Seidenpflanze: säen, pflanzen und pflegen

Seidenpflanze: säen, pflanzen und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Alexandra 13 min.

Sullivants Seidenpflanze kurz erklärt

  • Sullivants Seidenpflanzen begeistern mit sommerlicher Blüte in orange, rosa oder weiß und in Dolden.
  • Asclepias tuberosa und Asclepias curassavica verleihen dem Garten einen sehr exotischen Griffel
  • Die anderen Arten mit zarteren Farbtönen eignen sich perfekt für naturnahe Gärten und Mixed Borders.
  • Sullivants Seidenpflanzen brauchen Wärme und einen vollsonnigen Standort.
  • Sie sind leicht zu kultivieren, pflegearm und werden selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen!
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Seidenpflanzen sind mehrjährige Pflanzen mit üppiger Sommerblüte. Beliebt sind ihre kleinen, sternförmigen Blüten in rosa, malvenfarben, weiß oder orange, die in Dolden stehen. Entdecken Sie die zartrosa Blüten von Asclepias syriaca und Asclepias incarnata sowie die leuchtend orange Blüte von Asclepias tuberosa. Asclepias syriaca, auch „Papageienbaum“ oder „Knollige Seidenpflanze“ genannt, trägt zudem originelle dekorative Früchte, die an Papageien erinnern! Das Laub ist dagegen eher unscheinbar, grün und länglich.

Seidenpflanzen brauchen einen vollsonnigen Standort, Wärme und viel Licht. Sie wachsen leicht und benötigen wenig Pflege. Asclepias syriaca und tuberosa vertragen Trockenheit recht gut, während Asclepias incarnata feuchten, frischen Boden bevorzugt. Seidenpflanzen sind kaum von Schädlingen oder Krankheiten betroffen. Je nach Art und Blütenfarbe passen sie in naturnahe, wilde oder exotische Beete.

Beschreibung und botanische Merkmale

Steckbrief

  • Lateinischer Name Asclepias sp.
  • Familie Apocynaceae
  • Gebräuchlicher Name Seidenpflanze, Papageienstrauch, Knollige Seidenpflanze
  • Blüte je nach Sorte zwischen Juni und September
  • Height 80 cm bis 2 m
  • Exposition volle Sonne
  • Art des Bodens gewöhnlich, drainierend, leicht
  • Winterhärte sehr unterschiedlich (zwischen –15 °C und 0 °C)

Asclepias sind krautige oder strauchige Stauden mit mehr als 200 Arten. Sie kommen vor allem in Nord- und Südamerika sowie in Afrika vor. Eine aus Nordamerika stammende Art, Asclepias syriaca, ist in mehreren französischen Regionen eingebürgert. In freier Natur wachsen Asclepias syriaca und tuberosa vor allem in offenen Lebensräumen auf trockenen, nährstoffarmen Böden, in Wiesen, an Wegrändern, auf Brachland und Ödflächen. Asclepias incarnata kommt dagegen eher auf feuchten Böden, in Sümpfen oder an Gewässerufern vor.

Asclepias gehörten früher zu einer eigenen Familie, den Seidenpflanzengewächsen, werden heute aber in die Familie der Hundsgiftgewächse eingeordnet. Zu dieser großen Familie mit mehr als 5.000 Arten gehören einige Zierpflanzen wie Oleander, Immergrün oder Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides). Viele Arten dieser Gruppe stammen aus tropischen oder subtropischen Regionen.

Die Seidenpflanze wurde von Linné nach Asklepios, dem griechischen Gott der Medizin, benannt. Im Englischen werden Seidenpflanzen „milkweed“ („Milchkraut“) genannt, vermutlich wegen des weißen Latex in ihren Geweben.

