Strohblume: säen, pflanzen, pflegen

Strohblume: säen, pflanzen, pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 10. August 2025  durch Virginie T. 17 min.

Strohblumen kurz erklärt

  • Helichrysum oder mehrjährige Strohblumen (H.italicum, H.stoechas) unterscheiden sich von einjährigen Arten (Garten-Strohblume oder Helichrysum bracteatum)
  • Mehrjährige Strohblumen bilden goldgelbe Blütenköpfchen über aromatischem, silbergrauem Laub mit würzigem Curryduft
  • Garten-Strohblumen haben schuppige, farbige, haltbare Blüten für besonders schöne Trockensträuße
  • Alle wachsen in voller Sonne auf sehr drainierendem Boden
  • Sie blühen von Juni bis zum Frost ohne Pflege in Steingärten, an Böschungen, in Töpfen oder naturnahen Beeten
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Die Gattung Helichrysum umfasst verschiedene mediterrane Pflanzen, die besser unter dem Namen Strohblumen bekannt sind. Dazu gehören die Helichrysum italicum, Italienische Strohblume oder Korsische Strohblume, aus der ein ätherisches Öl mit Anti-Falten-Wirkung gewonnen wird, Helichrysum stoechas, auch Dünen-Strohblume genannt, mit stark behaarten Blättern, Helichrysum thianschanicum, Helichrysum arenarium sowie Helichrysum petiolare. Sie sind mehrjährige Strohblumen. Die Helichrysum bracteatum oder Garten-Strohblume ist dagegen eine einjährige Pflanze, die für ihre Trockenblumen geschätzt wird.

Alle gelten als Heilpflanzen. Doch die Strohblume ist weit mehr als eine Wunderblume gegen Hautalterung und hat viele weitere Vorzüge!

Die mehrjährigen Strohblumen oder „Currypflanzen“ zeichnen sich durch silbriges Laub und sonnengelbe Blüten aus, die vom Sommer bis zum ersten Frost erscheinen. Besonders charakteristisch ist ihr intensiver, an Curry erinnernder Duft – wie bei Helichrysum italicum, die im Garten und in der Küche sehr beliebt ist.

Die Garten-Strohblume besitzt Blüten, die niemals verwelken und beim Trocknen ihre Farben behalten. Dadurch sind sie ideal für schöne Trockensträuße. Dank zahlreicher Züchtungen gibt es die Blüten einjähriger Strohblumen in leuchtenden Farbtönen: Rosa, Orange, Weiß, Blau-Lila und Rot.

Ob winterhart oder einjährig: Die Strohblume verträgt Trockenheit und Meeresluft. Sie liebt Wärme und drainierende, eher magere, kalkhaltige Böden. Die Garten-Strohblume bevorzugt jedoch einen etwas frischeren Fuß.

Im Steingarten, als Beetbegrenzung, im Nutzgarten, im Topf oder als Strauß für Ihr Zuhause: Mit Helichrysum bleibt Ihr Trockengarten bis zum Wintereinbruch blütenreich.

Lassen Sie sich von unseren mediterranen Stauden begeistern und entdecken Sie unser Saatgut für Trockensträuße!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Lateinischer Name Helichrysum
  • Gebräuchlicher Name Strohblume, Currykraut
  • Blüte Juli bis Oktober
  • Height 0,25 cm bis 1,20 m
  • Exposition Sonne
  • Art des Bodens Kiesig, frisch
  • Winterhärte -2 bis -15 °C je nach Art

Helichrysum, Strohblume oder Currykraut gehört zur großen Familie der Korbblütler, wie Margeriten und Astern.

Die Gattung umfasst 500 Arten krautiger mehrjähriger Pflanzen, Einjähriger oder Untersträucher mit oft aromatischen, verholzenden Stängeln. Sie stammen aus den trockenen, sonnigen Gebieten des Mittelmeerraums, insbesondere aus Italien, aber auch aus Asien, Südafrika und Australien.

