Steineibe: Pflanzung, Rückschnitt und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Steineibe in Kürze
- Steineiben sind seltene Nadelgehölze: buschige Bodendecker oder aufrechte Bäume für Topf und Bonsai.
- Sie mögen ozeanisches Klima sowie frische, gut durchlässige Böden, vertragen aber strenge Winter, Wind und Trockenheit schlecht.
- Podocarpus macrophyllus bringt mit seinen breiten, glänzend grünen Nadeln in Rosetten exotisches Flair auf die Terrasse. Niedrige Arten eignen sich für sonnige Steingärten, Böschungen, Mauerkronen und als Bodendecker unter anderen Pflanzen.
Das Wort unserer Expertin
Steineiben sind besondere immergrüne Nadelgehölze, die man selten in Privatgärten findet. Die Art Podocarpus macrophyllus, auch Buddhisten-Kiefer genannt, wird häufig als Bonsai angeboten, da sie sich bei regelmäßigem Gießen gut für einen hellen, vor direkter Sonne geschützten Platz im Haus eignet. Frostfrei und vor voller Sonne geschützt kann die Pflanze ins Freie. Diese in den Bergen Japans und Chinas heimische Art wird häufig rund um Tempel gepflanzt. Sie ist recht winterhart (-10 bis -15 °C), wächst relativ schnell und gedeiht unkompliziert in nährstoffreichem, frischem Boden; sogar geschnittene Hecken lassen sich mit ihr formen. Ihre aufrechte, dichte Wuchsform kommt durch einen Wolkenschnitt im großen Topf besonders schön zur Geltung.
Es gibt auch kriechende Steineiben mit langsamem Wachstum, etwa Podocarpus lawrencii ‘Blue Gem’ aus Australien, die Trockenheit und Frost besser verträgt. Je nach Art haben diese Gehölze sehr unterschiedliche Ansprüche: Sie gedeihen in kühlen, feuchten oder warmen, feuchten Klimaten, an sonnigen bis schattigen Standorten sowie in nährstoffreichem, frischem oder armem, relativ trockenem Boden. Ihre Winterhärte reicht kaum über -15 °C hinaus, daher bevorzugen sie meist warmgemäßigte oder tropische Klimazonen.
Diese durch Laub und Wuchsform sehr dekorativen Pflanzen können jedoch enttäuschen und nur sehr langsam wachsen, wenn die Bedingungen nicht optimal sind.
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Buddhistische Kiefer
- Height 1,50 bis 6 m
- Exposition je nach Art unterschiedlich
- Art des Bodens jeder lockere, gut drainierte Boden mit je nach Art unterschiedlicher Fruchtbarkeit und Feuchtigkeit
- Winterhärte mittel (-10 bis -15 °C)
Die Gattung Podocarpus umfasst besondere Nadelgehölze, die den Eiben (Taxus) ähneln – durch ihre Nadeln, die manchmal deutlich breiter sind, aber auch durch ihre Früchte mit einem fleischigen Teil, dem Arillus, der den Samen teilweise bedeckt. Mit rund hundert Arten, die vor allem in Südamerika und Indonesien vorkommen, bilden die Podocarpus neben Dacrydium und Lagarostrobos, besser bekannt als Huon-Kiefer, die wichtigste Gattung der Familie Podocarpaceae. Zwei Arten stammen aus der nördlichen Hemisphäre, darunter Podocarpus macrophyllus aus den südlichen Gebirgen Chinas, Taiwans und Japans.
Diese Pflanzen haben sehr unterschiedliche Wuchsformen: vom aufrechten, sogar säulenförmigen, bis zu 50 m hohen Baum wie Podocarpus elatus über den kriechenden Bodendecker-Strauch mit maximal 1 m Höhe bis hin zu massigen, ausladenden und überhängenden Formen wie dem chilenischen Podocarpus salignus. Ihr dichtes, immergrünes, dunkelgrünes Laub verleiht ihnen ein exotisches, manchmal auch japanisches Aussehen, wenn sie zu Wolken geschnitten werden. Dies gilt besonders für Exemplare im Topf, etwa Bonsai, wie die Buddhistische Kiefer (Podocarpus macrophyllus). Einige Arten ähneln Laubgehölzen, etwa Podocarpus salignus mit weidenähnlichen Blättern, neriifolium mit oleanderähnlichen Blättern oder falcatum mit sichelförmigen Blättern. Andere erinnern an kleine Nadelgehölze, wie der australische Podocarpus lawrencii mit seinen kurzen, schmalen, olivgrünen Nadeln, die bürstenartig um kurze Zweige angeordnet sind. Bei Podocarpus ustus sind die Blätter manchmal schuppenförmig. In Frankreich bleiben Podocarpus meist kleine Bäume unter 6 m und wachsen relativ langsam.
Die ledrigen Blätter von Podocarpus macrophyllus, der am häufigsten in Baumschulen angeboten wird, sind linear, an der Spitze abgerundet, 5 bis 15 cm lang und 1 cm breit. Ihre Oberseite ist glänzend und glatt, dunkelgrün, während die Unterseite stärker bläulichgrün ist. Es gibt Kultivare mit purpurfarbenen Blättern wie ‘Chocolate Box’. Unter Kälteeinwirkung färbt sich das Laub im Winter manchmal rot, etwa bei Podocarpus lawrencii ‘Blue Gem’.
