Weißwurz, Polygonatum: pflanzen, teilen und pflegen

Weißwurz, Polygonatum: pflanzen, teilen und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Alexandra 14 min.

Die Weißwurz in wenigen Worten

  • Die Weißwurz besitzt ein prächtiges, wunderschön grünes, manchmal panaschiertes Laub
  • Ihre Silhouette ist sehr elegant und hübsch bogig
  • Im Frühjahr zeigt sie eine zarte Blüte mit kleinen, hängenden, oft weißen Glöckchen.
  • Sie ist eine ausgezeichnete Unterholzpflanze für einen Schattengarten
  • Sie wird für ihren sehr natürlichen und wilden Charakter geschätzt
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Das Polygonatum, besser bekannt als Weißwurz, ist eine Staude mit schönen gebogenen Stängeln, unter denen im Frühjahr kleine, oft weiße Glöckchen hängen. Das Laub ist wunderschön, oft Oval und von einem herrlichen Grünton. Es gibt auch sehr schöne Sorten mit panaschiertem Laub, wie etwa Polygonatum falcatum ‘Variegatum’. Mit seinem Laub und seiner Blüte aus weißen Glöckchen ähnelt die Weißwurz ein wenig einem großen Maiglöckchen … kein Wunder, gehört sie doch derselben Familie an! Die häufigsten Arten sind die Vielblütige Weißwurz, Polygonatum multiflorum, und die Duftende Weißwurz, Polygonatum odoratum, zwei einander recht ähnliche Pflanzen mit elegantem, natürlichem Wuchs!

Als unverzichtbare Pflanze für Schattengärten eignet sich die Weißwurz perfekt, um einen naturnahen Bereich im Unterholz zu gestalten. Sie lässt sich gut am Fuß von Bäumen pflanzen, verträgt aber auch Sonne, solange der Boden frisch bleibt. Sie ist sehr winterhart und benötigt kaum Pflege. Wenn sie sich wohlfühlt, breitet sich die Weißwurz im Garten aus und bildet mitunter schöne Bestände …

Botanisch

Steckbrief

  • Lateinischer Name Polygonatum sp.
  • Gebräuchlicher Name Weißwurz
  • Blüte im Mai und Juni, manchmal bis in den Juli hinein
  • Height sehr unterschiedlich, häufig jedoch zwischen 70 cm und 1 m
  • Exposition bevorzugt Schatten oder Halbschatten. Gegebenenfalls vor praller Sonne geschützt.
  • Art des Bodens frisch, humusreich, fruchtbar, drainierend, eher sauer
  • Winterhärte zwischen – 15 und – 20 °C

Die Weißwurz, oder Polygonatum, ist eine Staude, von der etwa 70 Arten bekannt sind, die in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel wachsen. Man findet sie vor allem in Asien (insbesondere in China) sowie in Europa. Einige Arten stammen aus Nordamerika (P. biflorum). Es gibt wunderschöne, ursprünglich aus Asien stammende Arten! Die Weißwurz ist typisch für das Unterholz; in freier Natur findet man sie in Wäldern und an Waldrändern. Sie gedeiht in frischen, humusreichen Böden.

Am häufigsten sind Polygonatum odoratum und Polygonatum multiflorum, zwei in Frankreich recht häufige Arten. Sie neigen zur Hybridisierung und bilden so Polygonatum x hybridum (manchmal auch Polygonatum multiflorum genannt, um die Sache noch etwas komplizierter zu machen!). Neben der Duftenden und der Vielblütigen Weißwurz kommt in Frankreich noch eine dritte Art vor: Polygonatum verticillatum, die an ihren wirteligen Blättern gut zu erkennen ist (mehrere Blätter sitzen auf gleicher Höhe am Stängel). Da die Weißwurz in Frankreich in freier Natur vorkommt, ist sie gut an unser Klima angepasst und sehr winterhart.

Die Weißwurz wurde im Laufe der Zeit häufig einer anderen botanischen Familie zugeordnet. Heute gehört sie zu den Spargelgewächsen, der Familie des Spargels, ebenso wie Agaven, Funkien, Maiglöckchen, Träubel, Hyazinthen und Schlangenbart … Zuvor wurde sie den Liliengewächsen (Lilien) und den Convallariaceae (einer ehemaligen Familie des Maiglöckchens) zugeordnet … Die Weißwurz erinnert übrigens ein wenig an das Maiglöckchen! Alle diese Pflanzen gehören zu den Monokotyledonen, was insbesondere die parallelen Blattadern ihrer Blätter erklärt.

Botanische Darstellung der Vielblütigen Weißwurz

Polygonatum multiflorum: botanische Illustration

Der Name Polygonatum stammt aus dem Altgriechischen: poly bedeutet „zahlreich“ und gonu „Knie“, als Anspielung auf die zahlreichen Verdickungen des Rhizoms. Auch ihren volkstümlichen Namen Weißwurz verdankt sie ihren Rhizomen, auf denen jeder alte Stängel eine rundliche Narbe hinterlässt, die an ein Siegel aus Wachs erinnert. Vorsicht vor einer Verwechslung mit der Gattung Polygonum, den Knöterichen oder Kleinblütigen Knöterichen, sowie mit der Pflanze Smilacina racemosa, die auch „Traubiges Duftsiegel“ genannt wird. Ihr Laub ähnelt dem der Weißwurz sehr … Aber nicht ihre Blüte!

Die Polygonatum-Arten können etwas Zeit benötigen, um auszutreiben und ihr Wachstum zu beginnen. Sie bilden Büschel aufrechter, belaubter Stängel, die aus einem unterirdischen Rhizom hervorgehen. Wenn der Standort geeignet ist, breitet sich die Weißwurz gerne aus und kann schöne Kolonien bilden, ohne dabei invasiv zu werden. Außerdem ist sie eine langlebige Pflanze!

Die Stängel sind zunächst aufrecht und biegen sich dann zurück, sodass sie sich bogenförmig neigen, was der Pflanze eine sanfte und elegante Silhouette verleiht. Der obere Teil der Stängel ist fast waagerecht. Die Stängel der Weißwurz sind nicht verzweigt. Manchmal zeigen sie eine schöne Färbung: Bei Polygonatum ‘Red Stem’ sind sie beispielsweise rot. Weißwurz-Arten wirken mit ihren beidseitig gleichmäßig am Stängel angeordneten Blättern sehr symmetrisch!

Die häufigsten Weißwurz-Arten, Polygonatum odoratum und P. multiflorum, werden 70 cm bis 1 m hoch. Es gibt jedoch auch riesige Arten: So erreicht Polygonatum kingianum eine Höhe von bis zu 2 Metern! Umgekehrt sind andere Weißwurz-Arten winzig: Polygonatum hookeri wird nicht höher als 10 cm. Diese Art unterscheidet sich stark von den anderen: Sie wächst bodennah, hat eine teppichbildende Wuchsform und weit geöffnete, nach oben geneigte rosafarbene Blüten!

Die Blüte findet im Frühling statt, meist im Mai und Juni, manchmal bis in den Juli hinein.

Die Pflanze trägt dann kleine, zum Boden gerichtete weiße Blüten, die unter den Stängeln hängen. Sie erscheinen in den Blattachseln und sitzen an einem dünnen Blütenstiel. Die Blüten können einzeln stehen oder zu zweit oder mehreren zusammenstehen (selten mehr als sechs Blüten) und so kleine, hängende Trauben bilden. Die Blüte ist zart, leicht, bescheiden und eher unauffällig, da die Blüten teilweise vom Laub verborgen werden. Die weißen Blüten betonen die geschwungene Form der Stängel auf hübsche Weise. Ebenso regelmäßig wie das Laub verleihen sie der Pflanze einen schönen Rhythmus.

Meist handelt es sich um kleine weiße Glöckchen, die an der Spitze der Blütenkrone grünlich nuanciert sind. Sie können auch rosa sein, wie bei Polygonatum hookeri. Es gibt auch überraschende Sorten wie Polygonatum kingianum mit roten, grün gezeichneten Blüten!

