Farn im Topf kultivieren
Für eine schattige Terrasse, einen Balkon oder Innenhof
Inhaltsverzeichnis
Für ihr dekoratives, fein gefiedertes Laub geschätzt, schaffen Farne eine natürliche, üppige und dekorative Atmosphäre im Garten. Arten wie Hirschzungenfarn und Frauenfarne eignen sich gut für die Topfkultur und verschönern Terrasse, Patio oder Innenhof. Kombinieren Sie sie mit Schatten- und Halbschattenpflanzen wie Funkien, Fächer-Ahorn und Hakonechloa. Einige exotische Farne werden als Zimmerpflanzen kultiviert; hier geht es vor allem um winterharte Gartenfarne für den Außenbereich.
Entdecken Sie geeignete Farnsorten für Töpfe sowie Tipps zu Pflanzung und Pflege.
Mehr über Farne erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Farne pflanzen und kultivieren“
Welche Sorten wählen?
Viele Farnsorten lassen sich im Topf kultivieren. Am besten eignen sich jedoch kompakte, nicht ausläuferbildende Sorten mit horstigem Wuchs. Hier einige Farne zur Auswahl:
Hirschzungenfarn - Phyllitis scolopendrium
- Höhe bei Reife 50 cm
Athyrium niponicum var. pictum - Regenbogenfarn
- Höhe bei Reife 30 cm
Athyrium niponicum var. pictum Ghost - Regenbogenfarn
- Höhe bei Reife 60 cm
Dryopteris erythrosora - Wurmfarn
- Höhe bei Reife 70 cm
Tsus-Sima-Schildfarn - Polystichum tsus-simense
- Höhe bei Reife 40 cm
Baumfarne wie Dicksonia antarctica oder Cyathea cooperi lassen sich ebenfalls in einem großen Topf kultivieren. So können Sie sie im Winter zum Schutz vor Kälte unterstellen.
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Farne: Pflanzen und KultivierenWelcher Topf passt?
Für Farne eignen sich Kunststofftöpfe. Terrakotta ist schöner und ökologischer, trocknet aber schneller. Abzugslöcher; Topf etwa dreimal größer als Wurzelballen.
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Welches Substrat wählen?
Farne brauchen lockeres, humusreiches, eher saures Substrat. Mischen Sie 1/2 gute Blumenerde mit je 1/4 reifem Kompost und Moorbeeterde. Beachten Sie die Art: Der Hirschzungenfarn mag kalkhaltige Erde, Cheilanthes lanosa sehr durchlässiges, auch steiniges oder sandiges Substrat.

Athyrium niponicum ‘Ursula’s Red’ eignet sich gut für die Topfkultur
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llexblättriger Mondsichelfarn: Wie wählt man sie aus?Wann und wie eine Farne im Topf pflanzen?
Sie können Ihren Farn im Herbst oder im zeitigen Frühjahr pflanzen.
- Stellen Sie den Farn zunächst in eine mit Wasser gefüllte Schale: So kann sich der Wurzelballen wieder mit Wasser vollsaugen.
- Wählen Sie einen Topf mit Abzugslöchern.
- Geben Sie eine Drainageschicht (Kies, Blähton, Tonscherben …) auf den Topfboden.
- Füllen Sie anschließend Substrat in den Topf, bis etwa ein Drittel der Topfhöhe erreicht ist.
- Setzen Sie den Farn genau in die Mitte.
- Füllen Sie rund um den Horst weitere Blumenerde ein und drücken Sie sie leicht an.
- Gießen Sie reichlich.
- Bringen Sie auf der Oberfläche eine Schicht organischen Mulchs aus: Sie ist dekorativ und hält das Substrat länger frisch. Verwenden Sie zum Beispiel Kiefernrinde, Stroh oder Laub …
Stellen Sie den Topf anschließend in den Schatten oder Halbschatten, zum Beispiel auf eine schattige Terrasse oder einen Balkon, in einen Innenhof oder einfach in den Schatten von Bäumen und Sträuchern. Sie können Ihre Farne mit Fächer-Ahorn, Nandina domestica, Purpurglöckchen, Hakonechloa macra und Carex oshimensis kombinieren – für eine besonders dekorative Wirkung!
Pflege
Gießen
Farne benötigen einen relativ feuchten Boden: Daher sollten Sie regelmäßig gießen. Gießen Sie im Frühjahr und Sommer ein- bis zweimal pro Woche (bei großer Hitze häufiger) und reduzieren Sie die Wassergaben im Herbst und Winter. Lassen Sie jedoch kein Wasser im Untersetzer stehen. Wir empfehlen, Regenwasser zu verwenden statt Leitungswasser, da dieses für Farne zu kalkhaltig sein kann. Besprühen Sie das Laub im Sommer ruhig regelmäßig, denn Farne mögen eine feuchte Umgebung. Sommergrüne Farne müssen im Winter nicht gegossen werden, da sie in dieser Zeit in Dormanz sind.
Bringen Sie außerdem eine dünne Schicht organischen Mulch auf das Substrat auf: So trocknet es nicht zu schnell aus und Sie müssen weniger gießen.
Zur Düngung empfehlen wir, etwas gut verrotteten Kompost auszubringen und im Spätwinter oder Frühjahr oberflächlich in die Blumenerde einzuarbeiten. Alternativ können Sie einen organischen Dünger mit langsamer Freisetzung verwenden, etwa Hornmehl.
Umtopfen
Idealerweise topfen Sie Farne jedes Jahr in einen jeweils etwas größeren Topf um. Steht Ihr Farn bereits in einem großen Topf oder lassen Sie das Umtopfen einmal aus, erneuern Sie zumindest die oberste Erdschicht, indem Sie die Blumenerde in den ersten Zentimetern austauschen.
Weitere Tipps von Gwenaëlle finden Sie in der Anleitung: Zimmerfarn umtopfen
Rückschnitt
Schneiden Sie im zeitigen Frühjahr vertrocknete Wedel ab. Achten Sie dabei darauf, die neuen Wedel in der Mitte der Pflanze nicht zu beschädigen.
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