10 immergrüne Sträucher für Küstenstandorte
Unsere Auswahl entdecken!
Inhaltsverzeichnis
Küstengärten bieten mildes Klima, stellen Pflanzen aber vor Herausforderungen: Wind, Salz, magere, drainierende Böden. Geeignete immergrüne Sträucher wie Westlicher Erdbeerbaum, Klebsame und Zistrose bilden ganzjährig eine schützende Windschutzhecke. Entdecken Sie unsere Auswahl und Tipps für den Anbau am Meer.
→ Auch interessant: 6 Kletterpflanzen für Küstenlagen
Westlicher Erdbeerbaum, Arbutus unedo: König mediterraner Gärten
Der Westliche Erdbeerbaum ist ein wunderschöner Strauch aus dem Mittelmeerraum. Er trägt dunkelgrüne, gezähnte Blätter und blüht im Herbst, meist im September und Oktober, mit cremeweißen Glöckchen. Daraus entwickeln sich runde, rote und sehr dekorative Früchte, die Erdbeeren ähneln und essbar sind. Sein Stamm wird mit der Zeit knorrig und trägt eine schöne rötliche Rinde, die sich natürlich in Schuppen ablöst und erneuert. So ist der Westliche Erdbeerbaum das ganze Jahr über dekorativ. Der langsam wachsende Strauch wird dafür sehr alt und ist zudem krankheits- und trockenheitsfest. Da er sehr salzluftverträglich ist, können Sie ihn sowohl einzeln als auch in einer freiwachsenden Hecke mit anderen Sträuchern pflanzen.

Früchte und Blüten des Westlichen Erdbeerbaums, Arbutus unedo
Lesen Sie auch
10 perfekte Sträucher für KüstengärtenDichte Griseline: perfekter Strauch am Meer
Aus Neuseeland stammend, wird die Griseline wegen ihres schönen, hellgrünen, leuchtenden und glänzenden Blattwerks geschätzt. Die Blätter sind oval und dick. Außerdem ist ihr Blattwerk dicht und üppig, wodurch sie einen wirksamen Sichtschutz und guten Schutz vor Gischt bietet. Daher eignet sie sich ideal als Heckenpflanze! Ihre im Mai und Juni erscheinende Blüte ist bienenfreundlich und bei Bestäubern beliebt, aber sehr unscheinbar und kaum dekorativ. Sie gedeiht in Sonne oder Halbschatten und bevorzugt tiefgründige, kalkarme Böden. Ausgewachsen erreicht sie bis zu 3 m Höhe und wächst zudem schnell!

Blattwerk und Blüte von Dichte Griseline (Fotos: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz)
Klebsame tobira: kompakter, üppig blühender Wuchs
Der Pittosporum tobira ist ein aus Asien, genauer gesagt aus Japan und China, stammender Strauch mit attraktivem, dunkelgrünem, glänzendem Blattwerk. Die Blätter sind ledrig sowie oval und länglich geformt. Auch seine duftende Blüte aus kleinen, cremeweißen Blüten mit fünf Blütenblättern ist beliebt und erinnert an den angenehmen Duft von Orangenblüten! Er besitzt von Natur aus eine harmonische, dichte und rundliche Wuchsform und kann im ausgewachsenen Zustand bis zu 5 m hoch werden. Sein Blattwerk ist sehr salznebelverträglich. Er eignet sich ideal für Hecken und verträgt den Rückschnitt sehr gut. Dieser Strauch ist leicht zu kultivieren und wenig anspruchsvoll. Nach dem Anwachsen verträgt er sommerliche Trockenheit. Es gibt sogar kompakte Sorten wie Pittosporum tobira ‘Nanum’, die nicht höher als 1 m werden und sich recht gut für die Kultur im Topf eignen!

Die Blüte von Pittosporum tobira
Ölweide x ebbingei: idealer Schutz vor Wind und Gischt
Die Elaeagnus ebbingei, auch Wintergrüne Ölweide genannt, ist ein dicht und buschig wachsender Strauch, der sich ideal für Hecken eignet. Er bietet einen wirksamen Schutz vor Wind und Spritzwasser. Die Art besitzt einfache, elliptische Blätter, die dunkelgrün bis silbriggrau gefärbt sind, und erreicht eine Höhe von bis zu 3 Metern. Außerdem wächst sie schnell und verträgt den Rückschnitt gut. Ihre Blüte ist dagegen eher unscheinbar. Sie erscheint im Herbst in Form kleiner, cremeweißer, bienenfreundlicher und angenehm duftender Glöckchen. Diese sehr robuste Pflanze verträgt Kälte, Trockenheit, Spritzwasser, Salz und nährstoffarme Böden. Sie ist vielseitig einsetzbar und passt sich allen Bodenarten an.
Es gibt zahlreiche Sorten, darunter einige mit panaschiertem Laub, die besonders hell und leuchtend wirken! Dazu gehört zum Beispiel die Elaeagnus ebbingei ‘Limelight’.

Das Laub von Elaeagnus × ebbingei und der Sorte ‘Limelight’
Andenstrauch: unverzichtbar in Küstengärten
Der Escallonia ist ein Strauch, der den ganzen Sommer über von Juni bis September eine üppige rosa Blüte zeigt, doch es gibt auch Sorten mit weißen Blüten. Geschätzt wird auch das glänzende, ledrige und duftende Blattwerk. Die Blätter sind klein, oval und gezähnt. Meist sind sie dunkelgrün, manchmal golden wie bei der Sorte ‘Gold Ellen’.
Pflanzen Sie Escallonia gern als Hecke, zusammen mit anderen immergrünen oder sommergrünen Sträuchern. Der kräftige Strauch wächst schnell. Er eignet sich ideal für Hecken am Meer. Leicht zu kultivieren, ist er krankheitsresistent und anspruchslos. Nach dem Anwachsen verträgt er sommerliche Trockenheit. Er liebt volle Sonne und normale, gut durchlässige Böden. Halbschatten wird toleriert, doch in der Sonne fällt die Blüte oft üppiger aus. Die größten Sorten werden bis zu drei Meter hoch, es gibt aber auch Zwergsorten mit flacher Wuchsform wie Escallonia ‘Red Carpet’.

Roter Andenstrauch ‘Crimson Spire’ (Foto: Ben Rushbrooke)
Zistrose: Fürst der Garrigue
Zistrose: Mediterraner Strauch mit zerknitterten Blüten, silbrigen Blättern und hoher Trockenheitsverträglichkeit. Für Sonne und drainierenden Boden.
Gänseblümchenstrauch: Top-Schutz gegen Spritzwasser
Der Olearia ist ein aus Australien und Neuseeland stammender Strauch mit dichtem, graugrünem Laub. Auch seine üppige Blüte wird geschätzt: Er bildet eine Fülle meist weißer, manchmal blassrosa Blütenkörbchen. So beeindruckt Olearia x scilloniensis im Frühjahr mit weißen Blüten, die an Astern erinnern … Kein Wunder, denn Olearia gehört zur selben Familie, den Korbblütlern! Zudem ist die Blüte bienenfreundlich und wird von bestäubenden Insekten geschätzt. Seine buschige, dichte Wuchsform macht ihn zu einem hervorragenden Windschutz. Die Blattform variiert je nach Sorte: Bei Olearia virgata sind die Blätter linear, bei Olearia traversii oval, während sie bei Olearia solandri winzig sind und an die Blätter der Englischen Heide erinnern. Je nach Sorte erreicht der Strauch bei Reife eine Höhe von 1,50 bis 4 m. Für ein optimales Wachstum braucht Olearia einen vollsonnigen Standort und ein drainierendes Substrat, das keine Feuchtigkeit speichert. Olearia eignet sich perfekt für Hecken in Küstengärten, da die Sträucher wirksame Sichtschutzwände bilden und Spritzwasser sehr gut vertragen. Wir empfehlen außerdem einen Rückschnitt nach der Blüte, damit die dichte Wuchsform erhalten bleibt.

