Alternative zum Rasen: Zoysia pflanzen
Rasen-Ersatz im Süden Deutschlands
Inhaltsverzeichnis
Ökologisch, da es wenig Wasser benötigt, nur sehr selten gemäht, bewässert und gepflegt werden muss und trittfest ist, ist Zoysia tenuifolia oder Maskarenengras ein kleines Ziergras, das den Rasen vorteilhaft ersetzt. Besonders hitzebeständig, aber nur mäßig winterhart, ist es eine echte Rasenalternative für Regionen mit milden Wintern und trockenen Sommern. Es bildet fast das ganze Jahr über einen erstaunlichen, dichten, immergrünen Bodendecker in leuchtendem Grün. Schluss mit lästigem Rasenmähen und Unkrautjäten! Entdecken wir schnell alle Vorzüge dieses Pflanzenteppichs! Hier erfahren Sie, wo und wie Sie diese den klassischen Rasen perfekt ersetzende Pflanze, das Pfriemblättrige Mastkraut, pflanzen und pflegen.
Entdecken Sie auch unsere Bodendecker als Rasenalternative!

Zoysia tenuifolia © David Pierre Mangiapan Wikimedia Commons
Warum Zoysia statt Rasen?
Ganz einfach: Dieses kleine Gras aus der großen Familie der Süßgräser vereint viele Vorzüge! Zunächst ästhetische: Zoysia tenuifolia breitet sich langsam über seine ausläuferbildenden Rhizome zu einem schönen, samtweichen grünen Teppich aus. Die Halme sind immergrün und behalten einen Großteil des Jahres ihre leuchtend grüne Farbe. Die Wuchshöhe beträgt höchstens 10–12 cm bei 50 cm Breite. So entsteht ein weicher, uneben wirkender Rasenteppich, der zugleich so dicht ist, dass er „Unkraut“ am Ansiedeln hindert.
Ökologisch und praktisch ist der Rasen der Maskarenen zudem, weil er sehr trittfest und äußerst trockenheitsverträglich ist – selbst bei intensiver Nutzung, etwa auf Sportplätzen. Heute wird er zunehmend als Rasenersatz in öffentlichen Anlagen und Gärten eingesetzt und hilft, Wasserreserven zu schonen. Einen schönen grünen Rasen im Sommer zu erhalten, ist ohne kostspielige Bewässerung äußerst schwierig. Zoysia benötigt halb so viel Wasser wie herkömmlicher Rasen und hält Kindern, Sportlern und Tieren stand! Je mehr er betreten wird, desto schöner wird er. Durch regelmäßiges Betreten wird er noch dichter. Sie können darauf spielen, laufen oder ihn einfach barfuß betreten! Solange er das benötigte warme Klima bekommt, ist er anspruchslos und muss nur ein- bis zweimal jährlich gemäht werden – daher auch sein Beiname „Rasen ohne Mähen“! Er gedeiht auf vielen Böden, ob sauer, kalkhaltig oder salzhaltig. Er ist ebenso resistent gegen salzhaltige Gischt an der Küste wie gegen Chlorwasser im Schwimmbecken.

Für welche Flächen?
Langsames Wachstum, daher wenig Mähen. Für eine gleichmäßige Bodenbegrünung in 1–2 Jahren: 7–9 Anzuchttöpfe/m². Zoysia eignet sich für jeden gut drainierten Boden. Alternativ: Blumenwiese aus Stauden und Gräsern.
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Für welche Verwendungszwecke?
Im Garten eignet sich Zoysia tenuifolia als Rasenersatz zwischen Wegplatten, auf Böschungen, in Steingärten, auf Spielflächen und zur Dachbegrünung. Das Ziergras bildet dichte, weiche Teppiche.