Zu den häufigsten Arten zählen:

  • mehrjährige Strohblumen wie ‘Helichrysum italicum’, Korsische Strohblume, Italienische Strohblume, Currykraut sowie das Currykraut, dessen stark aromatisches Laub einen intensiven Curryduft verströmt; die Gewöhnliche Strohblume oder „Dünen-Strohblume“ (Helichrysum stoechas) mit filzigen Blättern und aufrechten, büschelartigen Blüten sowie die Wollige Strohblume (Helichrysum petiolare) mit grauen, wolligen Blättern, von der zahlreiche Kultivare erhältlich sind.
  • ihr weniger winterharter Verwandter, Helichrysum bracteatum, auch unter dem Namen Bracteantha bracteata oder Garten-Strohblume bekannt. In ihrer Heimat ist sie mehrjährig, wird bei uns jedoch einjährig kultiviert. Sie ist für ihre farbenprächtigen Blütenkörbchen, die aus Trockensträußen nicht wegzudenken sind, sehr beliebt.

Die Pflanze bildet je nach Art recht schnell einen dichten, rundlichen, aufrechten (Helichrysum italicum, Helichrysum stoechas) oder kriechenden und überhängenden (Helichrysum petiolare) Horst. Er besteht aus verholzenden Stängeln, die je nach Art 0,25 bis 0,80 m, manchmal sogar 1,20 m hoch werden. Die Garten-Strohblume wächst schneller und blüht bereits zwei bis drei Monate nach der Aussaat.

Die mehrjährigen Strohblumen zeichnen sich durch über den Winter erhaltenes, sehr aromatisches Laub mit Curryduft aus. Die stark oder wenig verzweigten Stängel tragen Blätter, deren Form und Farbe je nach Helichrysum variieren.

Die wechselständigen, lavendelähnlichen Blätter besitzen meist eine schmale, lineare, lanzettliche bis elliptische, zugespitzte Blattspreite. Bei Helichrysum petiolare ist sie teilweise herzförmig. Die Blätter werden 2 bis 15 cm lang und sind bei mehrjährigen Arten filzig bis besonders wollig, bei Einjährigen dagegen glatt und grün.

Strohblume Currykraut

Einige mehrjährige Strohblumen besitzen attraktives silbriges Laub: Helichrysum italicum und Helichrysum petiolare ‘Silver’

Das Laub fällt durch seine grauen, graugrünen oder grauweißen Farbtöne auf. Einige Kultivare der Wolligen Strohblume, etwa ‘Variegata’, haben dagegen grün-gelb panaschierte Blätter.

Dieser silbrig schimmernde Strauch ist von Juni bis September, manchmal bis zu den ersten Frösten, mit Blüten bedeckt. Diese Sommer- und Herbstblüte ist ein weiterer Vorzug der Pflanze. Allerdings unterscheiden sich mehrjährige und einjährige Strohblumen auch durch ihre sehr verschiedenen Blüten.

Aus dem verholzenden Wurzelstock treiben feine, beblätterte Stängel, die an ihren Enden kleine kugelige Blütenstände tragen.

Helichrysum italicum und seine mehrjährigen Verwandten zeigen kleine gelbe Blütenkörbchen mit 3 bis 8 cm Durchmesser, die am Ende jedes Stängels zu Doldenrispen vereint sind. Dann ist die Pflanze mit zahlreichen Blüten bedeckt, die sich zu kugeligen Pompons öffnen. Ohne Zungenblüten und von langen, helleren Hochblättern umgeben – allerdings weniger zahlreichen als bei der Garten-Strohblume – bestehen sie aus dicht gedrängten Blüten, die an kleine goldgelbe Knospen erinnern. Helichrysum bedeutet auf Griechisch „goldene Sonne“.

Einige Arten, etwa die Orientalische Strohblume, zeigen wechselnde Blütenfarben, die sich während des Aufblühens von Hellgelb zu Sonnengelb verändern.

