Moraea: Pflanzen, Pflege & Kultur
Inhaltsverzeichnis
Moraea kurz erklärt
- Moraea sind seltene südafrikanische Zwiebelpflanzen!
- Im Frühjahr oder Sommer zeigen sie prachtvolle Irisblüten in leuchtenden Farben!
- Die etwas frostempfindlichen Pflanzen eignen sich besonders für milde Regionen, lassen sich sonst aber im Topf kultivieren!
- Sie lieben volle Sonne und fruchtbare, sehr durchlässige Böden. Während der Dormanz brauchen sie trockenen Boden
- Sie passen gut in mediterrane Gärten oder sonnige Steingärten
Das Wort unserer Expertin
Moraea sind prächtige südafrikanische Zwiebelpflanzen, die noch wenig bekannt sind, aber einen festen Platz im Garten verdienen! Im Frühjahr oder Frühsommer entfalten sie elegante Irisblüten in warmen, leuchtenden Farben. Die Blüten gibt es in vielen kräftigen Farbtönen: Gelb, Orange, Blau, Weiß, Mauve … Zahlreiche Arten sind zweifarbig oder dreifarbig und tragen Blüten mit komplexen, sehr dekorativen Mustern! Das verleiht der Blüte Kontrast und Tiefe. Entdecken Sie zum Beispiel Moraea huttonii mit gelben, schwarz geäderten Blüten, Moraea ochroleuca mit zartgelben tulpenartigen Blüten und Moraea flaccida mit lachsfarbenen und gelben Blüten.
Die aus Südafrika stammenden Moraea sind eher frostempfindliche Pflanzen. Je nach Art vertragen sie kurzzeitig Temperaturen von -5 bis -10 °C. Sie eignen sich besonders für warme Regionen, etwa für Gärten am Mittelmeer, können aber in anderen Gegenden auch im Topf kultiviert werden. Sie bevorzugen fruchtbare, humusreiche und sehr gut durchlässige Böden, da sie während ihrer Dormanz empfindlich auf winterliche Nässe reagieren.
Botanisch
Steckbrief
- Lateinischer Name Moraea sp.
- Gebräuchlicher Name Moraea, Kap-Tulpe
- Blüte je nach Sorte und Klima von März bis Juli
- Height 20 bis 60 cm
- Exposition volle Sonne
- Art des Bodens fruchtbar, sehr gut drainiert, während Wachstum und Blüte frisch
- Winterhärte -5 °C bis -10 °C
Die Moraea umfassen 229 aus Südafrika und anderen Regionen Afrikas stammende Kormuspflanzen. Sie wachsen auf Wiesen und sandigen Hängen, teils in höheren Lagen. Viele Arten kommen in der Kapregion vor, weshalb sie auch Kap-Tulpen genannt werden. Neben den „echten“ Moraea gehören dazu Pflanzen, die früher unter dem Namen Homeria zusammengefasst wurden. Diese wurden daher kürzlich in Moraea umbenannt.
Moraea sind nur bedingt winterhart und vertragen je nach Art Temperaturen von -5 bis -10 °C. Sie eignen sich besonders für Regionen mit mildem Klima. In kälteren Gegenden können sie jedoch im Topf kultiviert und zum Schutz vor Frost über den Winter geschützt aufgestellt werden.

Moraea collina: Botanische Illustration
Die Gattung Moraea wurde erstmals 1758 beschrieben und zu Ehren des englischen Botanikers und Politikers Robert More (1703–1780) benannt. Kürzlich wurden zahlreiche Arten, die ursprünglich nicht zu dieser Gattung gehörten, in Moraea eingegliedert. Dazu zählt beispielsweise Iris sisyrinchium (Gynandris sisyrinchium), die in Moraea sisyrinchium umbenannt wurde, aber auch Homeria. Diese unterscheiden sich durch ihre regelmäßigen, tulpenähnlichen Blüten. Die 32 Arten umfassende Gruppe gilt heute als Untergattung von Moraea. Der Name ehrt Homer, den griechischen Dichter.
Moraea gehören zur Familie der Iridaceae, wie viele Zierpflanzen: Zu dieser Familie zählen Iris, Gladiolen, Krokus, Montbretien, Trichterschwertel, Klebschwertel, Watsonia, Dietes, Freesie, Andeniris und Fransenschwertel. Viele Arten dieser Familie sind exotische, eher frostempfindliche Zwiebel- oder Kormuspflanzen.
Moraea bilden botanisch keine echten Zwiebeln, sondern Knollen (wie Krokus, Gladiolen und Montbretien). Diese Speicherorgane sind etwas abgeflacht und bestehen aus einem verdickten Stängel, in dem Nährstoffreserven gespeichert werden, umgeben von einigen schützenden, vertrockneten Blättern. Das Innere einer Knolle ist kompakt und vollständig, während eine Zwiebel aus mehreren Schuppen, also umgebildeten Blättern, besteht, wie bei Zwiebeln. Die Funktion ist jedoch gleich: Nährstoffe und Wasser für die ungünstige Jahreszeit unter der Erde zu speichern und die Pflanze so vor Kälte zu schützen. Am Ende des Winters nutzt sie diese Reserven, um neue Blätter zu bilden und anschließend zu blühen.
Mehr über die Unterschiede zwischen Zwiebeln, Knollen und Rhizomen erfahren Sie in diesem Artikel unseres Blogs.
Moraea bilden Horste aus linearen, langen und schmalen Blättern, die aufrecht wachsen und an den Spitzen überhängen. Die Blätter sind meist flach, können sich aber auch einrollen. Moraea werden gewöhnlich 20 bis 60 cm hoch. Moraea huttonii ist etwas größer als andere Arten; ihre Blüten können bis zu 1,40 m hoch aufragen.
Je nach Art und Klima blühen Moraea im Frühjahr oder Frühsommer, von März bis Juli. Moraea sisyrinchium blüht früh im März und April, manchmal bereits im Februar, während Moraea huttonii im Juni und Juli blüht. Nach der Blüte vergilbt und vertrocknet das Laub, und die Pflanze geht in Dormanz, bis sie im folgenden Frühjahr wieder austreibt.
In Regionen mit sehr mildem Klima, etwa im Mittelmeerraum, entwickeln Moraea ihr Laub im Herbst, blühen im Frühjahr und gehen anschließend in die Ruhephase.
Moraea entfalten über ihrem Laub sehr schöne Blüten an aufrechten, wenig verzweigten Stängeln. Ihre Blüten ähneln Irisblüten mit drei kleinen aufrechten Blütenblättern, drei blütenblattähnlichen Griffeln und drei großen, farbigen, herabhängenden Kelchblättern. Sie werden meist 5 bis 6 cm breit und duften angenehm. Die Blüten der Untergattung Homeria sind regelmäßig und erinnern mit sechs gleichartigen Tepalen an Tulpenblüten.

Die Blüten von Moraea huttonii, M. tripetala, M. polystachya und M. flaccida (Fotos: peganum / Peter Baker / Dirkus / John Englart)
Unter den Moraea gibt es Pflanzen, die früher zur Gattung Homeria gehörten. Ihre Blüten unterscheiden sich stark: Sie ähneln nicht Irisblüten, sondern eher Tulpenblüten, weshalb sie Kap-Tulpen genannt werden. Die Blüten bestehen aus drei Blütenblättern und drei Kelchblättern gleicher Form und meist gleicher Farbe, also sechs Tepalen. In der Mitte trägt die Blüte einen langen Griffel, der sich an der Spitze in drei Teile teilt. Die Blüten sind gelb (Moraea ochroleuca) oder orangefarben (Moraea flaccida, M. comptonii). Sie können auch zweifarbig sein, wie bei Moraea elegans mit drei gelben und drei orangefarbenen, teils schwarz gezeichneten Blütenblättern. Meist ist die Blütenmitte anders gefärbt, oft gelb oder intensiver als die übrigen Blütenblätter.
Die Blüten der Moraea leuchten in vielfältigen, kräftigen Farben: Gelb, Orange, Lachs, Blau, Weiß, Mauve … Ihre warmen Farbtöne eignen sich ideal, um Beete zu beleben. Viele Arten haben kontrastreiche Blüten mit originellen Mustern aus Flecken, Punkten oder Linien, die sich in einer oder zwei Farben vom Grundton abheben. So wirken Moraea aristata und M. atropunctata wie mit Farbtupfen bespritzt. Auch die tief nachtblaue Blüte von Moraea sisyrinchium ist bemerkenswert. Unter den außergewöhnlichen Moraea darf auch Moraea tulbaghensis nicht fehlen: Sie trägt eindrucksvolle leuchtend orangefarbene, metallisch blau und schwarz gefleckte Blüten.
Die Blüten der Moraea sind kurzlebig: Jede hält nur ein bis zwei Tage. Dafür bilden die Pflanzen über einen langen Zeitraum zahlreiche aufeinanderfolgende Blüten.
