Inula, Schwert-Alant: pflanzen und pflegen

Inula, Schwert-Alant: pflanzen und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 22. Juni 2026  durch Alexandra 13 min.

Alant kurz erklärt

  • Der Alant begeistert mit sommerlicher Blüte und großen, leuchtend goldgelben Blütenkörbchen!
  • Die imposante Pflanze wächst aufrecht und erreicht bis zu 2 m Höhe
  • Die Wurzel ist essbar und besitzt heilende Eigenschaften
  • Eine robuste, kräftige, winterharte Pflanze, die kaum krankheitsanfällig ist
  • Ideal im Hintergrund von Staudenbeeten mit weiteren farbenfrohen Blüten
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Alant ist eine große, meist mehrjährige Staude mit aufrechtem Wuchs, die im Hochsommer gelbe Blütenkörbchen bildet! Die Blüten erinnern an Margeriten oder Astern. Die bekannteste Art ist Inula helenium, der Echte Alant, eine robuste und kräftige Pflanze, die bis zu 2 m hoch wird! Es gibt aber auch kleinere Arten wie Inula ensifolia, eine zarte Pflanze mit feinem Laub und rundlichem Wuchs.

Neben seinem Zierwert wird Inula helenium besonders wegen seiner heilenden Eigenschaften geschätzt, unter anderem bei Atemwegserkrankungen. Verwendet wird die Wurzel, meist als Aufguss oder Abkochung.

Alant fügt sich sehr gut in Mischrabatten mit anderen Stauden ein. Er bringt Volumen und Helligkeit in die Beete! Auch in naturnahen Gärten und Heilpflanzengärten findet er seinen Platz. Kleinere Arten eignen sich zudem für den Steingarten.

Inula helenium gedeiht in frischer, nährstoffreicher Gartenerde. Nach dem Anwachsen ist die Pflege einfach. Bei Trockenheit genügt es, die Pflanze zu gießen, damit der Boden relativ frisch bleibt, und die Stängel im Herbst bodennah zurückzuschneiden. Außerdem empfehlen wir, die Staude alle drei bis vier Jahre zu teilen, um die Horste zu verjüngen.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Inula sp.
  • Gebräuchlicher Name Alant, Echter Alant
  • Blüte meist Juli–August
  • Height 25 cm bis 2,5 m
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens frisch, tiefgründig, nährstoffreich, eher kalkhaltig
  • Winterhärte -15 bis -20 °C

Die Alant-Gattung umfasst 110 meist mehrjährige Arten, darunter auch ein- oder zweijährige Pflanzen. Sie stammen aus Europa, Asien und Afrika. Die meisten Arten kommen aus Zentralasien, einige sind bis zum Himalaya verbreitet. Da Inula helenium seit Langem wegen ihrer Heilwirkung kultiviert wird, ist sie in mehreren Regionen der Welt, vor allem in Nordamerika und Europa, eingebürgert.

In Frankreich kommen in der Natur neun Arten vor, darunter Inula helenium. Alant wächst auf Feldern, Wiesen, an Wegrändern, auf Brachland und an ungenutzten Standorten. Inula helenium bevorzugt frische Böden und Halbschatten (Waldränder, Hecken, feuchte Wiesen), während andere Arten trockene, steinige und felsige Standorte lieben.

Die Gattung Inula gehört zur großen Familie der Korbblütler (fast 33.000 Arten), ebenso wie Gänseblümchen, Margeriten und Sonnenblumen. Typisch für diese Familie sind Blüten, die in Blütenkörbchen zusammenstehen. Die winzigen Blüten sind in großer Zahl zu einer scheibenförmigen Struktur vereint, die wie eine einzelne große Blume wirkt.

Die Gattung Dittrichia ist eng mit Inula verwandt. Zwei Arten, die früher zu Inula gerechnet wurden, heißen heute Dittrichia: Dittrichia graveolens und Dittrichia viscosa.