Olearia traversii (Foto: Krzysztof Golik) und Olearia solandri ‘Aurea’
→ Entdecken Sie unser ausführliches Porträt zu Olearia: Pflanzung und Kultur.
Lampenputzerstrauch: ungewöhnliche Blüte in Bürstenform
Der Callistemon ist ein australischer Strauch mit exotischer Sommerblüte. Die aus zahlreichen fadenförmigen Staubblättern bestehenden Blütenstände erinnern an eine Flaschenbürste – daher der Name „Zylinderputzer“! Die Blüten leuchten meist rosa oder rot, manchmal auch gelb. Seine Blätter sind hart, lang und schmal. Er liebt Sonne und durchlässigen Boden. Wind und salzhaltige Gischt verträgt er problemlos – ideal für Küstenlagen. Auch arme, trockene Böden sind geeignet. Seine Zweige wachsen teils schön bogig oder überhängend, etwa beim Callistemon viminalis mit seiner überhängenden Wuchsform.

Callistemon rigidus
Grevillee: exotische Blüte, markantes Laub
Wie der Callistemon stammt auch die Grevillea aus Australien. Sie besticht durch exotische Ausstrahlung, ungewöhnliche, farbenfrohe Blüten in Rosa, Rot, Orange, seltener auch Gelb oder Weiß. Die Blütenstände bestehen aus Blüten ohne Blütenblätter, dafür mit auffälligen, farbigen Stempeln! Sie können spinnenartig, zylindrisch oder bürstenförmig sein (Grevillea robusta). Das Laub ist sehr fein, oft nadelartig und manchmal dekorativ wie Farnwedel geteilt. Die Wuchsform variiert stark: Es gibt zwergige, bodendeckende Arten, während andere im Anbau bis zu 2 m hoch werden. Grevilleen gedeihen in voller Sonne, auf magerem, durchlässigem, eher trockenem, kalkfreiem Boden. Am häufigsten kultiviert wird vermutlich Grevillea rosmarinifolia mit feinem, rosmarinähnlichem Laub und rosarotem Blütenflor. Häufig findet man auch Grevillea junipera. Für gutes Wachstum braucht die Grevillee einen sonnigen Standort sowie mageren, trockenen, kalkfreien Boden. Sie eignet sich ideal für Gärten an der Atlantik- oder Mittelmeerküste.

Grevillea ‘Joe Mason’
Rhamnus alaternus: winterharter Strauch unerquicklich
Rhamnus alaternus, auch Immergrüner Kreuzdorn genannt, ist ein pflegeleichter Strauch, der in mediterranen Garrigues natürlich wächst. Er bildet einen dichten Wuchs und trägt lederartige, dunkelgrüne, glänzende Blätter. Die kleinen, ovalen Blätter sind am Rand der Blattspreite manchmal gezähnt. Die eher unscheinbare Frühjahrsblüte ist bienenfreundlich. An weiblichen Pflanzen folgen hübsche, runde rote Beeren, die bei Vögeln beliebt sind. Ausgewachsen erreicht der Strauch 4 bis 5 m Höhe. Er verträgt Seeluft, sommerliche Trockenheit, Luftverschmutzung, magere, steinige und kalkhaltige Böden. Ein echter Allrounder! Er wächst leicht und recht schnell und braucht kaum Pflege. Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Zudem wird er sehr alt! Sie können ihn ins Beet oder in eine frei wachsende Hecke pflanzen.

Rhamnus alaternus (Foto: Colsu)
Mehr dazu
Weitere Gartentipps:
- Immergrüne Bäume und Sträucher – was ist das?
- Immergrüne Sträucher im Garten verwenden
- 8 schnellwachsende immergrüne Sträucher
- 7 immergrüne Sträucher mit buntem Laub
- Unser Pflanzenporträt: Hoherie
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare