Gemüsegarten winterfest machen

Gemüsegarten winterfest machen

Welche Arbeiten im Gemüsegarten machen ihn winterfest und bereiten das Frühjahr vor?

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. Dezember 2025  durch Pascale 6 min.

Der Sommer ist vorbei: Im Herbst bereiten Sie Ihren Gemüsegarten auf Winter, künftige Aussaaten, Pflanzungen und Ernten vor. Die wichtigsten Arbeiten.

Sommer, Herbst Schwierigkeit

Letztes Gemüse ernten und verbleibendes versorgen

Je nach Wohnregion und aktueller Witterung beherbergt Ihr Gemüsegarten vielleicht noch einige erntereife Gemüse. Unter den Sommergemüsen, die im Freiland oder Gewächshaus angebaut werden, hängen wahrscheinlich noch einige Tomaten. Zögern Sie nicht, sie zu ernten, auch wenn sie kaum Farbe haben oder noch grün sind. In Zeitungspapier eingewickelt und an einem mäßig warmen Ort, zum Beispiel im Wintergarten, reifen Tomaten weiter und werden rot. Grüne Tomaten lassen sich zu einer köstlichen Marmelade verarbeiten, deren Rezept Ingrid verrät. Lesen Sie auch die Tipps von Virginie T., um zu erfahren, was Sie mit grünen Tomaten tun können?

Der Herbst ist außerdem die ideale Jahreszeit, um Wurzelgemüse wie Möhren, Rote Bete, Rüben und Pastinaken zu ernten, die sich in einer Erdmiete oder einem Silo lagern und den ganzen Winter über verzehren lassen. Ernten Sie ebenso Knoblauch, Schalotten und Zwiebeln. Wir erklären Ihnen, wie Sie Gemüsevorräte für den Winter anlegen, das Gemüse ernten und lagern.

Zu den unverzichtbaren Herbstgemüsen gehören schließlich Kürbisse, Riesen-Kürbisse und Co. Sie müssen vor den ersten Frösten geerntet werden, wenn sie ihre schöne Farbe entwickelt haben und fest und schwer sind. Der Stiel ist meist weitgehend lignifiziert. Ernten Sie Kürbisgewächse stets mit Stiel. Lesen Sie auch: Kürbisse ernten und lagern.

Vorbereitung des Gemüsegartens auf den Winter

Vor dem Winter gibt es im Gemüsegarten noch Gemüse zu ernten

Andere Gemüse und Beerenfrüchte bleiben dank ihrer Winterhärte den ganzen Winter über im Boden. In manchen Regionen ist es jedoch wichtig, sie zu schützen – nicht nur, damit sie Fröste besser überstehen, sondern auch, um die Ernte zu erleichtern. Lauch, der im Freiland überwintert, wird zunächst angehäufelt und anschließend mit einer dicken Mulchschicht aus Stroh oder Laub vor Kälte geschützt. Auch Möhren, Rote Bete, Pastinaken und Topinambur, die im Boden bleiben, können diesen Winterschutz erhalten. Denken Sie auch daran, Artischocken zu schützen. Die Mulchschicht hat außerdem den Vorteil, das Bodenleben zu bewahren.

Sie können auch ein Wintervlies oder einen Minitunnel aufstellen, um frostempfindliches Gemüse zu schützen.

Kulturreste entfernen

Nachdem das letzte Gemüse geerntet ist, ist es Zeit, im Gemüsegarten aufzuräumen! Denn dort liegen noch die Erntereste des verschiedenen Gemüses, das den ganzen Sommer über angebaut wurde. Wir empfehlen Ihnen, diese Reste zu behalten, statt sie zur Deponie zu bringen. So sparen Sie einerseits Benzin, andererseits können die Pflanzenreste im Gemüsegarten sehr nützlich sein. Ausgenommen sind vielleicht Reste von Pflanzen, die von Krankheiten wie Krautfäule befallen waren. Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Bedenken Sie jedoch, dass vor allem klimatische oder anbaubedingte Bedingungen das Auftreten bestimmter Krankheiten wie Krautfäule, Mehltau, Alternaria oder der Blütenendfäule bei Tomaten begünstigen.

Für die Verwertung dieser Pflanzenreste gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Auf dem Boden des Gemüsegartens liegen lassen, wo sie sich im Winter zersetzen
  • In den Kompost geben
  • Als Winterschutz auf dem Boden verwenden, vermischt mit anderem organischem, kohlenstoffreichem Mulch.

