Anzeichen für eine gesunde Henne
Hühner beobachten: So erkennen Sie, ob sie gesund sind
Inhaltsverzeichnis
Hühner sind robust, verbergen Krankheiten jedoch oft. Beobachten Sie täglich Verhalten, Verdauung und Aussehen: der Gesundheitscheck in mehreren Punkten.
Rege tägliche Aktivität
Eine gesunde Henne geht ihren täglichen Beschäftigungen nach: Sie pickt nach Insekten, scharrt im Boden und nimmt Staubbäder, um Parasiten loszuwerden.
Außerdem gackert eine gesunde Henne und zeigt sich gesellig gegenüber Artgenossen (je nach Charakter unterschiedlich!) und Ihnen gegenüber. Morgens stürmt sie nach dem Aufwachen nach draußen, abends geht sie problemlos in den Hühnerstall. Sie setzt sich zum Putzen und zur Gefiederpflege auf eine Sitzstange.

Eine gesunde Henne pickt, scharrt im Boden und nimmt Staubbäder
Wenn Sie Ihre Hühner gut kennen, wissen Sie, dass sie sehr unterschiedliche Temperamente und Charaktere haben. Manche sind „hyperaktiv“, andere eher ruhig … Ein wechselndes Verhalten sollte beobachtet werden.
Eine Henne, die sich absondert, apathisch und lethargisch bleibt, sollte Sie dagegen alarmieren.
Lesen Sie auch
Hühner halten: 10 häufige FehlerGesunder Appetit
Eine gesunde Henne hat guten Appetit! Den ganzen Tag über frisst sie. Zunächst erhält sie täglich ein aus verschiedenen Getreidesorten wie Weizen, Mais, Gerste und Hafer bestehendes Alleinfutter. Die Tagesration beträgt etwa 100 bis 150 g.
Auch Tischreste, die Sie ihr anbieten, frisst sie gern. Dazu kommen kleine Insekten und Weichtiere, Gräser, Beeren und Samen aller Art, die sie in der Natur aufpickt. Im Winter können Sie ihr zusätzlich warme Breie oder Suppen geben. Kurz gesagt: Eine Henne, die sich wohlfühlt, frisst regelmäßig und mit Appetit.

Eine Henne, die normal frisst, ist gesund und munter
Eine kranke Henne neigt dazu, Futter zu verschmähen und weniger zu fressen. Bei manchen Krankheiten verlieren Hennen jedoch zunächst nicht den Appetit – zumindest bei den ersten Anzeichen.
Neben der Futteraufnahme ist auch die Flüssigkeitsversorgung wichtig. Eine Henne trinkt viel: etwa 250 bis 400 ml täglich, bei großer Hitze bis zu 500 ml.
Wenn sie aufhört zu fressen und zu trinken, ist das ein schlechtes Zeichen.
Ein gepflegtes, charmantes Aussehen
Oft erkennen Sie am Körper und Aussehen die gute Form Ihrer Legehennen. Dabei zählt alles: Gefieder, Auge, Beine, Kamm und Kehllappen …
- Das Gefieder Ihrer Hennen sollte aufgeplustert, glatt und sauber sein. Eine gesunde Henne reinigt ihr Gefieder regelmäßig mit dem Schnabel, um Parasiten zu entfernen. Außer während der Mauser dürfen Hennen keine kahlen oder zerpickten Stellen sowie kein stumpfes, struppiges Gefieder aufweisen.
- Die Augen sind lebhaft, glänzend, neugierig, weit geöffnet und frei von Krusten oder Ausfluss. Ein trübes, glasiges Auge kann auf eine Krankheit oder Erblindung hindeuten.

Aufgeplustertes Gefieder, lebhaftes Auge, rote Kehllappen und roter Kamm, glatte, saubere Beine … Ihre Henne ist gesund
- Kamm und Kehllappen sind kräftig rot. Der Kamm ist fest und aufrecht. Die Kehllappen dürfen keine Flecken oder blassen Stellen aufweisen.
- Die Beine sind sauber (außer bei Regenwetter!) und haben glatte Schuppen, ohne Schwellungen oder Wunden; die Krallen sind scharf.
- Die Kloake ist sauber
Lesen Sie auch
Hühner vor Raubtieren schützen?Normale Ausscheidungen
Ja, der Kot eines Huhns ist ein echter Indikator für seinen Gesundheitszustand. Im Allgemeinen sind die Ausscheidungen am Morgen beim Aufstehen relativ flüssig und eher hellbraun. Es handelt sich um Blinddarmkot aus den Blinddärmen, kleinen Organen am Enddarm, die eine reichhaltige Bakterienflora enthalten. Etwa alle zehn Ausscheidungen wird Blinddarmkot abgegeben.
Im Laufe des Tages, während das Huhn frisst, werden die Ausscheidungen geformter und voluminöser, breiig und fest, ohne wässrige Ablagerung, graugrün mit weißen Spuren. Diese völlig normalen weißlichen Spuren sind Urin und enthalten konzentrierte Harnsäuresalze.

Der Kot eines Huhns ist normalerweise mit weißen Spuren durchsetzt, bei denen es sich um Urin handelt.
Sobald sich die Farbe des Kots verändert oder er flüssig wird, sollten Sie aufmerksam werden, denn dies kann auf Parasiten oder Bakterien, eine Infektion oder eine unausgewogene Ernährung hindeuten.
Wenn Sie diesen Kot nutzen möchten, erkläre ich Ihnen in einem früheren Artikel, wie Sie ihn als Dünger im Gemüsegarten verwenden können.
Regelmäßiges Eierlegen
Im besten Alter (etwa zwischen 6 Monaten und 3 Jahren) legt eine gut ernährte Henne mit geeigneter Umgebung je nach Rasse 150 bis 300 Eier pro Jahr. Danach nimmt die Legeleistung ab und kommt mit etwa 8 Jahren endgültig zum Erliegen. Im Winter und während der Mauser kann die Legeleistung jedoch vorübergehend natürlich sinken und sich anschließend wieder normalisieren.

Eine Henne, die regelmäßig Eier legt (außer während der Mauser und im Winter), ist normalerweise gesund.
Ein plötzlicher Lege-Stopp kann dagegen auf eine Krankheit, einen Befall mit Parasiten oder eine starke Vermehrung von Bakterien hindeuten. Oft treten dabei weitere negative Anzeichen wie Apathie, Rückzug oder Bewegungsprobleme auf.
Ein Wohlklang
Henne gackert nach Eiablage wohl zur Befruchtung durch den Hahn. Nächstes Ei nach 15–20 Min. befruchtbar. Gackern: klar, ohne Heiserkeit oder Atemnot.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare