Pollenallergie: Was im Garten pflanzen?

Pollenallergie: Was im Garten pflanzen?

Allergikerfreundlicher Garten: Tipps & Ideen

Inhaltsverzeichnis

Pollenallergie: Niesen, tränende Augen und Atemnot im Frühling. Entdecken Sie allergenarme Pflanzen für einen pollenarmen, entspannten Garten.

Schwierigkeit

Stark allergene Pflanzen im Garten vermeiden

Logischerweise sprechen wir, bevor wir auf hypoallergene Pflanzen eingehen, zunächst über Pflanzen, Sträucher und Bäume, die große Mengen an vom Wind verbreitetem Pollen erzeugen. Denn genau darin liegt das Problem: Diese in der Umgebungsluft schwebenden Pollen gelangen in unsere Bronchien und reizen die Atemwege. Allerdings sind nicht alle Pollen zwangsläufig allergieauslösend. Einige Pflanzen gelten als stark, mittel oder schwach allergen. Dennoch gilt: Sie sollten windbestäubte Pflanzen (deren Pollen vom Wind verbreitet wird) unbedingt aus Ihrem Garten verbannen und durch insektenbestäubte Pflanzen ersetzen. Bei diesen Pflanzen übernehmen Insekten die Bestäubung, daher besteht kein Allergierisiko.

Hier eine nicht vollständige Liste der allergieauslösendsten Pflanzen:

Weitere Informationen finden Sie im Artikel von Marion: Pollenallergie: Wie können Sie sich schützen? Risikopflanzen und Tipps zur Linderung allergischer Symptome

Auch die Website des Nationalen Netzwerks zur aerobiologischen Überwachung (RNSA) führt allergieauslösende Pflanzen auf und erstellt eine täglich aktualisierte Karte des Pollenallergierisikos nach Département.

Welche Arten hypoallergener Gärten gibt es?

Um die Beschwerden des berüchtigten Heuschnupfens zu vermeiden, sollten Sie daher alle zuvor genannten Pflanzen aus Ihrem Garten verbannen. Am besten legen Sie sogar einen Garten ohne allergene oder reizende Pflanzen an, um das Risiko allergischer Reaktionen zu minimieren. Dennoch wünschen Sie sich einen Außenbereich, der zugleich ästhetisch, pflegeleicht und angenehm zu nutzen ist …

Vergessen Sie von vornherein wilde und naturnahe Gärten sowie ländliche Bauerngärten, in denen Wildpflanzen eine große Rolle spielen. Sie besitzen zwar einen unbestreitbaren bukolischen Charme, sind aber oft voller krautiger Pflanzen oder Gräser.

Damit Sie im Frühling nicht ständig niesen, schniefen, sich die Nase putzen, husten und tränende Augen haben, sollten Sie anspruchsvollere, sorgfältiger geplante Gärten anlegen, in denen insektenbestäubte Pflanzen, aber auch mineralische Elemente viel Raum einnehmen. Dafür bieten sich mehrere Möglichkeiten:

  • Der klassische französische Garten: Bei diesem Gartenstil denkt man unweigerlich an Versailles sowie an die meisten französischen Schlösser und prachtvollen Anwesen … Natürlich geht es nicht darum, diese geometrisch angelegten Gärten originalgetreu nachzubilden, sondern sich an ihrer Gestaltung zu orientieren. In diesem Gartentyp gibt es viele Wege mit Kiesbelag und geschnittene Hecken, Rasenflächen mit Teichen oder kleinen Wasserspielen sowie dekorative Elemente wie Statuen und Brunnen. Auch eher niedrige Stauden wie Zwergrosen oder Heiligenkraut gehören dazu … Häufig dominiert die Farbe Grün. Der potenziell allergene Buchsbaum wird durch Buchsbaum-Alternativen ersetzt, die Kunst des Formschnitts wird gepflegt und Rückschnitt sowie Mähen erfordern regelmäßige Arbeit … Diese klassischen Gärten eignen sich sehr gut für Allergiker, da sie regelmäßig gepflegt werden. Der Rasen wird dort zwei- bis dreimal pro Woche gemäht, die Sträucher werden vor der Blüte geschnitten … So werden die Risiken beseitigt
  • Der japanische Zen-Garten zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von mineralischen und pflanzlichen Elementen aus. Mit asymmetrischen, geschwungenen Linien lädt der Zen-Garten zur Ruhe und Meditation ein. Pflanzen mit farbigem oder besonders zartem Laub (Fächer-Ahorn, Prunus, Kirschbäume …), Moorbeetpflanzen und wolkenförmig geschnittene Bäume stehen in vollkommener Harmonie neben mineralischen Elementen (Felsen, Kieselsteinen, Trittsteinen, Statuen …), aber auch Wasser (Wasserfall, Teich, japanischer Brunnen …)
  • Der mediterrane Trockengarten ist ebenfalls ein eher mineralisch geprägter Garten, in dem Steingartenpflanzen, aromatische Pflanzen, Sukkulenten und sogar einige exotische Pflanzen zahlreich vertreten sind … Der traditionelle Rasen wird dort oft durch Rasenersatzpflanzen ersetzt. Außerdem gibt es viele Töpfe, in denen Pflanzen außerhalb des Mittelmeerraums überwintern können. Dieser Gartenstil erfordert wenig Pflege, da die Pflanzen sehr trockenheitsverträglich sind. Sie müssen lediglich auf ihre Winterhärte in Ihrer Region achten.

