10 beste Sträucher für eine Windschutzhecke
Der perfekte Schutz...
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Eine Windschutzhecke schützt zuverlässig vor schädlichen Windeinflüssen: verstärkter Kälte- und Trockenstress, verzögertes Wachstum mancher Pflanzen und sogar Zweigbruch bei besonders exponierten Gehölzen … Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber: Wie und warum eine Windschutzhecke anlegen? Kurz gesagt: Eine Windschutzhecke schafft Ihren Pflanzen, der Tierwelt und Ihnen selbst eine geschützte Oase im Garten.
Für eine wirksame Windschutzhecke kommt es zunächst auf die richtige Auswahl der Sträucher an: robuste, winterharte, wind- und salzluftverträgliche Gehölze mit immergrünem oder zumindest halbimmergrünem beziehungsweise marzeszentem Laub. Doch welche Sträucher eignen sich für eine wirklich leistungsfähige Windschutzhecke? Hier finden Sie eine Auswahl besonders geeigneter Windschutzsträucher.
Sehen Sie sich Oliviers Video an: Warum eine Windschutzhecke anlegen?
Europäische Eibe: ausgezeichneter Windschutz-Strauch
Eiben sind ein Klassiker für geschnittene Hecken, doch diese Bäume kommen auch nie aus der Mode. Besonders interessant sind einige Sorten mit außergewöhnlichem Zierwert, etwa der Kultivar Taxus baccata ‘Semperaurea’, dessen Name „Immergold“ bedeutet. Diese Eibe behält das ganze Jahr über, auch im Winter, ihre schönen gelben bis goldenen Farbtöne. Das besonders helle Nadelgehölz, vor allem an schattigen Standorten, bildet mit der Zeit einen dichten, buschigen Strauch, der oft breiter als hoch wird. Da Eiben diözisch sind, tragen nur weibliche Pflanzen die hübschen leuchtend roten Arillenfrüchte.
Mit ihrem gemäßigten Wuchs eignet sie sich gut für kleinere Gärten: isoliert gepflanzt erreicht sie 2,75 m Höhe und 3 m Breite), ist ganzjährig attraktiv, nahezu pflegefrei, sehr winterhart und an verschiedene Böden und Klimate angepasst (im Norden wie im Süden). Dieser windschützende Strauch bietet zahlreiche Vorteile. Ein Rückschnitt pro Jahr genügt, und selbst nach einem starken Rückschnitt kann er aus dem alten Holz wieder austreiben. Damit eignet er sich bestens für eine Windschutzhecke mit wenig Pflegeaufwand: sehr robust, immergrün und nur ein Rückschnitt pro Saison.
Zwei Dinge sind bei Eiben generell zu beachten: Diese Pflanzen können mehrere Jahrhunderte alt werden, und Nadeln, Rinde sowie Früchte sind für Menschen und Tiere giftig (ausgenommen Vögel, die den roten Fruchtmantel fressen und den Samen wieder ausscheiden).

Die Eibe kann für eine Hecke auch ungeschnitten bleiben; rechts der Kultivar ‘Semperaurea’
Ölweide (Elaeagnus ebbingei): Windschutzstrauch
Ölweiden sind sehr dicht belaubte, immergrüne Sträucher, die häufig für Windschutzhecken verwendet werden.
Elaeagnus ebbingei ‘Limelight’ ist eine Sorte der Wintergrünen Ölweide mit ledrigem, glänzendem Blatt, das auf hellgrünem Grund mittig gelb gefleckt ist. Der Strauch bleibt dadurch auch im Winter dekorativ. Die jungen Triebe sind intensiv bronzebraun punktiert, ebenso wie die jungen Blätter im Frühjahr. Die neuen Triebe verlängern sich im Frühjahr rasch und zeigen eine sehr dekorative rostrote Färbung mit silbrigen Reflexen.
Die Ölweide wird aber auch für ihre herbstliche Blüte mit duftenden, nektarreichen cremeweißen Glöckchen geschätzt. Anschließend folgen essbare Früchte, die kleinen, kupfer- und silberfarbenen Oliven ähneln.
