Gemüsegarten im Süden: Welches Gemüse anbauen?

Gemüsegarten im Süden: Welches Gemüse anbauen?

Gemüse für den mediterranen Garten: unsere Empfehlungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 28. September 2025  durch Pascale 5 min.

Sie gärtnern im Süden Frankreichs? Sonne und milde Temperaturen sind ein Vorteil, doch Wind, Sommerdürre und starke Tag-Nacht-Schwankungen fordern Sie. Diese Gemüse lohnen sich.

Mehr dazu: Gemüsebeet im Mittelmeerraum anlegen.

Frühling Schwierigkeit

Hacken und Mulchen im mediterranen Gemüsegarten

Im Norden dient Mulch unter anderem dazu, Gemüse warm zu halten, im Süden soll er vor allem die Feuchtigkeit nach dem Gießen bewahren und das Gemüse vor großer Hitze schützen. Indem Sie organisches Mulchmaterial wie etwa Flachsstroh, Rasenschnitt oder zerkleinerte Laubblätter verteilen, begrenzen Sie die Verdunstung und damit auch den Gießaufwand. Außerdem verringert Mulch die Bodenerosion und verhindert nebenbei die Ausbreitung von Unkraut. Kurz gesagt: Mulchen lohnt sich im Garten!

Mulchen

Mulch begrenzt die Verdunstung des Gießwassers

Damit der Mulch seine volle Wirkung entfaltet, lockern Sie den Boden vor dem Ausbringen gründlich mit der Hacke. So wird das Bodenleben kaum gestört, und die Mikroorganismen nehmen ihre Arbeit auf, sobald der Mulch liegt.

Vergessen Sie außerdem nicht: Während manche Gemüsearten gerne in der Sonne stehen, bevorzugen andere einen kühlen Standort. Blattgemüse wie Salat, Spinat und Rüben kann daher auch im Süden angebaut werden, sofern Sie für Schatten sorgen. So schießen die Pflanzen weniger schnell. Deshalb kann es sinnvoll sein, mit senkrecht wachsenden Kulturen wie Mais, Kletterbohnen, bestimmten Kürbis- oder Zucchinisorten, Gurken oder Chayoten etwas Schatten zu schaffen.

Gemüse mit viel Sonne und Wasser

In einem Garten im Süden Frankreichs sollten Sie am besten Gemüse wählen, das Sonne und sogar Trockenheit liebt. Dennoch hängt sein Wachstum von der Bewässerung ab.

  • Die Tomate: Die Tomate (Solanum lycopersicum) muss wohl nicht vorgestellt werden. Als Sonnenliebhaberin schlechthin gehört sie zu allen typischen Gerichten der mediterranen Küche. Im Süden kann sie bereits im April gepflanzt werden. Die leicht zu kultivierende Tomate ist in Hunderten Sorten erhältlich: in allen Farben und Größen, mit vielfältigen Aromen und unterschiedlicher Reifezeit.

Tomaten

Sie benötigt einen tiefgründigen, lockeren Boden mit reichlich gut verrotteter organischer Substanz. Die Bewässerung ausschließlich mit der Gießkanne muss regelmäßig und kontinuierlich erfolgen; sobald die Früchte zu reifen beginnen, wird sie etwas reduziert. Um das Gießen zu erleichtern, legen Sie eine Gießmulde an und mulchen den Boden. Sie können auch eine umgedrehte Flasche neben die Pflanze stellen.

  • Die Paprika: Dieses sehr wasserbedürftige Fruchtgemüse liebt Sonne und Wärme. Auch ein humusreicher Boden ist für die Paprika (Capsicum annuum) unverzichtbar. Im Süden ab Mai ins Freiland pflanzen. Für Abwechslung sorgen fast würfelförmige, rechteckige oder dreieckige Paprikasorten, die auch als Hörnchen bezeichnet werden. Zögern Sie nicht, auch Chilis zu pflanzen.
  • Die Aubergine: Sie ist das dritte typische Gemüse der provenzalischen Ratatouille und gedeiht daher im warmen Klima des Südens besonders gut. Die Aubergine (Solanum melongea) benötigt sehr häufige und regelmäßige Wassergaben, immer direkt am Fuß der Pflanze. Im Süden Frankreichs bereits ab März pflanzen.
Aubergine

