Gemüsegarten auf Lehmboden: Tipps & Tricks

Gemüsegarten auf Lehmboden: Tipps & Tricks

Lehmhaltigen Boden bearbeiten?

Inhaltsverzeichnis

Glücklich, wer einen Gemüsegarten mit schluffigem Boden besitzt! Denn schluffiger Boden ist fruchtbar, angenehm zu bearbeiten und fein strukturiert. Dennoch braucht er etwas Pflege, damit er zum besten Verbündeten wird. Mit wenig Aufwand erzielen Sie reiche Ernten an Gemüse und Obst.

Entdecken Sie, wie Sie mit minimalem Aufwand einen üppigen, ertragreichen Gemüsegarten auf schluffigem Boden anlegen.

Sie kennen die Bodenart nicht? Olivier erklärt alles: Bodenstruktur bestimmen: lehmig, sandig oder schluffig.

Schwierigkeit

Was ist ein Schluffboden?

Ein schluffiger Boden ist typisch für Flächen in der Nähe von Bächen, Flüssen und Strömen. Er ist reich an Schluff, also an Sedimenten aus der Zersetzung und Erosion von Gestein, sowie an Schwemmland, das sich vor Tausenden von Jahren abgelagert hat. Dieser Boden ist somit das Bindeglied zwischen Sand- und Tonboden. Er hat eine angenehme, weiche Haptik, ähnlich wie Talkum. Nimmt man eine Handvoll davon, hinterlässt sie einige braune Spuren an den Händen, fühlt sich aber seidig und kaum klebrig an. Ein schluffiger Boden enthält weniger als 10 % Ton.

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Sandboden hat eine gröbere Körnung, Tonboden eine feinere. Reine Schluffböden sind jedoch eher selten. Enthält dieser Boden zusätzlich etwas Sand, wird er als sandiger Schluffboden bezeichnet. Mit etwas Ton handelt es sich um einen tonigen Schluffboden. Ersterer ist leichter, letzterer schwerer.

Fest steht: Ein schluffiger Boden ist für Gartenliebhaber ein echter Glücksfall, denn er ist nährstoffreich und fruchtbar sowie relativ leicht zu bearbeiten.

Noch ein kleiner Zusatz: Bei mir nennt man diese schluffigen Böden „Chambons“. Dabei handelt es sich um fruchtbare Böden in der Nähe der Loire.

Vor- und Nachteile von Schluffböden?

Schluffboden: fruchtbar, leicht, luft- und wasserdurchlässig. Nachteile: verdichtet schnell, bildet Krusten und laugt ohne Düngung aus.

Lehmigen Boden vorbereiten?

Zusammengefasst sind diese Lehmböden ideal für Anbau und Landwirtschaft, können sich bei heftigen Unwettern durch Staunässe jedoch nur schwer bearbeiten lassen. Sie reagieren empfindlich auf Verdichtung und können dadurch luftundurchlässig werden. Deshalb sollten solche Böden regelmäßig bearbeitet und zugleich mit Nährstoffen angereichert werden. Dafür werden Sie mit einer reichen Gemüseernte belohnt.

Regelmäßig Bodenverbesserer ausbringen

Wie bereits erwähnt, neigt Lehmboden dazu, schnell ausgelaugt zu werden. Dadurch nimmt der Nährstoffgehalt nach einigen Anbaujahren stark ab. Deshalb ist es wichtig, den Boden jedes Jahr anzureichern und zu verbessern. Wie? Ganz einfach: Bringen Sie Kompost aus. Er fördert zum einen die Aktivität der Mikroorganismen und lockert zum anderen den Boden.

Boden regelmäßig lockern

In Lehmboden ist das traditionelle herbstliche Umgraben eher schädlich als nützlich. Es kann die Bodenstruktur zerstören und den Boden austrocknen, vor allem aber die Bodenfauna vernichten. Nicht umzugraben bedeutet jedoch nicht, nichts zu tun. Da sich leicht eine Verschlämmungskruste bildet, muss Lehmboden regelmäßig mit der Hacke oder dem Grubber gelockert werden. Dadurch wird der Boden lockerer und weniger verdichtet. Die Aussaat läuft leichter auf und Wasser kann besser in den Boden eindringen.

Am besten lockern Sie den Boden nach Regen, wenn er ausreichend feucht, aber nicht durchnässt ist.

Zu jeder Jahreszeit mulchen

Mulchen verringert die Häufigkeit des Gießens und hemmt das Wachstum von Unkraut. Auf Lehmboden hat eine Mulchschicht jedoch weitere wichtige Vorteile. Sie verhindert die Bildung einer Verschlämmungskruste, da die Erde nicht direkt der Witterung ausgesetzt ist. Außerdem zersetzen sich die Mulchmaterialien im Laufe der Monate und versorgen den Boden mit Nährstoffen.

Lehmboden kann mit verschiedenen Materialien bedeckt werden: Rasenschnitt, Ernterückständen, Stroh oder Heu, gehäckseltem Schnittgut, Laub sowie Brennnesselblättern oder Beinwellblättern

Mulchen ist ab dem Frühjahr, aber auch den ganzen Winter über möglich, denn in dieser Zeit verdichtet sich der Boden, wenn er unbedeckt bleibt.

Gemüsegarten mit Lehmboden

Mulchen ist auf Lehmboden unverzichtbar

Mit feinem Sprühregen gießen

Wenn Sie den Boden mulchen, müssen Sie zwar seltener gießen. Bei wiederkehrenden Hitze- und Trockenperioden kann regelmäßiges Gießen im Hochsommer dennoch unverzichtbar sein.

Lehmboden sollte besser einmal pro Woche reichlich als täglich in kleinen Mengen gegossen werden. Außerdem ist es besser, mit feinem Sprühregen zu gießen, um eine Verdichtung des Bodens zu vermeiden. Für große Gemüsegärten können Perlschläuche und Tropfbewässerung interessante Lösungen sein.

Gründüngung aussäen

Um den Boden zu lockern und Verdichtungen zu lösen, ist die Aussaat von Gründüngung eine gute Lösung. Dank ihres Wurzelsystems vermindert Gründüngung die Erosion und verbessert die Bodenstruktur. Sie lockert den Boden und versorgt zugleich Nützlinge mit Nahrung. So haben Brauner Senf (Aussaat von März bis September) und Ackerbohne (Aussaat im September und Oktober) besonders tiefe Wurzelsysteme. Sie lassen sich leicht mit einem Getreide wie Hafer oder Roggen kombinieren.

Obst und Gemüse auf lehmigem Boden pflanzen?

Lehmboden ist ideal fürs Gemüsebeet: Er trägt fast alle Gemüse, Beeren und Obstbäume. Er erwärmt sich früh und erlaubt frühe Aussaat und Ernte.

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Gärtnern auf lehmigem Boden