Dieser Windschutzstrauch wächst schnell und erreicht bis zu 3 m Höhe und 2,50 m Breite. Dazu kommen eine erstaunliche Winterhärte, hohe Wind- und Salzverträglichkeit sowie eine ausgezeichnete Trockenheitsresistenz im Sommer: All das macht Ölweiden zur ersten Wahl für eine schnell wachsende Windschutzhecke.
Elaeagnus ebbingei ‘Limelight’ eignet sich ideal als geschnittene oder frei wachsende Hecke sowie als Windschutzhecke. Sie findet in unseren im Sommer warmen und trockenen Regionen ebenso ihren Platz wie im Küstengarten, da sie Salz verträgt, aber dank ihrer Winterhärte auch in eher „nördlichen“ Gärten gedeiht. Erwähnenswert ist außerdem, dass Elaeagnus ein Wurzelsystem besitzt, das den Boden durch Bindung von Luftstickstoff anreichern kann, ähnlich den Wurzeln der Schmetterlingsblütler.

Elaeagnus ebbingei links (Foto: O. Titus) und der Kultivar ‘Limelight’ rechts
Franchets Zwergmispel (Cotoneaster franchetii), ein windfester Strauch
Ein halbimmergrüner, nützlicher, robuster und das ganze Jahr über schöner Strauch für eine windschützende Hecke? Wie wäre es mit Franchets Zwergmispel?
Der Cotoneaster franchetii ist ein sehr winterharter Strauch mit schnellem Wachstum. Er ist anspruchslos und verträgt den Rückschnitt sehr gut. Deshalb findet man ihn häufig in naturnahen oder geschnittenen Hecken, besonders wenn eine Windschutzhecke entstehen soll. Sein sehr dichtes, im Winter halbimmergrünes Laub ist ein großer Vorteil.
Das Laub ist ausgesprochen attraktiv: Die Oberseite ist mattgrün, während die filzige Unterseite silbrigweiß erscheint. Seine Wuchsform ist eher unregelmäßig. Der Strauch wächst buschig mit bogig überhängenden, gut verzweigten Zweigen. Durch sein schnelles Wachstum entwickelt er eine etwas struppige, breitere als hohe Wuchsform, erreicht aber ohne Rückschnitt schließlich durchschnittlich 3 m Höhe und 3,50 m Breite.
Doch das Laub ist nicht alles! Diese Zwergmispel begeistert auch mit ihrer üppigen Blüte, die ab Mai und Juni beginnt und mehrere Wochen anhält. Der Strauch bedeckt sich dann mit zahlreichen weißrosa, duftenden und sehr bienenfreundlichen Blüten. Ihnen folgen viele orangerote Beeren, die im Herbst und Winter lange dekorativ bleiben und bei Vögeln sehr beliebt sind.
Auch an den Standort stellt der besonders anpassungsfähige Strauch kaum Ansprüche: Jeder Boden ist geeignet, sofern er im Sommer nicht zu trocken ist – auch für eine schnell wachsende Windschutzhecke. Er ist außerdem sehr winterhart und kann sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten gepflanzt werden.
Cotoneaster franchetii eignet sich für Strauchbeete ebenso wie für freiwachsende oder geschnittene Hecken. Auch in einer großen, immergrünen Windschutzhecke macht der Strauch eine hervorragende Figur. Diese Hecke schützt nicht nur vor Wind, sondern bietet zudem vielen Tieren im Garten Nahrung und Schutz: Vögeln, Kleinsäugern, Insekten …

Cotoneaster franchetii, perfekt für eine natürliche Windschutzhecke; die roten Beeren verschönern den Winter (Foto: L. Enking)
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Immergrüne Hecken, Sträucher für jeden GartenstilBerberitze Saint Julien oder Berberis julianae: immergrüner Windschutzstrauch
Noch ein schöner, robuster Strauch, der in einer Windschutzhecke zugleich Tieren Nahrung und Unterschlupf bietet: die Julianes Berberitze.