Die Garten-Strohblumen besitzen einen so ausgeprägten Charakter, dass man sie ebenso wie die Blüten ihres Verwandten, der Chrysantheme, unter tausenden erkennt. Sie öffnen sich als einzelne Blütenkörbchen mit 2 bis 8 cm Durchmesser an den Stängelenden. Die Blüten von Xerochrysum bracteatum besitzen eine Blütenkrone ohne strahlenförmige Blüten, die durch vertrocknete, durchscheinende Hochblätter ersetzt werden. Diese dünnen, papierartigen Hochblätter erinnern an Perlmutt und verwelken nicht – daher der Name „Strohblume“. Sie öffnen sich um ein Zentrum aus winzigen gelben Röhrenblüten, das von einem dunklen Ring gezeichnet ist. Beim Trocknen bilden sie kleine, mit Pappus versehene Samen, die sich manchmal durch den Wind selbst aussäen.

Ursprünglich perlmuttartig goldgelb, bieten sie dank zahlreicher Züchtungen heute eine große Vielfalt an Blütenfarben, von leuchtend bis zart. Meist werden sie als Farbmischung angeboten. Diese glänzenden, schuppigen Blütenkronen gibt es in zahlreichen Farbtönen von Weiß über Flieder, Lachs, Tyrischrosa, Rot und Bronze bis hin zu Gelb und Dunkelorange. Einige sind zweifarbig. Die Blütenkörbchen sind meist gefüllt. Zahlreiche Hybridisierungen ermöglichten beispielsweise die Züchtung von Helichrysum monstruosum, der Gefüllten Garten-Strohblume, einer weiteren Strohblume mit riesigen Blüten.

Diese bienenfreundliche Blüte ist bei allen Strohblumen bemerkenswert üppig, erneuert sich den ganzen Sommer über ununterbrochen und lockt zahlreiche bestäubende Insekten, insbesondere Bienen, an.

Die hübschen, leuchtenden Blütenkörbchen eignen sich für wunderschöne, besonders langlebige Trockensträuße, die in der Floristik sehr beliebt sind, insbesondere die Garten-Strohblumen. Auch in frischen Sträußen sind Strohblumen wunderschön.

Während Garten-Strohblumen nur leichte Fröste von etwa -1 bis -2 °C vertragen und einjährig kultiviert werden, sind mehrjährige Strohblumen meist relativ winterhart (mindestens bis -10 bis -15 °C). Alle bevorzugen warme, sonnige Standorte oder Halbschatten, vertragen Trockenheit sowie arme oder kalkhaltige Böden. Sie wachsen in durchlässigem oder flachgründigem Boden und vertragen weder saure noch schwere Böden, da sie Winterfeuchtigkeit fürchten. Garten-Strohblumen entwickeln sich in frischem, nährstoffreichem Boden besser und blühen dort üppiger.

Strohblumen finden leicht ihren Platz in einem naturnahen Garten, insbesondere in einem Trockengarten, wo sie Steingärten oder etwas wildere Bereiche zum Blühen bringen. Sie fügen sich wunderbar in Beete mit einjährigen und mehrjährigen Pflanzen, Rabatten und Mixed Borders ein, aber auch in Töpfe und Balkonkästen auf Balkon und Terrasse.

Alle Strohblumen sind seit Langem für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt. Aus der Italienischen Strohblume wird unter anderem ein ätherisches Öl gewonnen, das wegen seiner entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften sowie für seine Anti-Aging-Wirkung geschätzt wird.

Die frischen Blätter der mehrjährigen Strohblumen können zum Kochen verwendet werden, um Salate, Fisch, Grillgerichte, Reis oder Marinaden zu würzen. Da sie schwer verdaulich sind, sollten sie jedoch nicht verzehrt werden. In einigen Ländern werden die getrockneten Blüten der Dünen-Strohblume als Teeaufguss getrunken.