Als Rasenersatz auf kleinen Flächen (© Cultivar 413), zur Weggestaltung … Zoysia tenuifolia eröffnet schöne Möglichkeiten
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Alternativen zu Rasen: 10 Bodendecker als RasenersatzIn welcher Region pflanzen?
Zoysia tenuifolia ersetzt im Süden Rasen: trockenheitsfest, hitzetauglich. Unter -5 °C vergilbt sie; winterhart nur in milden Mittelmeer- und Atlantikregionen.
Wann und wie pflanzen?
Das robuste Zoysia tenuifolia gedeiht in den meisten gut durchlässigen Böden. Trockener, steiniger Boden macht ihm nichts aus. Zu schwere, im Winter nasse Böden verträgt es dagegen nicht – darin geht es unweigerlich ein. Damit es sich gut etabliert, sollte ausreichend Substrat vorhanden sein (15 cm Erdschicht genügen). Es gedeiht in voller Sonne, aber auch im Halbschatten. Bis sich ein dichter, geschlossener Teppich bildet, dauert es etwa 2 Jahre.
Pflanzen Sie es im Frühjahr in erwärmten Boden, damit die Wurzeln vor der warmen Jahreszeit genügend Zeit zum Einwachsen haben. In warmem Klima ist auch eine Pflanzung im Herbst möglich. Für eine erfolgreiche Ansiedlung von Zoysia tenuifolia sind einige Regeln zu beachten:
- Bereiten Sie den Boden vor: Lockern Sie die Pflanzfläche 30 bis 40 cm tief, zerkleinern Sie große Erdschollen und entfernen Sie Unkraut sowie Steine.
- Belüften Sie den Boden mit einer Grabegabel.
- Sorgen Sie für eine gute Drainage. Bei Bedarf verbessern Sie sie mit Blähton oder Lavagranulat.
- Geben Sie eine dünne Kompostschicht auf den Boden des Pflanzlochs.
- Sparen Sie nicht an Pflanzen pro m²: Setzen Sie etwa 7 bis 9 Anzuchttöpfe pro m² versetzt im Abstand von 30 cm. So wird die Fläche gleichmäßig bedeckt.
- Gießen Sie.

Zoysia-Rasen pflegen?
Diese Rasenart ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufwand. Einmal etabliert, kommt dieser Bodendecker fast von allein zurecht.
- Bei der Pflanzung einen Langzeitdünger wie Rasendünger oder etwas Kompost ausbringen. Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr wiederholen.
- Nach der Pflanzung: alle 3 bis 4 Tage gießen, damit die Pflanzen gut anwachsen. Nach dem Anwachsen ist der Rasen trockenheitsverträglich. Bei anhaltender Trockenheit im Sommer gelegentlich gießen: etwa 15 Liter Wasser pro Quadratmeter alle 8 bis 15 Tage. Zwischen den Wassergaben die Erde stets abtrocknen lassen.
- Im ersten Jahr regelmäßig jäten, damit Unkraut nicht konkurriert – der Rasen braucht freien Raum. Danach genügt ein- bis zweimaliges Jäten pro Jahr.
- Da er langsam wächst, muss er nicht gemäht werden. Zudem bleibt er lange dicht und bildet mit der Zeit hübsche natürliche Wellen. Bei Bedarf können Sie ihn jedoch ein- bis zweimal jährlich mähen: im Spätwinter, um das Wachstum anzuregen, und im Herbst vor der Dormanz.
- Alle 4–5 Jahre im Sommer den entstandenen Rasenfilz vertikutieren
Mit anderen Rasenalternativen kombinieren?
Ja, zum Glück lassen sich diese Rasenersatzpflanzen gut miteinander kombinieren. So entsteht ein vielfältiger, zu jeder Jahreszeit schöner Rasen. Voraussetzung ist, Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen wie unser Zoysia-Rasen von den Maskarenen zu wählen. Es gibt mehrere Zoysia-Rasensorten. Wählen Sie diejenige, die am besten zu Ihren Bedürfnissen und Wünschen passt. Zu den Pflanzen, die Gras auf trockenem Boden ersetzen und sich mit Zoysia kombinieren lassen, gehört Achillea crithmifolia. Sie übernimmt im Winter und bildet einen immergrünen Teppich in zartem Graugrün. Auch mit Thymus-Arten (Wolliger Thymian, Teppichthymian) sind zahlreiche Kombinationen möglich. Er lässt sich mit weiteren kräftigen Bodendeckern ergänzen, deren Vegetationsrhythmus sich sinnvoll überschneidet, etwa mit Phyla nodiflora, einer der besten Alternativen zu Rasen auf trockenen, betretenen Böden. Sie bildet große, sehr niedrige Teppiche aus mehr oder weniger immergrünem, graugrün getöntem Laub, über dem sich im Frühjahr hübsche malvenfarbene Blüten erheben.

Zoysia tenuifolia unten in der Mitte, mit einigen weiteren guten Begleitpflanzen wie Thymian oben rechts sowie Sedum und Pfriemen-Mastkraut auf der Dachterrasse (© Cultivar 413)
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