Berberis julianae ist ein anspruchsloser Strauch für jeden Boden, der kaum Pflege benötigt. Er bildet einen mittelgroßen, leicht aufrechten und besonders dichten, stark dornigen Wuchs und eignet sich damit bestens für eine Wehrhecke. Dank seiner buschigen, festen Struktur ist er auch ein ausgezeichneter Windschutz. Der eher langsam wachsende Strauch erreicht im ausgewachsenen Zustand durchschnittlich 3 m Höhe und 1,50 m Breite.
Das immergrüne Laub ist glänzend dunkelgrün und nimmt mit den ersten Frösten im Winter eine schöne rote Färbung an. Die gelbe Blüte ist zwar eher unauffällig, erscheint jedoch zweimal im Jahr: im Frühjahr (von März bis Mai) und anschließend im Herbst. Auf die Blüten folgen kleine, fleischige, bereifte Früchte, die bei Reife schwarz werden.
Im Garten ist dieser winterharte Strauch pflegeleicht und äußerst anpassungsfähig. Er verträgt jeden Standort und eine große Bandbreite an Böden: auch schwere, lehmige und kalkhaltige Böden. In Kombination mit kräftiger wachsenden Sträuchern fügt er sich problemlos in eine schnell wachsende Windschutzhecke ein.
Berberis julianae ist ideal für eine immergrüne Wehrhecke, die zu jeder Jahreszeit ebenso wirksam wie schön ist. Auch für eine Windschutzhecke gehört er zu den besten Optionen: Seine von Natur aus kompakte Wuchsform erfordert keinen regelmäßigen Rückschnitt, der Strauch ist sehr winterhart und pflegeleicht, und das Laub bleibt immergrün. Zu Unrecht wenig beachtet, sollte die Julianes Berberitze in unseren Gärten einen größeren Platz bekommen.

Berberis julianae, Wuchsform, Laub und Frühjahrsblüte
Hainbuche (Carpinus betulus) als Windschutzhecke
Die Hainbuche ist weder immergrün noch wirklich sommergrün. Sie besitzt ein sogenanntes marzeszentes Laub: Die abgestorbenen Blätter bleiben im Winter am Baum hängen und fallen erst ab, sobald die neuen Blätter erscheinen. Kurz gesagt: Die Hainbuche hat ebenso wie die Rotbuche ihren festen Platz in einer Windschutzhecke.
Carpinus betulus, die Gewöhnliche Hainbuche, ist der ideale Strauch für schnell wachsende, kostengünstige, formale und elegante Hecken, sogenannte Hainbuchenhecken, denn dieser Baum verträgt selbst stärkste Rückschnitte ausgezeichnet. Er ist ein sehr winterharter, in den Wäldern Mitteleuropas weit verbreiteter heimischer Baum. Wenn man ihn frei wachsen lässt, kann er in der Natur 25 m Höhe erreichen, in unseren Gärten etwa 10 m. Er lässt sich jedoch problemlos in jede Form schneiden, und seine Höhe kann leicht auf 2 m oder sogar weniger begrenzt werden (Hainbuchen eignen sich übrigens auch hervorragend für die Bonsaikunst …).
Das sommergrüne Laub besteht aus ovalen, gezähnten, hellgrünen Blättern, die sich im Herbst gelb-orange färben. Im Winter bleiben die Blätter an den Zweigen hängen, bevor sie im Frühjahr mit dem Austrieb der neuen Blätter abfallen: Man bezeichnet dies als Marzeszenz. Dank ihres marzeszenten Laubs bietet die Hainbuchenhecke einen guten Sichtschutz, bleibt das ganze Jahr über dekorativ und kann vor allem ihre Funktion als wirksame Windschutzhecke erfüllen.
Hainbuchen sind hinsichtlich Boden und Standort wenig anspruchsvoll, bevorzugen jedoch einen tiefgründigen, nährstoffreichen, lehmigen und gut durchlässigen Boden, der auch kalkhaltig sein darf.
Wussten Sie schon? Manchmal ist es schwierig, eine Hainbuche allein anhand ihres Laubs von einer Rotbuche zu unterscheiden. Zum Glück gibt es eine kleine Eselsbrücke: „Die Hainbuche hat Zähne, die Rotbuche Haare.“ Die Blätter der Hainbuche sind also gezähnt, während die der Rotbuche behaart sind.

Herrliches gezähntes Laub der Hainbuche und winterliche kupferfarbene Tönung
Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare): Klassiker für Windschutzhecken
Wir alle kennen den Liguster, weil wir ihn in Hecken manchmal überdrüssig oft gesehen haben. Doch dieser Strauch erfüllt seine Aufgabe als Windschutzhecke hervorragend. Noch interessanter wird er, wenn Sie eine leichte Heckenschere verwenden und ihm die Möglichkeit geben, uns mit seiner Blüte und seinem Fruchtbehang zu erfreuen.
Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’ ist eine interessante Auswahl wegen seines im Winter länger haftenden Laubs als bei der Wildart. Das Laub des einfachen Gemeinen Ligusters ist eher halbimmergrün als wirklich immergrün. Seine Wuchsform ist buschig und verzweigt, die aufrechten Triebe sind sehr kräftig, und sein Wachstum ist schnell: Er erreicht leicht 2 bis 3 m Höhe bei einer Breite von 1,50 bis 2 m. Sein sehr dichtes Laub besteht aus schmalen, ovalen, dunkelgrünen Blättern.
Der Gemeine Liguster ‘Atrovirens’ bildet im Frühsommer, wenn er nicht geschnitten wird, eine duftende, cremeweiße und nektarreiche Sommerblüte, gefolgt von schwarzen Beeren im Herbst, die von Vögeln geschätzt werden. Diese nisten übrigens gern in seiner dichten Verzweigung.
Die Sorte ‘Atrovirens’ wird häufig für geschnittene Hecken und Windschutzhecken verwendet. Dieser schnell wachsende Windschutzstrauch verträgt jeden Standort und jeden Boden, auch vorübergehend nasse Böden, Meeresluft und starken Wind, und toleriert wiederholten Rückschnitt sehr gut. Ligustrum vulgare bevorzugt jedoch kalkhaltige, fruchtbare und frische Böden. Der Liguster ist zudem sehr widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung und Kälte.

Das Laub des Ligusters ‘Atrovirens’ links; eine Ligusterhecke und ihre Blüte, wenn sie nicht geschnitten wird, rechts
Rote Glanzmispel: dekorativ und wirksam als Windschutz
Noch ein Strauch, den man nicht mehr sehen konnte. Wieder einmal führte ein Modetrend zu übermäßiger Pflanzung … Dabei erweisen sich Glanzmispeln ebenso als wirksamer Windschutz wie als ganzjährig attraktive Gehölze – besonders, wenn man sie blühen lässt.
Die Rote Glanzmispel ‘Carré Rouge’ ist ein immergrüner Strauch mit kompakterem Wuchs und dichterem, farbintensiverem Laub als ihr Verwandter ‘Red Robin’. Nach jedem Rückschnitt bildet der Strauch besonders leuchtende kirschrote Jungtriebe, die sich zwischen dem älteren, inzwischen grünen Laub zu glänzenden, strahlend roten jungen Blättern entfalten. Die Rote Glanzmispel ‘Carré Rouge’ hat eine von Natur aus kompakte, sehr buschige Wuchsform und wächst schnell, überschreitet aber auch ohne Rückschnitt keine 3 m Höhe und 2 m Breite.
Im Frühjahr (März bis April) erscheinen an den Triebspitzen Büschel kleiner weißer Blüten. Sie sind leicht duftend und locken zahlreiche bestäubende Insekten an.