Wichtige Arten und Sorten

In der Familie der Strohblumen haben Sie die Wahl zwischen winterharten Arten mit silbrigem, flauschigem Laub und intensivem Curryduft sowie einjährigen Sorten mit farbenfrohen Hochblättern, ideal für Trockensträuße. Alle blühen den ganzen Sommer über üppig in Steingärten oder etwas naturnahen Gartenbereichen!

Die beliebtesten Sorten

[produkt sku=”7409″ blog_description=”Schönes, immergrünes graues Laub mit intensivem Curryduft, der noch aus mehreren Metern Entfernung wahrnehmbar ist. Wächst im Topf und Garten in gut drainierendem Boden!” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”4059 ” blog_description=”Die aromatischen Blätter verströmen einen intensiven Curryduft und eignen sich zum Kochen. Für Gemüsebeet oder Steingarten!” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”493″ blog_description=”Unvergängliche Blüten in warmen Farben für die schönsten Trockensträuße. Aussaat an sonnigen Standorten im Beet, an der Beetrand, im Kübel oder am Hang.” template=”listing1″ /]

Unsere Favoriten

[produkt sku=”491408″ blog_description=”Eine kriechende, winterharte Strohblumen-Art, die wunderschöne silbrige Teppiche bildet. Weniger winterhart als ihre staudigen Verwandten, verleiht sie Kübeln und Hängeampeln eine elegante Note.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=” 84872″ blog_description=”Diese Auswahl bietet sehr große, schuppige Blüten in einem wunderschönen, perlmuttartigen Muschelrosa. Sie blüht den ganzen Sommer über üppig in Steingärten oder etwas naturnahen Gartenbereichen.” template=”listing1″ /]

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Pflanzung

Wo sollte man Strohblumen pflanzen?

Helichrysum oder Strohblume ist eine mediterrane Pflanze, deren Winterhärte je nach Art unterschiedlich ist. Mehrjährige Strohblumen wie Helichrysum italicum vertragen Kälte bis etwa -15 °C recht gut und wachsen überall in Frankreich. Sie sind in mediterranen Gärten weit verbreitet. In sehr kalten und feuchten Regionen kann die mehrjährige Strohblume jedoch bereits ab -10 °C leiden, da sie vor allem im Winter empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert. Garten-Strohblumen sind frostempfindliche Stauden und werden in unseren Gärten als Einjährige kultiviert, die jedes Jahr neu ausgesät werden.

Alle Strohblumen haben ihre Vorliebe für Wärme und trockene Böden aus ihrer ursprünglichen Heimat bewahrt. Helichrysum sind Sonnen- und Trockengartenpflanzen par excellence!

Es sind anspruchslose Pflanzen, die in voller Sonne sehr leicht wachsen: in jedem flachgründigen, nährstoffarmen, eher kalkhaltigen Boden, selbst wenn er steinig und kiesig ist, in jedem Fall aber sehr gut drainiert. Nur zu feuchte Böden vertragen sie nicht. Sie passen sich jedem normalen Boden an, sofern dieser keine Staunässe bildet. Für eine üppige Blüte benötigen Garten-Strohblumen jedoch einen etwas frischeren und während der gesamten Saison angereicherten Boden.

Mehrjährige Strohblumen sind in jedem naturnahen Garten unverzichtbar, besonders in Trockengärten oder Küstengärten, da sie unempfindlich gegen Gischt sind. Sie eignen sich außerdem, um Lücken im Staudenbeet zu füllen. Mehrjährige Arten sind ein Gewinn für trockene Böden, wo sie das ganze Jahr über hübsche silbrige Polster in Steingärten und an trockenen Hängen, in Beeten oder als Bodendecker in den schwierigsten Bereichen des Gartens bilden. Die Italienische Strohblume findet natürlich auch im Gemüsegarten, in einem Kräuterbeet oder einer Kräuterbordüre ihren Platz.

Einjährige Strohblumen können ebenfalls an vielen Stellen ausgesät werden, sowohl im Ziergarten als auch im Schnittblumengarten. Sie blühen den ganzen Sommer bis Oktober und schmücken Töpfe, Blumenampeln und Balkonkästen auf Balkon oder Terrasse.