Die 1 bis 3 cm langen Blüten bestehen aus einer länglichen Röhre (gebildet aus miteinander verwachsenen Blüten- und Kelchblättern), die in sechs kleine Zähnchen ausläuft. Sie können auch deutlich weiter geöffnet sein und dadurch ein völlig anderes Aussehen haben, wie bei Polygonatum hookeri. Im Inneren der Blütenkrone befinden sich sechs Staubblätter, die den Pollen tragen, sowie ein Griffel. Der Eierstock sitzt am Grund der von den Blütenblättern gebildeten Röhre. Da der Blüteneingang bei den meisten Sorten sehr eng ist, können nur Insekten mit einem langen Rüssel den Nektar aufnehmen und den Pollen von einer Blüte zur anderen transportieren.

Obwohl die meisten Weißwurz-Arten einfache Blüten haben, gibt es auch Sorten mit gefüllten Blüten, wie Polygonatum odoratum ‘Flore Pleno’. Die Blüten besitzen dann einige zusätzliche Reihen von Blütenblättern.

Die Blüten von Polygonatum odoratum verströmen einen leichten Duft.

 

Die Blüte der Weißwurz

Die Blüten von Polygonatum multiflorum. Gesamtansicht (Foto Hamon JP) / Frontalansicht und Längsschnitt (Fotos Frank Vincentz)

 

Die Weißwurz trägt schöne, ganzrandige Blätter, die nicht geteilt und oval geformt sind. Sie können auch sehr schmal sein, wie bei Polygonatum kingianum. Der Rand der Blattspreite ist glatt, ohne Zähne, und ganzrandig. Die Blätter werden 5 bis 20 cm lang – bei der kleinen Polygonatum hookeri weniger. Die Blattadern der Weißwurz verlaufen parallel und treffen nahe der Spitze der Blattspreite zusammen … Wie bei den Blättern des Maiglöckchens!

Das Laub ist wechselständig und sehr regelmäßig angeordnet, mit Blättern, die in zwei gegenüberliegenden Reihen sitzen … Dadurch wirkt die Pflanze symmetrisch und dekorativ! Die Blätter können auch wirtelig angeordnet sein (mindestens drei Blätter sitzen auf gleicher Höhe), wie bei Polygonatum verticillatum. In allen Fällen sind die Blätter stets sehr regelmäßig angeordnet, mit dem gleichen Abstand zwischen den einzelnen Knoten (den Ansatzstellen der Blätter); die Pflanze scheint durch die Regelmäßigkeit ihres Laubes geradezu „rhythmisiert“ zu sein! Die Blätter sind sitzend: Die Blattspreite ist direkt mit dem Stängel verbunden und besitzt keinen Blattstiel.

Die Blätter haben eine schöne grüne Färbung. Es gibt auch zahlreiche Sorten mit panaschiertem Laub, wie Polygonatum falcatum ‘Variegatum’. Die Sorte Polygonatum odoratum ‘Byakko’ trägt außergewöhnliche Blätter, die an der Basis weiß und an der Spitze grün sind. Panaschierte Sorten eignen sich ideal, um eine schattige Ecke aufzuhellen! Die etwas dunkleren Bereiche des Gartens bringen die Schönheit ihres Laubes und ihrer Blüte besonders gut zur Geltung.

Im Herbst nimmt das Laub eine schöne goldgelbe Färbung an (noch intensiver, wenn Sie eine Sorte wie Polygonatum falcatum ‘Variegatum’ kultivieren), bevor es verschwindet. Die Weißwurz ist nämlich eine sommergrüne Pflanze. Im Frühling treibt sie wieder aus.

Die Blätter mehrerer Polygonatum-Arten

Das Laub der Weißwurz. Polygonatum verticillatum (Foto Krzysztof Golik), Polygonatum humile (Foto Salicyna) und Polygonatum falcatum ‘Variegatum’

 

Die Weißwurz besitzt Rhizome, unterirdische waagerechte Stängel, die sich im Laufe der Zeit ausbreiten. Sie sind fleischig, sehr dick und cremeweiß und bilden deutlich feinere Wurzeln. Aus den Rhizomen entwickeln sich im Frühling auch die oberirdischen, belaubten Stängel. Am Jahresende, wenn diese verschwinden, hinterlassen sie auf dem Rhizom eine Narbe, die einem Siegel ähnelt und der Pflanze ihren Namen verleiht!

