5 Bäume für steinigen Boden
Bäume für steinigen Boden
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Kiesiger Boden im Garten? Diese 5 Bäume kommen mit kargem, oft kalkhaltigem Boden und wenig Wasser zurecht – ideal bei Trockenheit.
Der Ölbaum, König mediterraner Gärten
Wenn es einen für kalkhaltige Böden typischen Baum der Mittelmeerlandschaften gibt, dann ist es der Ölbaum. Denn der Ölbaum hasst Staunässe im Boden und gedeiht dort, wo Wasser an seinen Wurzeln vorbeifließt. Stein- und kiesreiche, oft nährstoffarme Böden sind daher ideal, da sie durchlässig sind und nie zu Sauerstoffmangel führen. Auch das Wurzelsystem mit einer tief reichenden Pfahlwurzel und einem Netz sehr oberflächlicher Seitenwurzeln ist perfekt an steinigen Boden angepasst.

Der Ölbaum liebt steinige Böden
Der Ölbaum ist also eine gute Wahl für einen steinigen Boden – vorausgesetzt, Sie leben in einer Region mit relativ milden Wintern. Denn aufgrund seiner mediterranen Herkunft ist der Ölbaum frostempfindlich. Im Freiland verträgt er zwar gelegentliche, kurzzeitige Fröste von etwa -12 bis -15 °C, sofern er an einem nach Süden ausgerichteten, gut vor Wind und kalter Zugluft geschützten Standort wächst.
Wenn Sie nicht am Mittelmeer leben, wählen Sie eine winterhärtere Sorte wie ‘Lucques ’, die etwas weniger kälteempfindlich ist. In den ersten Jahren nach der Pflanzung kann ein Schutz wie ein Wintervlies nötig sein. Vor allem sollten Sie ihn ein- bis zweimal im Monat regelmäßig gießen.
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Wald-Kiefer, See-Kiefer, Schwarzkiefer … Im Allgemeinen bevorzugen Kiefern (Pinus) steinige Böden, da sie wenig anspruchsvoll sind, solange der Boden perfekt drainierend ist. Daher kann eine Kiefer auf armen, kargen Böden sowie auf flachgründigen, steinigen oder sandigen Böden wachsen. Vor allem fürchtet sie jedoch zu feuchte und nicht ausreichend drainierende Böden, besonders im Winter. Außerdem sind Kiefern besonders hitze- und trockenheitsverträglich. Vermeiden sollten Sie allerdings die Tränen-Kiefer (Pinus griffithi) mit ihren feinen, hängenden Nadeln, die frische, tiefgründige Böden bevorzugt, ebenso wie die Monterey-Kiefer (Pinus insignis syn. radiata), die sauren, gut drainierenden, im Sommer aber frisch bleibenden Boden schätzt.
In einem steinigen Boden können Sie dagegen eine Kiefernsorte pflanzen, die durch ihr Laub, ihre Wuchsform oder ihre Größe besonders auffällt. In einem großen Garten passt sich die Pinie (Pinus pinea) perfekt an einen steinigen Boden an, sofern sie in der Sonne steht. Sie wird Sie mit ihrer eindrucksvollen, alten Wuchsform und ihren essbaren Pinienkernen begeistern. Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) erkennt man an ihrem schlanken, unregelmäßigen Wuchs, ihrem blaugrünen Laub und ihrer lachsfarbenen Rinde. Auch sie passt sich sehr gut an steinige Böden an. Prüfen Sie jedoch unbedingt ihre Winterhärte!

Die Pinie passt sich problemlos an steinige Böden an
Mehr erfahren: Kiefern: pflanzen, schneiden und pflegen
Feld-Ahorn (Acer campestre)
In unseren ländlichen Regionen weit verbreitet, hat auch der Feld-Ahorn (Acer campestre) in diesem Gartentyp seinen Platz. Zumal er mit 8 m Höhe und 4 m Breite relativ kompakt bleibt. Was den Boden betrifft, ist der Feld-Ahorn sehr anpassungsfähig: Er begnügt sich mit normalem, auch kalkhaltigem und steinigem Boden, sofern dieser tiefgründig und gut durchlässig ist. Dort kann er seine schönsten Vorzüge zeigen: gelapptes, sattgrünes und leicht glänzendes Laub, das sich im Herbst in prächtige Gelbtöne mit mehr oder weniger Bronze- oder Kupfernuancen färbt, eine zwar unauffällige Blüte sowie geflügelte, rötliche Früchte.

