Botanische Schachblumen
Graziöse, seltene Schachblumen entdecken
Inhaltsverzeichnis
Fritillarien: Kaiserkrone und seltene Arten mit gelben oder orangefarbenen Blüten für romantische, naturhafte Gärten
Kiebitzei: ländlicher Charme
Unter ihrem lateinischen Namen Fritillaria meleagris ist die Schachblume nach der Kaiserkrone wohl die bekannteste Fritillarie. Dabei ist sie ganz anders, deutlich kleiner (30 bis 40 cm hoch) und viel unauffälliger … Ihre hübsch gesprenkelten Glockenblüten mit Schachbrettmuster auf allen Blütenblättern (genauer: Tepalen) sind jedoch unverkennbar. Die kleinen, nickenden Glocken (3 bis 4 cm) in rosavioletter, fast weinroter Farbe mit cremefarbenen Nuancen durch das originelle Schachbrettmuster erscheinen je nach Region meist einzeln, manchmal zu zweit, zwischen Mitte März und Mitte April. Die sehr feinen, linearen Blätter sind leicht blaugrün und etagenförmig am Stängel angeordnet.
Diese Fritillarie stammt aus Nord- und Mitteleuropa. Dort wächst sie natürlich in Brachland, feuchten Wiesen, an Waldrändern und oft entlang von Wasserläufen (daher wird sie auch Sumpf-Tulpe genannt). In ihrem natürlichen Lebensraum ist sie eine seltene, geschützte Art. Ihr vegetatives Wachstum ist langsam; sie bürgert sich ein, doch Sie müssen Geduld mit ihr haben und ihrer Zwiebel Zeit zur Regeneration lassen!
Pflanzen Sie sie an einen sonnigen bis halbschattigen Standort, in Gruppen auf dem Rasen für einen schönen Frühlingseffekt oder an den Beetrand zu schlichten Zwiebelpflanzen wie Knotenblumen, Narzissen ‘Peeping Jenny’ und reinweißen Tulpen wie ‘White Marvel’. Wählen Sie einen frischen Platz im Garten, an dem sie ideale Wachstumsbedingungen findet.
N.B.: Die aus dem Kaukasus und der Türkei stammende Fritillaria latifolia sieht ihr ähnlich, bleibt aber kleiner.

Fritillaria meleagris
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Schachblume: Pflanzung, Kultur, PflegeKaiserkrone (Fritillaria pontica): zweifarbig, anmutig
Aus Südosteuropa und der Türkei stammend, besitzt die Fritillaria pontica ein schönes, schmales, leicht graugrünes Laub, das im oberen Stängelbereich sitzt und direkt unter dem Blütenstand eine hübsche grüne Blattrosette bildet. Die zweifarbigen, gelbgrünen Blüten sind unregelmäßig violettbraun überhaucht und erscheinen im April oder Mai. Sie bilden bezaubernde, 3 bis 4 cm große, hängende Glöckchen, die einzeln oder zu zweit oder dritt erscheinen. Je nach Region blühen sie von April bis Juni. Die mittelgroße Pontische Schachblume wird 25 bis 40 cm hoch.
Sie ist äußerst winterhart und gehört neben dem Kiebitzei zu den am leichtesten zu kultivierenden botanischen Schachblumen. Pflanzen Sie sie an einen halbschattigen Standort in besonders durchlässigen Boden. Sie leidet jedoch unter Hitzewellen und verträgt keine Trockenheit. Meiden Sie daher die Pflanze in den wärmsten Regionen des Landes. In montanen Gebieten gedeiht sie dagegen besonders gut.

Fritillaria pontica
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Persische Kaiserkrone: dunkel und erhaben
Diese prächtige Kaiserkrone begeistert mit ihrer dunkelblühenden Schönheit. Fritillaria persica stammt aus der Südtürkei und ist eine Steingartenpflanze, die viel Sonne zum Gedeihen braucht. Anders als andere botanische Kaiserkrone beeindruckt sie mit ihrer stattlichen Größe – in freier Natur bis zu 1 m. Sie bildet 70 bis 90 cm hohe, lange Stängel mit schmalen, bläulichen, wirtelig angeordneten Blättern und einem schönen Blütenstand aus etwa 20 hängenden, purpurfarbenen, fast schwarzen Blüten. Die Blütezeit liegt im April oder Mai. Diese Kaiserkrone wächst sogar auf ariden, wüstenartigen Böden im Westen der USA. Sie ist recht pflegeleicht, wenn Sie auf sandigen, durchlässigen, sogar trockenen Boden achten. Pflanzen Sie ihre Zwiebeln in voller Sonne, wird sie prächtig gedeihen.
Kombinieren Sie die Persische Kaiserkrone mit zartrosa Farbtönen, etwa mit hohen Tulpen ‘Mango Charm’, mit einer Päonie im sonnigen Beet oder mit cremefarbenen Blüten wie Narzissen. Für einen säuerlich-frischen Kontrast eignet sich eine Palisaden-Wolfsmilch characias. Eine dynamischere Szene ergänzen üppig gekräuselte Papageien-Tulpen ‘Irene Parrot’ oder Fosteriana-Tulpen ‘Juan’, deren purpur marmoriertes Laub einen eleganten Farbakzent setzt.
Aus der Wildart sind zahlreiche Kultivare hervorgegangen: Fritillaria persica ‘Adiyaman’ und ‘Twin Towers Tribute’ zählen zu den schönsten.