Die Aubergine direkt am Fuß gießen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden

  • Die Zucchini: Dieses Mitglied der Kürbisgewächse ist eine kräftige, anspruchslose Pflanze, die Wärme und einen mit Kompost oder Mist angereicherten Boden schätzt. Auch hier regelmäßig gießen, ohne die Blätter zu benetzen. Bauen Sie mehrere Zucchinisorten (Cucurbita pepo) an: lange, runde, grüne, gelbe …
  • Die Gurke: Als kriechende Gemüsepflanze benötigt die Gurke (Cucumis sativus) einen leichten, frischen, humusreichen Boden und vor allem viel Sonne. Sie ist sehr wasserbedürftig und muss reichlich gegossen werden, stets außerhalb der heißen Stunden. Um Platz zu sparen oder Salatpflanzen Schatten zu spenden, ziehen Sie Gurken am Spalier.
  • Die Melone : Sie bevorzugt leichte, humusreiche Böden und benötigt bis zur Fruchtbildung mäßige, aber regelmäßige Wassergaben. Danach, 15 Tage vor der Ernte, wird das Gießen eingestellt, damit sich Zucker bilden kann. Verwenden Sie zum Gießen der Melone (Cucumis melo) kein zu kaltes Wasser.
  • Die Artischocke: Sie ist eine mehrjährige Gemüsepflanze, die warme Standorte sowie frische, leichte und nährstoffreiche Böden bevorzugt. Die kälteempfindliche Artischocke (Cynara scolymus) gedeiht im Süden besonders gut, vor allem bei regelmäßiger, aber mäßiger Bewässerung.
  • Die Chayote : Die auch als Christophine bezeichnete Chayote (Sechium edule) ist eine exotische Staude aus der Familie der Kürbisgewächse, die wie eine große Birne aussieht.
Chayote

Die Chayote liebt frische, tiefgründige Böden

Daher benötigt sie Wärme und sollte im Winter gemulcht werden. Sie liebt frische, tiefgründige Böden und muss im Sommer daher reichlich gegossen werden. Diese Pflanze muss an einem Spalier gezogen werden. Um eine Chayote-Pflanze zu erhalten, pflanzen Sie die ganze Frucht ein.

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Südgemüse ohne Bewässerung

Auch anderes Gemüse (oder genauer gesagt Hülsenfrüchte aus der Familie der Schmetterlingsblütler) eignet sich für mediterrane Gemüsegärten, da es kaum oder gar nicht gegossen werden muss. Außerdem können Hülsenfrüchte Stickstoff binden und daher auch auf nährstoffärmeren Böden wachsen. Unsere unverzichtbare Auswahl:

  • Die Linse: Diese Hülsenfrucht verträgt Hitze gut. Die Linse (Lens culinaris) wächst an einem vollsonnigen Standort in sandigem, leichtem und gut durchlässigem Boden. Gießen ist nur bei sehr trockenem Sommer nötig, zumal Wasser die Schotenbildung hemmt. Im April direkt ins Freiland in Horsten aussäen.

lentille lens culinaris Die Linse verträgt Hitze

  • Die Kichererbse: Sie hat nur einen Anspruch: Wärme. Die Kichererbse (Cicer arietinum) ist sehr kälte- und nässeempfindlich und daher ideal für Südfrankreich. Sie gedeiht zudem in leichten, lockeren, auch armen und sandigen Böden. Kompost ist daher hilfreich. Im April aussäen und anhäufeln.
  • Die Erdnuss: Die ungewöhnliche Hülsenfrucht Erdnuss (Arachis hypogaea) ist faszinierend anzubauen. Beim Verblühen wächst unterhalb des Fruchtknotens ein Scheinstängel, der sogenannte Fruchtstiel, und führt ihn zum Boden.

arachide Die Erdnüsse, die Früchte der Erdnuss, entwickeln sich im Boden

Die Früchte, also die Erdnüsse, bilden sich somit unter der Erde. Erdnüsse benötigen viel Wärme sowie einen leichten, gelockerten und tiefgründigen Boden. Gießen Sie, bis sich die Früchte in den Boden senken, und stellen Sie die Wassergaben danach ein.

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