Wann pflanzt man mehrjährige Strohblumen?

Unsere Jungpflanzen von Helichrysum werden je nach Region im Frühjahr von März bis Mai gepflanzt, sobald die Temperaturen steigen, oder in warmen Regionen im Herbst von September bis Oktober.

Wie pflanzt man mehrjährige Strohblumen?

Im Freiland

Die Strohblume benötigt unbedingt eine perfekte Drainage. Bei zu schwerem, verdichtetem oder lehmigem Boden geben Sie Kies oder groben Sand auf den Grund des Pflanzlochs. Ist der Boden zu feucht, pflanzen Sie die Strohblume an einen Hang oder in einen erhöhten Steingarten. Halten Sie in alle Richtungen einen Abstand von etwa 30 bis 40 cm zwischen den Pflanzen ein (4 bis 6 Pflanzen pro m²).

Vor dem endgültigen Auspflanzen empfehlen wir, unsere Jungpflanzen in Anzuchttöpfe mit Blumenerde zu pikieren und abzuhärten. Stellen Sie sie erst ins Freie, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

  • Heben Sie ein Pflanzloch aus, das 2- bis 3-mal größer als der Wurzelballen ist
  • Lockern Sie den Boden gründlich
  • Verbessern Sie ihn mit grobem Sand
  • Geben Sie eine Kiesschicht auf den Grund des Pflanzlochs
  • Setzen Sie die Jungpflanze in die Mitte des Lochs, ohne den Hals zu tief einzupflanzen
  • Füllen Sie das Loch und drücken Sie die Erde leicht an
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen gründlich, danach mäßig, ohne die Wurzeln zu überfluten

Im Topf

Die Erde muss gut drainiert sein, um Staunässe zu vermeiden, durch die die Wurzeln faulen würden. Die Lakritz-Strohblume (Helichrysum petiolare) ist weniger winterhart als ihre mehrjährigen Verwandten und wird meist als einjährig betrachtet. Mit ihrer überhängenden Wuchsform eignet sie sich besser für die Kultur im Topf oder in Blumenampeln als andere mehrjährige Strohblumen.

  • Geben Sie in einen großen, mindestens 50 cm breiten Topf eine gute Schicht Kies oder Blähton
  • Pflanzen Sie in eine Mischung aus Blumenerde, Gartenerde und Flusssand oder Lavagranulat
  • Gießen Sie nach dem Pflanzen, danach nur bei Trockenheit und ohne Überschuss. Lassen Sie niemals Wasser in den Untersetzern stehen
  • Stellen Sie den Topf in die volle Sonne

Befolgen Sie unsere Tipps zum richtigen Pflanzen unserer Jungpflanzen in Balkonkästen

Einjährige Strohblume säen: wann und wie?

Die Samen der Garten-Strohblume werden im Frühjahr ausgesät: unter Glas oder im Gewächshaus im Februar, März oder April oder nach den letzten Frösten ab April direkt ins Freiland. Die Blüte beginnt dann im Juli.

Geschützter Anbau

  • Säen Sie die Samen möglichst dünn in eine mit guter Aussaaterde gefüllte Saatschale
  • Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde
  • Drücken Sie die Erde an und gießen Sie reichlich mit feinem Sprühstrahl
  • Stellen Sie die Aussaat hell und bei 20 °C geschützt auf und halten Sie sie bis zum Auflaufen feucht. Dies dauert 2 bis 3 Wochen
  • Pikieren Sie die Keimlinge bei einer Größe von etwa 5 cm in einzelne Anzuchttöpfe
  • Pflanzen Sie sie Ende Mai bei ausreichend warmen Temperaturen mit einem Abstand von 30 bis 40 cm in alle Richtungen ins Beet
  • Entspitzen Sie die Triebe, damit sie sich stärker verzweigen und mehr Blüten bilden!