Podocarpus sind monözisch – beide Geschlechter befinden sich auf derselben Pflanze – oder diözisch. Im zweiten Fall sind männliche und weibliche Pflanzen getrennt, sodass nur die weiblichen Pflanzen fleischige, je nach Art und Befruchtung schwarzblaue, grüne oder rote Früchte tragen. Die männlichen Pflanzen bilden kleine, lockere, zylindrische Kätzchen, die gelb oder rot, einzeln oder in Gruppen erscheinen und Pollen freisetzen. Bei Reife verdicken sich die Schuppen der grünlichen Zapfen weiblicher Pflanzen und nehmen das Aussehen einer 5 bis 20 mm langen, mehr oder weniger dekorativen, roten, purpurfarbenen bis bläulichen fleischigen Beere an, die von einem Stiel getragen wird. Vögel fressen dieses Fruchtfleisch meist gerne und tragen erheblich zur Verbreitung des Samens bei, der aus dem fleischigen Teil, dem sogenannten „Arillus“, herausragt. Die Zapfen enthalten nur eine einzige Eizelle. Vorsicht: Der Verzehr der Frucht kann für Säugetiere und Menschen giftig sein.
Der Name Podocarpus setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern „karpos“, Frucht, und „pous, podos“, Fuß, zusammen. Er bedeutet, dass die Frucht – eigentlich der Samen – von einem fleischigen Fuß getragen wird, dem Arillus oder Epimatium.
Das Holz der Podocarpus lässt sich meist leicht bearbeiten, ist jedoch wenig dauerhaft – mit Ausnahme von Podocarpus totara, einer neuseeländischen Art mit hochwertigem Nutzholz, das im Möbelbau und für Dachstühle verwendet wird. Seine Farbe reicht von blassem Gelb bis zu dunklem Gelbbraun.
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Bodendecker
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[produkt sku=”755002″ blog_description=”Kleiner, struppiger australischer Strauch mit aufrechter bis ausgebreiteter Wuchsform. Sein bläuliches Laub färbt sich im Winter leicht rötlich und kontrastiert mit den roten, fleischigen Beeren. Durch sein langsames Wachstum besonders für Topf und Steingarten geeignet. Für frische, leichte, neutrale bis saure Böden. Benötigt volle Sonne und einen geschützten Standort.” template=”listing1″ /]
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Pflanzung
Wo Podocarpus pflanzen?
Die gängigsten Podocarpus-Arten gedeihen gut im bretonischen Klima und auf den Britischen Inseln.
Pflanzen Sie die Tempel-Steineibe in gut durchlässigen, frischen, fruchtbaren und humusreichen Boden mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert. Vermeiden Sie schwere Böden, die im Sommer austrocknen. Wählen Sie einen halbschattigen Standort, etwa im Osten mit gedämpfter Sonne, und schützen Sie die Pflanze vor vorherrschenden Winden. Vermeiden Sie große Hitze. Auf den Britischen Inseln überstand sie -25 °C, obwohl ihre Winterhärte mit -15 °C angegeben wird.
Die Neuseeländische Alpen-Steineibe (nivalis) verträgt armen, frischen bis nicht zu trockenen Boden, von leicht sauer bis stark kalkhaltig. Sie fürchtet jedoch schwere, nasse Böden sowie zu trockene Sommer und große Hitze. Beim Standort wenig anspruchsvoll, passt sie sich dichtem Schatten, Halbschatten und voller Sonne an.
Wann pflanzen?
Podocarpus wird von September bis November und von Februar bis Juni gepflanzt.
Wie pflanzen?
Diese Pflanze braucht etwas Aufmerksamkeit, um gut zu wachsen, da sie große Kälte, Wind, Trockenheit und nasse Böden schlecht verträgt. Schnee hingegen toleriert sie gut, zumindest die Art nivalis.
- Wässern Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen gründlich.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens dreimal so breit wie der Wurzelballen ist.
- Geben Sie zwei große Schaufeln Kompost in das Pflanzloch.
- Setzen Sie die Pflanze auf gleicher Höhe in das Pflanzloch.
- Füllen Sie das Loch mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
- Gießen und mulchen Sie.

Weidenähnliche Steineibe mit Weidenblättern
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Rückschnitt in Wolkenform oder NiwakiPflege und Rückschnitt der Steineibe
- Gießen Sie in den ersten zwei bis drei Jahren reichlich sowie bei längeren Trockenperioden. Sobald der Baum gut eingewurzelt ist, kommt er im Sommer ohne zusätzliches Gießen aus.
- Sie können jedes Jahr im April einen speziellen Koniferendünger geben, insbesondere bei Exemplaren im Topf.
- Lockern Sie den Boden im Sommer oder mulchen Sie ihn, damit die Wurzeln möglichst lange von ausreichend Feuchtigkeit profitieren.
