Bananen ernten in Frankreich?
Banane: Tipps für Blüte und Früchte
Inhaltsverzeichnis
Die Banane steht für Tropen, Exotik und Wärme. Bananen in Frankreich zu ernten ist möglich, aber schwierig: Klima, Pflege und Winterschutz entscheiden.
Lebenszyklus der Banane verstehen
Banane: Wachstum, Blüte und Fruchtbildung dauern tropisch 9–14 Monate. In gemäßigtem Klima bremsen Lichtmangel und Kälte oft Blüte und Fruchtbildung.
Sortenwahl für reichen Fruchtbehang
Die Wahl der Sorte ist sicherlich eines der entscheidendsten Kriterien, um erfolgreich Bananen zu ernten.
Winterharte, aber dekorative Bananen
Diese Bananen werden meist wegen ihres exotischen Laubs und ihrer Kältetoleranz gepflanzt. Ihre Früchte sind jedoch oft nicht essbar oder voller Samen.
- Musa basjoo (Japanische Faser-Banane): Die winterhärteste Art (das Rhizom verträgt bis zu -15 °C). Sie blüht in unseren Breiten relativ gut, doch ihre kleinen Bananen sind wegen der vielen Samen nicht essbar. Ideal für einen tropisch inspirierten Garten
- Musa sikkimensis : Weniger winterhart als Musa basjoo, verträgt sie dennoch Kälte bis -12 °C. Ihre Früchte sind klein, hart und voller Samen, geschmacklich völlig uninteressant
- Musa velutina (Kenia-Banane): Eine kleine Banane, die auch im Topf relativ leicht blüht und Früchte trägt. Ihre kleinen, rosafarbenen Bananen sind dekorativ, aber nicht essbar.
Essbare Bananen
Für Dessertbananen sollten Sie sich für oft kleinwüchsige Sorten entscheiden, zum Beispiel:
- Musa acuminata ‘Dwarf Cavendish’ : Relativ kompakte Sorte, die sich im Wintergarten gut handhaben lässt. Im Topf oder Kübel kultivieren, um auf Früchte zu hoffen. Sobald die Nachttemperaturen unter 8 °C sinken, muss sie ins Haus
- Musa x paradisiaca ‘Dwarf Orinoco’ : Eine mäßig große Banane, relativ robust, da sie Temperaturen bis -7 bis -8 °C verträgt
- Musa Hybrid ‘Ice Cream’ oder ‘Blue Java : Eine Kreuzung aus Musa acuminata und Musa balbisiana, kältetolerant und in mediterranem Klima fruchttragend.

Zwei essbare Bananen: Musa acuminata ‘Dwarf Cavendish’ und Musa x paradisiaca ‘Dwarf Orinoco’
Pflanzenpflege: die Erfolgsfaktoren
Blüte und Fruchtbildung einer Banane erfordern eine konstante Nährstoff- und Wasserversorgung, um das schnelle, kräftige Wachstum zu unterstützen.
Wasser und Luftfeuchtigkeit
Die Banane hat einen extrem hohen Wasserbedarf. Als exotische Pflanze liebt sie außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe.
- Während des aktiven Wachstums im Frühjahr und Sommer muss sehr regelmäßig und reichlich gegossen werden. Das Substrat oder der Boden sollte frisch, aber niemals durchnässt bleiben. Bei einer Topfbanane kann im Hochsommer tägliches, bei Bedarf sogar zweimal tägliches Gießen erforderlich sein
- Im Winter sollten Sie bei kaltem Wetter ohne starken Frost weniger gießen, um Staunässe zu vermeiden. Steht die Banane im Topf, stellen Sie sie an einen geschützten Platz
- Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist unerlässlich, besonders im Haus oder Gewächshaus, damit die Ränder der großen Blätter nicht braun werden. Regelmäßiges Besprühen des Laubs mit kalkarmem Wasser sowie mit Blähton oder feuchtem Kies gefüllte Untersetzer unter dem Topf erhöhen die Luftfeuchtigkeit.
Düngung
Die Banane ist eine stark zehrende Pflanze, die einen nährstoffreichen Boden und regelmäßige Düngergaben für ihr schnelles Wachstum benötigt.
- Das Substrat muss nährstoffreich, humusreich, locker und sehr gut drainierend sein. Ideal ist eine Mischung aus Gartenerde, reifem Kompost oder gut verrottetem Mist und einem drainierenden Bestandteil wie grobem Sand oder Perlite.
- Während der gesamten Wachstumszeit von April bis September geben Sie einen ausgewogenen Flüssigdünger mit viel Stickstoff (N) für das Laub, Kalium (K) für Blüte und Fruchtbildung sowie Magnesium (Mg). Ein Spezialdünger für exotische Pflanzen ist gut geeignet. Kalium ist für die Fruchtbildung besonders wichtig, daher darf kein Mangel auftreten. Düngen Sie alle 4 bis 6 Wochen, bei Topfpflanzen kann die Gabe wöchentlich erfolgen.
- Im Herbst stellen Sie das Düngen allmählich ein oder reduzieren es deutlich, da die Pflanze in eine Ruhephase eintritt.