Etwa zur Mitte des Sommers ersetzen dekorative Früchte die Blüten: Es handelt sich um kugelförmige Beeren, meist schwarz oder blauschwarz, manchmal rot (beispielsweise bei Polygonatum verticillatum). Sie haben meist einen Durchmesser von 2 bis 6 mm. Die Beeren sind für Menschen giftig, werden von Vögeln jedoch gerne gefressen!

 

Die kugelförmigen, schwarzen Früchte der Weißwurz

Die Beeren von Polygonatum odoratum

 

Die wichtigsten Sorten

Die beliebtesten Sorten

Polygonatum multiflorum - Weißwurz

Polygonatum multiflorum - Weißwurz

Die mehrblütige Weißwurz bildet bogig überhängende Stängel, unter denen kleine weiße Glöckchen hängen, die grün gezeichnet sind. Die Blüten sind zu zweit bis sechst angeordnet, anschließend erscheinen schwarze Früchte.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 60 cm
Polygonatum falcatum Variegatum - Weißwurz

Polygonatum falcatum Variegatum - Weißwurz

Eine herrliche Sorte mit zartgrünem, fein weiß gerandetem Laub! Die Blattpanaschierung ist leicht und dezent und beeinträchtigt keineswegs das sehr natürliche Erscheinungsbild der Pflanze. Die Stängel sind rötlich und tragen weiße Blüten ... eine wunderschöne Farbkombination!
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 70 cm

Unsere Lieblingssorten

Polygonatum odoratum - Weißwurz

Polygonatum odoratum - Weißwurz

Die Duftende Weißwurz bildet kantige Stängel, unter denen die Blüten einzeln oder zu zweit sitzen. Die Blüten verströmen einen zarten Duft. Anschließend trägt die Pflanze kugelige, schwarze Früchte. In Frankreich kann man sie leicht in der Natur finden!
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 40 cm
Polygonatum Weihenstephan - Weißwurz

Polygonatum Weihenstephan - Weißwurz

Es handelt sich um eine eher große, robuste und kräftige Sorte. Ihre bogig überhängenden Stängel tragen kleine weiße Glöckchen. Anschließend bildet sie blau-schwarze Beeren.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 1 m

Weitere Sorten zum Entdecken

Polygonatum humile - Weißwurz

Polygonatum humile - Weißwurz

Es handelt sich um eine Zwergsorte mit weißen Blüten, die einzeln oder zu zweit sitzen. Auf sie folgen runde, blau-schwarze Früchte. Da diese Pflanze sehr kompakt wächst, stehen auch die Blätter dichter beieinander als bei anderen Sorten. Sie sind ziemlich rundlich geformt.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 15 cm
Polygonatum commutatum - Großes Salomonssiegel

Polygonatum commutatum - Großes Salomonssiegel

Diese Sorte ist groß und kräftig! Sie entwickelt bogig überhängende Stängel mit großen weißen, grün gerandeten Glöckchen. Anschließend bildet sie schwarze Beeren.
  • Blütezeit Juni, Juli
  • Höhe bei Reife 90 cm

DéEntdecken Sie andere Polygonatum - Salomonssiegel

28
Ab € 5,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm

Erhältlich in 2 Größen

47
Ab € 6,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
32
Ab € 5,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
27
Ab € 8,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
Nicht lieferbar
Ab € 6,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm
Nicht lieferbar
Ab € 6,90 Kleine Töpfe von 8/9 cm

Pflanzung

Wo sollte die Weißwurz gepflanzt werden?

Als typische Unterholzpflanze fühlt sich die Weißwurz im Schatten oder Halbschatten bei guten Lichtverhältnissen wohl. Sie können sie am Fuß von Bäumen und Sträuchern oder direkt vor einer Hecke pflanzen, zumal sie sehr gut mit der Wurzelkonkurrenz zurechtkommt! Sie verträgt zwar auch Sonne, doch sollten Sie pralle Hitze vermeiden! In mediterranen Regionen sollten Sie einen schattigen Standort bevorzugen, während Sie sie im Norden Frankreichs in die Sonne pflanzen können.

Die Weißwurz bevorzugt Böden, die frisch bleiben (vor allem an einem sonnigen Standort), gleichzeitig aber ausreichend drainierend sind, da das Rhizom keine Staunässe verträgt. Polygonatum passt sich jedoch auch sehr gut an Standorte mit trockenem Schatten an!

Der Boden sollte fruchtbar und humusreich sowie möglichst locker und leicht sein. Ideal ist ein Boden wie im Unterholz. Daher freut sich die Pflanze über Kompostgaben, zumindest bei der Pflanzung. Die Weißwurz gedeiht in sauren Substraten.

Sie können sie in einem naturnahen Bereich des Gartens pflanzen, in dem Sie nur wenig eingreifen. Weißwurz kann auch in einen frischen, schattigen Steingarten integriert werden. Kompakte Sorten (Polygonatum hookeri…) eignen sich dafür am besten. Schließlich ist auch eine Kultur im Topf möglich. Sie müssen lediglich darauf achten, dass die Blumenerde nicht austrocknet.

Wenn Sie einen Standort gefunden haben, an dem sie sich wohlfühlt, breitet sich die Weißwurz aus und bildet eine schöne Kolonie.

Wann pflanzen?

Sie können die Weißwurz im Frühjahr pflanzen, etwa im April, oder im Herbst (September–Oktober).

Wie pflanzen?

Halten Sie einen Abstand von etwa 40 cm zwischen zwei Jungpflanzen ein (je nach Größe der Sorte anzupassen).

  1. Lockern Sie zunächst den Boden, entfernen Sie Unkraut und arbeiten Sie etwas Kompost ein.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen sein sollte.
  3. Pflanzen Sie Ihr Polygonatum und achten Sie darauf, dass der Hals direkt auf Höhe des Bodens liegt.
  4. Füllen Sie die Erde um die Pflanze herum wieder auf und drücken Sie sie mit der flachen Hand an, damit ein guter Kontakt zwischen Substrat und Wurzeln gewährleistet ist.
  5. Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie in den Wochen nach der Pflanzung regelmäßig. Wir empfehlen, eine organische Mulchschicht (Laub, BRF …) auszubringen.

Pflege der Weißwurz

Die Pflege der Weißwurz ist eher unkompliziert. Zögern Sie jedoch nicht, bei Bedarf zu gießen; der Boden sollte möglichst frisch bleiben (vor allem, wenn die Pflanze in der Sonne steht!). Die Weißwurz verträgt keine heißen und trockenen Sommer. Wir empfehlen Ihnen, eine Mulchschicht auszubringen, vorzugsweise aus organischem Material, damit der Boden länger frisch bleibt. Dies verhindert außerdem, dass sich “Unkräuter” entwickeln, und liefert zugleich organisches Material, das sich zersetzt und den Boden anreichert.

Da die Weißwurz sehr winterhart ist, muss sie im Winter nicht vor Kälte geschützt werden. Sie können im zeitigen Frühjahr eventuell etwas Kompost oder Hornspäne ausbringen, um den Boden anzureichern. Arbeiten Sie diese durch leichtes Aufharken in die Erde ein. Außerdem empfehlen wir Ihnen, die Pflanze im Spätherbst zurückzuschneiden, indem Sie ihre oberirdischen Pflanzenteile abschneiden.

Achten Sie auf Schnecken und Nacktschnecken, die im Frühjahr gerne die jungen Triebe anknabbern. Zum Schutz Ihrer Jungpflanzen können Sie Schneckenkorn (Ferramol) verwenden, Sägemehl als Barriere ausstreuen oder eine Schneckenfalle bauen.

Gelegentlich können auch Probleme durch Blattwespen (Phymatocera aterrima) auftreten. Ihre raupenähnlichen Larven fressen die Blätter der Pflanze! In der Regel fressen sie die Blattspreite zwischen den Rippen und lassen nur die Hauptadern zurück …

Das Auftreten von Krankheiten ist bei der Weißwurz selten. Achten Sie jedoch auf zu viel Feuchtigkeit, da dadurch das Rhizom verfaulen kann!