Inula helenium: botanische Illustration

Der Name Inula soll vom griechischen enàein stammen, was „entleeren“ oder „reinigen“ bedeutet und auf die Heilwirkung der Pflanze anspielt. Der Artname Helenium bezieht sich auf Helena, die Tochter des Zeus aus der griechischen Mythologie. Sie wurde von Paris entführt, was den Trojanischen Krieg auslöste. Der Legende nach wuchs die Pflanze dort, wo ihre Tränen auf den Boden fielen. Anderen Quellen zufolge pflückte Helena die Pflanze gerade, als sie entführt wurde.

Der Inula helenium ist eine stattliche Staude mit holzigem Wurzelstock. Sie ist kräftig, robust, winterhart und wächst schnell. Ihre Wuchsform ist eher steif; sie besitzt große, flaumige, behaarte und recht dicke Stängel, die sich an der Spitze verzweigen. Eine Art ist jedoch stängellos: Inula rhizocephala. Sie bildet bodennahe Rosetten, aus deren Mitte die Blüten erscheinen.

Die Höhe der Alant-Arten variiert stark: Sie werden 25 cm bis 2,5 m hoch. Der Inula ensifolia gehört zu den kleinsten Arten, während Inula helenium und Inula racemosa zu den größten zählen. Inula helenium kann 2 m Höhe erreichen – daher der deutsche Name Echter Alant.

Alant blüht im Hochsommer, meist im Juli und August, je nach Sorte jedoch auch zwischen Juni und Oktober. Dann erscheinen an den aufrechten Stängeln große goldgelbe Blütenkörbchen. Sie beeindrucken durch ihre leuchtende Farbe und können einzeln stehen oder in Doldenrispen angeordnet sein.

Was wie eine einzelne Blume aussieht, besteht in Wirklichkeit aus zahlreichen winzigen Blüten, die wie bei Margeriten, Gänseblümchen und Astern auf einer gemeinsamen Fläche sitzen. Dieser besondere Blütenstand heißt Blütenkörbchen. In der Mitte stehen Röhrenblüten, am Rand Zungenblüten. Die Zungenblüten sind besonders lang, schmal und fein. Sie verleihen dem Blütenkörbchen ein mehr oder weniger zerzaustes, unregelmäßiges Aussehen und strahlen um die Mitte herum. Ihre Farbe ist heller und kräftiger gelb als die der Röhrenblüten. Diese sind dunkelgelb, teils bräunlich. Die Zungenblüten sind weiblich, die Röhrenblüten zwittrig und tragen Staubblätter sowie einen Stempel. Um die Basis des Blütenkörbchens stehen Hochblätter in mehreren Reihen, die sich überlappen.

Die Blütenkörbchen von Inula helenium sind mit 5 bis 8 cm Durchmesser recht groß. Bei Inula ensifolia werden sie dagegen höchstens 3 cm breit. Auch Inula viscosa besitzt eher kleine Blüten, die dicht an den Stängeln sitzen.

Alant ist eine gute Bienenweide; seine Blüten locken bestäubende Insekten an.

 

Die Blüte des Alants

Schnitt durch ein Blütenkörbchen von Inula ensifolia (Foto Stefan Lefnaer): Röhrenblüten in der Mitte und Zungenblüten am Rand / Ein Blütenkörbchen von Inula magnifica / Die Blüte von Inula helenium

 

Inula helenium bildet eine grundständige Rosette aus sehr großen Blättern und besitzt außerdem Stängelblätter. Diese werden zum oberen Stängelende hin immer kleiner. Die unteren Blätter sind gestielt, die oberen sitzend und umfassen den Stängel. Die Stängelblätter sind alternierend angeordnet.

Generell besitzt Alant besonders große Blätter. Die von Inula helenium können 80 cm lang werden. Sie sind oval, recht breit, einfach und ungeteilt. Der Rand der Blattspreite ist gezähnt. Das Laub wirkt eher grob, wuchtig und imposant, nicht fein, und besitzt eine geprägte, etwas raue Oberfläche. Manche Arten haben deutlich kleinere Blätter: Bei Inula ensifolia werden sie höchstens 10 cm lang, sind sehr fein, schmal und linear. Sie wirken zart und dekorativ.

