Steppenrasen

Steppenrasen

Öko-Rasen: ideal für Gärten ohne Bewässerung

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Dezember 2025  durch Alexandra 7 min.

Rasen wird bei Sommerdürre und Hitze gelb. Steppenpflanzen gedeihen in trockenem, nährstoffarmem Boden: Steppenrasen ohne Bewässerung und Dünger.

Schwierigkeit

Was ist ein Steppenrasen?

Steppen: trockene Pflanzenformationen aus xerophilen Gräsern. Im Garten bleibt der Rasen lückig, artenreich und blüht zeitweise – für arme, trockene Böden.

Welche Pflanzen wählen?

Viele Pflanzen eignen sich für Steppenrasen. Wählen Sie Arten, die an Trockenheit sowie magere, trockene Böden angepasst sind. Die Pflanzen sollten niedrig bleiben und kleine Horste oder Bodendecker bilden, damit der gesamte Bereich sichtbar bleibt. Pflanzen Sie viele Gräser wie Federgräser für eine Rasenwirkung und kombinieren Sie sie mit Zwiebelpflanzen, Stauden und eventuell einigen Einjährigen.

Gräser:

  • Stipa tenuifolia: Das auch „Engelshaar“ genannte Gras bildet sehr natürlich wirkende Horste aus feinen Blättern. Im Sommer erscheinen seidige, blonde, leichte Ähren, die sich im kleinsten Windhauch wiegen.
  • Stipa barbata: Dieses Federgras bildet im Juni und Juli lange, silberne, weiche und seidige Blütenstände, die über dem linearen, mittelgrünen Laub erscheinen. In Blüte wird es etwa 60 cm hoch.
  • Sporobolus heterolepis: Dieses schöne Gras stammt aus den nordamerikanischen Steppen und eignet sich besonders für karge, trockene, steinige Böden. Es bildet 30 cm hohe und breite, seidige Horste aus feinen, biegsamen, bogigen Blättern, die im Frühjahr smaragdgrün und im Herbst kupferorange sind.
  • Koeleria glauca: Das Blaugrüne Schillergras stammt aus Osteuropa. Sein blaugrünes Laub bleibt immergrün; im Frühsommer trägt es feine, silberne Rispen.
  • Bouteloua gracilis: Dieses Gras bildet Horste aus feinen, steifen, aufrechten Blättern und trägt im Sommer sehr originelle, waagerechte, kammförmige Blütenähren.
Steppenrasen: Gräser

Stipa tenuifolia, Stipa barbata und Bouteloua gracilis (Foto: Agnieszka Kwiecień, Nova)

Zwiebelpflanzen:

  • Triteleia laxa: Die auch Brodiaea genannte, wenig bekannte Zwiebelpflanze bildet im Mai und Juni Dolden mit etwa zehn sternförmigen, blauen Blüten. Sie ist bis -10 °C winterhart.
  • Gelbstern: Diese hübschen kleinen Pflanzen zeigen im Frühjahr gelbe, sternförmige Blüten mit sechs Blütenblättern. Sie stammen aus dem Mittelmeerraum und wachsen dort auf trockenen, kalkhaltigen Böden.
  • Botanische Tulpen: Ihre Blüten sind oft kleiner und zarter als die gärtnerischer Sorten. Botanische Tulpen stehen den Wildarten nahe; mehrere stammen aus den Steppen Zentralasiens. Wählen Sie zum Beispiel Tulipa greigii mit leuchtenden, meist roten, manchmal gelben oder orangefarbenen Blüten oder Tulipa turkestanica, deren Stiele jeweils etwa zwölf kleine, weiß-gelbe, sternförmige Blüten tragen.
  • Krokus: Sie blühen bereits sehr früh im Frühjahr, zwischen Februar und April, und zeigen zarte, weit geöffnete Schalenblüten in Weiß, Violett, Mauve oder Gelb. Sie sind leicht zu kultivieren, bevorzugen magere, drainierende Böden und eignen sich daher ideal für Steppenrasen.
  • Allium karataviense: Dieser auch Blauzungen-Lauch genannte Zierlauch aus Zentralasien trägt breite, graublaue Blätter und bildet im Frühjahr weiße oder rosafarbene Blütendolden mit 7 bis 10 cm Durchmesser.
Steppenrasen: Zwiebelpflanzen

Triteleia laxa, Gagea fibrosa (Foto: Zeynel Cebeci) und Tulipa turkestanica

Stauden:

