Kriechende Grevillee: 5 Sorten entdecken

Kriechende Grevillee: 5 Sorten entdecken

Bodendecker: ideale Sorten

Inhaltsverzeichnis

Grevilleen sind immergrüne Sträucher mit vielfältigen Größen und Wuchsformen. Während einige wie Grevillea robusta mehrere Meter hohe Bäume bilden, bleiben andere kaum dreißig Zentimeter hoch.

Weniger bekannt als die beliebte Grevillea rosmarinifolia, sind sie dennoch interessant. Ihre niederliegende, flächige Wuchsform bildet wunderschöne blühende Pflanzenpolster, die Böschungen, Steingärten, Beeteinfassungen sowie den Vordergrund von Beeten und Hecken schmücken. Sie stabilisieren den Boden, hemmen Unkraut und erleichtern die Pflege oft schwer zugänglicher Bereiche. Diese Sträucher lassen sich aber auch problemlos im Topf kultivieren und verschönern kleine Bereiche, Terrassen oder Balkone.

Hier finden Sie unsere Auswahl von 5 Grevilleen mit ausladender Wuchsform, die perfekte Bodendecker bilden.

Schwierigkeit

Grevillea lanigera ‘Mount Tamboritha’: kleinwüchsiger, reich blühender Strauch

Die Grevillea lanigera ‘Mount Tamboritha’ ist eine kriechende Form mit denselben Vorzügen wie buschige Sorten: immergrünes Laub und eine schöne, exotisch anmutende Blüte. Sie wird nur etwa 20 cm hoch, aber 1,50 m breit.

Dieser Bodendecker bildet fleischigere Blätter als seine Artgenossen, die fast kugelig sind. Sie zeigen ein aschig graugrünes, leicht wollig behaartes Erscheinungsbild und sind zu jeder Jahreszeit dekorativ.

Doch am Ende des Winters beginnt das eigentliche Schauspiel: Unser Strauch bringt dann unzählige Blüten in kräftigem Rosa und blassem, cremefarben verwaschenem Rosa hervor. Sie bestehen aus eingerollten, schneckenhausähnlichen Griffeln und langen, gebogenen Staubblättern. Die Blüten erscheinen bis zum Ende des Frühjahrs immer wieder.

Wie andere Grevilleen ist auch ‘Mount Tamboritha’ leicht zu kultivieren. Der Strauch gedeiht in der Sonne, in leichtem, gut durchlässigem Boden ohne Staunässe und Kalk. Ist er gut eingewurzelt, kommt der pflegeleichte Strauch ohne Bewässerung aus. Seine Winterhärte reicht an einem geschützten Standort in geeignetem Boden bis -9 °C.

Um den Fuß einer niedrigen Mauer oder einen Hang zu begrünen, kombinieren Sie ihn zum Beispiel mit einer Kriechenden Säckelblume, etwa der Kriechenden Säckelblume, die mit ihrer leuchtend lavendelblauen Blüte den Frühling bereichert. Im Steingarten sind Fetthenne oder kriechender Rosmarin (Rosmarinus officinalis ‘Prostratus’) ebenfalls gute Begleiter.

Strauch

Grevillea lanigera ‘Mount Tamboritha’

Hybrid-Grevillee 'Bronze Rambler': filigranes Laub

‘Bronze Rambler’ ist eine Hybridsorte der Grevillea, entstanden aus der Kreuzung zweier Arten (rivularis x ‘Poorinda Peter’). Sie zeichnet sich durch ihren imposanten, kriechenden Wuchs (30 cm hoch und 3 m breit) sowie ihr dekoratives Laub aus. Die Blätter sind tief in große Lappen geteilt, die jungen Triebe zart kupferbronze gefärbt.

Im Frühjahr schmückt sich das Laub mit schönen roten oder purpurrosa Blüten, die über viele Wochen erscheinen. Sie stehen in bürstenförmigen Trauben.

Dieser Strauch bildet einen dichten, sehr dekorativen Bodendecker, kann aber nur in den mildesten, sonnigsten Regionen ins Freiland gepflanzt werden, wo die Fröste nicht unter -6 °C sinken. Im mediterranen Garten gedeiht er prächtig in einem erhöhten Beet oder großen Steingarten. Pflanzen Sie ihn in die Nähe von Leptospermum, Zistrosen und Waagerechten Wacholdern.

Strauch

Grevillea-Hybrid ‘Bronze Rambler’

Wacholder-Silbereiche 'New Blood': lange Blüte

Wenn die Typusart Grevillea juniperina sehr beliebt ist, verdient die kriechende Sorte ‘New Blood’ eine größere Verbreitung.

Ihr immergrünes Nadel-Laub leuchtet in einem schönen, kräftigen Grün und ist sehr dicht. Es bildet den perfekten Rahmen für die prachtvolle, unermüdliche Blüte in kräftigem, fast rotem Rosa, die in frostfreien, milden Regionen nahezu das ganze Jahr anhält. In weniger milden Regionen zeigt sie sich im Sommer und dauert dennoch viele Wochen.