Die Blätter sind grün und von weißen Blattadern durchzogen. Inula candida besitzt weißgraue, flaumige Blätter mit sehr weicher Wirkung. Inula viscosa zeichnet sich durch klebriges, harziges Laub aus.

Bei Inula helenium sind die Blattoberseiten grün, die Unterseiten dagegen weißlich, da sie dicht behaart und filzig sind. Die Mittelader tritt auf der Blattunterseite deutlich hervor.

Inula helenium ist sommergrün: Die oberirdischen Pflanzenteile verwelken im Herbst und treiben im Frühjahr neu aus. Es empfiehlt sich, die Pflanze im Herbst bodennah zurückzuschneiden.

Das Laub des Alants

Die großen Blätter von Inula helenium, die von Inula magnifica (Foto Plenuska) und die kleinen linearen Blätter von Inula ensifolia (Foto Krzysztof Ziarnek, Kenraiz)

 

Inula helenium wird seit der Antike wegen seiner medizinisch wirksamen Wurzel geschätzt und kultiviert. Sie ist dick, fleischig und verzweigt. Die aromatische Wurzel kann zum Würzen von Desserts verwendet werden. Sie schmeckt bitter und riecht kampferartig. Mitunter wird sie zur Herstellung von Absinth verwendet.

Nach der Befruchtung bilden die Blüten des Alants Achänen, die braunrot gefärbt sind. Diese trockenen Früchte öffnen sich bei der Reife nicht und enthalten jeweils einen Samen. Sie tragen eine Flughaarkrone, mit der sie wie Löwenzahnsamen vom Wind verbreitet werden.

Alant sät sich häufig selbst aus. Wenn Sie dies verhindern möchten, entfernen Sie die verblühten Blüten, bevor die Pflanze Samen bildet.

Sie können auch Samen sammeln und eine Aussaat versuchen, um eigene Jungpflanzen zu ziehen.

Die Achänen des Alants

Detailaufnahme der Achänen von Inula ensifolia (Foto Stefan Lefnaer) / Ein Fruchtstand von Inula magnifica (Foto Dominicus Johannes Bergsma)

Die wichtigsten Alant-Sorten

Die beliebtesten Sorten
Unsere Lieblingssorten
Inula helenium - Echter Alant

Inula helenium - Echter Alant

Der Echte Alant ist eine imposante, sehr dekorative Staude mit dem zusätzlichen Vorteil, dass sie Heilwirkung besitzt! Sie trägt große grüne Blätter und blüht mit breiten, goldgelben Blütenkörbchen. Ideal für die Mixed Border oder den Heilpflanzengarten.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 1,50 m
Inula magnifica - Hoher Alant

Inula magnifica - Hoher Alant

Diese wunderschöne, relativ hohe Art trägt große, breite Blätter. Im Sommer öffnen sich an den Stängelspitzen prächtige gelbe Blütenkörbchen. In der Mitte bestehen sie aus Röhrenblüten, außen aus langen, feinen Zungenblüten. Dadurch wirken sie leicht zerzaust und unordentlich.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 1,60 m

 

Inula racemosa Sonnenspeer - Traubiger Alant

Inula racemosa Sonnenspeer - Traubiger Alant

Diese Sorte beeindruckt durch ihre Größe. Sie bildet hohe, aufrechte Stängel und schöne, große Blätter. An den Stängelspitzen öffnen sich zahlreiche goldgelbe Blütenkörbchen. Sie können die Pflanze im Hintergrund eines Beets einsetzen. Dort bringt sie Volumen und bildet ein strukturgebendes Element.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 2,50 m
Inula ensifolia - Schwert-Alant

Inula ensifolia - Schwert-Alant

Diese eher kleine Art bildet zarte, rundliche Büschel. Sie trägt feine, längliche, sehr schmale, dunkelgrüne Blätter und ist im Sommer mit zahlreichen gelben Blütenkörbchen bedeckt. Sie eignet sich sehr gut für Steingärten und Beeteinfassungen.
  • Blütezeit Juli für September
  • Höhe bei Reife 30 cm

DéEntdecken Sie andere Inula - Alant

22
Ab € 4,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
43
Ab € 4,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
52
Ab € 4,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
24
Ab € 5,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
46
Ab € 7,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
Nicht lieferbar
Ab € 5,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
Nicht lieferbar
Ab € 3,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm

Pflanzung

Wo Inula pflanzen?

