9 Stauden für den Alpengarten
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9 Bergstauden für den Steingarten: robust, pflegeleicht und ideal für magere, trockene, steinige Böden. Natürliches Flair und viele Blütenfarben.
Hauswurz: unverzichtbar im Steingarten
Hauswurzen oder Sempervivum sind kleine, sehr dekorative Sukkulenten, die an kleine Artischocken erinnern.
Im Sommer, von Juni bis August, blühen sie in Form dekorativer Rosetten mit zahlreichen Farbnuancen:
- Sempervivum ‘Chick Charms Berry Blues’ mit Pastelltönen, die sich im Jahresverlauf von Blaugrau zu Purpurviolett verändern;
- Sempervivum ‘Chick Charms Gold Nugget’ mit einer außergewöhnlichen Farbveränderung von Grün zu Goldgelb, bevor die Rosetten sich im Herbst mit roten und orangefarbenen Nuancen schmücken;
- ‘Commander Hay’ und ‘Silberkarneol’ mit zweifarbigen rosa-grünen Rosetten;
- Sempervivum calcareum mit grünen Rosetten und roten oder braunen Spitzen, die den natürlichen dekorativen Effekt der Pflanze noch verstärken;
- ‘Dark Beauty’, eine Sorte mit ungewöhnlich dunkler Färbung.
Im Mittelalter galt diese Pflanze als Schutz vor Blitzeinschlag und wurde deshalb häufig auf Dächern kultiviert.
Hauswurzen sind sehr pflegeleicht : Sie benötigen keine Pflege, gedeihen in wenig Substrat und vermehren sich spontan, um den Steingarten zu besiedeln.
Selbst selten fallender Regen genügt meist, um den Wasserbedarf dieser Bergstaude zu decken.

Sempervivum calcareum (Foto: Wikipedia)
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AlpenstaudenAlpen-Edelweiß, Symbol der Berge
Das Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum) ist eine typische Bergpflanze.
Erkennbar ist es an seinen kleinen, 3 cm großen, sternförmigen Blütenständen, die von einem an Schnee erinnernden weißen, wolligen Mantel bedeckt sind. Auch die Blätter sind leicht weißfilzig.
Die Blüte beginnt im Frühjahr und dauert bis Juli. Getrocknet ist die sehr dekorative Blume ideal für hübsche Sträuße.
Die kleine Pflanze wird 20 cm hoch und 10 cm breit.
Das selten gewordene „Alpen-Edelweiß“, einst als Glücksbringer verwendet, steht heute unter Naturschutz. Für Wanderer gilt ein Edelweißfund in den Bergen noch immer als Glückszeichen.
Das leicht zu kultivierende Alpen-Edelweiß braucht lediglich volle Sonne und einen sehr gut drainierten Boden, in dem besonders im Winter kein Wasser stehen bleibt.

Leontopodium alpinum
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Steinbrech: hübsche Blütenpolster
Steinbrech, dessen lateinischer Name „Steinbrecher“ bedeutet, sind ideale Bergstauden für den Steingarten.
Die leichte, luftige und sternförmige Blüte reicht von Weiß bis Gelb sowie von Rot bis Rosa. Sie erscheint im Frühling oder Sommer.
- Saxifraga x arendsii ‘Pixie White’ bildet ein kleines Moospolster, das von einer kräftig dunkelrosa Blüte belebt wird.
- Saxifraga cotyledon ‘Southside Seedling’ bildet hübsche weiße, rot gefleckte sternförmige Blüten.
- Saxifraga arendsii ‘Peter Pan’ schmückt sich mit kleinen roten Blüten und gelber Mitte, die von moospolsterartigem Laub betont werden.
- Saxifraga umbrosa ‘Variegata’ trägt zweifarbiges grünes und gelbes Laub, überragt von einer Wolke weißer Blüten mit roter Mitte.
Auch das Laub ist sehr dekorativ: eingeschnittene Blätter, Rosetten, feines moosartig wirkendes Laub und panaschiertes Laub …
Die Pflanze bildet hübsche, flächige Polster, die einen Steingarten sehr attraktiv gestalten.
Steinbrech benötigen keine besondere Pflege: Diese Stauden gedeihen in gut durchlässigem, auch nährstoffarmem Boden mit wenig Substrat. Sie vertragen sonnige bis halbschattige Standorte und sollten vor der brennenden Mittagssonne geschützt werden.

