Gewächshausanbau: häufige Fehler
Gewächshaus: Tipps für erfolgreichen Anbau
Inhaltsverzeichnis
Ein Gewächshaus schützt Kulturen und verlängert die Saison. Doch typische Fehler können Ernten gefährden. Die besten Tipps zum Vermeiden.
Gewächshaus-Mikroklima nicht beachten
Im Freiland passen sich Pflanzen an. Im Gewächshaus kann der Treibhauseffekt das Klima im Sommer extrem machen. Thermometer, Hygrometer und Schatten helfen.
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Gewächshaus wählen?Gewächshaus nicht lüften
Eine der tückischsten Fallen beim Anbau im Gewächshaus ist, die Lüftung zu vernachlässigen. Für unerfahrene Gärtner bedeutet ein geschlossenes Gewächshaus, die gespeicherte Wärme nicht entweichen zu lassen. Zwar bleibt so die Sonnenwärme erhalten, doch vor allem entsteht eine stickige Atmosphäre, in der die Luft nicht zirkuliert. Die Folgen lassen nicht lange auf sich warten: Die Feuchtigkeit staut sich und führt dazu, dass die dort gepflanzten Tomaten oder Gurken faulen. Andere Gemüsepflanzen, die weniger anfällig für Fäulnis sind, geraten in Wasserstress, was ihr Wachstum verlangsamt.
Denken Sie stets daran, dass ein Gewächshaus ein geschlossener Raum ist. Könnten Sie selbst in einem völlig abgeschlossenen Raum leben? Wohl kaum, denn Sie lüften Ihre Wohnung regelmäßig …

Regelmäßiges Lüften des Gewächshauses ist unerlässlich
Ein Gewächshaus muss daher täglich gelüftet und geöffnet werden – im Sommer wie im Winter –, damit die Luft zirkulieren kann. So lässt sich außerdem ganz einfach die Temperatur ausgleichen und in einem für Gemüsepflanzen akzeptablen Bereich halten. Je nach Gewächshausmodell genügt es, im Frühjahr, Herbst und Winter einige Stunden täglich (in den wärmsten Stunden!) die Tür oder Türen beziehungsweise die Seitenfenster zu öffnen; im Sommer sollten sie den ganzen Tag geöffnet bleiben.
Gewächshausboden nicht vorbereiten
In einem Gewächshaus wird der Boden oft stark beansprucht, da er intensiver genutzt wird als im Freiland. Die Fruchtfolge wird nicht immer eingehalten, und die Kulturen stehen dichter und zahlreicher. Dadurch erschöpft sich der Boden schneller, da die Gemüsepflanzen die Nährstoffe rasch aufnehmen. Manchmal tritt das Gegenteil ein. Ein übereifriger Gärtner düngt den Boden im Gewächshaus übermäßig, was zu einem Ungleichgewicht der Mineralstoffe oder sogar zu Mangelerscheinungen führt.
Deshalb ist es im Gewächshaus unerlässlich, den Boden vorzubereiten, wie Sie es auch im Freilandgemüsegarten tun würden. Lockern und belüften Sie ihn daher mit einer Grabegabel oder einer Grabegabel. Anschließend düngen Sie ihn mit einer Bodenverbesserung wie reifem Kompost oder gut verrottetem Mist. Diese Bodenvorbereitung kann je nach Nutzung des Gewächshauses im Herbst oder Frühjahr erfolgen.

Im Gewächshaus erschöpft sich der Boden schnell. Deshalb ist es wichtig, ihn regelmäßig zu bearbeiten und zu verbessern
Im Gewächshaus wie im Gemüsegarten können Sie außerdem Gründüngung säen, um den Boden anzureichern und seine Struktur zu verbessern. Ebenso fördert die Anwendung von Brennnesseljauche oder Beinwell im Laufe der Kulturen das Wachstum und stärkt die Abwehrkräfte gegen Krankheiten. Versuchen Sie schließlich, auch wenn dies im Gewächshaus recht schwierig ist, zumindest die Fruchtfolge einzuhalten.
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Zu früh (oder zu spät) säen
Im Gewächshaus lassen sich Aussaat und Pflanzung verlängern. Wetter und Region setzen jedoch Grenzen. Tomaten im Winter bleiben oft unrealistisch.
Gewächshausbewässerung falsch steuern
Im Gewächshaus kommt es beim Gießen auf das richtige Maß an: weder zu viel noch zu wenig. Da die Pflanzen vor Regen geschützt sind, hängt ihre Wasserversorgung vollständig vom Gärtner ab. Aber Vorsicht: Wie im Freiland zu gießen, ist ein häufiger Fehler, der oft schwerwiegende Folgen hat. Zu viel Wasser begünstigt Staunässe, Pilze, Wurzel-Erstickung und Pilzkrankheiten. Zu wenig Wasser setzt Ihre Kulturen unter Stress, mindert den Ertrag oder lässt sie vorzeitig schießen.
Da die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus natürlich höher ist, verdunstet weniger Wasser – besonders bei unzureichender Belüftung. Dennoch kann das Substrat an der Oberfläche durch die gespeicherte Wärme schnell austrocknen. Daher sollten Sie sich nicht allein auf den sichtbaren Eindruck verlassen, sondern die Bodenfeuchte auch in der Tiefe prüfen. Oft genügt es, einen Finger in die Erde zu stecken, um eine Fehleinschätzung zu vermeiden.

Beim Gießen kommt es auf das richtige Maß an: weder zu viel noch zu wenig
Deshalb sollten Sie im Gewächshaus von Hand gießen oder höchstens ein Tropfbewässerungssystem verwenden, das gezielt und regelmäßig Wasser zuführt, ohne zu viel davon auszubringen. Ebenso ist es wichtig, morgens zu gießen, damit die Pflanzen das Wasser vor den größten Hitzespitzen aufnehmen können und die Feuchtigkeit nachts nicht stehen bleibt. Schließlich muss die Bewässerung an den Bedarf jeder im Gewächshaus angebauten Gemüseart angepasst werden. Vor allem sollte sie absolut regelmäßig erfolgen.
Wie im Gemüsegarten ist schließlich auch im Gewächshaus eine Mulchschicht unverzichtbar, da sie die Verdunstung verringert und den Bewässerungsbedarf reduziert.
Gewächshauspflege vernachlässigen
Gewächshaus im Herbst reinigen: Entfernen Sie Pflanzenreste, Unkraut und Laub, putzen Sie Scheiben und prüfen Sie die Bausubstanz.
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