Die Blüten werden von Insekten bestäubt: Ihre kräftigen Farben, der Nektar und ihr Duft locken Bestäuber an. In Südafrika werden sie von Bienen, Fliegen und Käfern bestäubt.
Die Blätter sind lang, schmal und linear, ähnlich wie Gräserblätter. Meist sind sie flach, können sich aber auch einrollen. Die Blätter von Moraea huttonii werden bis zu 1,50 m lang. Sie wachsen zunächst aufrecht und hängen später über. Durch ihre Feinheit bleibt das Laub im Vergleich zur Blüte eher unauffällig und ist nicht besonders dekorativ – außer bei Moraea tortilis und M. pritzeliana mit ihren außergewöhnlichen, spiralförmig eingerollten Blättern.
Das Laub der Moraea ist meist sommergrün. Nach der Blüte vergilben die Blätter allmählich und vertrocknen, woraufhin die Pflanze in Dormanz geht. Eine Ausnahme bilden Moraea angusta und M. spathulata: Sie sind immergrün und behalten ihr Laub auch im Winter.
Die Frucht der Moraea ist eine Kapsel, zunächst grün, bei Reife jedoch braun. Dann öffnet sie sich mit drei Klappen und setzt die zahlreichen darin enthaltenen braunen Samen frei.

Das Laub von Moraea huttonii und Moraea vegeta (Fotos: peganum / Leonora Enking)
Die wichtigsten Moraea-Sorten
Moraea huttonii - Kap-Iris
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 90 cm
Homeria ochroleuca - Homerie
- Blütezeit April, Mai
- Höhe bei Reife 60 cm
Homeria flaccida - Homerie
- Blütezeit Juli, August
- Höhe bei Reife 50 cm
Gynandris sisyrinchium - Mittags-Schwertlilie
- Blütezeit April, Mai
- Höhe bei Reife 30 cm
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Pflanzung
Wo pflanzen?
Die aus Südafrika stammenden Moraea benötigen Wärme: Sie gedeihen in voller Sonne und bevorzugen einen vor kalten Winden geschützten Standort. Ideal ist beispielsweise ein Platz am Fuß einer sonnigen Mauer. Moraea huttonii verträgt auch Halbschatten. Im Allgemeinen bevorzugen Moraea fruchtbare, humusreiche, vor allem aber sehr gut drainierte Böden, da sie während ihrer Dormanz (Herbst und Winter) empfindlich auf Staunässe reagieren. Die meisten Arten mögen im Frühjahr und Sommer, während ihrer Wachstums- und Blütezeit, einen frischen Boden, benötigen danach jedoch trockene Erde. In den südlichen Regionen Frankreichs gedeiht Moraea huttonii beispielsweise am besten am Ufer eines Teichs, wo sie von der Bodenfrische profitiert (sie blüht spät und geht erst spät im Jahr in Dormanz). Arten, die früh blühen und früh in Dormanz gehen (wie Moraea sisyrinchium), eignen sich dagegen sehr gut für trockene Sommerböden, da sie dann ruhen. Sie sind am besten an das mediterrane Klima angepasst. Was den pH-Wert betrifft, bevorzugen Moraea neutrale oder alkalische Böden.
Moraea eignen sich für Beeteinfassungen, einen sonnigen Steingarten sowie einen exotischen oder mediterranen Garten. Für eine besonders schöne Wirkung empfehlen wir, sie in Gruppen zu pflanzen. Halten Sie zwischen den Knollen etwa 10 cm Abstand.
Moraea lassen sich auch im Topf kultivieren. So können Sie sie im Winter problemlos ins Haus holen und vor Kälte schützen. Im Frühjahr dürfen sie auf die Terrasse.
Wann pflanzen?
In Regionen mit kühlem Klima werden Moraea im zeitigen Frühjahr gepflanzt. In sehr milden Regionen wie dem Mittelmeerraum ist auch eine Pflanzung im Herbst möglich. Moraea sisyrinchium, das früh im Frühjahr blüht, wird im Herbst (September bis Oktober) gepflanzt.
Wie pflanzen?
Pflanzung im Freiland:
- Heben Sie zunächst ein Pflanzloch aus und lockern Sie den Boden etwa 20 cm tief, damit die Wurzeln gut einwachsen können.
- Geben Sie eine Mischung aus Blumenerde und grobem Sand auf den Grund.
- Setzen Sie die Knollen so ein, dass sie 8 bis 10 cm tief liegen.
