevorzugt frische, tiefgründige, aber nicht unbedingt nährstoffreiche Böden. Es gedeiht auch auf magerem Boden und verträgt Trockenheit recht gut, sobald es gut eingewachsen ist. Zu beachten ist, dass Miscanthus giganteus erst spät, im Mai, aus der Dormanz austreibt und schnell wieder seine übliche Größe erreicht.
Lesen Sie auch: Chinaschilf: Pflanzen, kultivieren und pflegen.
Stolz von Madeira: beeindruckende, aber wenig winterharte Staude (150 cm hoch, 300 cm breit)
Echium candicans oder Madeira-Natternkopf ist eine Staude aus der Familie der Raublattgewächse und stammt aus dem Mittelmeerraum. Sie eignet sich nur für milde Klimate, da sie in durchlässigem Boden lediglich Temperaturen bis -2 °C verträgt. Die exotisch wirkende, sehr dekorative Staude bildet in kaum drei Saisons einen bis zu drei Meter breiten, strauchähnlichen Horst. Ihr schönes, behaartes graugrünes Laub wird im Frühjahr von prächtigen blauen Ähren erhellt. Diese ebenso erstaunliche wie spektakuläre Staude liebt Wärme und volle Sonne in durchlässigen bis trockenen Böden. Auch Küstennähe verträgt sie dank ihrer guten Salzlufttoleranz. Zudem ist sie sehr bienenfreundlich und produziert kontinuierlich Nektar. Der Honig von Echium ist wegen seines milden, blumigen Dufts sehr begehrt.
Neuseelandflachs: spektakulär (250 × 200 cm)
Der Phormium tenax oder Neuseelandflachs ist eine Staude aus der Familie der Agavengewächse und stammt aus Neuseeland. Die Sorte ‘Variegatum’ bildet einen üppigen Horst aus immergrünem, linearem und steifem Laub mit hübschen vertikalen cremegelben und grünen Streifen. Diese unglaubliche und spektakuläre Staude verleiht dem Garten schnell eine exotische Ausstrahlung. Besonders im Sommer, wenn ihre aufrechten Ähren mit röhrenförmigen, sehr nektarreichen roten Blüten erscheinen. Sie ist eine Pflanze für mildes Klima und nur bis -7 °C winterhart. Daher ist sie nur für Küstenregionen sowie den Westen und Süden Frankreichs zu empfehlen. Im Freiland bevorzugt der Phormium volle Sonne sowie einen sehr durchlässigen, fruchtbaren Boden. In kälteren Regionen ist auch die Kultur im Topf möglich. Überwintern Sie die Pflanze dann einfach in einem kühlen, hellen und frostfreien Raum.
→Lesen Sie auch: Phormium, Neuseelandflachs: Pflanzung, Rückschnitt, Pflege und Kombinationen.
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