Der Name Asclepias syriaca ist ein Synonym für Asclepias cornuti. Verwunderlich ist, dass sie „syriaca“ genannt wurde, was „aus Syrien“ bedeutet, obwohl sie aus Nordamerika stammt. Wahrscheinlich wurde sie mit einer anderen Art verwechselt. Diese Seidenpflanze trägt auch verschiedene volkstümliche Namen: Sie wird wegen ihrer an Papageien erinnernden Früchte „Papageienkraut“ genannt. Der Name „Wollgras“ bezieht sich auf ihre Samen mit einer großen, seidigen Haarkrone. Außerdem wird sie „Gendarmenkraut“ genannt.

Botanische Illustration einer Seidenpflanze

Asclepias curassavica: botanische Illustration

Trotz ihres Namens ist der Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea) nicht mit den Seidenpflanzen verwandt. Er wurde so benannt, weil seine Blätter denen der Seidenpflanze ähneln.

Seidenpflanzen sind kräftige, schnell wachsende Pflanzen. Sie bilden recht dichte Horste aus langen, aufrechten Stängeln, an deren Spitzen sich die Blüten entfalten. Es sind große Stauden, die eine Höhe von 80 cm bis 2 m erreichen. Asclepias tuberosa bleibt mit 50 cm bis 1 m Höhe etwas kleiner als die anderen Arten. Asclepias syriaca breitet sich gerne in die Breite aus und kann große Kolonien bilden. Sie bildet unterirdische Wurzelschösslinge und kann invasiv werden.

Wie viele Hundsgiftgewächse enthalten Seidenpflanzen in ihren Geweben einen weißlichen, für die meisten Tiere giftigen Latex, der beim Brechen eines Stängels oder Blattes austritt.

Seidenpflanzen blühen im Sommer, je nach Art zwischen Juni und September. Ihre kleinen Blüten stehen in Dolden mit einem Durchmesser von 10 bis 25 cm. Jeder Blütenstand besteht aus zahlreichen sternförmigen Blüten.

Diese können zarte Farbtöne zeigen: zartrosa (Asclepias incarnata), mauve oder weiß (Asclepias ‘Ice Ballet’) – oder umgekehrt leuchtend orange blühen (wie Asclepias tuberosa), gelb oder rot. Die Wirkung ist völlig unterschiedlich: Während die zarten Farben gut in naturnahe Beete, romantische Gärten und Cottage-Gärten passen, eignen sich die kräftigen Farben eher für exotische Beete oder farbenfrohe Mixed Borders. Asclepias curassavica zeigt einen schönen Farbverlauf von Rot über Orange bis Gelb. Es gibt auch gelbblühende Sorten wie ‘Hello Yellow’.

Die Blüten der Seidenpflanzen sind sehr speziell und einzigartig aufgebaut. Sie bestehen aus fünf nach hinten gebogenen Blütenblättern und fünf Kelchblättern. Jede Blüte trägt einen Kranz aus fünf aufrechten, konkav geformten Membranen, die Blütenblättern ähneln und jeweils ein gebogenes Horn tragen. In der Mitte sitzt ein Gynostemium: eine Säule aus miteinander verwachsenen Staubblättern und Stempeln.

Der Pollen liegt nicht wie bei den meisten Pflanzen in einzelnen Körnern vor, sondern ist zu sogenannten Pollinien gebündelt. Wenn Insekten Nektar suchen, rutschen Bein oder Rüssel in einen der fünf Schlitze zwischen benachbarten Antheren. Die Pollinien haften dann mechanisch am Insekt. Nur die kräftigsten Insekten können sie wieder lösen; schwächere bleiben möglicherweise in den Schlitzen des Stigmas stecken, wodurch die Blüte zur tödlichen Falle wird.

Die Blüten der Seidenpflanzen sind meist duftend, besonders bei Asclepias syriaca und Asclepias incarnata. Sie verströmen einen angenehmen Vanilleduft.

Seidenpflanzen sind gute Bienenweiden und produzieren Nektar, der von vielen Insekten wie Bienen, Wespen und Schmetterlingen geschätzt wird. Seidenpflanzen haben eine große ökologische Bedeutung und ernähren zahlreiche Insekten. In Nordamerika sind sie die einzige Nahrungsquelle für die Raupen des prächtigen Monarchfalters.

