Zierbrombeeren
Unsere Lieblingsarten und -sorten
Inhaltsverzeichnis
Kräftig und winterhart, haben Zier-Brombeeren (Rubus) viel zu bieten. Wie Fruchtbrombeeren gehören sie zur Familie der Rosengewächse und werden vor allem wegen ihres dekorativen Werts kultiviert. Jede Art oder Sorte besticht durch ein besonderes Merkmal: Wuchsform, Blüte, Laub oder Fruchtschmuck. So zeigt Rubus thibetanus ‘Silver Fern’ weiße Triebe und silbrig-grünes, farnartiges Laub. Rubus odoratus ist für seine reiche Blüte bekannt. Der sehr kräftige Rubus henryi var. bambusarum besitzt schönes, handförmiges Laub. Andere entwickeln kriechende Triebe, wie der immergrüne Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’, oder prächtige Brombeerblüten wie Rubus spectabilis ‘Olympic Double’.
Sehr leicht zu kultivieren, eignen sich Zier-Rubus für eine freiwachsende Hecke, als Bodendecker zur Unterdrückung von Unkraut oder als Solitär. Als bienenfreundliche und nektarreiche Pflanzen locken sie Nützlinge und Vögel an, die ihre Früchte schätzen. Die meisten dieser Zierpflanzen sind zudem dornenlos. Entdecken Sie unsere Auswahl an Zier-Brombeeren für einen biodiversitätsfreundlichen Garten!
⇒ Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber Rubus oder Zier-Brombeere: Auswahl und Pflege
die Zimt-Himbeere
Für eine üppige Blüte setzen Sie auf Rubus odoratus, auch Kanadische Himbeere oder Zimt-Brombeere genannt. Dieser wild wachsende Strauch ist besonders blühfreudig. Von Juni bis August öffnen sich seine duftenden, nektarreichen Blüten in Blütenbüscheln in Farbtönen von Dunkelrosa bis Purpurrosa sowie von Weiß bis Rosé. Sein sommergrünes Laub erinnert an das der Weinrebe: Die großen, gelappten, gezähnten, runzligen und samtigen Blätter verströmen beim Reiben einen Süßholzduft. Während eines Großteils des Jahres leuchten sie in schönem Smaragdgrün und färben sich im Herbst gelb. Seine abgeflachten Früchte in Himbeerrot sind essbar, aber wenig saftig und wenig schmackhaft. Am besten verarbeitet man sie zu Konfitüre, doch sie enthalten viele Kerne. Sie können die Früchte auch am Strauch lassen: Vögel lieben sie! Aufrechter Wuchs mit später überhängenden Trieben: Die Zimt-Brombeere wird bis zu 1,50 m hoch und ebenso breit, da sie sich über Rhizome ausbreitet. Beachten Sie, dass die Triebe der Kanadischen Himbeere dornenlos sind. Im Winter, wenn der Strauch unbelaubt ist, sind sie ebenfalls dekorativ: Die mahagonibraunen bis orangefarbenen Triebe schälen sich mit zunehmendem Alter. Die sehr winterharte Rubus odoratus wächst bevorzugt im Halbschatten auf kalkfreiem Boden. Kräftig wachsend, fügt sie sich in naturnahen Gärten ideal in eine freiwachsende Hecke ein.

