Zitrusfrüchte: So gibt es Früchte?
Tipps für reiche Ernten: Zitrone, Orange, Mandarine ...
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Zitrusfrüchte: Mediterrane Pflanzen mit duftender Blüte und bunten Früchten. Tipps für reiche Ernten von Zitrone, Orange, Mandarine & Co.
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Wenn Sie an der Côte d’Azur, insbesondere in der „Orangenzone“, oder auf Korsika leben, haben Sie Glück! Dort können Sie die meisten Arten der Gattung Citrus im Freiland kultivieren, darunter Zitronenbäume, Orangenbäume, Mittelmeer-Mandarinen und Buddhas Hand… Je weiter man ins Landesinnere vordringt und dabei im Mittelmeerraum bleibt, desto geringer werden die Möglichkeiten. Dennoch können Sie einen Zitronenbaum, eine Mittelmeer-Mandarine oder eine Bitterorange im Freiland kultivieren. Auch an der Atlantikküste wachsen einige Zitrusfrüchte recht problemlos, selbst wenn die Fruchtbildung nicht immer gelingt.
Anderswo ist dagegen die Kultur im Topf unverzichtbar – vorausgesetzt, Ihnen steht ein Außenbereich (Garten, Terrasse, Balkon, Innenhof, Patio …) zur Verfügung, in dem Ihre Zitruspflanze die warme Jahreszeit verbringt, sowie ein Wintergarten, ein Kalthaus, ein unbeheizter Wintergarten oder zumindest ein relativ heller, frostfreier Unterstand. Einen Zitronenbaum, Orangenbaum oder eine Mittelmeer-Mandarine im tiefen Winter draußen unter Wintervlies zu lassen, wenn die Temperaturen unter -5 °C sinken, ist unmöglich. Daher muss eine Zitruspflanze in einem hellen Raum bei etwa 5 bis 10 °C überwintert werden.
Um eine Zitruspflanze zur Fruchtbildung zu bringen, sollten Sie außerdem die Kultur in unseren im Winter überheizten Wohnungen vergessen. Sie ist schlicht unmöglich, denn Zitruspflanzen müssen überwintert werden: Für die Fruchtbildung benötigen sie eine kühlere Ruhezeit (zur Erinnerung: 5 bis 10 °C).
Sind alle Bedingungen erfüllt, können Sie einen Zitronenbaum im Topf kultivieren, insbesondere den Vierjahreszeiten-Zitronenbaum oder die edle Fingerlimette, außerdem einen Orangenbaum, eine Mittelmeer-Mandarine oder einen Clementinenbaum, eine Kumquat, einen Baum mit Buddhas Hand oder auch eine außergewöhnliche Buddhas Hand …
Dennoch gibt es zwei Ausnahmen: die Poncirus trifoliata und die Calamondinorange. Die erste ist eine Bitterorange, die Temperaturen bis -15 °C verträgt und daher (fast) überall im Freiland kultiviert werden kann. Die zweite ist eine Kreuzung aus Kumquat und Mittelmeer-Mandarine und lässt sich im Topf in der Wohnung kultivieren, da sie deren Raumklima verträgt. Beide fruchten relativ leicht.

Die Bitterorange und die Calamondinorange zeichnen sich durch ihre besonderen Kulturbedingungen aus
Weitere Informationen finden Sie in unseren Artikeln:
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Zitrusfrüchte: 15 Fragen und Antworten zum AnbauBoden und Standort: entscheidend für die Fruchtbildung bei Zitrusfrüchten
Für schöne Zitrusfrüchte sind Pflanzung, Boden und Standort entscheidend – im Freiland wie im Topf.
Pflanzung im Freiland
Im Freiland braucht ein Zitrusgehölz zunächst einen optimalen Standort. Es sollte daher in voller Sonne, idealerweise an einem nach Süden ausgerichteten Platz, und vor allem geschützt vor kalten oder austrocknenden Winden gepflanzt werden. Auch salzhaltige Seeluft vertragen Zitrusgehölze nicht besonders gut.
Was den Boden betrifft, sollten Sie Ihren Zitrusgehölzen einen gut drainierten, eher leichten Boden bieten. Bei Bedarf können Sie ihn mit eisenhaltigem Lavagranulat, Kies oder grobem Sand auflockern, um die Drainage zu verbessern. Der Boden sollte vorzugsweise neutral oder leicht sauer sein. Kalkhaltige Böden mögen Zitrusgehölze kaum, es sei denn, Sie geben Moorbeeterde hinzu.
Lassen Sie Ihren Zitrusgehölzen ausreichend Platz – wegen ihrer Wuchsbreite, vor allem aber wegen ihres Wurzelsystems. Es ist sehr flach und kann andere Pflanzen in der Nähe beeinträchtigen.
Pflanzung im Topf
In Töpfen brauchen Zitrusgehölze ein relativ leichtes Substrat aus Gartenerde, Blumenerde, etwas Sand und Kompost. Der Topfboden sollte selbstverständlich mit einer Drainageschicht aus Blähton oder Kies versehen werden.
Sie benötigen ausreichend Licht. Von Oktober/November bis März/April überwintern Zitrusgehölze in einem hellen Raum bei 8 bis 10 °C. Sie sollten nicht in direkter Sonne stehen, da sonst das Laub verbrennen kann. Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, kommen sie nach draußen – zunächst zwei Wochen lang an einen halbschattigen, morgens sonnigen und windgeschützten Platz zur Eingewöhnung, anschließend in die volle Sonne.