Verschiedene Formen und Farben von Seidenpflanzenblüten

Die Blüte von Asclepias curassavica (Foto Derek Ramsey), Asclepias tuberosa und Asclepias sullivantii (Foto Frank Mayfield)

Die Blätter der Seidenpflanzen sind einfach und ungeteilt, mit einer gewöhnlichen, lanzettlichen oder ovalen Form. Sie werden je nach Art 7 bis 25 cm lang und sind unterschiedlich schmal. Asclepias fascicularis besitzt beispielsweise eine sehr schmale Blattspreite. Viele Arten haben gegenständige Blätter (A. curassavica, A. syriaca …), sie können aber auch wechselständig oder spiralförmig angeordnet sein (A. tuberosa). Die Blätter sind grün und weisen in der Mitte eine breite, weiße Blattader auf.

Asclepias syriaca besitzt dicke, ausläuferbildende Rhizome. Dabei handelt es sich um unterirdische Stängel, die waagerecht wachsen und daraus neue, oberirdische Triebe bilden. So kann diese Pflanze schnell große Kolonien entwickeln.

Wie der Name andeutet, besitzt Asclepias tuberosa knollenförmige Wurzeln, wodurch sie trockenheitsverträglicher ist. Asclepias incarnata bildet dagegen dicke, weiße Wurzeln, die besonders an feuchte, sauerstoffarme Böden angepasst sind.

Nach der Blüte bilden Seidenpflanzen ziemlich große Früchte mit einer Länge von 6 bis 15 cm. Sie können länglich, oval oder kugelig sein und laufen meist an der Spitze spitz zu. Ihre Oberfläche ist nicht glatt, sondern mit Unebenheiten oder weichen Dornen bedeckt. Bei Asclepias tuberosa sind die Früchte besonders lang und schmal. Die Früchte von Asclepias syriaca sind beliebt, weil sie an Papageien erinnern und sich beispielsweise an den Rand eines Glases hängen lassen. Sie sind sehr dekorativ.

Wenn die Früchte reif sind, öffnen sie sich und setzen kleine, flache, braune Samen frei. Diese tragen große, seidige, weiße Haarkronen, die ihnen das Fliegen ermöglichen. Der Wind verbreitet also die Samen der Seidenpflanzen. Die seidigen Haare können sogar zur Herstellung einer hochwertigen, wasserabweisenden, widerstandsfähigen und isolierenden Faser verwendet werden.

Früchte und Samen der Seidenpflanzen

Die Früchte von Asclepias syriaca: zunächst geschlossen, dann mit freigesetzten Samen und seidigen Haarkronen

Wichtige Sullivants-Seidenpflanzen-Sorten

Beliebteste Sorten

[produkt sku=” 8668″ blog_description=”Diese Sullivants Seidenpflanze blüht zartrosa und eher dezent. Sie wird auch Knollige Seidenpflanze genannt, da ihre dekorativen Früchte an kleine Papageien erinnern. Durch ausläuferbildende Rhizome breitet sie sich gern in die Breite aus.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”8669″ blog_description=”Diese Art begeistert mit leuchtend orangefarbenen Blüten. Sie bringt Vitalität und Dynamik ins Beet und passt gut in exotische Gärten. Auch auf trockenen, nährstoffarmen Böden wächst sie gut.” template=”listing1″ /]

Unsere Lieblingssorten

[produkt sku=”8059″ blog_description=”Diese Sullivants Seidenpflanze blüht zartrosa bis mauve und trägt feines grünes Laub. Anders als die meisten Arten mag sie feuchte Böden. Sie passt gut in naturnahe Gärten.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”8060″ blog_description=”Diese Sorte trägt im Sommer schöne weiße Blütenstände. Ihre zarte, elegante Blüte macht sie ideal für Cottage- und romantische Gärten. Auch am Teichrand findet sie ihren Platz.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”8664″ blog_description=”Diese Art begeistert mit leuchtenden, kräftigen Blüten in Gelb und Rot, teils mit Orangetönen. Sie wirkt exotisch und tropisch. Ihr einziger Nachteil: Sie ist wenig winterhart und muss im Winter vor Kälte geschützt werden.” template=”listing1″ /]

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Seidenpflanzen lieben Wärme und volle Sonne, was eine üppige Blüte fördert. Wählen Sie einen gut freiliegenden Platz mit sehr viel Licht. Im Süden Frankreichs können Sie sie auch in den Halbschatten pflanzen.