Das hübsche Herbstlaub des ‘Feld-Ahorns
Die Sorte ‘Carnival’ bleibt mit 5 m in alle Richtungen kleiner und begeistert vor allem mit ihrem ungewöhnlichen hellgrünen, cremeweiß gerandeten Laub.
Um ihn besonders gut zur Geltung zu bringen und vor allem seine schöne Rinde zu genießen, pflanzen Sie ihn in die Mitte eines Beets und umgeben ihn mit blühenden Stauden wie Storchschnabel, Goldnessel oder Elfenblume. Auch für eine Hecke eignet er sich, zusammen mit Pfaffenhütchen (Euonymus), Haselsträuchern und Weißdorn (Crataegus).
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10 gute Gründe, einen Baum zu pflanzenGewöhnlicher Goldregen (Laburnum anagyroides)
Der auch als Gewöhnlicher Goldregen oder Goldregen bezeichnete Gewöhnliche Goldregen (Laburnum anagyroides) ist ein Baum, der 7 bis 8 m hoch und ebenso breit werden kann. Mit seiner säulenförmigen Wuchsform und wenigen Zweigen bevorzugt dieser Goldregen arme, eher trockene, kalkhaltige und gut durchlässige Böden, denn feuchte, schwere Erde verträgt er nicht. Kein Wunder, stammt er doch aus den Bergregionen Mittel- und Südeuropas! In seiner natürlichen Umgebung wächst er häufig in Eichen- und Kiefernwäldern neben Flaumeichen, Eschen und Perückensträuchern.
Der Gewöhnliche Goldregen besitzt eine glatte, grünliche, von Längsfurchen durchzogene Rinde. Seine wechselständigen, hellgrünen Blätter sind in drei elliptische bis ovale Fiederblättchen geteilt. Besonders auffällig ist jedoch seine Blüte – zumindest für alle, die gelbe Blüten lieben! Denn von Mai bis Juli ist der Gewöhnliche Goldregen mit hängenden Blütentrauben bedeckt, die denen des Blauregens ähneln und sich bogenförmig herabsenken. Die Blüten sind typisch für die Familie der Schmetterlingsblütler, zu der der Goldregen gehört. Sie leuchten goldgelb, sind zudem bienenfreundlich und verströmen einen intensiven Duft. Nach der Blüte erscheinen behaarte Schoten mit schwarzen Samen.

Wer gelbe Blüten liebt, kann den Gewöhnlichen Goldregen nur schätzen
Die gelbe Blüte kommt neben dem Violett von Zierlauch oder dem roten bis purpurfarbenen Laub von Sträuchern wie der Roten Glanzmispel oder dem Roten Zellernuss besonders gut zur Geltung.
Mehr erfahren: Goldregen, Laburnum: pflanzen, schneiden und pflegen
Hasel (Corylus)
Die Kultur eines Haselstrauchs (Corylus) ist relativ einfach, da er sehr anspruchslos ist. Er passt sich auch an einen steinigen, kalkhaltigen Boden an. Tatsächlich scheut er vor allem zu schwere und feuchte Böden. Auch städtische Bedingungen, Wind und salzhaltige Luft verträgt er. Damit ist er ein idealer Baum, der zudem viele dekorative und nutzbare Vorzüge vereint. Der Haselstrauch wird natürlich wegen seiner Haselnüsse mit unterschiedlichen Formen, Farben und Erträgen kultiviert, aber nicht nur deshalb … Man schätzt an ihm auch die sehr frühe Blüte der farbenfrohen Kätzchen (männliche Blüten), die zwischen Januar und April erscheint. Die weiblichen Blüten sind unauffälliger, aber ungewöhnlich. Auch das Laub des Haselstrauchs kann sich sehen lassen: Im Herbst färbt es sich wunderschön gelb. Seine außergewöhnliche Winterhärte macht ihn schließlich für alle Regionen geeignet.

Die dekorativen, geschwungenen Zweige der Korkenzieherhasel kommen in einem steinigen Boden besonders gut zur Geltung
Wenn Sie etwas Ausgefallenes suchen, wählen Sie den Corylus avellana ‘Purpurea’ mit seinem prächtigen purpurfarbenen Laub. Er wird nicht höher als 5 m und erreicht eine Breite von 3 m. In einem steinigen Boden kommt jedoch sicherlich die Korkenzieherhasel (Corylus avellana ‘Contorta’) mit ihren geschwungenen, ineinander verflochtenen und sehr dekorativen Zweigen besonders gut zur Geltung. Im Winter sind sie prächtig, im Frühjahr schmückt sie eine Blüte aus zarten Kätzchen.
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