Direktsaat ins Freiland oder in einen Topf

Im Freiland

Bei dieser Methode beginnt die Blüte später, ab August, da die Samen der Garten-Strohblume erst nach Ende der Frostgefahr ausgesät werden können und der Boden gut erwärmt sein muss – folglich nicht vor April oder Mai.

  • Säen Sie die Samen breitwürfig möglichst dünn in einen gut gesäuberten, gelockerten und mit Blumenerde angereicherten Boden
  • Bedecken Sie sie leicht mit Blumenerde
  • Drücken Sie die Erde an und gießen Sie bis zum Auflaufen mit feinem Sprühstrahl
  • Vereinzeln Sie die Aussaat nach dem Auflaufen und lassen Sie nur die kräftigsten Pflanzen mit einem Abstand von 30 bis 40 cm stehen
  • Entspitzen Sie die jungen Triebe, damit sie sich stärker verzweigen

Im Topf

Sie können auch direkt in einen 30 cm großen Topf oder einen 30 cm langen Balkonkasten säen. Verwenden Sie eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Gartenerde. Nach dem Auflaufen vereinzeln Sie die Keimlinge, sodass nur drei pro Gefäß verbleiben.

Strohblumen pflegen?

Sind sie gut eingewurzelt, benötigen Strohblumen – ob Stauden oder einjährig – nur wenig Pflege. Sie werden selten krank, sofern der Boden gut durchlässig bleibt.

Pflege mehrjähriger Strohblumen

Im ersten Sommer gießen Sie einmal pro Woche, danach nur bei längerer Trockenheit und stets maßvoll. Sie sind an die langen, trockenen Sommer des Mittelmeerklimas gewöhnt und brauchen nach dem Einwurzeln keine Bewässerung mehr.

Im Topf gießen Sie etwas häufiger und lassen das Substrat zwischen den Wassergaben stets gut abtrocknen.

Mehrjährige Strohblumen sind genügsame Pflanzen, die keinen Dünger benötigen.

In Regionen mit strengen Wintern holen Sie frostempfindliche Helichrysum-Arten wie Helichrysum petiolare vor Frost und Regen geschützt ins Haus. Gießen Sie sie im Winter nur sehr wenig und stellen Sie sie im Mai wieder ins Freie.

Befolgen Sie außerdem unsere Tipps zur Pflege mehrjähriger Pflanzen und zum Schutz Ihrer Pflanzen vor Kälte.

Rückschnitt mehrjähriger Strohblumen

Ein Rückschnitt ist nicht zwingend nötig, bewahrt aber eine schöne Wuchsform. Sie vertragen regelmäßige, aber nicht radikale Rückschnitte am Ende des Winters. So verhindern Sie die Bildung von altem Holz: Verholzte, harte Pflanzenteile verkahlen nach und nach und treiben nicht mehr neu aus.

  1. Am Saisonende schneiden Sie einfach die Blütenstiele mit einer Gartenschere ab, damit die Blüten keine Samen bilden und die Pflanze nicht unnötig erschöpfen. Hängen Sie sie kopfüber zum Trocknen auf – so entstehen schöne Trockensträuße!
  2. Der Rückschnitt erfolgt nur an den diesjährigen, noch grünen und weichen Trieben. Altes Holz darf nicht geschnitten werden, da es nicht mehr austreibt. Zu Beginn des Frühjahrs (März bis April) kürzen Sie den Großteil der jungen Triebe auf 2 bis 3 cm über dem alten Holz, nicht stärker.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: Wie schneidet man Helichrysum?

Blatternte

Die frischen, sehr aromatischen Blätter von Helichrysum, der Currypflanze, können das ganze Jahr über nach Bedarf geerntet werden, um Gerichte und Salate zu würzen.

Pflege von Strohblumen mit Hochblättern

Die Strohblume mit Hochblättern wächst sehr schnell. Daher bevorzugt sie einen etwas fruchtbareren Boden. Bei Pflanzen im Freiland genügt einmal pro Saison Flüssigdünger für Blühpflanzen, bei Topfpflanzen einmal monatlich von Juni bis September.

