Einen Obstgarten anlegen: Die richtigen Obstbäume auswählen

Einen Obstgarten anlegen: Die richtigen Obstbäume auswählen

je nach Klima und Größe des Gartens

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 4. August 2025  durch Ingrid B. 3 min.

Die Anlage eines Obstgartens erfordert einige Überlegungen, damit Sie sicher die am besten geeigneten Obstbäume für Ihre Vorstellungen und die Gegebenheiten Ihres Grundstücks auswählen. Hier finden Sie einige Tipps, die Ihnen helfen, die richtigen Sorten, aber auch die passenden Wuchsformen für Ihren Garten auszuwählen.

Schwierigkeit

Zu berücksichtigende Elemente

Der Standort des Obstgartens:

  • Informieren Sie sich zunächst über das Klima in Ihrer Region. Die Sonnenscheindauer, die winterlichen Temperaturen und das Auftreten von späten Frühjahrsfrösten sind wichtige Faktoren bei der Auswahl der Arten und Sorten von Obstbäumen.
  • Betrachten Sie anschließend den Standort Ihres zukünftigen Obstgartens. Bestimmen Sie die Beschaffenheit Ihres Bodens, die Umgebung Ihres Grundstücks (Mauer, Hecke …), den Standort und die mögliche Geländeneigung.
  • Beginnen Sie schließlich, abhängig von der verfügbaren Fläche, einen Plan zu zeichnen, und schätzen Sie anschließend die benötigte Anzahl an Obstbäumen. Diese Schätzung variiert je nach Art (Größe des Baums im ausgewachsenen Zustand), Sorte (selbstfruchtbar oder nicht) und gewählter Wuchsform (unterschiedliche Pflanzabstände). Sie können in Ihrem Obstgarten auch Beerenobst anpflanzen.

 

Ihre Wünsche:

Sie sollten bei der Planung eines Obstgartens unbedingt berücksichtigt werden. Schätzen Sie ein, wie viel Zeit Ihnen für die Anlage und Pflege des Obstgartens zur Verfügung steht und über welche Kenntnisse Sie verfügen. Was die Ernte betrifft, überlegen Sie, in welchen Zeiträumen Sie verfügbar sind und wann Sie hingegen abwesend sein werden. Berücksichtigen Sie auch Ihren Geschmack: Entscheiden Sie sich für Früchte, die Sie gerne essen und bei Bedarf weiterverarbeiten können. Passen Sie schließlich den Plan Ihres Obstgartens an das Ihnen zur Verfügung stehende Budget an.

Die Auswahl der Obstbäume

Es gibt mehrere Wuchsformen bei Obstbäumen: freiwachsende Formen (Hochstamm und Halbstamm), Niederstämme und Spalierformen.

Sie können einen bereits erzogenen Baum oder einen veredelten Jungbaum (ein- oder zweijährige Pflanze) wählen. Letzterer ist kostengünstiger, benötigt jedoch mehrere Jahre lang einen Erziehungsrückschnitt.

Einen Obstgarten anlegen: die richtige Wuchsform wählen

Ein Obstgarten mit Niederstamm-Obstbäumen

Man unterscheidet:

  • Hochstämme mit einem Stamm von 1,80 bis 2 m Höhe,
  • Halbstämme mit einem Stamm von 1,20 bis 1,50 m Höhe,
  • Niederstämme mit einer Stammhöhe von 40 bis 80 cm.

Hochstämme:

Ein Hochstamm hat eine lange Lebensdauer, benötigt jedoch viel Platz. Sein Vorteil ist, dass er den Durchgang unter dem Baum, insbesondere mit einem Rasenmäher, nicht behindert. Die Ernte gestaltet sich schwieriger, sodass Sie manchmal eine Leiter benutzen oder warten müssen, bis die Früchte auf den Boden gefallen sind. Je höher der Baum ist, desto höher ist sein Ertrag. Dieser fällt jedoch manchmal unregelmäßig aus, da ein Ausdünnen der Früchte nicht möglich ist. Die ersten Ernten sind bei Niederstamm-Obstbäumen schneller zu erwarten. Diese freiwachsenden Bäume sind pflegeleicht und benötigen lediglich alle 3 bis 5 Jahre einen Pflegeschnitt.

Niederstämme:

Niederstamm-Obstbäume bleiben auch im Erwachsenenalter niedrig. Sie werden 3 bis 4 m hoch und können etwas dichter gepflanzt werden. Ihre Wuchsform neigt jedoch dazu, die Durchgänge zu versperren.

Spalierformen:

Spalierformen sind unbestreitbar ästhetisch, unabhängig davon, ob sie beispielsweise an einer Mauer oder als Obsthecke, am Rand des Gemüse- oder Obstgartens angelegt werden. Es gibt mehrere Formen (U-Palmette, waagerechter Kordon, schräge Palmette …), die je nach Art, Sorte und verwendeter Unterlage mehr oder weniger geeignet sind. Durch das Spalierziehen lassen sich leicht zu erntende Früchte gewinnen, die schon bald nach der Pflanzung erscheinen. Diese Formen müssen jedoch jedes Jahr präzise zurückgeschnitten werden – ein Fachwissen, das Sie sich möglicherweise erst aneignen müssen.

Obstgarten: Spalierform

Einen Spalierbaum an einer Mauer kultivieren: die ideale Lösung für kleine Gärten

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Obstbäume in einem kleinen Garten pflanzen

Wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben, denken Sie an Zwerg- oder Säulenobstsorten, die im Freiland und sogar in Töpfen auf der Terrasse kultiviert werden können.

Zwergsorten gibt es bei mehreren Arten (Aprikosenbaum, Pflaumenbaum, Birnbaum, Kirschbaum, Kultur-Apfel, Pfirsichbaum …), während Säulenformen mit aufrechtem Wuchs im Wesentlichen Äpfel und Birnen betreffen.

Die ersten Ernten lassen nicht lange auf sich warten und die Früchte lassen sich leicht pflücken. Was die Pflege betrifft, empfiehlt es sich, die Früchte auszudünnen, ein Rückschnitt ist jedoch nicht (oder kaum) erforderlich. Bei Kulturen im Topf müssen Sie allerdings auf eine ausreichende Bewässerung achten.

Alles Wissenswerte über diese Sorten erfahren Sie in unserem Ratgeber: “Zwergobstbäume – ideale Sorten für Töpfe oder kleine Gärten”.

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