Essbarer Wald: 7 originelle, winterharte Obstbäume

Essbarer Wald: 7 originelle, winterharte Obstbäume

Neue Gehölze für Ihren Waldgarten entdecken

Inhaltsverzeichnis

Essbarer Wald: Permakultur-Garten mit Nutzpflanzen. Lokale und exotische, winterharte Obstgehölze fördern Biodiversität, Vielfalt und Ernte.

Schwierigkeit

Vielblumige Ölweide – Elaeagnus multiflora

Die Vielblumige Ölweide oder Elaeagnus multiflora ist ein aus Ostasien stammender Strauch, der seit dem 19. Jahrhundert in Frankreich eingebürgert ist und insbesondere in den Regionen Vogesen, Lothringen und Meurthe vorkommt. Sie ist eine wertvolle Wahl für Liebhaber der Biodiversität und seltener Beerenfrüchte.

Dieser sommergrüne Strauch kann bis zu 3 m hoch und breit werden und bildet einen dichten, ausladenden Busch. Sein Laub mit ovalen Blättern kann in milden Regionen halbimmergrün sein. Die sternförmigen Blüten sind cremeweiß bis blassgelb und erscheinen im Frühjahr. Mit ihrem Duft locken sie Bienen an. Die Früchte oder Drupen reifen im Sommer und färben sich von Orange zu Kirschrot. Sie werden für ihren süß-säuerlichen Geschmack geschätzt und sollen zudem reich an Vitaminen und Antioxidantien sein.

Die Vielblumige Ölweide eignet sich besonders für nährstoffarme Böden, da ihr Wurzelsystem ähnlich dem der Schmetterlingsblütler zur Bodenverbesserung beiträgt. Für eine reichere Ernte empfiehlt es sich, mehrere Pflanzen zu setzen, obwohl der Strauch selbstfruchtbar ist. Dank ihrer Wuchskraft, Frosthärte und großen Anpassungsfähigkeit passt sie perfekt in eine frei wachsende, naturnahe oder fruchttragende Hecke. Sie eignet sich ideal für Küstengärten und windige Regionen.

Vielblumige Ölweide

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Der Zwergkiwi – Scharfzähniger Strahlengriffel

Der Zwergkiwi, auch Actinidia arguta, unterscheidet sich von der Kiwi durch seine geringe Größe und glatte, haarlose Schale, sodass er im Ganzen gegessen werden kann. So groß wie eine kleine Pflaume, besitzt er aromatisches, recht süßes Fruchtfleisch mit einer milden Säurenote. Sein Vitamin-C-Gehalt soll sogar höher sein als der der Kiwi. Eine ausgewachsene Pflanze kann bis zu 100 kg Früchte tragen. Trotz seiner exotischen Herkunft wächst der Zwergkiwi in den meisten Regionen gut, sofern er einen sonnigen, warmen Standort erhält.

Der Anbau des Zwergkiwis folgt denselben Grundsätzen wie der klassische Kiwi-Anbau. Die Kletterpflanze benötigt eine stabile Rankhilfe für ihre Lianen. Da sie diözisch ist, sind männliche Sorten zur Bestäubung weiblicher Sorten unerlässlich. Selbstfruchtbare Sorten ermöglichen jedoch auch den Einzelanbau, mit etwas geringerem Ertrag. Besonders attraktiv ist die hohe Winterhärte des Zwergkiwis. Aus den Wäldern Chinas, Japans und Russlands stammend, verträgt er Temperaturen bis -25 °C und eignet sich damit auch für Regionen mit strengen Wintern.

Die Ernte der Zwergkiwis erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst, vor der Ernte herkömmlicher Kiwis. Die Früchte lassen sich kühl gut lagern. Diese Art ist somit eine interessante, robuste Alternative für Liebhaber vitaminreicher Früchte und passt sich vielen Klimazonen an.

sehr winterharte Obstgehölze

Papau – Dreilappige Papau

Der Papau oder Asimina triloba, auch Paw Paw genannt, ist ein exotisch wirkender Obstbaum, der sich jedoch bestens für gemäßigte Klimazonen eignet und warme Sommer sowie kalte Winter liebt. Die Fruchtbildung beginnt, sobald der Baum eine Höhe von 2 bis 2,50 Metern erreicht hat, meist 3 bis 6 Jahre nach der Pflanzung. Die Früchte sind große, ovale Beeren von bis zu 15 cm Länge, die bei Reife gelbgrün gefärbt sind. Sie enthalten ein cremiges, gelbes Fruchtfleisch mit großen, schwarzen Samen. Ihr einzigartiger Geschmack erinnert an eine Mischung aus Mango und Banane. Geerntet werden sie, sobald sie sich weich anfühlen, gewöhnlich etwa im September. Sie sollen reich an den Vitaminen A und C, Aminosäuren und Spurenelementen sein.