Die Bedeutung guter Pflege für Zitrusfrüchte
Die Pflege ist entscheidend, damit Ihre Zitronen-, Orangen- und Mittelmeer-Mandarinenbäume schöne Früchte tragen – besonders bei Kultur im Topf. Die gleiche Pflege gilt jedoch auch für Zitrusfrüchte im Freiland, selbst wenn diese widerstandsfähiger sind als Topfpflanzen.
Zur Pflege gehören mehrere wichtige Maßnahmen: Gießen, Düngen, Rückschnitt und Umtopfen. Wir erklären alle diese grundlegenden Arbeiten, damit Ihre Zitrusfrüchte Früchte tragen.
Zitrusfrüchte gießen
Merken Sie sich eines: Zitrusfrüchte sind ausgesprochen durstig! Deshalb müssen sie im Frühjahr und Sommer sehr regelmäßig gegossen werden. Reichliches Gießen alle 2 bis 3 Tage wird empfohlen. Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben lediglich an der Oberfläche abtrocknen. Im Freiland genügt meist einmal Gießen pro Woche. Bei Topfkultur darf niemals Wasser im Untersetzer oder im Boden des Übertopfs stehen bleiben.
Ab Herbst und im Winter wird weniger gegossen, aber weiterhin regelmäßig. Zitrusfrüchte sind immergrüne Pflanzen, in denen der Pflanzensaft weiter zirkuliert. Dennoch brauchen sie eine winterliche Ruhephase. Bei Zitrusfrüchten im Topf genügt einmal wöchentlich eine kleine Wassergabe. Pflanzen im Freiland kommen mit dem Niederschlag aus.
Gießen Sie immer mit Regenwasser, idealerweise bei Raumtemperatur, denn kalkhaltiges Wasser vertragen Zitrusfrüchte schlecht.
Zitrusfrüchte düngen
Zitrusfrüchte sind nicht nur durstig, sondern auch sehr nährstoffhungrig. Ihr Nährstoffbedarf ist besonders während Blüte, Fruchtansatz und Fruchtbildung sehr hoch. Deshalb brauchen sie regelmäßige Düngergaben. Dabei ist Regelmäßigkeit besonders wichtig. Wenn Sie mit dem Düngen beginnen, sollten Sie konsequent weitermachen, denn stoßweise Düngergaben vertragen Zitrusfrüchte schlecht.
Von März bis September wird alle 15 Tage ein Langzeitdünger auf das feuchte Substrat gegeben. Ideal ist ein organisch-mineralischer Spezialdünger für Zitrusfrüchte. Sie können aber auch einen Dünger verwenden, der vor allem reich an Stickstoff und Kalium, aber auch an Phosphor und Spurenelementen ist. Zitrusfrüchte benötigen außerdem Eisen. Dieses kann durch die Zugabe von Bims oder Lava ins Substrat bereitgestellt werden.
Im Freiland sollten Zitrusfrüchte bei Pflanzung in geeigneten Boden grundsätzlich ohne zusätzliche Pflege auskommen. Dennoch kann einmal pro Saison gedüngt werden.
Von Oktober bis März wird die Düngung in jedem Fall ausgesetzt.
Ein maßvoller Rückschnitt
Ob im Freiland oder im Topf: Zitrusfrüchte können zurückgeschnitten werden, aber immer nur maßvoll. Eine gesunde Zitruspflanze sollte Blüten, Blätter und Früchte tragen. Wenn Sie jedoch nicht wissen, wie Sie Ihre Zitrusfrüchte schneiden sollen, verzichten Sie lieber auf den Rückschnitt, statt Fehler zu machen! Der Rückschnitt ist optional. Falls er nötig ist, führen Sie ihn nach der Ernte durch.
Dabei werden vor allem trockene oder abgestorbene Zweige entfernt. Außerdem wird das Innere des Strauchs ausgelichtet, indem sich kreuzende, ineinanderwachsende oder nach innen wachsende Zweige entfernt werden.
Verwenden Sie stets eine gut geschärfte und gründlich mit Brennspiritus desinfizierte Gartenschere.
Regelmäßiges Umtopfen
Wie alle Pflanzen müssen Zitrusfrüchte regelmäßig, im Durchschnitt alle 3 Jahre, umgetopft werden. In frischem Substrat können sie ihren hohen Nährstoffbedarf besser decken. Es empfiehlt sich jedoch, sie wieder in denselben Topf oder in ein nur wenig größeres Gefäß zu setzen. Entfernen Sie lediglich die „alte“ Erde vorsichtig vom Wurzelsystem.
Ist Ihre Zitruspflanze aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts schwer umzutopfen, genügt ein Erdaustausch. Dabei wird das Substrat einige Zentimeter tief von der Oberfläche entfernt und durch Blumenerde ersetzt.
Schädlinge und Krankheiten kontrollieren
Zitrusfrüchte können von Schädlingen oder Krankheiten befallen werden, was die Fruchtbildung beeinträchtigt. Nutzen Sie die Pflegearbeiten, um Ihre Zitrusfrüchte sorgfältig auf erste Anzeichen von Blattläusen oder Schildläusen zu kontrollieren. Auch wenn sich das Laub gelb verfärbt oder abfällt, sollten Sie schnell handeln!
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