Die Pflege einer Banane ist anspruchsvoll
Licht und Standort
- Die Banane benötigt einen vollsonnigen Standort. Stellen Sie sie in die volle Sonne (außer hinter einer Glasscheibe, wo direkte Sonne die Blätter verbrennen kann) oder in den heißesten Regionen in den Halbschatten
- Stellen Sie sie möglichst an eine nach Süden oder Südwesten ausgerichtete, wärmespeichernde Mauer oder in einen geschützten Innenhof
- Schützen Sie sie vor vorherrschenden Winden, die die großen Blätter zerreißen können. Das beeinträchtigt nicht nur die Optik, sondern verringert vor allem die für die Photosynthese zur Energiegewinnung für die Blüte erforderliche Blattfläche. Wind trocknet die Pflanze außerdem aus.
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Ziel ist, die Banane möglichst lange im optimalen Wachstumszustand zu halten, damit sie zur Zeit der größten Wärme des Jahres die Blüh- und Fruchtreife erreicht.
Wachstumszyklus steuern
- Im Frühjahr, dem Beginn des Wachstums, sollte die überwinterte Banane nach draußen, sobald die Temperaturen nachts nicht mehr unter 10 °C und tagsüber nicht mehr unter 15 °C sinken. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen oder für einen Substrataustausch mit organischem Material sowie für häufigeres Gießen und Düngen.
- Im entscheidenden Sommer sollten Sie reichlich Wasser und Dünger geben, um ein möglichst schnelles Blattwachstum anzuregen. Die Banane muss in dieser Zeit möglichst viele Blätter bilden.
- Setzt die Blüte ein, zeigt sie sich zunächst durch eine große, purpurfarbene Knospe an der Spitze des Scheinstamms, die später herabhängt. Das ist das Zeichen für den Fruchtstand. Kultivierte Dessert-Bananen (Ess-Banane, Dessert-Banane usw.) sind meist parthenokarp, bilden also Früchte ohne Bestäubung. Die Bestäubung ist bei essbaren Sorten daher kein großes Thema.
- Um die Fruchtqualität zu verbessern, entfernen manche Gärtner die schwächsten „Hände“ (Büschel aus mehreren Bananen) oder schneiden das Ende des Fruchtstands (den verbleibenden Schopf oder das Herz) ab, sobald sich die letzten weiblichen Blüten gebildet haben. So wird die Energie auf die vorhandenen Früchte konzentriert.
Auf eine Kultur unter Idealbedingungen setzen
Bei essbaren Sorten erhöht ganzjähriger Anbau im Warmgewächshaus oder Wintergarten die Chancen auf Fruchtbildung am stärksten, da so dauerhaft ein tropisches oder zumindest subtropisches Klima geschaffen wird. Die Pflanze wächst dadurch ohne Unterbrechung und bildet die erforderliche Blattzahl innerhalb eines Jahres.

Die Chancen auf Fruchtbildung einer Banane lassen sich durch ganzjährigen Anbau im Warmgewächshaus oder Wintergarten am stärksten erhöhen
Sobald sich der Bananenfruchtstand gebildet hat, muss er warm gehalten werden. Sinken die Temperaturen im Spätherbst zu stark, kann der Fruchtstand vor der vollständigen Reife abgeschnitten und im Haus (in einem warmen Raum) nachgereift werden.
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