Rubus odoratus: Laub, Blüte und Frucht (Foto: Wikipedia)
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Brombeere oder Schau-Himbeere: Auswahl und PflegeDie Dreifarbige Himbeere
Die Rubus tricolor (auch Dreifarbige Himbeere) ist für seine kriechende Wuchsform bekannt. Dieser ausgezeichnete, etwa 60 cm hohe Bodendecker kann sich dank seiner ausläuferbildenden Triebe bis auf 4 m Breite ausdehnen. Er eignet sich ideal zur Begrünung großer Flächen. Von Juni bis Juli bildet er weiße Blüten, die in Trauben stehen, nicht duften und eher unscheinbar sind. Im August und September erscheinen dann einige orangerote Früchte. Die Dreifarbige Himbeere ist immergrün. Ihr dunkelgrünes, glänzendes und auf den Blattadern behaartes Laub zeigt eine weiße, flaumige Unterseite. Im Herbst färben sich die Blätter purpurrot und bleiben im Winter erhalten. Wie Rubus odoratus haben die Turionen (aus dem Wurzelstock austreibende Wurzelschösslinge) keine Dornen. Sie sind lediglich mit rötlichen Haaren bedeckt. Rubus tricolor bevorzugt durchlässige, humusreiche und nicht zu trockene Böden. Sie können ihn im Halbschatten, im Unterholz oder beispielsweise zur Befestigung eines Hangs verwenden. Erwähnenswert ist auch der sehr dicht wachsende, stark bodendeckende Kultivar Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’, der kleiner als die Art und daher weniger ausbreitungsfreudig ist.

Rubus tricolor und Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’ (Fotos: Leonara Enking – Flickr)
Rubus tridel ‘Benenden’
Winterhart: Rubus tridel ‘Benenden’ blüht weiß-rosa im Mai/Juni. 5–7 cm große Blüten, 2,5 m Wuchs, Rückschnitt nach der Blüte, keine Früchte.
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Brombeergestrüpp rodenTibet-Himbeere 'Silver Fern'
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Rubus henryi bambusarum
Die Henry-Brombeere (Rubus henryi var. bambusarum) fällt durch ihr völlig anderes Laub auf, das an das einiger Bambusarten erinnert. Ihre regelmäßig handförmig gelappten Blätter machen den besonderen Reiz dieser Pflanze aus. Die 6 bis 12 cm langen Lappen sind besonders schmal und länglich. Die Blütezeit erstreckt sich vom späten Frühjahr bis zum Frühsommer: Die kleinen sternförmigen, rosaroten Blüten stehen in langen Trauben. Daraus entwickeln sich schwarze, essbare und im Juli und August reifende Früchte. Rubus henryi bambusarum ist eine starkwüchsige, dornige Brombeere, die bis zu 6 m hoch und 2 m breit wird. Ihr üppiger, immergrüner Wuchs eignet sich sehr gut zur Begrünung einer Kletterhilfe als Kletterpflanze (Rankgitter, Pergola, Baum, Zaun), aber auch als Bodendecker an einem Hang. Diese schnell wachsende Schau-Himbeere kann jedoch wuchern. Regelmäßiger Rückschnitt ist daher wichtig, um sie im Zaum zu halten.

Rubus henryi bambusarum (Foto: Wikipedia)
Die Pracht-Himbeere 'Olympic Double'
Rubus spectabilis ‘Olympic Double’ bietet eine prachtvolle Blüte! Die Blüten dieser Schau-Himbeere sind von seltener Schönheit. Im zeitigen Frühjahr (April–Mai) bildet dieser Strauch wunderschöne gefüllte Blüten mit 3 bis 5 cm Durchmesser, in leuchtendem Violettrosa! Die auffälligen, rosenähnlichen Blütenstände harmonieren wunderbar mit dem zartgrünen, gezähnten und gewellten Laub. Ihnen fehlt nur ein angenehmer Duft. Nach der Blüte entstehen saftige Früchte in Form von großen essbaren gelb-orangefarbenen Himbeeren. Vor dem Winter schmückt sich diese Schau-Himbeere mit gelbem Laub, das später abfällt. Sehr winterhart und Ausläufer bildend, wächst der Rubus spectabilis ‘Olympic Double’ schnell und erreicht im Alter 1,50 m in alle Richtungen. Entfernen Sie bei Bedarf dornige Triebe, wenn sich diese Sorte zu stark ausbreitet.

Rubus spectabilis ‘Olympic Double’ (linkes Foto: Daderot – Wikimedia)
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