Sie können Inula in der Sonne oder im Halbschatten pflanzen. Der Standort hängt auch von Ihrer geografischen Lage ab: Wenn Sie im Süden Frankreichs wohnen, wählen Sie besser einen leicht schattigen Platz statt der prallen Sonne. Nördlich der Loire können Sie Inula dagegen problemlos in voller Sonne pflanzen.

Inula bevorzugt nährstoffreiche, fruchtbare und tiefgründige Böden mit viel organischer Substanz. Sie wächst auch gerne in kalkhaltigem Substrat. Der Boden sollte relativ frisch, aber drainierend sein. Vermeiden Sie schwere, verdichtete Böden, die Wasser stauen. Insgesamt sind Inula-Arten nicht sehr anspruchsvoll und können sich an verschiedene Bodentypen anpassen.

Inula helenium eignet sich sehr gut für Mixed-Borders zusammen mit anderen im Sommer blühenden Stauden. Obwohl eine Pflanzung im Topf möglich ist, sollten Sie Inula besser ins Freiland pflanzen. Einige Arten, etwa kleinere wie Inula ensifolia, eignen sich für den Steingarten. Auch Inula viscosa gedeiht besonders gut in trockenen, sonnigen Böden und passt perfekt in einen Steingarten oder Trockengarten.

Der Schwert-Alant ist eine recht große Pflanze. Geben Sie ihm ausreichend Platz, damit er sich gut entwickeln kann. Wählen Sie möglichst einen windgeschützten Standort. Andernfalls müssen die höheren Arten eventuell gestützt werden.

Aufgrund der Höhe einiger Arten (Inula helenium, Inula racemosa ‘Sonnenspeer’ …) empfehlen wir, sie eher im hinteren Bereich der Beete zu pflanzen. Wenn Sie dagegen kleinere Arten wie Inula ensifolia kultivieren, setzen Sie sie besser in den Vordergrund.

 

Einige Alant-Arten eignen sich für den Steingarten. Hier Inula salicina (Foto: Leonora Enking)

 

Wann pflanzen?

Sie können Inula im Frühjahr (April–Mai) oder im Herbst (September–Oktober) pflanzen.

 

Wie pflanzen?

Der Pflanzabstand hängt von der jeweiligen Art ab, da nicht alle gleich groß werden. Für Inula helenium empfehlen wir jedoch einen Abstand von mindestens 80–90 cm zwischen zwei Jungpflanzen.

  1. Stellen Sie den Wurzelballen zunächst in eine mit Wasser gefüllte Schale, damit er sich vollsaugen kann.
  2. Wählen Sie den Standort für Ihre Pflanze und heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Lockern Sie den Boden gründlich in der Tiefe, damit sich die Wurzeln später gut ausbreiten können. Arbeiten Sie außerdem etwas gut verrotteten Kompost ein, um den Boden anzureichern.
  3. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf.
  4. Setzen Sie sie in das Pflanzloch, füllen Sie das Substrat rundherum auf und drücken Sie es vorsichtig mit der flachen Hand an.
  5. Gießen Sie reichlich.
  6. Bringen Sie rund um die Pflanze eine Mulchschicht aus, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und das Wachstum von Unkraut zu begrenzen.

 

Sehen Sie sich auch unsere Video-Tipps zum Pflanzen von Stauden an:

 

Pflege

Inula helenium bevorzugt Böden, die relativ frisch bleiben. Bei Trockenheit sollten Sie einige Male gießen. Wir empfehlen eine Mulchschicht, die den Boden länger frisch hält und zugleich mit organischer Substanz anreichert. Außerdem hemmt Mulch das Wachstum von Unkraut.