‘New Blood’ wächst kompakt und kriechend, wird 35 cm hoch und etwas über 1 m breit. Dank dieser bescheidenen Maße kann sie im Freiland oder im Topf kultiviert werden, vor allem in Regionen mit strengen Frösten. Ihre Winterhärte ist für die Gattung recht gut und reicht unter optimalen Bedingungen bis -10 bis -12 °C (geschützter Standort und perfekt drainierter Boden).

Als Begleiter eignet sich Escallonia ‘Red Carpet’ mit rosafarbener Sommerblüte. Ergänzen Sie die zarten weißen Blüten der Sündermanns Schaumkresse Iberis sempervirens und die leuchtenden, schalenförmigen Blüten der Purpurnen Mohnmalve Callirhoe involucrata.

Strauch

Grevillea juniperina ‘New Blood’

Grevillea prostata 'Aurea': sonniger Bodendecker-Gelbblüher

Diese Grevillee bezaubert mit schwefelgelber Blüte, die bei diesen Sträuchern seltener vorkommt. Sie erscheint im Frühjahr und erneuert sich mehrere Wochen lang üppig. Die spinnenartigen Blüten besitzen keine Blütenblätter, dafür blütenblattähnliche Griffel und lange, gut sichtbare Staubblätter. Ihr zerzaustes Aussehen verleiht ihnen einen natürlichen Charme. Das immergrüne Laub besteht aus feinen, nadelartigen Blättern in einem schönen Hellgrün.

Aurea’ wächst flach und bodendeckend und erreicht 50 cm Höhe bei 1,20 m Breite. Der schnellwachsende Strauch breitet sich leicht aus und bildet ein dichtes, leuchtendes Polster.

Wie die meisten Grevilleen verträgt dieser aus Australien stammende Strauch weder strenge Winter noch starken Frost. Er ist nur bis etwa -5 °C winterhart. In Regionen mit ungeeignetem Klima kann diese Sorte jedoch problemlos im Kübel, Balkonkasten oder Ampelgefäß kultiviert und während der kalten Jahreszeit geschützt untergebracht werden.

Sie bevorzugt gut durchlässige Böden, in denen sich kein Wasser staut. Geben Sie ihr einen vollsonnigen Standort im Steingarten, am Fuß einer Mauer oder zur Begrünung eines Hangs.

Kombinieren Sie diese Grevillee mit kriechendem Ginster, der dieselben Kulturbedingungen schätzt, etwa mit Cytisus decumbens, dem Flügel-Ginster (Genista sagittalis) oder dem Stein-Ginster (Genista lydia). Auch sie blühen im Spätfrühling gelb. Sie können sich auch für den Niederliegenden Geißklee Cytisus kewensis entscheiden, der eher cremegelb blüht. Für einen schönen Kontrast kombinieren Sie sie mit blau blühenden Pflanzen wie Lavendel oder Katzenminze in Regionen nördlich der Loire.

Grevillea gracilis 'Alba': klein, leuchtend weiße Blüten

Die Grevillea gracilis ‘Alba’ gehört nicht zu den breiter als hohen Sorten, die gewöhnlich als Bodendecker verwendet werden. Ihre geringe Größe ermöglicht es jedoch, sie für die Begrünung von Böschungen, Steingärten, Beeträndern oder im Vordergrund von Beeten einzusetzen. Sie erreicht nämlich eine Höhe von 60 cm und eine Breite von 40 cm. Ihr dichtes Laub besteht aus immergrünen, nadelförmigen Blättern in leuchtendem Grün.

Ab dem Ende des Winters zeigt sie eine üppige, spinnenartige Blüte in Cremeweiß, die besonders hell leuchtet. Die Blüten erscheinen am Strauch nahezu ununterbrochen bis zum Ende des Frühlings.

Da ‘Alba’ Frost unter etwa -6 °C nicht verträgt, wird sie nur in milden Küstenregionen ins Freiland gepflanzt. Andernorts ist die Kultur im Topf problemlos möglich – auf der Terrasse, dem Balkon oder in einem kleinen Garten. Wie ihre Artgenossen benötigt diese Grevillee Sonne und ein leichtes, nährstoffarmes, gut durchlässiges Substrat mit neutralem oder saurem pH-Wert.

Da sie ebenfalls saure Böden schätzt, passt winterblühende Heide mit ausgebreiteter Wuchsform sehr gut zu unserem Strauch. Sie geht seiner Blüte voraus und bringt mit ihren hübschen rosafarbenen Glockenblüten (‘Spring Surprise’, ‘Ghost Hills’, ‘Kramer’s Rote’) oder weißen Blüten (‘White Perfection’) Farbe in die kalten Tage.

Für ein exotisch wirkendes Beet in mildem Klima können Sie sie auch mit einem Callistemon citrinus ‘Albus’ mit ausgebreiteter Wuchsform (1 m hoch und 3 m breit) kombinieren.

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