  • Adonis vernalis: Das Frühlings-Adonisröschen wächst spontan in den eurasischen Kalksteppen sowie auf Trockenrasen und steinigen Hängen. Es bildet schöne gelbe Blüten mit 5 bis 7 cm Durchmesser und fein zerteiltes Laub.
  • Euphorbia rigida: Diese Wolfsmilch bildet 40 bis 50 cm hohe, graublaue Horste aus feinen Blättern, die rund um aufrechte, ausladende Stängel angeordnet sind. Im Frühjahr erscheinen hellgrün-gelbe Blütenstände.
  • Euphorbia myrsinites: Die Walzen-Wolfsmilch ist eine kleine Pflanze mit flach ausgebreiteten, bodendeckenden Trieben, blaugrünen Blättern und chartreusegrünen Blüten.
  • Delosperma: Diese kleine Staude ist ein Bodendecker für trockene Böden. Sie trägt sukkulente, immergrüne Blätter und spektakuläre Blüten in Violett, Rosa, Orange oder Gelb. Sie blüht von Juni bis zum ersten Frost.
  • Sedum acre: Diese Fetthenne bildet einen Teppich aus kriechenden Trieben mit kleinen, dachziegelartig angeordneten Blättern. Von Juni bis August bedeckt sie sich mit unzähligen kleinen, gelben, sternförmigen Blüten. Die genügsame, trockenheitsverträgliche Pflanze wird häufig für begrünte Dächer verwendet.
  • Sedum album: Die Weiße Fetthenne ist ein Bodendecker mit fleischigen, rundlichen Blättern, deren Farbe sich je nach Jahreszeit und Standort verändert. Im Sommer erscheinen schöne, weiße, sternförmige Blüten.
  • Sedum spurium: Diese aus dem Kaukasus stammende Fetthenne ist ebenfalls ein Bodendecker. Ihre grünen Blätter sind je nach Sorte mehr oder weniger rot überlaufen und manchmal panaschiert. Im Sommer schmückt sie sich zudem mit weißen, rosafarbenen oder violetten, sternförmigen Blüten.
  • Thymus hirsutus: Der Teppichthymian bildet einen bodennahen Teppich aus dunkelgrünen, immergrünen Blättern und bedeckt sich im Mai und Juni mit zahlreichen kleinen, rosafarbenen Blüten.
  • Goniolimon tataricum: Der Steppenschleier stammt aus den Steppen Südosteuropas, des Kaukasus und Russlands. Im Sommer bildet er wunderschöne, luftige Blütenstände aus unzähligen kleinen, hell blauvioletten Blüten.
  • Achillea crithmifolia: Diese schöne Bodendecker-Garbe trägt graugrüne, sehr fein geteilte, filzige Blätter und im Sommer cremeweiße Blütendolden.
  • Iris pumila: Diese Zwerg-Iris stammt aus den eurasischen Steppen und bildet schöne Horste, die sich im April und Mai je nach Sorte mit hellblauen, violetten, mauvefarbenen, gelben oder purpurroten Blüten schmücken. Sie wird 10 bis 20 cm hoch.
  • Anaphalis triplinervis: Das Himalaya-Perlkörbchen ist eine sehr schöne Pflanze mit grauem, filzigem Laub. Im Sommer trägt es Büschel silbrig-weißer Blüten.
Steppenrasen: Stauden

Adonis vernalis, Achillea crithmifolia und Anaphalis triplinervis

Wie pflanzen?

Wir empfehlen, den Steppenrasen im Herbst anzulegen, denn dann ist die ideale Pflanzzeit für im Frühjahr blühende Zwiebeln (Krokus, Tulpe …). Auch Stauden und Gräser können Sie jetzt pflanzen.

  • Bereiten Sie zunächst den Boden vor: Lockern Sie ihn und entfernen Sie Unkraut. Geben Sie weder Dünger noch Kompost oder Blumenerde hinzu. Je nach Boden können Sie grobkörnigen Sand, Kies und Steine als Drainagematerial einarbeiten, damit sich kein Wasser staut.
  • Heben Sie Pflanzlöcher aus und pflanzen Sie Stauden und Zwiebeln für den Steppenrasen. Wir empfehlen, sie in Gruppen zu setzen, um farbige Akzente zu schaffen.
  • Gießen Sie nach der Pflanzung und in den folgenden Wochen.
Steppenrasen

Das Gras Achnatherum splendens in der Steppenzone des Botanischen Gartens Denver

Steppenrasen pflegen?

Steppenrasen ist pflegeleicht und braucht nach dem Anwachsen weder Wasser noch Dünger. Gräser im Spätwinter auskämmen oder zurückschneiden.

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ökologischer Rasen ohne Bewässerung