Saxifraga umbrosa
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15 Pflanzen für eine sonnige SteingartenbepflanzungEnzian: wunderschönes Blau im Steingarten
Enziane sind mehrjährige Pflanzen aus den Bergen und umfassen zahlreiche Sorten, von denen sich einige besonders gut für den Steingarten eignen.
Dazu gehört der Kochsche Enzian oder Alpen-Enzian, der sich im späten Frühjahr mit 5 cm großen, trompetenförmigen Blüten schmückt, in einem herrlichen Tiefblau mit grüner Zeichnung in der Mitte.
Er wird 20 cm breit und 10 cm hoch. Sein grundständiges Rosettenlaub verleiht ihm eine teppichbildende Wuchsform.
Für eine erfolgreiche Pflanzung des Enzians wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Er ist etwas anspruchsvoller als andere Alpenpflanzen und benötigt einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden, damit keine Staunässe entsteht, der zugleich frisch und feucht bleibt.

Gentiana acaulis (Foto: Maja Dumat)
Blaukissen: farbige Blütenteppiche
Blaukissen sind alpine Stauden aus der Familie der Kreuzblütler und erreichen eine Höhe von 10 bis 15 cm.
Von März bis Juni schmücken sich diese üppig blühenden Pflanzen mit 1 bis 3 cm großen Blüten, die 4 Blütenblätter zeigen und je nach Sorte unterschiedliche Farben haben:
- Aubrieta ‘Royal Blue’ zeigt ein schönes Blauviolett;
- ‘Red Carpet’ bietet ein leuchtendes, kräftiges Rosa;
- ‘Kitte White’ schmückt sich mit reinweißen Blüten und gelber Mitte;
- ‘Bressingham Red’ blüht in Karminrot;
- ‘Dr Mules Variegated’ bildet mauvefarbene Blüten über grünem Laub mit weißen Rändern.
Dieser immergrüne oder panaschierte Bodendecker eignet sich ideal für Steingärten und kann sogar kleine Mauern erklimmen. Er breitet sich schnell aus, bedeckt freie Flächen und kann bei Platzmangel sogar benachbarte Pflanzen überwuchern.
Die Kultivierung von Blaukissen ist in ganz Frankreich möglich, sofern der Standort ausreichend sonnig ist, um das Wachstum der Pflanzen zu fördern. Diese Staude bevorzugt leichte, gut drainierte Böden, die im Sommer jedoch nicht zu stark austrocknen.

Aubrieta ‘Bressingham Red’ (Foto Wikipedia)
Küchenschelle: leuchtende Glöckchen
Die Küchenschelle ist eine aus den Alpen stammende, krautige Staude, die etwa 15 bis 30 cm hoch wird.
Mit ihrer frühen Frühlingsblüte (März bis Mai) bezaubert sie mit leichten, farbenprächtigen Glockenblüten, die eine echte Atmosphäre wilder Berglandschaften in den Garten bringen.
Die Stängel sind mit einem zarten, silbrigen Flaum besetzt, der einen reizvollen Kontrast zu den Blütenfarben bildet.
Das fein geschlitzte Laub erscheint erst nach der Blüte. Die dekorativen Vorzüge der Pflanze werden durch die Bildung überraschender, gefiederter Früchte zum Saisonende noch verstärkt.
- Pulsatilla vulgaris ‘Rubra (Röde Klokke)’ bringt mit ihrem intensiven Rot, das von gelben Staubblättern aufgehellt wird, einen kräftigen Farbakzent in den Steingarten. Anschließend bildet sie kleine, flaumige Samen.
- Die sternförmigen Glockenblüten von ‘Violet’ leuchten, wie der Name schon sagt, in einem wunderschönen Violett. Ihre Staubblätter erinnern an warme Sonnenstrahlen. Nach der Blüte schmückt sich die Pflanze mit luftigen, fein gefiederten Fruchtständen.
- Die langen, silbrig behaarten Stängel von ‘Alba’ tragen makellos weiße Blüten mit sonnig gelber Mitte. Zur Fruchtzeit bildet diese Küchenschelle silbrig-weiße, gefiederte Fruchtstände.
Die bis -20 oder -30 °C winterharten Küchenschellen lieben kalte Winter und trockene Sommer. Sie wachsen in kalkhaltigem, tiefgründigem, durchlässigem Boden, damit sich ihre Pfahlwurzel gut entwickeln kann.
Sonne bringt die Blüten zur vollen Entfaltung; bei Regen schließen sie sich.