    Vorbereitung des Gemüsegartens auf den Winter

    Erntereste können gesammelt, auf dem Boden liegen gelassen oder kompostiert werden

Pascales Tipp: Ich reiße dagegen abgetragene Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Ackerbohnen normalerweise nicht aus. Stattdessen schneide ich sie bodennah ab und lasse die Wurzeln im Boden. Zur Erinnerung: Das Wurzelsystem dieser Fabazeen (früher Leguminosen) trägt Knöllchen und kann Luftstickstoff aufnehmen und an den Boden abgeben. Deshalb lasse ich die Wurzeln in der Erde verrotten.

Weitere Informationen:

Unkraut jäten, dann Boden bearbeiten

Wir kommen zu einem der wichtigsten Schritte bei der Vorbereitung des Gemüsegartens auf den Winter. Sobald der Gemüsegarten von den letzten Ernten und Ernterückständen befreit ist, sollten Sie den Boden unbedingt belüften und lockern. Denn die verschiedenen Kulturen, aber auch das Betreten der Beete oder das ablaufende Gießwasser können den Boden verdichtet haben.

Der Herbst ist daher die ideale Zeit, sich um den Boden zu kümmern. Beginnen Sie mit gründlichem Unkrautjäten, um besonders hartnäckige Unkräuter zu entfernen. Danach geht es an die Bodenbearbeitung, die von der Bodenart und den Gewohnheiten des Gärtners abhängt – ob eher traditionell oder von der Permakultur inspiriert. Manche schwören auf gründliches Umgraben, andere lassen den Boden lieber unbearbeitet, wieder andere lockern ihn mit der Grelinette®. Zusammengefasst lässt sich empfehlen, schwere, sehr lehmige Böden umzugraben, da dabei die Erdklumpen aufgebrochen und der Boden gelockert werden. Lassen Sie anschließend ruhig Ihre Hühner frei, die sich an Engerlingslarven und weißen Larven gütlich tun – auch wenn dabei ein paar Regenwürmer auf ihrem Speiseplan landen. Leichtere, etwa sandige Böden müssen dagegen nicht unbedingt stark bearbeitet werden, da sonst die Bodenstruktur beschädigt und die vorhandenen Mikroorganismen beeinträchtigt werden könnten.

Gemüsegarten auf den Winter vorbereiten Umgraben oder nicht umgraben – das ist die Frage, die sich Gärtner im Herbst stellen!

Der Kompromiss zwischen beiden Methoden besteht im Lockern des Bodens mit einer Grelinette® oder Grabegabel. Damit lässt sich die Erde auf den ersten 20 bis 25 cm belüften, ohne die Bodenfauna zu stören.

Mehr über dieses Gartengerät: Wozu dient eine Grabegabel? So fördern Sie das Bodenleben.

Boden verbessern und düngen

Sobald Sie den Boden gut bearbeitet haben, ist es Zeit für die Bodenverbesserung. Organische Bodenverbesserer verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern ernähren durch ihre Zersetzung auch die Mikrofauna und reichern den Boden dank ihres hohen Nährstoffgehalts an (Stickstoff, Phosphor und Kalium). Denn es ist wichtiger, den Boden zu nähren als das Gemüse!

Im Herbst empfiehlt es sich daher, reichlich noch nicht vollständig verrotteten Kompost oder frischen Mist auszubringen. Diese organischen Bodenverbesserer zersetzen sich dank Witterungseinflüssen den ganzen Winter über und fördern das Bodenleben. Es genügt, sie auf dem Boden zu verteilen, ohne sie einzuarbeiten. Regen, Schnee und Frost erledigen den Rest. Im Frühjahr reicht es dann, die Reste dieser Bodenverbesserer mit der Grelinette® und der Gartenkralle einzuarbeiten.

Im Herbst können alle Arten von Mist ausgebracht werden. Die Wahl richtet sich vor allem nach der Beschaffenheit Ihres Bodens. Zu dieser Jahreszeit kann auch das Streu aus dem Hühnerstall verwendet werden. Da es sehr stickstoffreich ist, hat es den ganzen Winter über ausreichend Zeit, sich zu zersetzen. Im Frühjahr sollte es dagegen nicht ausgebracht werden, da es die Pflanzen verbrennen kann.

Weitere Informationen:

Mist

Frischer Mist wird im Herbst ausgebracht, kompostierter oder gut verrotteter Mist im Frühjahr

Boden bedeckt halten

Der Herbst ist die ideale Jahreszeit für einen Waldspaziergang. Was sehen Sie? Einen von Laub bedeckten, tiefschwarzen, humusreichen Boden. Ganz einfach, denn in der Natur bleibt der Boden nie unbedeckt, sondern ist stets von Laub oder Pflanzenresten bedeckt, die sich natürlich zersetzen.

Im Gemüsegarten versucht man, dieselbe Regel anzuwenden. Denn wenn Sie den Boden Ihres Gemüsegartens im Winter unbedeckt lassen, besteht die Gefahr, dass er durch Witterungseinflüsse verdichtet und erodiert. Auf unbedecktem Boden läuft Wasser ab und bildet eine Verschlämmungskrustе, die das Eindringen des Wassers verhindert.

Daher sollte der Boden im Gemüsegarten im Winter reichlich gemulcht werden. Die Mulchschicht begrenzt natürlich die Bodenerosion und erhöht dadurch die Porosität des Bodens. Außerdem kann der Boden durch das Mulchen einige Grad wärmer bleiben, da die Schicht eine Barriere gegen die Kälte bildet. Ebenso zersetzen sich die Mulchmaterialien unter dem Einfluss der Witterung und durch die Tätigkeit der Bodenfauna (Würmer, Insekten, Pilze, Bakterien …), die zwar weniger aktiv, aber keineswegs völlig inaktiv ist. Bei der Zersetzung bildet die Mulchschicht wertvollen Humus, der für das Wachstum des künftigen Gemüses sehr nützlich ist. Gleichzeitig verbessert die Bodenfauna die Bodenstruktur.

Vorbereitung des Gemüsegartens auf den Winter

Mulchen ist im Winter im Gemüsegarten unverzichtbar, damit der Boden nicht unbedeckt bleibt

Zum Mulchen des Bodens im Gemüsegarten im Winter stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Laub, das vom Rasen gesammelt und gegebenenfalls mit dem Rasenmäher zerkleinert wird
  • Stroh oder Heu
  • Getrockneter Rasenschnitt
  • Häckselgut aus dem Rückschnitt von Sträuchern und Bäumen oder BRF (zerkleinertes Astholz).

Damit der Boden nicht unbedeckt bleibt, können Sie auf einigen Beeten des Gemüsegartens Gründüngung säen, etwa Winterwicke, Brauner Senf, Ackerbohne oder Rainfarn-Büschelschön in Kombination mit Echtem Buchweizen oder Roggen.

Gartengeräte reinigen, Bewässerung entleeren

Auch im Herbst ist es wichtig, die Gartengeräte zu pflegen, die im Winter eingelagert werden. Nach Abschluss aller Arbeiten die anhaftende Erde sorgfältig entfernen und die Geräte mit Seifenwasser reinigen. Vor der Lagerung an einem trockenen, gut belüfteten Ort empfiehlt es sich außerdem, sie mit Brennspiritus zu desinfizieren.

Im Gemüsegarten können Bewässerungssysteme bei Frost beschädigt werden, wenn sie nicht entleert wurden. Daher müssen Schläuche und andere Systeme unbedingt entleert, die Wasserhähne geöffnet und die Wasserzufuhr abgestellt werden, sofern sie unabhängig ist. Kleine Regenwassertonnen können in Regionen mit strengem Klima geleert werden.

Mehr dazu: Gartengeräte reinigen, pflegen und schützen.

Nächste Saison planen und vorbereiten

Die Vorbereitung Ihres Gemüsegartens auf den Winter ist abgeschlossen – nun können Sie sich eine wohlverdiente Ruhepause gönnen. Nutzen Sie diese Zeit, um den Frühling vorzubereiten:

  • Samenbestand prüfen und Saatgut für Gemüse bestellen.
  • Gemüsegarten auf Papier planen, um Anbauzeiten und -flächen festzulegen und dabei Fruchtfolge und Mischkultur zu berücksichtigen.
  • Frühe Aussaaten und Winterpflanzungen planen, die bereits ab Januar beginnen, und Aussaatzubehör prüfen.

Mehr dazu:

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Was im Herbst im Gemüsegarten vor dem Winter zu tun ist