Die Blattwespen, Phymatocera aterrima

Blattwespen, die das Laub der Weißwurz fressen (Foto Pixeltoo / Foto Walter Baxter – Solomon’s Seal Sawfly larvae – CC BY-SA 2.0)

 

Vermehrung: die Teilung von Rhizomen

Die beste Methode zur Vermehrung der Weißwurz ist die Teilung der Rhizome. Auch eine Aussaat ist möglich. Die Samen können jedoch sehr lange brauchen, um zu keimen – bis zu zwei Jahre!

Teilung der Rhizome

Die Weißwurz neigt von Natur aus dazu, sich über ihre Rhizome auszubreiten. Sie können sie leicht vermehren, indem Sie Teilstücke entnehmen. Warten Sie jedoch, bis die Pflanze einige Jahre alt ist und sich gut entwickelt hat, bevor Sie sie teilen. Führen Sie die Teilung am besten im zeitigen Frühjahr durch.

  1. Graben Sie ein Rhizom aus. Achten Sie darauf, die jungen, besonders empfindlichen Triebe nicht zu beschädigen.
  2. Reinigen Sie es bei Bedarf, um überschüssige Erde zu entfernen.
  3. Schneiden Sie das Rhizom in mehrere Teilstücke und achten Sie darauf, dass jedes Stück oben mindestens eine Knospe trägt. Verwenden Sie ein scharfes Messer.
  4. Bereiten Sie den Boden vor und setzen Sie die Teilstücke sofort in die Erde. Sie können sie auch in Töpfe pflanzen und im Herbst ins Freiland setzen.
  5. Gießen Sie reichlich.

Achten Sie darauf, das Substrat durch regelmäßiges Gießen frisch zu halten (aber nicht zu nass!), bis sich die neuen Jungpflanzen entwickelt haben.

Salomonssiegel mit anderen Pflanzen im Garten kombinieren

Die Weißwurz ist die unverzichtbare Pflanze für Unterholz- und Schattengärten, die sehr natürlich gestaltet sind. Sie harmoniert perfekt mit den wunderschönen weißen Blüten des Anemone sylvestris sowie mit dem Maiglöckchen, einer Pflanze, der sie ästhetisch recht ähnlich ist. Bringen Sie mit dem Geranium nodosum, der zarten Blüte der Elfenblume und der des Dicentra (Herzblume) leichte Farbtupfer ein. Sie können rund um die Weißwurz flächendeckende Pflanzen setzen, die den Boden bedecken, wie das Immergrün. Entdecken Sie auch das Dodecatheon, auch Götterblume genannt, eine kleine, sehr anmutige Staude mit rosafarbenen Blüten! Nutzen Sie auch Frühlingszwiebeln, insbesondere solche, die sich leicht einbürgern, wie die Atlantischen Hasenglöckchen! Sie werden den Eindruck haben, durch einen natürlichen, nur etwas üppiger blühenden Wald zu spazieren!

Ob im Unterholz oder im Beet, Sie können panaschierte Weißwurz mit anderem dekorativem Laub kombinieren: Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht, Funkie, Purpurglöckchen, Frauenmantel … Entdecken Sie auch die großen, handförmigen Blätter des Schaublatts. Als Farne eignen sich Dryopteris, Polystichum oder Matteuccia. Ergänzen Sie einige dekorative Gräser wie Hainsimse, Segge und Japangras.

Eine Gestaltungsidee für einen Schattengarten mit Weißwurz

Die Weißwurz findet leicht ihren Platz in einem schattigen Garten mit dekorativem Laub und zart blühenden Stauden. Hier: Carex oshimensis ‘Evergold’, Dodecatheon conjugens (Foto C. T. Johansson), Geranium nodosum und Polygonatum odoratum (Foto oona rälsanen)

 

