Japanischer Garten: 10 typische Sträucher
Unsere Auswahl für den Zen-Garten!
Inhaltsverzeichnis
Japanischen Garten gestalten: 10 passende Sträucher, Tipps zu Pflanzen, Formen, Farben und Pflege für eine ruhige, meditative Oase.
Die Zierkirsche
Zierkirschen oder Blütenkirschen zeigen bereits im zeitigen Frühjahr eine üppige Blüte in zartem Rosa, manchmal auch in Weiß. Ihre Blüten erscheinen meist vor dem Laub und sind je nach Sorte einfach oder gefüllt. Ihre sehr poetische, zarte Blüte in sanften Farbtönen erfreut viele Gartenfreunde. Blütenkirschen machen den Wechsel der Jahreszeiten besonders sichtbar, auch im Herbst, wenn sich ihr Laub vor dem Abfallen in schöne Rot- oder Orangetöne färbt. Auch ihre Rinde ist mit horizontalen Streifen sehr dekorativ. Die kompakteren Sorten eignen sich für die Kultur im Topf. Blütenkirschen sind sehr symbolträchtige Sträucher, die an die Vergänglichkeit von Schönheit und Leben erinnern. In Japan werden sie Sakura genannt und geben im Frühjahr Anlass zu einem Ritual namens Hanami, bei dem sich die Japaner zum Picknicken unter den Kirschbäumen versammeln. Am häufigsten werden Prunus serrulata kultiviert, doch es gibt auch andere Arten.
Entdecken Sie unseren Ratgeber: Zierkirschen: Pflanzen, schneiden und pflegen sowie unseren Ratgeber: Blütenkirschen: die besten Sorten

Prunus serrulata
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7 Ideen für Pflanzenkombinationen im JapangartenDer Fächer-Ahorn
Der Japanische Ahorn ist ein sehr dekorativer Strauch mit einer schönen, fein eingeschnittenen, handförmigen Belaubung. Es handelt sich hauptsächlich um Acer palmatum, Acer japonicum und Acer shirasawanum. Es gibt eine Vielzahl an Sorten mit einer wunderschönen Farbpalette. Der Japanische Ahorn ist sommergrün und nimmt im Herbst sehr schöne Farbtöne an. Er wächst recht langsam und bildet eine perfekte, sehr harmonische Wuchsform. Am besten kommt er als Solitär zur Geltung. Im Garten pflanzen Sie ihn für ein optimales Gedeihen an einen windgeschützten Standort im Halbschatten, in einen frischen, drainierenden, porösen, leicht sauren Boden. Die Pflege beschränkt sich darauf, ihn bei Trockenheit zu gießen und von Zeit zu Zeit Kompost zu seinen Füßen auszubringen, um den Boden anzureichern. Auf einen Rückschnitt kann problemlos verzichtet werden. Allerdings ist er anfällig für Verticillium-Welke. Der Japanische Ahorn eignet sich problemlos für kleine Gärten und die Pflanzung im Kübel. Er ist der ideale Strauch für Stadtgärten. Er harmoniert wunderbar mit Farnen sowie mit Moorbeetpflanzen wie Azalee, Heideröschen, Japanische Lavendelheide usw.
Entdecken Sie unseren Ratgeber: Japanischer Ahorn: Pflanzen, Kultivieren und Pflegen

Acer palmatum subsp. amoenum (Foto: Krzysztof Golik)
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Alpenrose und Azalee
Rhododendren und Azaleen sind Moorbeetpflanzen mit üppiger Frühjahrsblüte. Ihre Blüten leuchten in intensiven Farben: Rosa, Rot, Orange, Gelb, Weiß … Sie bevorzugen Halbschatten und einen sauren, frischen, drainierenden, humusreichen Boden. Sie sind pflegeleicht. Wir empfehlen dennoch, den Fuß mit einer dicken Schicht Pinienrinde zu mulchen. Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Gießen Sie sie möglichst mit Regenwasser, da kalkhaltiges Wasser Chlorose verursachen kann. Pflanzen Sie sie ins Beet, einzeln oder bei kompakteren Sorten in einen Topf. Diese Sträucher wachsen langsam.
Rhododendren und Azaleen sind sehr nahe miteinander verwandt und können leicht verwechselt werden. Azaleen sind kleiner als Rhododendren und ihre Blüten duften stärker. Rhododendren und Japanische Azaleen sind immergrün, während Sommergrüne Azaleen ihr Laub abwerfen.
Entdecken Sie unser Merkblatt : Rhododendron: Pflanzung, Kultur und Pflege