Außerdem benötigt sie regelmäßigere Wassergaben als ihre mehrjährigen Verwandten, wodurch sie noch üppiger blüht.

Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten, um die Bildung neuer Blüten anzuregen und die Blütezeit zu verlängern. Lassen Sie jedoch einige Blüten Samen bilden: Diese können Sie im folgenden Jahr aussäen. Am Saisonende werden die Pflanzen entsorgt.

Ernte getrockneter Strohblumen

Die Strohblumen verdanken ihren Namen – ob einjährig oder mehrjährig – der Tatsache, dass sie auch nach der Blüte nicht verwelken. Dadurch zählen Strohblumen zu den besten Straußblumen für Trockensträuße.

Schneiden Sie die Blüten bei trockenem Wetter, kurz bevor sie vollständig aufgeblüht sind. Hängen Sie die blühenden Stängel kopfüber an einem trockenen, dunklen und luftigen Ort auf. Sobald die Blätter vertrocknet sind, entfernen Sie sie von den Stängeln, da sie beim Trocknen weiß werden und in Ihren Sträußen wenig dekorativ wirken. Entdecken Sie auch unsere Auswahl an Blumensamen für Trockensträuße.

→ Erfahren Sie mehr über das Trocknen und richtige Aufbewahren von Helichrysum oder Italienischer Strohblume in unserem Ratgeber!

Helichrysum italicum gehört zu den wirksamen Pflanzen gegen Motten: Erfahren Sie, wie Sie sie dafür verwenden können.

helichrysum monstrosum

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Wenig krankheitsanfällig, haben Strohblumen nur wenige Feinde.

Bei warmem, feuchtem Wetter, besonders im Spätsommer, können sie anfällig für Mehltau sein, der einen weißen Belag auf dem Laub hinterlässt. Vorbeugend: Gießen Sie am Fuß, ohne die Blätter zu benetzen, und spritzen Sie Brennnesseljauche, Schachtelhalmbrühe oder Bordeauxbrühe. Bei Befall: Entfernen und verbrennen Sie die kranken Pflanzenteile und befolgen Sie unsere Tipps zur Bekämpfung von Mehltau.

Auch Blattläuse und Raupen können sie befallen: Spritzen Sie Wasser mit Schwarzer Seife, um die Schädlinge zu vertreiben.

Vermehrung von Strohblumen-Stauden

Mehrjährige Strohblumen wie Helichrysum italicum (Italienische Strohblume) lassen sich im Juni durch krautige Stecklinge, im Juli und August durch halbverholzte Stecklinge vermehren.

Helichrysum durch Stecklinge vermehren

  • 10–12 cm lange, blütenlose Triebspitzen schneiden
  • Untere Blätter entfernen
  • Stecklinge in Anzuchttöpfe mit Blumenerde und Flusssand stecken
  • Substrat bis zur Bewurzelung feucht halten
  • Junge Keimlinge den ganzen Winter vor Frost schützen
  • Im folgenden Frühjahr bei milderen Temperaturen auspflanzen
  • Triebe pinzieren, damit sie buschiger wachsen
  • Nach dem Pflanzen gießen, später sparsam

→ Mehr über die Vermehrung von Helichrysum erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Kombinieren

Wie ihre südlichen Verwandten Lavendel und Heiligenkraut bringen mehrjährige Strohblumen stets mediterranes Flair in den Garten – exotisch und elegant zugleich. In sonnigen, trockenen, naturnahen Gärten sind sie unverzichtbar und bilden das ganze Jahr über hübsche silbrige Polster.

Im Steingarten gesellen sich Helichrysum italicum oder H. petiolare zu anderen, ebenso genügsamen und trockenheitsverträglichen mediterranen Stauden: kriechendem Rosmarin, einem kleinen Fingerkraut, Tanacetum haradjanii, Artemisia oder Scharfem Mauerpfeffer. Auch andere Stauden mit gleichen Standortansprüchen passen dazu, etwa Zwerg-Grasnelke, Wolliger Beifuß und Cerastium tomentosum.