Pulsatilla vulgaris ‘Violet’ (Foto Orchi)
Eberwurz oder Wilde Artischocke
Die Eberwurz ist eine kleinwüchsige Distelart, die in den europäischen Bergen an trockenen Hängen vorkommt.
Sie blüht vom Frühjahr bis in den Sommer und zeigt große, sehr dekorative Blütenkörbchen in Weiß, Orange oder Gelb, die von zahlreichen Hochblättern umgeben sind.
Die Blüten behalten auch getrocknet ihre ganze Schönheit und eignen sich hervorragend für Trockensträuße.
Auf die Blüte folgen behaarte Achänenfrüchte, durch die sich die Pflanze selbst aussäen kann.
Ihre langen Blätter stehen in einer Rosette und haben gezähnte, mit Dornen besetzte Ränder.
Pflanzen Sie Eberwurz an einen sonnigen Standort, um ihre Blüten optimal zu genießen. Bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit schließen sie sich, weshalb die Pflanze auch „Wetterdistel“ genannt wird.
Diese Bergstaude gedeiht in magerem, trockenem und durchlässigem, steinigem Boden, damit ihre Pfahlwurzeln nicht faulen. Die Pflanze benötigt kaum Pflege.

Carlina acaulis ssp simplex ‘Bronze’ (Foto Peganum)
Steinkraut: goldener Akzent
Das Steinkraut (Allysum) oder Wandelröschen umfasst mehrere Arten, darunter vor allem winterharte Stauden aus Gebirgs- und Felsregionen.
Die Pflanze bildet vom Frühjahr bis zum Sommer ein prächtiges, leuchtendes Bodendeckerpolster, meist gelb, seltener weiß.
- Alyssum saxatile ‘Goldkugel’ bildet dichte, immergrüne Polster, die sich im Frühjahr einen Monat lang mit unzähligen leuchtend goldgelben Blüten bedecken.
- Alyssum montanum ‘Berggold’, auch Berg-Steinkraut genannt, wächst kompakt und erstrahlt zur Blütezeit in sonnigem Gelb. Dabei verströmt es einen zarten Honigduft.
Im Sommer erscheinen anschließend kleine, runde, grüne Früchte, aus denen sich die Pflanze selbst aussät.
Das sonnenliebende Steinkraut gedeiht auch in magerem, kargem, steinigem oder sandigem Boden.
Es benötigt kaum Pflege, außer bei großer sommerlicher Trockenheit und ausbleibendem Regen gelegentliche Wassergaben.

Alyssum saxatile ‘Goldkugel’ (Foto: Wikipedia)
Bitterwurz-Schweinsohr: ein Blütenmeer in leuchtenden Farben
Lewisien Lewisia cotyledon oder Bitterwurz sind mehrjährige Pflanzen aus den Rocky Mountains Nordamerikas.
Ihre geringe Größe (25 cm Höhe und Breite) sowie ihre verzweigten Pfahlwurzeln ermöglichen ihnen, in Felsspalten und Geröll zu gedeihen.
Vom Frühjahr bis zum Hochsommer erfreuen sie uns mit einer Fülle leuchtender Blüten in kräftigen Farben: Rosa, Rot, Orange und Lachs.
Die Blüten mit 3 cm Durchmesser bilden sternförmige Blütenkronen aus 7 bis 12 Blütenblättern, die sich bei Einbruch der Nacht schließen.
Das immergrüne, zungenförmige Laub wechselt bei Kälte von Grün zu Rot.
Die sehr winterharte Bitterwurz fürchtet nur winterliche Nässe. Sie gedeiht in sehr durchlässigem, aber humusreichem Boden an vollsonnigen bis halbschattigen Standorten in warmen Regionen.

Lewisia cotyledon ‘Elise Ruby Red’ (Foto Floragran)
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