5 milde, aromatische Spanische Chili-Pfeffer

5 milde, aromatische Spanische Chili-Pfeffer

Milde Chilis: leicht anzubauen und zu genießen

Inhaltsverzeichnis

Chilis (Capsicum annuum) müssen nicht scharf sein: 6 milde Sorten mit fruchtigen, süßen oder säuerlichen Noten, einfach anzubauen. Plus: Aussaat, Anbau und Ernte von Paprika und Chili.

Schwierigkeit

Sehr langer Spanischer Chili-Pfeffer aus den Landes

Der Spanische Chili-Pfeffer „Très Long des Landes“ ist ideal für alle, die keine Schärfe mögen, aber das fruchtige Aroma von Chilis genießen möchten. Obwohl sein Aussehen an die schärfsten Chilis erinnert, enthält er tatsächlich nur sehr wenig Capsaicin. Diese lange Paprika wird etwa 15 cm lang. Sie ist dünn und schmal, mit gebogener Form. Bei Reife leuchtet ihre rote Farbe besonders kräftig und glänzend.

Auch ihre Haut ist sehr dünn, wodurch sie besonders angenehm zu essen ist. Diese Chili-Sorte wird vor allem für die berühmte Piperade verwendet, eine Spezialität der baskischen und gaskognischen Küche. Natürlich wird sie dabei vom unangefochtenen Pfeffer aus Espelette begleitet, auf den wir später in diesem Artikel noch eingehen.

Die Ernte erfolgt von Juli bis November. Wie alle Chilis benötigt diese Sorte aus den Landes Wärme und Licht für ein gutes Wachstum. Eine ausgewachsene Pflanze wird 80 cm hoch und 30 cm breit. Sie ist schnell ertragreich und kann sich auch an Regionen mit eher kurzen Sommern anpassen.

längliche rote Chilis

 

Chili 'Petit Marseillais'

Diese Sorte ist so mild, dass sie auf der Scoville-Skala den Paprika zugeordnet wird. Da sie kaum Schärfe und brennende Wirkung entwickelt, kann sie von allen genossen werden. Das süße Fruchtfleisch verbindet sich mit einer leicht pfeffrigen Note.

Die Früchte von ‚Petit Marseillais‘ sind farbenfroh und dekorativ: Jede Pflanze trägt zahlreiche gelb bis orangefarbene Chilis, eine seltenere Färbung als das übliche Rot. Ihre Form ist eher rechteckig und von variablen Falten, Knitterungen und anderen Verformungen geprägt, die fast jede Frucht einzigartig machen.

Dieser milde Chili, der als Paprika gilt, stammt aus der Provence. Er kann roh oder gegart verzehrt werden, im Salat, vom Grill oder gefüllt.

Die Ernte erfolgt spät im Spätsommer, von August bis Oktober. Dieser Chili bildet einen kleinen Busch, der bis zu 1 m hoch und 40 cm breit wird. Aufgrund seiner Herkunft fühlt sich die Sorte besonders in den warmen Regionen Südfrankreichs wohl.

orangefarbene Chilis

Die Chili ‘Tomate’

Der Chili ‘Tomate’ fällt durch seine besondere Form auf, die ihm seinen Namen gibt: Jede Frucht ähnelt tatsächlich kleinen Ochsenherztomaten. Die runden Früchte bestehen aus gleichmäßigen Rippen und leuchten glänzend rot. Ihr feines Fruchtfleisch schmeckt mild und süß, mit wenig Schärfe.

Diese mittelfrühe Sorte wird von Ende Juli bis Oktober geerntet, bei mildem Herbst in Ihrer Region sogar bis November.

Dieser kompakte Chili wird etwa 40 cm hoch und breit.

roter, runder Chili

 

Chili ‘Anaheim Chili’

Die Chili-Sorte ‘Anaheim Chili’ stammt aus einem Land, das für scharfe Chilis bekannt ist: Mexiko. Später wurde sie in Kalifornien eingeführt, woher auch ihr anderer Name kalifornischer Spanisch-Chili-Pfeffer stammt.

Auch dieser Chili scheint auf den ersten Blick wenig für empfindliche Gaumen geeignet: Seine langen Früchte werden 15 bis 20 cm lang und ähneln seinen feurigen Verwandten. Zunächst sind sie grün, später nehmen sie die typische Farbe eines leuchtend roten Chilis an. Dennoch ist diese Sorte niemals brennend scharf. Auf der Scoville-Skala zählt sie zu den als „mild-würzig“ geltenden Spanisch-Chili-Pfeffern.

Ihr fruchtiges Aroma macht sie zum idealen Kandidaten für viele Zubereitungen: in Ringe geschnitten im Salat, geschmort oder in Guacamole. Ihr volles Aroma entfaltet sie jedoch erst beim Grillen.

Bei voller Reife wird diese Sorte 1 Meter hoch und 40 cm breit und bildet einen hübschen kleinen Busch. Die Ernte erstreckt sich von Mitte bis Ende des Sommers. Dieser Spanisch-Chili-Pfeffer benötigt Wärme und Sonne, um sich gut zu entwickeln.

orangefarbener und grüner Anaheim-Chili

Der Piment d’Espelette

Etwas schärfer als die zuvor genannten Sorten durfte der Pfeffer d’Espelette in dieser Liste, die den Gaumen anregt, ohne ihn zu verbrennen, natürlich nicht fehlen. Er ist ideal für Liebhaber würziger Küche, die jedoch keine aggressive Schärfe suchen. Sein Aroma ist pikant und hebt den Geschmack der Gerichte hervor, ohne ihn zu verfälschen oder ein taubes Gefühl auf der Zunge zu hinterlassen. Auf der Scoville-Skala erreicht er Stufe 4 und gilt damit als scharf.

Er gehört zu den bekanntesten Chilis unserer Region und ist natürlich untrennbar mit der Küche Südwestfrankreichs verbunden. Wie sein Name andeutet, wird er vor allem in der Stadt Espelette und Umgebung im Baskenland angebaut.

Die etwa 15 cm langen Früchte sind bei Reife rot und kegelförmig. Sie werden frisch verzehrt, häufiger jedoch getrocknet (als berühmte Chili-Schnüre, die an den Fassaden typischer baskischer Häuser trocknen) oder als Pulver. So lässt er sich sehr lange aufbewahren und verfeinert Gerichte zu jeder Jahreszeit.

In Regionen mit langen, warmen Sommern kann die Ernte spät erfolgen, bis in den November.

Diese Sorte bildet einen 60 cm hohen und 30 cm breiten Busch. Jede Pflanze kann 15 bis 30 Früchte tragen.

Außerhalb der Region Espelette angebaut, darf sie diese geschützte Bezeichnung nicht tragen: Dann wird sie Chili ‘Gorria’ genannt. Es handelt sich jedoch um dieselbe Sorte.

Rote Espelette-Chilis zum Trocknen

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