Neben Artemisia, Heiligenkraut und einigen Lavendelpolstern bilden sie eine aromatische Einfassung aus blaugrünem oder grauem Laub, die nach Garrigue duftet. Mit ihrem leuchtenden, wintergrünen Laub und in Kombination mit Mittagsblume und Nelke eignen sie sich auch als Unterpflanzung mediterraner Sträucher wie Oleander, Zistrose oder Ölbaum.

Ihre leuchtend gelbe Blüte bildet einen schönen Kontrast zum Blau oder Purpur von Säckelblume und Sommerflieder. Für ein Meer gelber Blüten kombinieren Sie sie mit Garbe, Sonnenröschen, Mädchenauge und Sonnenbraut. Einen hübschen Kontrast zum ergänzenden Blau von Blauraute, Bartblume, Katzenminze und Salbei schaffen sie ebenfalls. Am trockenen Hang passen sie zu kleinen Sträuchern für trockene Böden wie Hertia cheirifolia, Hypericum olympicum, Niederliegendem Geißklee und Wolfsmilch für trockene Standorte.

association immortelle

Eine Kombinationsidee für den Hängekorb: Helichrysum petiolare ‘Silver’, Pelargonium ‘Amelit’ und Greiskraut (zum Beispiel ‘Silver Dust’)

In einer sonnigen Naturgarten-Wiese bereichern mehrjährige Strohblumen im Hochsommer üppige, farbenfrohe Pflanzungen mit sehr blühfreudigen Stauden für trockene Böden wie Kugeldistel, Karwinskis Berufkraut, Sonnenhut, Stockrose, moschata-Flockenblume, Margerite, Duftnessel und Süßer Tragant. Im Kiesgarten stehen ihre silbrigen Polster neben locker wirkenden Gräsern wie Echtem Federgras oder Stipa tenuifolia sowie Agaven oder Feigenkakteen für moderne Kombinationen.

Im Gemüsegarten können Sie die Currypflanze mit pflegeleichten aromatischen Stauden wie Thymian und Salbei kombinieren.

Die Garten-Strohblumen oder einjährigen Strohblumen mit ihrem leicht nostalgischen Charme und den unzähligen leuchtenden Farbtönen gehören in jeden Bauerngarten. Sie verleihen farbenfrohen Mixed Borders oder Beeteinfassungen eine exotische Note. Vom Hochsommer bis zu den ersten Herbsttagen blühend, bringen sie in Kombination mit Sonnenbraut, Kokardenblume, Herbst-Fetthenne, spät blühenden Stauden oder Bärenohr satte Farben in eine weniger blütenreiche Jahreszeit.

association helichrysum

Ein Kombinationsbeispiel: Helichrysum bracteatum (in Ihrer Wunschfarbe oder als Mischung), Frauenmantel (zum Beispiel A. epipsila) und Bacopa ‘Snowtopia White’

Auch mit den großen Blüten von Dahlien harmonieren sie gut. Ihre glänzenden Blütenkörbchen fügen sich in eine Fülle leichter Gräser wie Federborstengras, Chinaschilf, Echtes Federgras oder Mähnen-Gerste ein, die ihre klar gezeichneten Blüten auflockern. Astern und Chrysanthemen sind ebenfalls gute Begleiter und verlängern die Blüte bis in den Herbst.

Im Schnittblumengarten kombinieren Sie sie mit Steppenschleier und Fuchsschwanz – sie gehören zu den am einfachsten zu trocknenden Blumen! Im Balkonkasten passen sie zu Garten-Zinnien, kleinen Dahlien und den gefiederten Ährchen zarter Gräser.

→ Weitere Ideen zur Kombination von Helichrysum finden Sie in unserem Ratgeber!

Nützliche Ressourcen

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