- Diese kleinen Bäume müssen nicht geschnitten werden, vertragen aber zu jeder Jahreszeit einen regelmäßigen Rückschnitt, um eine Hecke oder einen Formschnitt im Wolkenstil zu gestalten. Führen Sie den Formschnitt im Winter durch. Die biegsamen Zweige können auch an einer Mauer befestigt werden, um sie besser vor Kälte zu schützen.
- Stellen Sie Ihre Steineibe bei Bedarf an einen kühlen (mindestens 10 °C), hellen, frostgeschützten Ort oder ins Haus. Besprühen Sie dabei regelmäßig das Laub. Bei Lichtmangel neigt es zum verstärkten Wachstum.
- Die Steineibe ist selten krank. Achten Sie dennoch auf einen gut durchlässigen Boden, um Blattflecken, das Absterben von Koniferen oder Hallimasch zu vermeiden. Kontrollieren Sie vor allem bei im Haus kultivierten Exemplaren auf Schildläuse, Blattläuse und Spinnmilben (bei zu trockener Luft).
Vermehrung
Die einfachste Vermehrung ist die Stecklingsvermehrung der Steineibe im August mit halbverholzten Stecklingen. Wenn Sie geduldig sind und reife Samen ernten können, säen Sie diese im Februar nach einer Stratifikation aus.
Stecklingsvermehrung
- Bereiten Sie einen tiefen Topf vor und füllen Sie ihn mit Torf, der zu 50 % mit Sand gemischt ist.
- Schneiden Sie etwa 40 cm lange Triebspitzen ab und schneiden Sie daraus 12 cm lange Stecklinge im Übergangsbereich von Braun zu Grün.
- Entfernen Sie die unteren zwei Drittel der Blätter.
- Stecken Sie die Stecklinge zu zwei Dritteln ihrer Länge in die Erde, ohne dass sie sich berühren.
- Drücken Sie die Erde vorsichtig rundherum an, um Lufteinschlüsse zu entfernen und einen guten Kontakt zwischen Blumenerde und Steckling zu gewährleisten.
- Stellen Sie den Topf schattig und windgeschützt auf.
- Halten Sie die Stecklinge im ersten Winter frostfrei.
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen im darauffolgenden Frühjahr ins Freiland oder in einen größeren Topf.
Aussaat
- Bereiten Sie ein leichtes Substrat vor und säen Sie die Samen im Februar flach aus.
- Halten Sie das Substrat bis zur Keimung leicht feucht.
- Pikieren Sie die Keimlinge, sobald sie sich in einzelne Töpfe umsetzen lassen.
Verwendung und Kombinationen
Podocarpus macrophyllus eignet sich hervorragend als Kübelpflanze, besonders wenn er in einem japanischen, modernen oder exotischen Garten sorgfältig zur Wolkenform geschnitten wird. Er kann ins Haus geholt werden, wo er fern der heißen Sonne ein vertrautes Klima vorfindet.

Ein Beispiel für eine Kombination im Halbschatten: Podocarpus macrophyllus, Polygonatum multiflorum und Coniogramme emeiensis
Auch in milden, feuchten Regionen mit ozeanischem Klima findet er im Garten seinen Platz, als Solitär oder am Waldrand. Berücksichtigen Sie sein langsames Wachstum, damit er sich in seinem eigenen Tempo entwickeln kann. Er lässt sich mit Moorbeetpflanzen wie Azaleen und Andromeden kombinieren oder zu einer dichten Hecke formen. Auch Gräser, die eine sehr gute Ergänzung darstellen, Himmelsbambus (Nandina) oder Fächer-Ahorn passen gut zu ihm, etwa in einem großen Steingarten. Die dekorativen Eigenschaften der Koniferen kommen in der Gestaltung eines modernen Gartens ganz natürlich zur Geltung: Hier zählen Form, Silhouette und Struktur mehr als ein Wechselspiel der Blüten.
Die kriechenden Formen des Podocarpus, etwa P. nivalis, finden fast überall in Frankreich ihren Platz in einem kleinen Gartenbeet oder idealerweise im Steingarten. Ihr natürliches Aussehen, das an den nahezu unverwüstlichen Zwerglebensbaum Microbiota decussata erinnert, fügt sich gut in etwas wildere Gärten ein. Dort können sie mit höheren Pflanzen wie Blütensträuchern kombiniert werden, deren Fuß sie kaschieren. Auch als kleine, frei wachsende Hecke oder sorgfältig geschnitten, etwa als Buchsbaum-Ersatz, machen sie eine hervorragende Figur.

Ein Beispiel für eine Kombination in der Sonne: Podocarpus lawrencii ‘Red Tip’ (oder ‘Blue Gem’), Nandina domestica und Festuca glauca ‘Elijah Blue’
Diese langsam wachsenden Zwergformen wirken in einem schönen Pflanzgefäß oder als Bonsai auf Terrasse oder Balkon wie seltene, kostbare Einzelstücke. So können sie im Winter vor den stärksten Frösten geschützt werden. Sie harmonieren auch gut mit großen Steinen, geometrischen Linien und gemauerten Elementen.
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