In jedem guten Gartenboden, auch in Küstennähe, fühlt sich ‘Carré Rouge’ wohl. Die Sorte verträgt alle gut drainierten, tiefgründigen Böden, von frisch bis trocken, an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Sehr kalkhaltige oder zu lehmige Böden sollten jedoch vermieden werden. Der pflegeleichte Strauch ist bis -15 °C winterhart und verträgt auch typische Bedingungen einer Windschutzhecke: starken Wind, salzhaltige Gischt und einen Standort am Gehölzrand. Dank seines mäßigen Wachstums, immergrünen Laubs und seiner Anpassungsfähigkeit ist die Glanzmispel ideal für eine schnell wachsende Windschutzhecke, die zugleich elegant und robust ist.

Eine Windschutzhecke aus Roter Glanzmispel und rechts das kräftig rote Laub der Roten Glanzmispel ‘Carré Rouge’
Portugiesische Lorbeerkirsche: eleganter, robuster Windschutz-Strauch
Eleganter und trockenheitsverträglicher als der Kirschlorbeer (Punus laurocerasus) hat die Portugiesische Lorbeerkirsche einiges zu bieten…
Die Prunus lusitanica ‘Brenelia’ ist eine neue Züchtung und gilt als die kompakteste und winterhärteste Sorte auf dem Markt: Der Strauch wird bis zu 2,5 m hoch und 2 m breit. Obwohl er schneller wächst als die Art, legt er nach dem Anwachsen jährlich 20 bis 30 cm zu. Der immergrüne Strauch trägt glänzendes, dunkelgrünes Laub mit auffallend roten Blattstielen, das ihn ganzjährig dekorativ macht. An einem lichtarmen Standort fallen die roten Triebe deutlich weniger intensiv aus.
Im späten Frühjahr bildet er zudem lange, schöne Trauben cremeweißer Blüten mit orangefarbenem Blütenzentrum (je nach Klima im Mai und Juni), die nach Honig duften sowie nektarreich und bienenfreundlich sind. Auf die Blüte folgt ein Fruchtbehang mit kleinen, ovalen Beeren, die zunächst grün, dann rot und im Herbst dunkelpurpur bis schwarz werden. Diese Beeren sind für Menschen beim Verzehr sehr giftig, werden aber von manchen Vögeln wie Elstern und Staren sehr geschätzt.
Winterhart bis -15 °C (in gut durchlässigen Böden ist die Winterhärte besser), ist die Portugiesische Lorbeerkirsche ein pflegeleichter und anspruchsloser Strauch, sofern sie in normalen, nicht zu trockenen bis frischen, auch kalkhaltigen und gut durchlässigen Boden gepflanzt wird. Sie bevorzugt Luftfeuchtigkeit und das milde ozeanische Klima, passt sich aber auch anderen Standorten bis hin zum Mittelmeerraum an, wenn der Boden ausreichend tiefgründig ist. Sie ist weniger winterhart als ihr Verwandter, der Kirschlorbeer, dafür deutlich trockenheitsverträglicher und schneller wachsend.
Der windabweisende Strauch eignet sich besonders für gemischte Hecken. Dank seiner dekorativen Wirkung, des immergrünen Laubs, des schnellen Wachstums und seiner mäßigen Größe verdient die Portugiesische Lorbeerkirsche einen festen Platz in geschnittenen oder frei wachsenden Windschutzhecken.

Prunus lusitanica ‘Brenelia’ links; Wuchsform einer Portugiesischen Lorbeerkirsche in einer Hecke und ihre leuchtend weiße Blüte rechts
Andenstrauch: kleiner Windschutz-Strauch für mildes Klima
Escallonia ist ein schnell wachsender Zierstrauch. Seine begrenzte Winterhärte bis unter -10 °C und seine Widerstandsfähigkeit gegen Seewind machen ihn ideal für die Pflanzung als immergrüne Hecke oder Windschutzhecke.