Sie brauchen einen drainierenden Boden, in dem Wasser nicht stehen bleibt, sondern schnell versickert. Asclepias syriaca und Asclepias tuberosa bevorzugen eher trockene, nährstoffarme Böden. Vor dem Pflanzen können Sie etwas groben Sand einarbeiten. Einige Arten wie Asclepias incarnata und Asclepias speciosa gedeihen dagegen in feuchtem Boden. Sie können sie an den Rand eines Teichs setzen. Insgesamt sind Seidenpflanzen gegenüber dem pH-Wert recht tolerant. Pflanzen Sie sie jedoch möglichst an einen vor starken Winden geschützten Standort.

Sie können Seidenpflanzen auch im Topf kultivieren. So können Sie die frostempfindlicheren Pflanzen geschützt überwintern und zugleich die Ausbreitung einer Art wie Asclepias syriaca begrenzen.

Seien Sie bei Asclepias syriaca vorsichtig, da sie sich bereits in mehreren Regionen Frankreichs eingebürgert hat. Sie können sie in einen Topf pflanzen oder eine Rhizomsperre anbringen, um ihre Ausbreitung zu begrenzen.

Wählen Sie den Standort sorgfältig aus, denn Seidenpflanzen mögen es nicht, umgepflanzt zu werden. Ihr tief in den Boden reichendes Wurzelsystem könnte durch das Umpflanzen beschädigt werden.

Wann pflanzen?

Pflanzen Sie Seidenpflanzen vorzugsweise im Frühjahr, ab Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.

Wie pflanzen?

Wenn Sie mehrere Pflanzen setzen, halten Sie je nach Kultivar einen Abstand von 40 bis 60 cm ein.

  1. Stellen Sie die Pflanze in eine mit Wasser gefüllte Schale, damit der Wurzelballen gut durchfeuchtet wird.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Bringen Sie gegebenenfalls drainierendes Material ein (außer bei Asclepias incarnata), wenn Ihr Boden zu Staunässe neigt. Bei Asclepias syriaca können Sie eine Rhizomsperre einsetzen, damit sie sich nicht zu stark ausbreitet.
  3. Setzen Sie den Wurzelballen in das Pflanzloch.
  4. Füllen Sie das Loch wieder mit Erde.
  5. Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie regelmäßig weiter, bis die Pflanze eingewachsen ist und ihr Wachstum wieder aufgenommen hat.

Seidenpflanzen können auch in Töpfe oder Kübel gepflanzt werden. Wählen Sie dafür ein großes, tiefes Gefäß, da Seidenpflanzen ein gut entwickeltes Wurzelsystem haben. Füllen Sie zunächst eine Drainageschicht und anschließend leichte Blumenerde ein, dann setzen Sie die Pflanze hinein. Füllen Sie rundherum Erde auf und gießen Sie.

Die Blüte von Asclepias tuberosa

Asclepias tuberosa

Pflege

Sullivants Seidenpflanzen sind pflegeleichte Pflanzen, die problemlos gedeihen und sich manchmal auch ausbreiten. Ihre Pflege beschränkt sich auf einige recht einfache Maßnahmen.

Sobald sie gut eingewachsen sind, vertragen Asclepias syriaca und Asclepias tuberosa Trockenheit recht gut. Im Sommer können Sie dennoch gelegentlich gießen, um die Blüte zu unterstützen. Asclepias incarnata benötigt einen etwas feuchteren Boden als die anderen Arten und sollte daher regelmäßiger gegossen werden.