Für eine gute Bestäubung empfiehlt es sich, mindestens zwei Exemplare zu pflanzen, da der Baum nicht selbstfruchtbar ist. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch bestimmte Insekten wie Stubenfliegen, Schmeißfliegen oder Käfer. Die Blüten, die sich ab dem Sommer in den Blattachseln entwickeln, öffnen sich im folgenden Frühjahr, meist im April. Sie sind purpurfarben, glockenförmig und etwa 5 cm breit.

Der Papau kann 5 bis 10 Meter hoch und 3 bis 5 Meter breit werden. Mit einem passenden Rückschnitt lässt sich der Baum auf eine Höhe von 3 Metern und eine Breite von 2 bis 2,50 Metern begrenzen. Der sehr winterharte Papau verträgt Temperaturen bis -25 °C. Für eine gute Fruchtbildung braucht er jedoch Wärme, die derzeit nur in Regionen mit mildem Klima gegeben ist – von der Atlantikküste bis zum Mittelmeerraum.

Auswahl an Papau-Sorten

Die Früchte von Asimina triloba ‘Shenandoah Peterson®’ sind für ihren außergewöhnlichen Geschmack bekannt

Gemeiner Bocksdorn – Lycium barbarum

Lycium barbarum, besser bekannt als Gemeiner Bocksdorn oder Goji, ist ein sommergrüner Strauch mit ovalen, orange-roten Beeren. Sie sind süß, leicht säuerlich und für ihren außergewöhnlichen Nährstoffgehalt sowie ihren Reichtum an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien bekannt.

Der zur Familie der Nachtschattengewächse gehörende Lycium barbarum ist mit Tomate und Kartoffel verwandt. Seine Herkunft war lange umstritten. Obwohl er traditionell mit China in Verbindung gebracht wird, deuten neuere Forschungen darauf hin, dass er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum oder Nordafrika stammen könnte. Dafür spricht auch der Artname ‘barbarum’, der auf die Barbarai verweist. Dieser Strauch wächst aufrecht und breit ausladend. Je nach Standort erreicht er eine Höhe von 1,50 bis 3 Metern und wächst mittelschnell. Die sommergrünen, dicken und ledrigen Blätter wechseln mit zunehmender Reife ihre Farbe von leuchtendem Grün zu Graugrün.

Die Blütezeit von Juni bis Juli lockt mit reichlich Nektar zahlreiche Bestäuber an. Die dunkelrosa bis purpurfarbenen Blüten entwickeln sich zu nährstoffreichen, eiförmigen Beeren. Es empfiehlt sich, die Beeren vollreif zu ernten und getrocknet zu verzehren, um den Solaningehalt zu senken.

Der Goji ist auch optisch eine Bereicherung. Seine langen Triebe lassen sich leicht an einem Spalier ziehen und eignen sich ideal für eine naturnahe Hecke oder die Kombination mit anderen blühenden und fruchttragenden Sträuchern. Dank seiner Trockenheitsverträglichkeit und Winterhärte passt sich der Strauch verschiedenen Klimaten in Frankreich an und verspricht auf nährstoffreichen, frischen Böden einen guten Ertrag.

winterharte Obstgehölze

Der Szechuanpfeffer – Japanischer Pfeffer

Zanthoxylum piperitum gilt als echter Japanischer Pfeffer, bekannt für seine aromatischen Beeren, die in der asiatischen Küche geschätzt werden. Die bei Reife rosaroten Beeren werden getrocknet und gemahlen als Gewürz verwendet. Der Kontrast zwischen den rosafarbenen Früchten und dem im Herbst gold- bis purpurfarbenen Laub macht diesen Strauch besonders attraktiv. Ursprünglich aus Sichuan in China, hat er sich an verschiedene Klimazonen angepasst und verträgt Temperaturen bis -18 °C. Er bevorzugt drainierenden Boden. Spätfröste können jedoch die Blüte beeinträchtigen und junge Triebe schädigen.

Auf fruchtbarem Boden wächst der Strauch schnell und erreicht bei Reife etwa 4 m Höhe und Breite. Seine Wuchsform ist buschig. Die stark bedornten Zweige tragen Blätter, die beim Zerreiben einen würzigen, zitronigen Duft verströmen. Die unscheinbare Blüte im Mai und Juni wird von kugelförmigen Früchten abgelöst, von denen nur die Schale verzehrt wird. Die Pflanze ist selbstfruchtbar, doch mehrere gepflanzte Exemplare steigern den Fruchtertrag.

