Birken: die schönsten Rinden
Dekorative Silhouetten im Garten
Inhaltsverzeichnis
Birken mit skulpturalem Wuchs: sieben Arten mit überraschenden Rindenfarben – von Weiß bis Schwarz. Mehr zu Pflanzung, Rückschnitt und Pflege.
Betula albosinensis 'Fascination': Kupferrinde
Betula albosinensis ‘Fascination’: Kupferfarbene, glänzende Rinde, rote Zweige und goldgelbes Herbstlaub. Langsam wachsend, bis 8 m hoch.
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Birken: Pflanzung, Rückschnitt und PflegeHimalaya-Birke jacquemontii: weißeste Rinde
Betula utilis jacquemontii, die Himalaya-Birke, begeistert mit weißer, glatter Rinde. Winterhart, majestätisch und bis 15 m hoch.
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Betula papyrifera: auffällige, stark abblätternde Rinde
Betula papyrifera ist bekannt als Papier-Birke, weil sich ihre dünne Rinde wie Papier abschält. In jungen Jahren zeigt diese Birke eine braune Rinde, die mit zunehmendem Alter weiß wird (ab einem Stammumfang von 20–25 cm). Die oberflächlich weiße Rinde löst sich ab, rollt sich ein und bildet so Papierrollen. Darunter ist die junge, helle Rinde orange-rosa oder braun gefärbt. Mit zunehmendem Alter weist die Papier-Birke auch schwarze Färbungen auf. Im Herbst zeigt sie ebenfalls ein leuchtend gelbes Laub. Der große, schnell wachsende Baum mit kegelförmiger Wuchsform kann bis zu 25 m hoch werden und eine 12 m breite Krone entwickeln. Die Betula papyrifera benötigt daher viel Platz und eignet sich nur für große Parks und Gärten. Beachten Sie, dass diese Art feuchte Böden bevorzugt. Sorgen Sie dafür, dass der für sie vorgesehene Standort auch im Sommer ausreichend frisch bleibt.

Betula papyrifera: links die sich einrollenden Rindenstücke (Foto Gutenfrog – Flickr); rechts ältere Bäume mit schwarzen Zeichnungen
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7 erstaunliche Birken entdeckenSchwarz-Birke 'Heritage': Bunte, dekorative Rinde
Die Betula nigra ‘Heritage’ ist eine prächtige Sorte der Schwarz-Birke, die für ihre farbenprächtige Rinde geschätzt wird. Der Stamm dieser Birke ist bei jungen Bäumen silbrig-weiß und glatt. Mit der Zeit dunkelt die Rinde älterer Bäume nach und färbt sich rosa, cremefarben und braun. Dann blättert sie in breiten, stark gewellten Streifen ab und bringt eine hellere Rinde zum Vorschein. Auch die jungen, rötlich-braunen, mit Lentizellen besetzten und leicht überhängenden Zweige sind sehr dekorativ. Im Frühjahr erscheinen die langen männlichen Kätzchen, die bis zu 8 cm messen. Diese kleiner als die typische Art bleibende Birke wird bis zu 9 m hoch und bildet eine Krone von etwa 8 m Durchmesser, die in 3 bis 6 m Höhe beginnt. Die schnellwachsende Schwarz-Birke ‘Heritage’ wächst oft mehrstämmig. Dieses 1968 von Earl Cully in den USA selektierte Kultivar ist wüchsig und widerstandsfähig gegen den Befall durch den Birkenprachtkäfer, dessen Larven Gänge unter der Rinde bohren.

Betula nigra ‘Heritage’
Betula pendula: Klassiker mit zweifarbiger Rinde
Ursprünglich aus Europa stammend, ist die Betula pendula (auch Betula alba, Betula verrucosa) bei uns weit verbreitet. Ihr gerader, manchmal mehrstämmiger Stamm ist mit brauner Rinde bedeckt, die mit der Zeit weiß wird. Bei jungen Bäumen erneuert sich die glatte Rinde und löst sich in dünnen Streifen ab. Später weisen ältere Hängebirken stark ausgeprägte schwarze Risse auf, die ein Muster auf weißem Grund bilden. Diese Streifen machen den besonderen Reiz dieses Baumes aus. Wegen der warzenförmigen Lentizellen an den Zweigen wird diese Art auch Warzen-Birke genannt. Mit ihrer schlanken, aufrechten Wuchsform kann die Hängebirke eine Höhe von 20 m erreichen. Die dünnen, biegsamen, herabhängenden Zweige verleihen diesem Gehölz viel Anmut. Dieser robuste, groß werdende Baum ist pflegeleicht und passt sich vielen Standorten an.

Betula pendula
Betula nigra: Baum mit wandelbarer Rinde
Betula nigra ist eine Birke mit stark abblätternder Rinde. Bei jungen Bäumen unter 20 Jahren ist der Stamm zimtfarben bis bronzebraun und schält sich in zahlreichen, breiten Streifen ab. Im Alter von etwa 20 bis 25 Jahren wird die Rinde rau und entweder dunkelbraun, fast schwarz, oder grauweiß. Die eingerollten Rindenstreifen, die sich wie Locken winden und ablösen, sorgen für Struktur und geben darunter einen glatten, orange- und graufarbenen Stamm frei. Die leicht überhängenden Zweige mit ausgebreiteten Trieben tragen glänzendes, sommergrünes, dunkelgrünes Laub, das sich im Herbst gelb färbt. Die Blätter dieser Birke sind auf der Unterseite flaumig behaart, länglich, eher oval und sehr regelmäßig gezähnt. Ihre gewundene Verzweigung verleiht ihr eine unregelmäßige, aber rundliche Wuchsform und eine Höhe von 15 bis 20 m. Die Schwarz-Birke wächst meist mehrstämmig. Sie ist auch unter dem volkstümlichen Namen Fluss-Birke bekannt („River Birch“ auf Englisch), da sie in der Natur an Gewässern, in Sümpfen oder in Auen gedeiht. Gegenüber dem Boden ist sie jedoch recht tolerant und kann problemlos auch an einem trockeneren Standort wachsen. Außerdem ist ihre Blüte mit hängenden männlichen Kätzchen im Frühjahr sehr üppig.

Betula nigra: Der Stamm wird im Laufe der Jahre dunkler (linke Fotos: F.D. Richards-Flickr; rechtes Foto: Plant Image Library)
Betula pendula ‘Tristis’: lang anhaltend weiße Rinde
Besonders am Trauerbirken ‘Tristis’ bleibt die Rinde sehr lange weiß, selbst bis ins hohe Alter des Baumes. Betula pendula ‘Tristis’ zeigt eine glatte, strahlend reinweiße Rinde. Mit der Zeit schilfert die Rinde älterer Bäume leicht ab und bildet graue Risse. Diese 1865 entdeckte, sehr alte Sorte wird wegen ihrer eleganten Erscheinung geschätzt. Die Birke ‘Tristis’ bildet herabhängende Zweige, die an eine Trauerweide erinnern. Wenn sie im Winter ihr Laub verliert, wirkt ihre silbrige Silhouette wie ein anmutiger Wasserfall. Ohne Rückschnitt erreicht der mittelgroße bis große Baum 12 bis 20 m Höhe und 6 bis 8 m Breite. Daher eignet er sich eher für große Gärten, vorzugsweise als isolierter Solitär, damit alle ihn bewundern können. Trotz ihres zarten Aussehens ist diese Birke kräftig, robust und sehr winterhart.

Betula pendula ‘Tristis’ (Foto Rob Hille – Wikimedia)
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