Bei Asclepias syriaca können Sie die verblühten Blütenstände stehen lassen, damit die Pflanze originelle, dekorative Früchte in Form kleiner Sittiche bildet. Ernten Sie diese Früchte jedoch vor der vollständigen Reife, damit sie ihre Samen nicht verbreiten – diese Art kann sich etwas stark ausbreiten. Bei den anderen Seidenpflanzen können Sie die verblühten Blütenstände entweder stehen lassen, um Früchte und Samen zu erhalten, oder sie abschneiden. Das entlastet die Pflanze und kann die Blüte verlängern.

Wir empfehlen, die Seidenpflanzen im Herbst, etwa im November, zurückzuschneiden und das Laub bodennah abzuschneiden.

Wenn Seidenpflanzen dem Wind ausgesetzt sind, benötigen sie möglicherweise eine Stütze, damit ihre Stängel nicht umknicken.

Wenn Sie wenig winterharte Arten wie Asclepias curassavica kultivieren, sollten Sie sie im Winter geschützt unterbringen. Bleiben Ihre Seidenpflanzen draußen, können Sie trotz ihrer recht guten Winterhärte eine dicke Mulchschicht um den Wurzelstock ausbringen, um ihn zu schützen.

Die Seidenpflanze wird gelegentlich von Weißen Fliegen befallen, die auch als Mottenschildläuse bezeichnet werden. Die kleinen Insekten werden sichtbar, wenn sie auffliegen, sobald man die Blätter der Pflanze bewegt. Sie schwächen die Pflanze, indem sie Pflanzensaft saugen. Sie können sie mit in Wasser verdünnter Schmierseife bekämpfen. Insgesamt haben Asclepias nur wenige natürliche Feinde – zumindest in Frankreich, denn in Nordamerika werden ihre Blätter von Monarchfalter-Raupen gefressen. Für die meisten Tiere sind sie giftig!

Vermehrung

Zur Vermehrung von Sullivants Seidenpflanzen eignet sich die Aussaat am besten. Möglich sind auch die Teilung der Horste, Stecklinge aus Trieben oder bei der Gewöhnlichen Seidenpflanze Rhizomstecklinge.

Aussaat

Sie können Sullivants Seidenpflanzen im Spätwinter (Februar–März) unter geschützten Bedingungen oder im zeitigen Frühjahr säen. Es empfiehlt sich, die Samen vor der Aussaat 3 bis 6 Wochen im Kühlschrank aufzubewahren (Kaltstratifikation).

  1. Füllen Sie einen Topf mit leichter Blumenerde (verwenden Sie spezielle Aussaaterde oder eine Mischung aus Blumenerde und Sand). Drücken Sie die Erde leicht an und glätten Sie die Oberfläche.
  2. Legen Sie die Samen auf die Oberfläche.
  3. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht gesiebter Blumenerde.
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Wasserstrahl.
  5. Stellen Sie den Topf an einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz.

Gießen Sie nach der Aussaat und im ersten Kulturjahr regelmäßig. Pikieren Sie die jungen Keimlinge, sobald sie groß genug zum Anfassen sind.

Horstteilung

Sie können Sullivants Seidenpflanzen im Spätherbst teilen, sobald die Pflanze in die Dormanz eingetreten ist. Graben Sie zunächst vorsichtig einen Horst aus und teilen Sie ihn anschließend mit einem Spaten in mehrere Stücke. Pflanzen Sie jedes Teilstück an einen neuen Standort und gießen Sie reichlich.

Sullivants Seidenpflanze im Garten kombinieren

Da ihre Blüten von bestäubenden Insekten geschätzt werden, können Sie Seidenpflanzen in einen biodiversitätsfreundlichen Garten mit anderen bienenfreundlichen Pflanzen integrieren. Wählen Sie zum Beispiel Grindkraut, Salbei, Rainfarn-Büschelschön, Verbena bonariensis, Katzenminze und Lavendel. Gestalten Sie ein sehr natürliches, wild wirkendes Beet und bevorzugen Sie nektarreiche Blüten, die von Nektar suchenden Insekten geschätzt werden. In einem solchen Garten ist es sinnvoll, die Blütezeiten über einen langen Zeitraum aufeinanderfolgen zu lassen, damit die Insekten das ganze Jahr über Nahrung finden.