In der Küche dürfen die Beeren des Japanischen Pfeffers nicht mit dem „rosa Pfeffer“ aus Südamerika verwechselt werden. Sie würzen verschiedenste Gerichte und verleihen ihnen ein einzigartiges, zitroniges Aroma. Dank seiner dornigen Zweige eignet er sich für eine freiwachsende oder wehrhafte Hecke und kann einzeln gepflanzt zu einem auffälligen Blickfang werden. Standorte an Wegen sollten vermieden werden.

Zanthoxylum piperitum

Hopfen – Humulus lupulus

Der Hopfen oder Humulus lupulus ist eine mehrjährige Kletterpflanze, die für ihr hellgrünes Laub und ihr schnelles Wachstum geschätzt wird. Er gedeiht an jedem Standort, bevorzugt jedoch halbschattige Plätze. Diese Liane mit fleischiger Wurzel treibt jedes Jahr neu aus und geht im Winter in Dormanz. Hopfen ist diözisch mit männlichen und weiblichen Pflanzen; zur Aromatisierung von Bier werden die Zapfen der weiblichen Pflanzen verwendet.

Der aus den Feuchtgebieten der Nordhalbkugel stammende Hopfen besitzt raue Triebe, die in einer Saison über 10 m lang werden können. Seine in ovale Lappen geteilten Blätter begleiten geschlechtsspezifische Blütenstände, die von Juni bis August erscheinen. Die goldenen, harzreichen weiblichen Zapfen werden im September geerntet und tragen zum Aroma und zur Bitterkeit des Bieres bei.

Hopfen kann unansehnliche Strukturen verdecken und sich mit anderen Kletterpflanzen kombinieren lassen. Die im September geernteten Zapfen werden auch für Trockensträuße verwendet.

Seit dem 8. Jahrhundert wird Hopfen zum Aromatisieren und Konservieren von Bier genutzt. Trotz des technischen Fortschritts ist er wegen seiner geschmacklichen Eigenschaften weiterhin beliebt. Getrocknete Zapfen wurden außerdem in Kissen verwendet, um den Schlaf zu fördern. Junge Triebe und junge Blätter des Hopfens sind essbar.

Kletterpflanze Hopfen

Westlicher Erdbeerbaum – Arbutus unedo

Der Arbutus unedo, auch Westlicher Erdbeerbaum genannt, ist vor allem im Süden Frankreichs bekannt. Dank seiner großen Anpassungsfähigkeit verdient er jedoch einen Platz in vielen Gärten. Er schmückt sich mit weißen, manchmal rosé überhauchten Glockenblüten, die Ende August zeitgleich mit den Früchten erscheinen.

Der immergrüne und sehr dekorative Westliche Erdbeerbaum wächst als kompakter Strauch. Seine immergrünen, elliptischen Blätter mit leicht gezähntem Rand sind auf der Oberseite glänzend dunkelgrün. Die rötliche Rinde seiner Zweige und seines Stamms löst sich in feinen Streifen ab. Die bienenfreundlichen Blüten erscheinen Ende August und entwickeln sich ein Jahr später zu zunächst gelben, dann roten Früchten. Diese sind mit 3 cm Durchmesser etwa so groß wie kleine Erdbeeren und werden nach der Reife besonders gern für Gelees verwendet.

Der bis -15 °C winterharte Arbutus unedo gedeiht in gut durchlässigem, saurem Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, geschützt vor kalten Winden. Beim Pflanzen empfiehlt sich ein erster Rückschnitt. Danach sollte sich der Strauch frei entwickeln. In den ersten Jahren schützt man ihn vorsichtshalber mit Mulch und Wintervlies vor strengen Frösten. Der Standort sollte von Anfang an gut gewählt werden, da der Strauch Umpflanzen schlecht verträgt.

Ob als lockere Hecke, isoliert oder im Beet: Der Arbutus unedo ist auch für seine medizinischen Eigenschaften bekannt, insbesondere zur Behandlung von Bluthochdruck.

Westlicher Erdbeerbaum

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Elaeagnus multiflora - Garten und Wald

(Anmerkung: Der botanisch korrekte Name ist "Elaeagnus multiflora", nicht "Eleagnus". Ich habe die korrekte Schreibweise in der Übersetzung verwendet.)