Inula helenium ist sommergrün: Die oberirdischen Pflanzenteile verschwinden im Winter. Führen Sie im Herbst einen starken Rückschnitt durch und schneiden Sie die Pflanze bodennah zurück. Im Frühjahr treibt sie wieder aus.

Da Inula recht hoch wächst, kann sie eine Stütze benötigen, damit ihre Stängel gerade bleiben – besonders an windigen Standorten.

Wenn Sie Selbstaussaat vermeiden möchten, entfernen Sie verblühte Blüten.

Da Inula fruchtbare, humusreiche Böden bevorzugt, freut sie sich, wenn Sie ihr jedes Jahr zu Beginn des Frühjahrs etwas gut verrotteten Kompost geben.

Wenn Sie Inula-Wurzeln wegen ihrer heilkundlichen und essbaren Eigenschaften ernten möchten, tun Sie dies im Herbst. Dann zieht sich die Energie der Pflanze in das Wurzelsystem zurück, bevor sie in die Winterdormanz eintritt. Wählen Sie eine zwei- oder dreijährige Jungpflanze.

Insgesamt ist Inula wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Sie kann jedoch von Mehltau befallen werden, einer Pilzkrankheit, die sich durch einen weißen Belag auf den Blättern zeigt. Entfernen Sie bei einem Befall die betroffenen Blätter und spritzen Sie anschließend eine Lösung auf Schwefelbasis oder einen Ackerschachtelhalm-Auszug.

Vermehrung

Alant wird hauptsächlich durch Teilung vermehrt, kann aber auch ausgesät werden.

Teilung

Sie können Alant im zeitigen Frühjahr oder im Herbst teilen. Wir empfehlen, dies etwa alle drei Jahre zu tun. So verjüngen Sie die Pflanzen und geben ihnen neue Kraft.

Graben Sie zunächst das Wurzelsystem vorsichtig aus. Stechen Sie großzügig um die Pflanze herum, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen. Entfernen Sie bei Bedarf überschüssige Erde, um die Wurzeln gut sichtbar zu machen. Teilen Sie die Wurzeln mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke. Jedes Stück sollte mindestens 5 cm lang sein. Pflanzen Sie sie direkt ins Freiland oder zunächst in einen Topf. Bei dieser Gelegenheit können Sie einige Wurzeln entnehmen, wenn Sie sie wegen ihrer Heilwirkung verwenden möchten.

Aussaat

Alant bildet Achänen, die Sie im Frühjahr oder Herbst unter einem Kaltbeet aussäen können. Bei passenden Kulturbedingungen sät er sich im Garten auch selbst aus.

  1. Füllen Sie einen Topf mit spezieller Aussaaterde.
  2. Säen Sie die Samen aus, indem Sie sie auf der Oberfläche verteilen.
  3. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Substratschicht und drücken Sie sie leicht an.
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Wasserstrahl.
  5. Stellen Sie den Topf an einen hellen, geschützten Ort ohne direkte Sonne. Damit die Samen keimen, sollte die Temperatur mindestens 10 °C betragen. Gießen Sie regelmäßig, sodass das Substrat leicht feucht bleibt.
  6. Pikieren Sie die Keimlinge, sobald sie groß genug zum Anfassen sind.
  7. Sie können die Jungpflanzen ins Freiland setzen, sobald die Temperaturen mild genug sind.

Bis zur Blüte müssen Sie sich bis zum zweiten Jahr gedulden.

Sie können die Samen im Frühjahr auch direkt ins Freiland säen.

Pflanzenkombinationen im Garten

Inula eignet sich ideal für gemischte Beete, besonders wenn Sie hohe Arten wie Inula helenium oder Inula racemosa wählen, die besonders imposant wirken. Pflanzen Sie sie in den Hintergrund des Beets und kombinieren Sie sie mit anderen sommerblühenden Stauden. Wählen Sie zum Beispiel Garbe, Mädchenauge, Anthemis tinctoria, Glockenblume, Sonnenhut, Storchschnabel, Bartfaden oder Phlox paniculata … Auch die Leichtigkeit von Gaura lindheimeri sollte nicht fehlen. Und zwischen all diesen Blüten können Sie gern einige Gräser pflanzen, etwa Pennisetum, Reitgras oder Federgras!