    pollenfreier, allergenreduzierter Garten

    In diesen drei Gartentypen ist das Risiko einer Pollenallergie reduziert

Ohne sich zwingend für einen bestimmten Stil zu entscheiden, können Sie auch einzelne Ideen aufgreifen und Ihren eigenen Garten gestalten. So können Sie unabhängig von der Größe Ihres Außenbereichs problemlos einen Teich mit hydrogamen Pflanzen anlegen, die sich unter Wasser fortpflanzen. Somit gibt es keinen Pollen zum Einatmen! In diesen Teichen bieten sich vor allem aquatische Pflanzen wie prächtige Seerosen (Nymphaea) und Papyrusstauden an …

Welche Pflanzen für einen hypoallergenen Garten?

Für einen allergikerfreundlichen Garten bietet die Natur eine große Auswahl. So gibt es zahlreiche Pflanzen-, Strauch- und Baumarten, die wenig Pollen freisetzen, weil sie von Insekten bestäubt werden, selbstbestäubend oder steril sind. Sorten mit gefüllten Blüten produzieren ebenfalls keinen oder nur wenig Pollen: Bei der gefüllten Blüte werden die Staubblätter häufig in Blütenblätter umgewandelt, was die Pollenverbreitung und damit die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Zu den Pflanzen mit besonders vielen gefüllt blühenden Sorten zählen Strauchrosen, Kamelien, Nelken, Päonien und Arten aus der Familie der Korbblütler. Sie können diese Pflanzen daher problemlos in einem allergikerfreundlichen Garten setzen.

Pollenarme Pflanzen

Kleine Auswahl an Pflanzen für einen allergikerfreundlichen Garten

Hier finden Sie eine Auswahl an Pflanzen, die sich für einen gesunden Garten eignen, in dem Sie tief durchatmen können:

  • Insektenbestäubte Pflanzen und Sträucher sind bienenfreundlich und locken Insekten zur Bestäubung an. Die Auswahl ist beeindruckend: Zierlauch, Aster, Chrysantheme, Flockenblume, Rittersporn, Sonnenhut, Christrose, Iris, Katzenminze, Träubel, Blauraute, Mohn, Brandkraut, Herbst-Salbei, Ginster, Hahnenfuß, Dahlie, Himalaya-Windröschen, Margerite, Ehrenpreis …
  • Sukkulenten: Fetthenne, Hauswurz, Mittagsblume, Agave, Palmlilie, Kakteen … Sie setzen keinen Pollen frei.
  • Einige Moorbeetpflanzen, die sich ideal für japanische Gärten eignen: Azaleen und Alpenrosen, Kamelien, Fächer-Ahorn, Gardenien, Magnolien …
  • Sträucher mit auffälligen oder stark duftenden Blüten wie Pfeifenstrauch, Flieder und Chinesische Kräuselmyrte …
  • Bambus, ausläuferbildend oder horstig
  • Allergikerfreundliche Gräser: 7 Gräser für Allergiker
  • Kräuter (Salbei, Petersilie, Schnittlauch, Minze, Lavendel, Rosmarin, Italienische Strohblume, Heiligenkraut
  • Obststräucher und Beerensträucher
  • Kletterpflanzen wie Geißblatt, Chinesischer Blauregen, Jasmin, Wilder Wein, Jasmin …
  • Pflanzen mit ungewöhnlichem Laub: Farne, Funkien …

Oder ganz einfach weibliche Sträucher und Bäume zweihäusiger Arten, da sie keinen Pollen produzieren (Chinesischer Strahlengriffel, Stechpalme, Fächerblattbaum, Eibe, Weide …).

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