Aufgrund ihrer sehr eleganten und schlichten Erscheinung mit ihren gebogenen Stängeln, dem anmutigen Laub und der weißen Blüte kann die Weißwurz durchaus in einen sehr modernen, grafisch gestalteten Garten mit klaren Linien integriert werden. Sie können sie in einem Innenhof oder auf einer Terrasse pflanzen und mit Funkien, Schlangenbart und Acer palmatum kombinieren. Nutzen Sie auch das dekorative Laub der Purpurglöckchen und die zarte, luftige Blüte der Tiarella! Sie kann auch mit der überraschenden Blüte der Feuerkolben kombiniert werden. Die Weißwurz ist eine sehr elegante Pflanze, insbesondere wenn Sie eine Sorte wie Polygonatum falcatum ‘Variegatum’ kultivieren. Sie verleiht Ihrem Beet viel Stil und Originalität. Auch mit der Maianthemum, einer Pflanze aus derselben Familie, mit der sie ein wenig Ähnlichkeit hat, harmoniert sie gut!

Die Weißwurz kann auch am Fuß von frühjahrsblühenden Sträuchern gepflanzt werden. Da sie die Konkurrenz im Wurzelbereich gut verträgt, können Sie sie direkt vor einer naturnahen Hecke pflanzen. Kombinieren Sie sie zum Beispiel mit Schönen Sternchensträuchern, Spiersträuchern, Pfeifensträuchern, Viburnum plicatum … Schließlich kann die Weißwurz auch unter sommergrünen Bäumen gepflanzt werden. Im Winter profitiert sie von guten Lichtverhältnissen, während die Blätter der Bäume sie im Sommer vor Hitze schützen!

Wussten Sie schon?

  • Heilende Eigenschaften

Die Weißwurz ist auch eine Heilpflanze: Sie wirkt kräftigend, reizlindernd und fiebersenkend und soll bei Diabetes, Hyperglykämie … helfen. Äußerlich kann sie außerdem bei Prellungen und Blutergüssen angewendet werden, um die Wundheilung und die Regeneration des Gewebes zu beschleunigen. Das Rhizom wird in der chinesischen Medizin unter dem Namen Huang Jing oder Rhizoma poligonati verwendet. Verwenden Sie die Weißwurz nicht ohne Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft, da diese Pflanze als solche ziemlich giftig ist.

  • Polygonatum odoratum oder multiflorum?

Diese beiden, recht ähnlichen Arten werden oft verwechselt! Polygonatum odoratum hat einen kantigen Stängel und einzelne oder paarweise angeordnete Blüten, während Polygonatum multiflorum einen Stängel mit rundem Querschnitt besitzt und seine Blüten in größeren Gruppen zusammenstehen, wobei jede Traube zwei bis sechs Blüten umfasst. Diese sind außerdem kleiner.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Das Laub meiner Weißwurz sieht angeknabbert aus … Warum?

    Wahrscheinlich sind Schnecken dafür verantwortlich, die im Frühjahr besonders gerne junge Blätter fressen! Sie können eine Schneckenfalle basteln, feinen Sand oder Asche um Ihre Pflanzen streuen, um eine Barriere zu bilden, oder Schneckenkorn wie Ferramol verwenden.

    Es ist auch möglich, dass die Blätter von Blattwespen angefressen werden – Hautflüglern, deren Larven Raupen ähneln. Oft sind nur noch die Hauptrippen zu sehen, während der Rest der Blattspreite aufgefressen wurde! Die Pflanze wird dadurch geschwächt und verkümmert … Suchen Sie nach den Larven, um sicherzugehen, dass sie tatsächlich die Ursache sind. Entfernen Sie die am stärksten befallenen Stängel und Blätter, sammeln Sie die Larven von Hand ab und beseitigen Sie sie (wenn es nicht zu viele sind), und spritzen Sie anschließend eine Lösung auf Basis schwarzer Seife.

  • Kann ich die Weißwurz in der Sonne pflanzen?

    Ja, wenn der Boden frisch bleibt und Sie nicht in einer mediterranen Region wohnen. Vermeiden Sie vor allem pralle Sonne und das Austrocknen des Substrats. Wir empfehlen, eine Mulchschicht auszubringen und bei Bedarf regelmäßig zu gießen.

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.

Siegelring, Polygonatum: Alles Wissenswerte und Pflegetipps