Gestalten Sie ein farbenfrohes Beet, indem Sie Inula mit weiteren Blumen in Gelb, Orange und Rot kombinieren …! Freuen Sie sich auf die prachtvolle Blüte der Taglilie, die ungewöhnlichen Ähren der Fackellilie oder die zarten Blüten von Salvia microphylla. Auch Mädchenauge, Kokardenblume, Indianernessel, Sonnenbraut, Dahlie oder Achillea filipendulina passen dazu … So entsteht ein prächtiges Beet in warmen, leuchtenden, flammenroten Farbtönen.

Sie können Inula mit weiteren Blumen in Gelb, Orange und Rot kombinieren! Kniphofia ‘Fiery Fred’, Inula hookeri ‘Mude’ (Foto Peganum), Hemerocallis aurantiaca ‘Gladys Perry’, Salvia ‘Rêve Rouge’ und Coreopsis verticillata ‘Moonbeam’

 

Da sie viele wohltuende Eigenschaften besitzen, können Sie mit Inula einen Heilpflanzengarten gestalten. Legen Sie einen Kräutergarten an und pflanzen Sie Salbei, Ringelblume, Garbe, Malve, Ysop, Kamille, Duftnessel und Eisenkraut dazu … Auch Arnica montana passt gut dazu: Die gelben Blüten harmonieren wunderbar mit denen der Inula! Sie können die Pflanzen leicht ernten, trocknen und als Tee verwenden. Pflanzen Sie außerdem einige Küchenkräuter wie Thymian, Melisse, Lavendel, Minze oder Dill … und verwenden Sie sie zum Kochen.

Inula passt auch in einen naturnahen, ländlichen Garten. Gestalten Sie ein eher locker wirkendes Beet mit hohen Pflanzen und einem freien, luftigen Wuchs. Wählen Sie eine Art wie Inula magnifica und kombinieren Sie sie mit Garbe, Verbena hastata, Salbei, Glockenblume, Veronicastrum virginicum … Auch Gräser dürfen nicht fehlen: Sie verleihen dem Beet den unverwechselbaren Charakter einer „Wilden Wiese“.

Die kleinsten Arten eignen sich für Steingärten. Wählen Sie zum Beispiel Inula ensifolia oder Inula candida und kombinieren Sie sie mit Steingarten-Storchschnabel, Delosperma cooperi, Campanula muralis, Dianthus deltoides, Fetthenne und Hauswurz … Auch Convolvulus mauritanicus mit seiner zarten, hellblauen Blüte ist eine gute Wahl!

→ Entdecken Sie weitere schöne Ideen zur Kombination mit Inula in unserem Ratgeber!

Wussten Sie schon?

  • Eine Heil- und Nutzpflanze!

Der Echte Alant wird seit langer Zeit wegen seiner Heilwirkung kultiviert. Verwendet wird die Wurzel, vor allem als Abkochung oder Aufguss. Sie hilft gegen Husten und lindert Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Husten. Außerdem kann sie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden und stärkt das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt sie antiseptisch, wurmtreibend, kräftigend und harntreibend. Die Wurzeln sind reich an Inulin – der Alant gab dieser Zuckerart übrigens ihren Namen.

Die Wurzel des Alants ist ebenfalls essbar und wird zum Aromatisieren von Desserts verwendet. Sie kann frisch oder getrocknet genutzt werden. Außerdem regt sie den Appetit an und fördert die Verdauung. Ihr Geschmack ist bitter. Auch junge Blätter können verzehrt werden. Die Wurzeln werden im Herbst von zwei- oder dreijährigen Pflanzen geerntet.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Die Blätter meines Alants sind mit weißem Belag bedeckt. Warum?

    Vermutlich Mehltau: Weißer Belag verformt und trocknet Blätter. Blätter entfernen/verbrennen, mit Schwefel behandeln; beim Gießen Laub nicht benetzen.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.