Japanische Azalee ‘Hino Crimson’
Lesen Sie auch
Einen Japanischen Garten oder Zen-Garten anlegenKiefern im Wolkenschnitt
In japanischen Gärten findet man oft wolkenförmig geschnittene Kiefern, auch Niwaki genannt. Bei diesem Rückschnitt werden durch die Konzentration des Grüns an bestimmten Stellen, vor allem an den Zweigenden, Etagen gebildet und Stamm sowie Hauptzweige freigestellt. So kommt die Architektur der Kiefern zur Geltung und verleiht ihnen eine sehr luftige, an Bonsai erinnernde Wuchsform. Verwundene und geneigte Formen werden besonders betont. Die Silhouette wirkt harmonisch und lässt den Strauch meist sehr alt erscheinen. Für diese Schnittform empfehlen wir besonders Wald-Kiefern (Pinus sylvestris) sowie die Japanische Schwarz-Kiefer, Pinus thunbergii. Sie nimmt leicht eine geneigte, verwundene Wuchsform an. Auch die Japanische Mädchen-Kiefer, Pinus parviflora, eignet sich.
Entdecken Sie unseren Ratgeber zum Wolkenschnitt!

Pinus parviflora (Foto: Harum Koh)
Die Kamelie japonica
Japanische Kamelie: Winterblüte, immergrünes Laub und kompakter Wuchs. Für sauren, humusreichen Boden im Schatten oder Halbschatten.
Der Himmelsbambus (Nandina domestica)
Der Himmelsbambus, auch Nandina domestica, ist ein bezaubernder Strauch mit feinem, immergrünem Laub. Er ist das ganze Jahr über dekorativ. Die jungen Blätter sind rot, später dunkelgrün und färben sich im Herbst orange-rot oder purpurfarben – eine seltene Eigenschaft für einen immergrünen Strauch! Im Sommer erscheinen leichte, weiße Blütenrispen. Auch seine dekorativen roten Beeren sind sehr beliebt. Er gedeiht im Halbschatten auf frischem, drainierendem, eher leichtem Boden. Temperaturen von –12 bis –15 °C verträgt er, dennoch empfiehlt sich ein windgeschützter Standort. Er ist zudem luftverschmutzungstolerant und ideal für Stadtgärten! Je nach Sorte erreicht der kompakte Strauch eine Höhe von 60 cm bis 2 m. Sie können ihn ins Beet, in eine frei wachsende Hecke, in einen kühlen, schattigen Steingarten oder in einen Topf pflanzen!
Besonders schön sind seine wechselnden Farben im Jahresverlauf!
Entdecken Sie unseren Artikel Nandina domestica: ein sicherer Wert unter den Pflanzen mit dekorativem Laub.

Nandina domestica (Foto: Rictor Norton & David Allen)
Die Japanische Lavendelheide
Der Pieris, auch Japanische Lavendelheide genannt, ist ein immergrüner Moorbeetstrauch. Seine jungen Triebe zeigen eine leuchtend rote Färbung. Beliebt ist seine Frühjahrsblüte mit weißen oder rosafarbenen Glöckchen. Pieris japonica ‘Debutante’ beeindruckt mit einer üppigen weißen Blüte im Frühling! Die Japanische Lavendelheide wächst eher langsam und erreicht je nach Sorte eine Höhe von 50 cm bis 2 m. Pflanzen Sie sie an einen halbschattigen Standort in eher saurem Substrat. Sie passt ideal zu anderen Moorbeetpflanzen wie Azalee, Kamelie oder Nandina domestica. Es gibt Zwergsorten wie ‘Little Heath’, die nicht höher als 60 cm werden. Außerdem sind panaschierte Sorten erhältlich, etwa Pieris japonica ‘Flaming Silver’ mit cremeweiß berandeten Blättern.
Entdecken Sie unser Merkblatt: Pieris japonica: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege

Pieris japonica ‘Mountain Fire’ (Foto: David J. Stang)
Der Pagoden-Hartriegel
Cornus controversa, auch Benthams Hartriegel genannt, ist ein Strauch mit einer herrlich etagenförmigen Wuchsform. Seine Zweige wachsen waagerecht. Er trägt elliptische, glänzende Blätter und schmückt sich im Frühsommer mit prächtigen, flachen weißen Blütenständen. Um ihn wirkungsvoll in Szene zu setzen, sollte er unbedingt als Solitär gepflanzt werden! Im Herbst färbt sich sein Laub dunkelrot oder violett, bevor es abfällt. Pflanzen Sie ihn an einen sonnigen bis halbschattigen Standort in frischen, kalkfreien Boden. Entdecken Sie auch die prächtige Sorte Cornus controversa ‘Variegata’ mit breit cremeweiß panaschiertem Laub, das sie besonders leuchtend macht! Dieser Strauch ist ausgesprochen außergewöhnlich.
Sie können auch den Cornus kousa kultivieren, einen weiteren Chinesischen Blumen-Hartriegel mit prächtigen Blüten aus großen weißen Hochblättern. Auch sein Laub nimmt im Herbst leuchtende Farben an.

Cornus controversa ‘Variegata’
Die Japanische Stechpalme
Die Japanische Stechpalme, oder Ilex crenata, ist ein immergrüner japanischer Strauch mit kleinen, glänzenden, dunkelgrünen Blättern. Ihr Laub ist besonders dicht, und sie verträgt den Rückschnitt sehr gut. Daher wird sie häufig als Formschnittgehölz verwendet, etwa als Ersatz für Buchsbaum. In japanischen Gärten wird sie als Wolkenbaum oder Niwaki geschnitten. Dabei werden Stamm und Hauptzweige freigelegt, indem die daran wachsenden Blätter und Seitentriebe entfernt werden. So bleiben nur Blattgruppen an den Zweigenden übrig. Dadurch kommt ihre schöne Wuchsform besonders gut zur Geltung! Sie eignet sich daher ideal für einen Zen-Garten. Die Japanische Stechpalme ist diözisch: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, wobei nur die weiblichen kleine schwarze Beeren tragen. Sie bevorzugt Halbschatten sowie leichte, humusreiche, kalkfreie Böden. Außerdem ist sie gut winterhart. Um sie wirkungsvoll zur Geltung zu bringen, pflanzen Sie sie als Solitär.

Ilex Crenata ‘Kinme’ und ‘Mariesii’ (Fotos: Tim Sheerman-Chase und S. Rae)
Der Nützliche Schneeball
Viburnum plicatum ist ein prächtiger Strauch mit mehrstufiger Wuchsform und horizontalen Zweigen, die im Frühjahr, von Mai bis Juni, von einer schönen weißen Blüte in abgeflachten Dolden gekrönt werden. Auf die Blüten folgen kleine rote Beeren, die bei Reife schwarz werden. Auch sein frischgrünes, geprägtes Laub ist bemerkenswert. Im Herbst nimmt es leuchtende Farbtöne an, bevor es abfällt. Pflanzen Sie Viburnum plicatum an einen sonnigen bis halbschattigen Standort in frischen, humusreichen, kalkarmen Boden. Der Strauch wächst langsam und erreicht bei Reife 2 bis 3 m in alle Richtungen. Er ist vollkommen winterhart und verträgt Temperaturen von –15 bis –20 °C.

Viburnum plicatum ‘Mariesii’ (Foto: peganum)
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