Escallonia ‘Donard Seedling’ ist ein schöner, immergrüner, kräftiger und winterharter Strauch, der auch im Landesinneren fernab der Küste gut gedeiht. Die Sorte ‘Donard Seedling’ wächst buschig, dicht und kompakt mit elegant überhängenden Zweigen. Sie bildet einen verzweigten Strauch mit buschiger, ausgebreiteter Wuchsform und recht schnellem Wachstum, der bei Reife durchschnittlich 2 m hoch und 2,50 m breit wird. Ihre kleinen, ledrigen, ovalen Blätter mit gezähntem Rand sind glänzend dunkelgrün und sitzen im oberen Bereich der Zweige besonders dicht.
Escallonia trägt im Sommer unzählige rosafarbene Blütenknospen, die sich zu kleinen, leicht duftenden hellrosa Blüten öffnen und bis fast ins Weiß verblassen. An der Basis sind sie von einem rosafarbenen Kelch umgeben. Je nach Klima blüht der Strauch von Juni-Juli bis September, in warmen Regionen manchmal bereits ab Mai.
Escallonia ‘Donard Seedling’ liebt die Sonne und verträgt Schatten, Seewind, kalkhaltige Böden und sommerliche Trockenheit, sobald er gut eingewachsen ist. Nur eisige Winde und extrem strenge Winter, besonders auf schlecht drainiertem Boden, bereiten ihm Probleme. In Küstengärten ist er unverzichtbar, denn er verträgt Seewind bemerkenswert gut und fügt sich in mildem, ozeanischem Klima perfekt in eine Windschutzhecke ein.
Sein moderates Wachstum und seine erstaunliche Widerstandsfähigkeit machen Escallonia zu einer guten Wahl aus der (langen) Liste geeigneter Sträucher für Windschutzhecken, insbesondere für kleine Gärten sowie Gärten im Süden und an der Küste.

Eine wunderschöne Windschutzhecke aus Escallonia
Europäische Stechpalme: dekorativ und wehrhaft
Stechpalmen, Symbole des Winters und der Weihnachtszeit, sind Sträucher, die den Garten in der kalten Jahreszeit und auch den Rest des Jahres perfekt strukturieren. Ihr schönes, dunkelgrünes, mit scharlachroten Beeren besetztes Laub ist eine wahre Augenweide – auch für Vögel, die sich daran gütlich tun.
Die Ilex aquifolium ‘Argenteomarginata’ ist ein Strauch mit originellem, glänzend grünem, cremeweiß panaschiertem Laub. Ungeschnitten kann die panaschierte Stechpalme zu einem schlanken, 8 m hohen Kleinbaum mit einer Breite von 3 m heranwachsen, wobei ihr Wachstum eher langsam ist. Das Laub der Stechpalme ‘Argenteomarginata’ ist immergrün und macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für eine dekorative Windschutzhecke.
Die Stechpalme ‘Argenteomarginata’ bildet außerdem sehr unauffällige weiße Blüten, aus denen sich bei weiblichen Pflanzen leuchtend rote Beeren entwickeln. Diese Beeren bleiben fast den ganzen Winter über an der Pflanze. Beachten Sie jedoch: Damit weibliche Pflanzen Beeren tragen, muss sich mindestens eine männliche Ilex aquifolium (oder Gewöhnliche Stechpalme) in der Nähe befinden.
Die äußerst winterharte panaschierte Stechpalme verträgt Temperaturen bis -20 °C und gedeiht in allen Regionen. Sie verträgt die meisten Böden, vorzugsweise saure, gut drainierte Böden, da sie schwere Böden nicht gut verträgt.
Die panaschierte Stechpalme ist ideal für kleine Gärten, da sie einen Rückschnitt sehr gut verträgt. Dieser Strauch ist ein idealer Windschutz, zugleich wehrhaft, immergrün und dekorativ, und eignet sich perfekt für widerstandsfähige, langlebige und attraktive Windschutzhecken.

Die Gewöhnliche Stechpalme bildet wunderschöne Hecken, die sich den ganzen Winter über mit Beeren schmücken (Foto: J. Brew). Rechts Ilex aquifolium ‘Argenteomarginata’
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