- Bedecken Sie sie mit Substrat.
- Drücken Sie die Erde leicht an, damit Knollen und Substrat guten Kontakt haben und keine Luftlöcher entstehen.
- Gießen Sie reichlich.
Pflanzung im Topf:
- Verwenden Sie einen Topf mit Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.
- Füllen Sie eine Drainageschicht ein, beispielsweise aus Blähton, Kies oder Tonscherben.
- Geben Sie anschließend eine Mischung aus Blumenerde und grobem Sand hinein.
- Setzen Sie die Knollen so ein, dass sie etwa 10 cm tief liegen.
- Bedecken Sie sie mit Substrat und drücken Sie die Erde leicht an.
- Gießen Sie reichlich.
- Stellen Sie den Topf an einen sonnigen, vor Kälte geschützten Platz.
Lesen Sie auch Ingrids Beitrag in unserem Blog „Zwiebeln pflanzen: 7 praktische und hilfreiche Tipps“

Moraea miniata
Pflege
Im Freiland
Moraea benötigen während der Wachstums- und Blütezeit einen gleichmäßig feuchten Boden (meist im Frühjahr und Frühsommer): Gießen Sie regelmäßig. Eine Schicht organischer Mulch um die Zwiebeln hält den Boden feucht und verringert den Gießaufwand.
Wir empfehlen, verblühte Blüten zu entfernen – sowohl aus ästhetischen Gründen als auch, um die Bildung neuer Blüten anzuregen.
Nach der Blüte vergilbt das Laub allmählich und trocknet ein: Die Moraea geht in die Dormanz. Schneiden Sie die Blätter erst ab, wenn sie vollständig vertrocknet sind. Solange sie grün sind, betreiben sie Photosynthese, damit die Knolle vor der Dormanz Reserven bilden und im nächsten Jahr erneut blühen kann.
Sobald das Laub zu vergilben beginnt, können Sie weniger gießen und das Gießen schließlich ganz einstellen. Während der Dormanz muss die Moraea trocken stehen, da die Knolle sonst faulen kann.
Decken Sie die Knollen im Herbst mit einer dicken Mulchschicht ab, um sie vor Kälte zu schützen. In Regionen mit kaltem Klima empfehlen wir jedoch, die Knollen im Herbst auszugraben und an einem kühlen, trockenen Ort aufzubewahren, bevor Sie sie im Frühjahr wieder einpflanzen.
Moraea bevorzugen nährstoffreiche Böden. Sie können den Boden jedes Jahr mit etwas gut verrottetem Kompost anreichern.
Im Topf
Gießen Sie Moraea im Topf während der Wachstums- und Blütezeit ein- bis zweimal pro Woche. Achten Sie darauf, dass kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt. Sie können außerdem etwas Flüssigdünger geben, den Sie mit dem Gießwasser verdünnen. Sobald die Zwiebel in Dormanz geht, stellen Sie das Gießen und Düngen ein.
Überwintern Sie Ihre Moraea an einem frostfreien, ungeheizten Ort. Moraea sind keine Zimmerpflanzen und nicht dafür geeignet, das ganze Jahr in Haus oder Wohnung zu stehen. Im Winter bevorzugen sie etwas kühlere Temperaturen als während der übrigen Jahreszeit.
Krankheiten und Schädlinge
Moraea sind wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Schnecken fressen jedoch gelegentlich an den jungen Trieben.
Vermehrung
Die einfachste und schnellste Methode, Moraea zu vermehren, ist die Teilung der Tochterknollen; Sie können jedoch auch Samen aussäen.
Aussaat
Säen Sie die Samen von Moraea im Frühjahr aus.
- Nehmen Sie einen Topf mit Abzugslöchern und füllen Sie ihn mit einem leichten, drainierenden Substrat, zum Beispiel spezieller Aussaaterde oder einer Mischung aus Blumenerde und grobem Sand.
- Drücken Sie das Substrat leicht an.
- Verteilen Sie die Samen auf der Oberfläche.
- Bedecken Sie sie mit einer dünnen Substratschicht (sie sollten 3 bis 5 mm tief mit Blumenerde bedeckt sein) und drücken Sie diese vorsichtig an.
- Gießen Sie feinbrausig.
Stellen Sie den Topf an einem hellen, geschützten Standort auf. Ein Wechsel der Temperaturen zwischen Tag und Nacht fördert die Keimung: Ideal sind tagsüber 22 bis 25 °C und nachts 18 bis 22 °C. Achten Sie außerdem darauf, dass das Substrat bis zur Keimung leicht feucht bleibt. Sobald die Keimlinge groß genug zum Umpflanzen sind, setzen Sie sie in einzelne Töpfe.