Fritillaria persica
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Schachblumen: pflanzen und pflegenBleiche Kaiserkrone: strahlend und blühend
Fritillaria pallidiflora: winterharte Schachblume aus Sibirien mit zartgelben Blütenglocken. Tipps zu Standort, Boden und Begleitpflanzen.
Kaiserkrone bucharica: edel im Steingarten
Die Schachblume bucharica unterscheidet sich aus mehreren Gründen von den anderen Arten dieser Auswahl. Sie bildet bereits ab März oder April zahlreiche reinweiße, grün gekehlte Blüten mit leuchtend gelben, sternförmigen Staubblättern. Die winterharte, aus Zentralasien und Afghanistan stammende Fritillarie wird nur 10 bis 35 cm hoch. Sie wächst an felsigen Hängen bis 2.000 m Höhe und benötigt daher einen sehr durchlässigen Boden sowie viel Sonne. Fehlen diese Bedingungen, kultivieren Sie sie im Topf.

Fritillaria bucharica
Zarte Kaiserkrone liliacea
Die Fritillaria liliacea ist eine bezaubernde, in Kalifornien heimische Schachblume, die dort selten wird, aber nicht mehr vom Aussterben bedroht ist. Die etwa 35 cm kleine Schachblume blüht von Februar bis April. Ihre weißen, grün gestreiften Blüten hängen glockenförmig herab. Sie wird auch Duft-Schachblume genannt und kann leicht duften. Sie bevorzugt sonnige Standorte und frische, idealerweise lehmige Böden, die im Sommer trocken bleiben. Diese Schachblume ist etwas frostempfindlicher als andere und bis -6,5 °C winterhart. Bei ungeeignetem Boden lässt sie sich leichter im Topf kultivieren.

Fritillaria liliacea (© Vahe Martirosyan) und Nahaufnahme der Blüte (© John Rusk)
Fritillaria camschatcensis: für feuchte Böden
Die aus den Feuchtgebieten Japans und Nordamerikas stammende Fritillaria camschatcensis (auch Schatten-Schachblume) nimmt unter den Kaiserkrone-Arten eine Sonderstellung ein. Wie ihre Verwandte, die im Unterholz wachsende Fritillaria meleagris, bevorzugt sie einen frischen bis sehr feuchten Boden.
Diese seltene, ungewöhnliche Kaiserkrone blüht zudem später als ihre Verwandten, im späten Frühjahr, etwa von Juni bis Mitte Juli. Die zierlichen Blüten leuchten in einem wunderschönen, glänzenden Purpur und sind oft gelb gesprenkelt, akzentuiert durch goldgelbe Staubblätter. Die weit geöffneten Blütenblätter neigen sich wie bei den meisten Kaiserkrone-Arten nach unten. Die Schatten-Schachblume bleibt mit etwa 40 cm Höhe mittelgroß, trägt aber bis zu 6 Blüten pro Stängel. Das feine grüne Laub ist in Wirteln an einem sehr geraden, kräftigen Stängel angeordnet. Nach dem Anwachsen breitet sie sich allmählich aus und bürgert sich ein. Diese Schatten-Schachblume richtet sich an Liebhaber und Sammler, da sie etwas anspruchsvoller in der Kultur ist. Sie gedeiht an einem frischen, durchlässigen, humusreichen, leicht sauren und halbschattigen Standort.
Kombinieren Sie sie mit Farnen wie Cyrtomium falcatum, Funkien und rosafarbenen Astilben wie Astilbe simplicifolia ‘Pink Lightning’ mit ihrem zarten Lachsrosa oder mit goldgelben Trollius pumilus. Probieren Sie auch eine überraschende Kombination mit dem grün-purpurfarbenen Arisaema concinnum, dem grünen und purpurfarbenen Feuerkolben!

Fritillaria camschatcensis
Botanische Schachblumen
Viele botanische Schachblumen sind schwierig zu kultivieren. Beachten Sie Standort, Klima und Winterhärte – und pflücken Sie keine geschützten Arten.
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