Arten mit zartrosa Blüten wie Asclepias syriaca passen sehr gut in naturnahe Gärten. Sie blüht dezent und hat eine wilde Wuchsform, die sich leicht in eine Landschaft einfügt. Pflanzen Sie sie mit Stauden mit lockerem, luftigem Wuchs wie Verbena bonariensis, Gaura lindheimeri, Veronicastrum oder Weidenröschen. In einem solchen Garten können Sie auch Asclepias incarnata wählen, besonders bei frischem oder feuchtem Boden.

Rosa oder malvenfarbene Seidenpflanzen passen in naturnahe Beete. Asclepias incarnata (Foto Andrew C.), Gaura lindheimeri ‘Whirling Butterflies’, Pennisetum setaceum und Verbena bonariensis (Foto Acabashi)

Im Gegensatz dazu finden orangeblühende Seidenpflanzen wie Asclepias tuberosa oder Asclepias curassavica ihren Platz in einem exotischen Garten. Kombinieren Sie sie mit Blüten in leuchtenden, kräftigen und warmen Farbtönen. Wählen Sie zum Beispiel Fackellilien, Taglilien, Montbretien oder Schopflilien. Ergänzen Sie dekoratives Laub, etwa von Neuseelandflachs, Imperata cylindrica ‘Red Baron’ oder Rizinus.

Seidenpflanzen mit leuchtend orangefarbenen, gelben oder roten Blüten passen eher in exotische Gärten. Asclepias tuberosa (Foto Aaron Carlson), Phormium ‘Pink Panther’, Crocosmia und Taglilien

Begrünen Sie die Ufer eines Teichs oder Gewässers mit Asclepias incarnata. Sie können sie mit Mädesüß, Blutweiderich, Weidenröschen, Goldkolben, Cirsium rivulare und Eupatorium kombinieren. Diese Seidenpflanze bietet eine sehr natürliche Blüte und Belaubung. So lässt sich ein eher wild wirkender Bereich mit scheinbar spontan gewachsener Vegetation gestalten, wie man sie in der Natur an einem Bachlauf findet.

→ Weitere Ideen für Kombinationen mit Seidenpflanzen finden Sie in unserem Ratgeber!

Wussten Sie schon?

  • Sullivants Seidenpflanze und Monarchfalter

In Nordamerika ist der Monarchfalter für seinen Lebenszyklus auf Sullivants Seidenpflanzen angewiesen. Seine Raupen fressen fast ausschließlich deren Blätter. Obwohl die Pflanze für viele Tiere giftig ist, können Monarchfalter die Blätter fressen und die Giftstoffe speichern. Dadurch werden sie für Fressfeinde ungenießbar. So schützt die Pflanzengiftigkeit auch den Schmetterling.

  • Verwendung

Die seidigen Schirmhaare an den Samen der Gewöhnlichen Seidenpflanze liefern eine hochwertige Faser: wasserabweisend, fest, strapazierfähig und isolierend. In Kanada wird die Pflanze deshalb angebaut und teils „Québec-Seidenpflanze“ genannt. Die Faser eignet sich für warme Kleidung und Kissenfüllungen. Sie nimmt außerdem Kohlenwasserstoffe, nicht aber Wasser auf und kann daher zur Reinigung nach Ölunfällen dienen.

Nützliche Ressourcen

Häufig gestellte Fragen

  • Weiße Insekten fliegen beim Berühren auf: Warum?

    Weiße Fliegen saugen unter Blättern Pflanzensaft und bremsen das Wachstum. Sprühen Sie Schwarzseifenlösung oder nutzen Sie Gelbtafeln gegen erwachsene Tiere.

  • Kann Sullivants Seidenpflanze im Garten invasiv werden?

    Meist bleiben Arten am Platz, doch die Gewöhnliche Seidenpflanze breitet sich aus. Topf, Rhizomsperre oder frühe Fruchternte verhindern die Aussaat.

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