Bei einer Vermehrung aus Samen müssen Sie 2 bis 3 Jahre warten, bis die Jungpflanzen zu blühen beginnen.
Teilung der Tochterknollen
Im Laufe seines Wachstums bildet Moraea aus der ursprünglichen Knolle neue kleine Knollen (Tochterknollen). Sobald die Pflanze gut entwickelt ist, können Sie diese Knollen entnehmen, an anderer Stelle einpflanzen und die Pflanze so vermehren.
Die Teilung erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst, wenn die Pflanze in Dormanz ist. Sie können dies alle drei bis vier Jahre bei bereits gut entwickelten und im Garten gut eingewachsenen Pflanzen durchführen.
- Wir empfehlen, die gewünschte Moraea vorab zu markieren, damit Sie sie während der Dormanz leicht wiederfinden.
- Graben Sie im Spätsommer oder Frühherbst die Knollen vorsichtig aus dem Boden. Stechen Sie großzügig um die Pflanze herum ein, damit die Knollen nicht beschädigt werden.
- Entfernen Sie bei Bedarf überschüssige Erde, die an den Knollen haftet.
- Trennen Sie die jungen Knollen vorsichtig ab.
- Pflanzen Sie sie nach der Bodenvorbereitung an einem neuen Standort oder in Töpfe.
- Gießen Sie sie.
Im Gegensatz zu Pflanzen aus Aussaat blühen die aus dieser Teilung gewonnenen Pflanzen meist im folgenden Jahr (außer bei sehr kleinen Knollen).
Kombination
Moraea sisyrinchium eignet sich besonders für mediterrane Gärten, da sie Wärme benötigt und im Sommer trockene Böden schätzt. Kombinieren Sie sie beispielsweise mit Aloe brevifolia, Dietes grandiflora, Zwerg-Iris, Euphorbia characias und Stern der Peru. Denken Sie auch an aromatische Pflanzen wie Thymian, Rosmarin und Lavendel … Ergänzen Sie Agaven, um ihre außergewöhnliche dekorative Wirkung und ihren sehr exotischen Griffel zu genießen! Nicht zu vergessen das dekorative Laub von Fetthenne und Wolfsmilch. Entdecken Sie schließlich die prachtvolle Blüte mit blauen Ähren des Madeira-Natternkopfs, Echium fastuosum!

Opuntia microdasys, Hundertjährige Agave ‘Variegata’, Dietes grandiflora, Moraea sisyrinchium (Foto Hans Hillewaert), Walzen-Wolfsmilch (Foto Guilhem Vellut) und Echium fastuosum
Moraea flaccida und Moraea ochroleuca finden problemlos ihren Platz in einem sonnigen Steingarten. Pflanzen Sie sie beispielsweise neben Alyssum saxatile, Antennaria dioica, Arabis caucasica, Draba aizoides und Erigeron karvinskianus. Bringen Sie mit der Blüte von Sonnenröschen, Blaukissen und Nelke Farbe ins Beet! Denken Sie auch an den besonders trockenheitsverträglichen Steingartenfarn Cheilanthes lanosa. Freuen Sie sich über das schöne silbrige Laub von Tanacetum haradjeni und Stachys byzantina. Mit dem feinen Laub von Gräsern können Sie Leichtigkeit schaffen, zum Beispiel mit einigen locker verteilten Horsten von Stipa tenuifolia oder Schaf-Schwingel.
Weitere Ideen und Tipps zur Gestaltung eines Steingartens finden Sie in unseren Ratgebern „Steingarten anlegen: unsere Tipps für den Erfolg“ und „15 Pflanzen für einen sonnigen Steingarten“

Hornkraut (Foto Krzysztof Golik), Helianthemum ‘Elfenbeinglanz’, Lippenfarn (Foto ghislain118), Moraea ochroleuca (Foto Vahe Martirosyan), Keulen-Enzian und Draba aizoides (Foto Ghislain118)
Nützliche Ressourcen
- Unser Ratgeber „Zwiebeln vor und nach der Blüte aufbewahren“
- Entdecken Sie Ingrids Artikel in unserem Blog „Zwiebeln pflanzen: 7 praktische und hilfreiche Tipps!“
- Unsere Ratgeber „Steingarten anlegen: Tipps zum Erfolg“ und „15 Pflanzen für einen sonnigen Steingarten“
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